Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Berufe mit hohem Gehalt!
im ersten semester hatte ich auch noch illusionen. vielleicht hätt ich sonst aber nicht durchgehalten..
FataMorgana
17.12.2005, 20:24
Logo wird auch noch irgendwann erkennen, wie ungerecht das Leben sein kann... ;-)
@Fata: manche brauchen für diese Erkenntnis halt etwas länger ;-)
Schimmelschaf
17.12.2005, 20:27
Ein Bekannter von uns ist Flugkapitän bei der Lufthansa und verdient ca. 7000 Euro. Aber bis man so eine Anstellung hat, muss man recht lang fliegen.
Gichin_Funakoshi
18.12.2005, 15:42
Ich glaube man kann zwischen 5 und 10 Jahren sich zum Pilot in Command weiterbilden lassen. Schaf, verdient er das Netto oder Brutto?
Logo wird auch noch irgendwann erkennen, wie ungerecht das Leben sein kann... ;-)
Der freie Markt war noch nie "ungerecht" zu qualifizierten Arbeitskräften. Um Mißverständnissen vorzubeugen - ich zähle Arzt nicht zwangsläufig zu diesen Berufen. Aber ein sehr guter Arzt, der weiß wie er sich verkaufen muß, wird auch ein angemessenes Gehalt kriegen... Im Notfall im Ausland (zumindest geht es Bekannten so, die nun in der Schweiz sich ärztlich "niedergelassen" haben).
Das hat nichts mit Traumtänzerei und möglicherweise fehlender Erfahrung zu tun, sondern mit Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und Vitamin-B. Da wurde ich bisher noch nicht enttäuscht.
- der Hinweis zum ersten Semester übergeh ich mal geflissentlich als kleinen verbalen Ausrutscher; Arroganz des "Alters" steht einem doch so schlecht ;-)
Gruß
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FataMorgana
18.12.2005, 21:43
Der freie Markt war noch nie "ungerecht" zu qualifizierten Arbeitskräften.
Oh doch, das war er. Deine Argumente sind die des "American Dream". Das kann auch in Zeiten der Hausse funktionieren, aber sobald das Wachstum nicht mehr stimmt, gerät Sand ins Getriebe.
Nimm es mir nicht übel, das soll auch wirklich nicht altklug oder so klingen, aber ich bin überzeugt davon, dass Du irgendwann erkennen wirst, dass die Realität (zumindest manchmal) anders aussieht als der American Dream.
Ob man im Leben Erfolg hat und viel Geld verdient, hängt natürlich auch von den persönlichen Fähigkeiten, der Flexibilität usw. ab - eben, ob man "gut" ist. Es gehört aber mehr dazu - komischerweise hast Du bereits Vit. B ins Feld geführt und Dir damit selbst widersprochen. Es gehört aber auch dazu, dass man in der richtigen Branche ist, zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist usw.
Nehmen wir doch mal den Arztberuf in Deutschland vor ca. 15 Jahren. Da wurden massenweise exzellente Leute als AiP geknechtet, mit 3-Monats-Verträgen abgespeist usw. Damals waren die Chancen im Ausland auch noch nicht so gut wie jetzt. Willst Du mit Deinen Postings sagen, dass diejenigen, die sich das antun mussten, alle nicht "gut" genug waren?
Aber ein sehr guter Arzt, der weiß wie er sich verkaufen muß, wird auch ein angemessenes Gehalt kriegen... Im Notfall im Ausland (zumindest geht es Bekannten so, die nun in der Schweiz sich ärztlich "niedergelassen" haben).
Nein, das ist nicht zwangsläufig so. Ich kenne genügen Oberärzte, die sich in Kliniken für zu wenig Geld den Arsch aufreißen, jede 3. Nacht Rufbereitschaftsdienst schieben, unglaublich gut sind und trotzdem nicht die Chance auf ein angemessenes Gehalt haben. Manche sind z. B. familiär gebunden und können nicht ins Ausland. Oder sie können sich in ihrem Fachgebiet nicht niederlassen, weil alles dicht ist (Planwirtschaft in der Kassenarztmedizin!).
Es tut mir fürchterlich leid, aber Deine Argumente sind in einer gewissen Weise naiv. Das muss ja auch gar nicht damit zusammenhängen, dass Du im ersten Semester bist (worauf ich im übrigen überhaupt nicht eingegangen bin). Offensichtlich hast Du aber den deutschen Medizinbetrieb bisher nicht so kennengelernt, wie ich ihn kennengelernt habe. Und ich habe ihn schon von verschiedenen Seiten mitbekommen, auch über einige Zeit, insofern kannst Du mir glauben, dass ich ungefähr weiß, wovon ich spreche.
Das hat nichts mit Traumtänzerei und möglicherweise fehlender Erfahrung zu tun, sondern mit Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und Vitamin-B. Da wurde ich bisher noch nicht enttäuscht.
Dann kann man Dir ja nur wünschen, dass es so bleibt. Wenn Du aber in Deinem weiteren Werdegang die Augen offenhältst, wirst Du andere Menschen sehen, denen die von Dir gepriesene Gerechtigkeit nicht widerfahren ist.
- der Hinweis zum ersten Semester übergeh ich mal geflissentlich als kleinen verbalen Ausrutscher; Arroganz des "Alters" steht einem doch so schlecht ;-)
Es war eigentlich nicht arrogant gemeint, ist aber offensichtlich so herübergekommen. Vielleicht waren Deine Ausführungen auch nicht arrogant gemeint, auf mich haben sie aber ebenfalls arrogant gewirkt (vielleicht habe ich mich dadurch provozieren lassen?). Und zwar gegenüber denjenigen, die eben "Deine" Gerechtigkeit nicht erfahren haben. Und damit meine ich ganz gewiss nicht mich selbst, denn ich bin momentan mit meinem Job und meinem Gehalt ganz zufrieden...
Du hast ja nicht unrecht mit dem was du sagst...
Unterschreibe ich alles :-) :-top
Aber, ich mag nicht diese Pauschalisierungen gepaart mit Schwarzmalerei.
Das was du "American Dream" nennst, gibt es nach wie vor und wird es weiter geben. Vielleicht in geringerem Maße als früher, aber man kann das nicht generell in Abrede stellen und darum geht es mir... :peace:
Gruß
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PS: Ich habe nie von allgemeiner Gerechtigkeit in diesem Zusammenhang gesprochen. Deshalb ist mein Verweis auf "Vitamin B" auch nicht abwegig... Eher konkret
FataMorgana
18.12.2005, 23:27
Aber, ich mag nicht diese Pauschalisierungen gepaart mit Schwarzmalerei.
Pauschalisiert hast zunächst mal Du. Ich habe schwarz gemalt - OK, gebe ich zu. Mit einer gewissen Absicht natürlich.
Das was du "American Dream" nennst, gibt es nach wie vor und wird es weiter geben. Vielleicht in geringerem Maße als früher, aber man kann das nicht generell in Abrede stellen und darum geht es mir... :peace:
Das habe ich auch nicht getan. Lies Dir doch meine Postings noch einmal genau durch. Ich möchte zusätzlich betonen, dass meine Aussagen teilweise auch in anderen Branchen gelten. Wenn die konjunkturelle- oder Arbeitsmarkt-Lage gerade sehr schlecht ist, gelten andere Gesetze. Natürlich auch dann, wenn der Staat seine Hand im Spiel hat. Du hattest ja konstatiert:
Man muß einfach "nur" gut sein, dann wird es entsprechend honoriert. Egal in welcher Branche. [...] Der freie Markt war noch nie "ungerecht" zu qualifizierten Arbeitskräften. [...] Aber ein sehr guter Arzt, der weiß wie er sich verkaufen muß, wird auch ein angemessenes Gehalt kriegen...
Dem habe ich widersprochen und werde dem auch weiterhin entschieden widersprichen, weil es so nicht ist, wie Du es Dir vorstellst. Ich verstehe vor allem irgendwie nicht, wie Du in einer (oder hoffentlich am Ende einer!) Rezession zu solchen Schlüssen kommen kannst.
PS: Ich habe nie von allgemeiner Gerechtigkeit in diesem Zusammenhang gesprochen.
Das hörte sich aber verdammt danach an.
Deshalb ist mein Verweis auf "Vitamin B" auch nicht abwegig... Eher konkret
Du sprichst in Rätseln.
Ich verstehe vor allem irgendwie nicht, wie Du in einer (oder hoffentlich am Ende einer!) Rezession zu solchen Schlüssen kommen kannst.
Welche Rezession?
-> Was ist Rezession (http://de.wikipedia.org/wiki/Konjunktur#Rezession)
-> BIP - Statistisches Bundesamt (http://www.destatis.de/indicators/d/vgr111ad.htm)
Dem habe ich widersprochen und werde dem auch weiterhin entschieden widersprichen, weil es so nicht ist, wie Du es Dir vorstellst.
Das sind marktwirtschaftliche Gesetze. Wenn Leistung/Produktivität nicht angemessen honoriert wird, bestraft das der Markt - früher oder später. Das ist bei Produkten so und gilt auch für Arbeitskräfte, die ja prinzipiell vergleichbar mit Gütern sind, da sie auch einen Wert darstellen.
Wenn die konjunkturelle- oder Arbeitsmarkt-Lage gerade sehr schlecht ist, gelten andere Gesetze.
Ja mag sein, aber der Markt steht nicht still, den gleichen Schwankungen unterliegen damit auch die Arbeitsmarktsituation, Löhne und Arbeitbedingungen. Wo es runter geht, geht es auch wieder hoch...
Ist doch kein Widerspruch zu meinen Aussagen.
Ich werde dich jetzt nicht überzeugen, genausowenig wie du mich argumentativ rumkriegst... Wir drehen uns also im Kreis ;-)
Zur allgemeine Gerechtigkeit:
Die Welt ist nicht gerecht, deswegen mein Verweis dazu, wenn es sich anders anhörte, dann habe ich mich misslich ausgedrückt.
Darum erwähnte ich auch "Vitamin B".
Selbst wenn der Markt es nicht regelt, wie du sagst, haben manche noch Vitamin B und sind fein raus...
Ist das so rätselhaft?
Ich will doch hier keine Allerwelts-Probleme lösen... Ich animiere nur zu weniger Wellenbewegung und mehr Gelassenheit & weniger Frust bezüglich Beruf und Zukunft...
Abschließend möchte ich zu deinem AIP-ler Beispiel -passenderweise- den Präsident der SLH-Ärztekammer (in einer Vorlesung) zitieren:
"... Wir müssen uns nichts vormachen, das heutige Tarif-Problem der Kliniker ist zu Teil hausgemacht, man hat genau wie die AIPler damals, viel zu lange die Füße duldsam still gehalten..."
Gruß
LOGO
Edit: Ich gehe mal schlafen... Morgen sehen wir dann weiter ;-)
"I have a dream..."
Ich glaube teilweise an Logos Visionen (die mir natürlich auch so widerfahren werden), fürchte aber, dass die im Laufe der Klinikzeit schwinden.
Wenn gute Qualifikation, Beziehungen UND Glück zusammenkommen, kann der Wunsch vom höher bezahlten Arztberuf eintreffen. :peace:
FataMorgana
19.12.2005, 09:17
Welche Rezession?
Möchtest Du jetzt wirklich, dass ich Dich mit Deinen eigenen Waffen schlage? Nehmen wir doch z. B. die von 2002/2003. Da Du etwas von Wirtschaft zu verstehen scheinst, brauche ich Dir wohl nicht zu erklären, dass man die preisbereinigten Indices heranziehen sollte, oder? Eine Erhöhung des BIP bei gleichzeitig noch höherer Inflation würde ich mal Scheinwachstum nennen (und die Situation hatten wir in den letzten Jahren oft genug - oder willst Du mir auch erzählen, dass der neue Markt nicht gecrasht ist? Das werde ich Dir aber nicht abnehmen, denn ich habe dabei selbst einiges Geld verloren, zu schmerzhaft, um es nicht wahrhaben zu können).
Nehmen wir also die preisbereinigten Indizes:
http://www.destatis.de/indicators/d/vgr111md.htm
Damit lässt sich Ende 2003 eine glasklar nach Wikipedia definierte Rezession ableiten. Es ist ein bisschen mühsam zu rechnen, da ja Veränderungen zum Vorjahresquartal gefordert werden, aber man erahnt es ja auch so.
Dazu ist auch noch anzumerken, dass die Preissteigerungsstatistiken des Bundesamtes von manchen als zu konservativ kritisiert werden (s. Auswahl des Warenkorbs). Für meinen geschmackt liegt jedenfalls die "gefühlte Inflationsrate" meist etwas höher als die vom Stat. Bundesamt angegebene.
Man kann also vor gewissen Anflügen von Stagnation bzw. sogar definitionsgemäßer (sic!) Rezession in den letzten Jahren die Augen nicht verschließen. Bzw. sollte das meiner Meinung nach nicht, denn natürlich kann man das, wenn man will.
Versteh mich jetzt bitte nicht falsch. Ich finde auch, dass in Deutschland manchmal zu viel gejammert wird. Vor allem ist das fatal, wenn dann der Kopf in den Sand gesteckt wird, statt anzupacken. Aber ob man mit der Methode "Welche Krise? Welche Rezession?" weiterkommt, wage ich auch zu bezweifeln.
Das sind marktwirtschaftliche Gesetze. Wenn Leistung/Produktivität nicht angemessen honoriert wird, bestraft das der Markt - früher oder später. Das ist bei Produkten so und gilt auch für Arbeitskräfte, die ja prinzipiell vergleichbar mit Gütern sind, da sie auch einen Wert darstellen.
Wenn ich das höre, wird mir ein kleines bisschen schlecht, auch wenn Du in Ansätzen Recht haben magst. Hoffentlich werde ich auf diesem Wege nicht noch zum Karl-Marx-Versteher ;-)
Ich werde dich jetzt nicht überzeugen, genausowenig wie du mich argumentativ rumkriegst... Wir drehen uns also im Kreis ;-)
Richtig. Lass uns etwas langsamer drehen und dann Frieden schließen. :peace: Wir werden ohnehin nie einer Meinung sein auf diesem Gebiet.
Darum erwähnte ich auch "Vitamin B".
Selbst wenn der Markt es nicht regelt, wie du sagst, haben manche noch Vitamin B und sind fein raus...
Ist das so rätselhaft?
Nein, aber es widerspricht recht stark Deinen anfänglichen Aussagen, man müsse nur gut sein, dann werde es auch entsprechend honoriert.
Ich will doch hier keine Allerwelts-Probleme lösen... Ich animiere nur zu weniger Wellenbewegung und mehr Gelassenheit & weniger Frust bezüglich Beruf und Zukunft...
Das ist löblich, aber wenn Du vor existierenden Problemen derart die Augen verschließt, kannst Du mich damit zumindest nicht animieren. Wenn ich jetzt böse wäre, könnte ich noch unken, dass Du die Probleme nicht lösen willst, weil Du sie nicht sehen willst.
Abschließend möchte ich zu deinem AIP-ler Beispiel -passenderweise- den Präsident der SLH-Ärztekammer (in einer Vorlesung) zitieren:
"... Wir müssen uns nichts vormachen, das heutige Tarif-Problem der Kliniker ist zu Teil hausgemacht, man hat genau wie die AIPler damals, viel zu lange die Füße duldsam still gehalten..."
Das ist immer leicht gesagt. Heute sind die Ärzte eben auch in einer Lage, die ihnen Proteste ermöglicht. Ich habe solche AiP-ler noch persönlich in ihrer damaligen Situation kennengelernt, mit 3-Monats-Verträgen, jeweils erst kurz vor Ablauf verlängert usw. In deren Haut hätte ich nicht stecken wollen. Die Chefärzte haben damals auch die Position vertreten können: "Wer aufmuckt, fliegt raus.". Wie soll man denn da einen Protest zum Ausdruck bringen oder gar organisieren, wenn man vom Chef zu verstehen bekommt, wer nicht spurt, fliegt, ständig damit beschäftigt ist, sich neu zu bewerben, weil man um seine Verlängerung bangen muss etc. Die Zustände waren in Deutschlands Krankenhäusern leider wirklich so!
facialis
19.12.2005, 16:03
als Mafiaboss verdient man am meisten.
DrSkywalker
19.12.2005, 16:23
oder man scheisst (lol, einge wissen warum ich lache) einfach auf dicke Kohle und macht das, was man gerne macht.
....die besten Dinge im Leben kann man sich ohnehin nicht kaufen(oder sind ganz billig zu haben)!
als Mafiaboss verdient man am meisten.
Ja, also daran hatte ich auch schon gedacht, aber ich weiß ja net. Das ist doch mehr ne Männerdomaine :-)) :-)) :-)) :-))
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