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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Türkisch/ Arabisch für Mediziner



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DocExitus
11.02.2006, 20:20
@surfsmurf

Kann es sein, daß Du größere Probleme mit Deutschland und den Deutschen hast?! Deine Einordnung der heutigen CDU demonstriert, daß Du offenbar zu denen gehörst, für die rechtsextrem geringfügig rechts von Heiner Geißler und Co. beginnt.

Du hast in keiner Weise meine Fragen beantwortet, Du hast Dich um eine Beantwortung mit mehr oder minder deutlichen Unterstellungen, die eine Nähe zu politisch extremem Gedankengut suggerieren sollen, herumgewunden - wie Du es auch schon bei einem weiteren Mitdiskutanten versucht hast. Du scheinst dazu zu neigen, Gegenargumente mit gewissen "Totschlags-Stichwörtern" entkräften zu wollen.

Zu Deinem Zitat über Dregger: Was ist daran verwerflich, wenn man sich für die Freilassung von Kriegsgefangenen einsetzt?! "Nachgesagt" wird einem viel - solange dafür keine Beweise vorliegen, handelt es sich um nichts mehr als üble Nachrede. Die von Dir angesprochene "Wehrmachts-Ausstellung" war in der Tat derart unwissenschaftlich und politisch motiviert, daß sie geschlossen und überarbeitet werden mußte.

Nicht genug damit, offenbar gehörst Du auch zu denjenigen, die ohne eine eigene inhaltliche Beschäftigung jemanden verurteilen, weil es alle tun. Daher sehe ich mich gezwungen, einige Dinge klarzustellen: Martin Hohmann hat in seiner Rede (vielleicht hättest Du sie einmal lesen sollen) die Juden NICHT als Tätervolk bezeichnet, er hat klargestellt, daß es völlig absurd ist, ein ganzes Volk als Volk der Täter zu bezeichnen. Hohmann hat vielmehr politischen Extremismus - auch von rechts - scharf kritisiert. Die oft zitierte Behauptung, Hohmann habe die Juden als Tätervolk bezeichnet, geht auf eine Falschmeldung der ARD zurück, die von zahlreichen anderen Medien einfach unverändert und ungeprüft zitiert wurde. Aufgrund dieser Verleumdung wurde gegen Hohmann ein Ermittlungsverfahren von der Staatsanwaltschaft Fulda angestrengt - und später als völlig gegenstandlos eingestellt.

Ich hoffe meinerseits, daß jedem Leser klar wird, aus welcher Ecke Deine Kommentare stammen. Nichts gegen den Aufbau einer türkischen Parallelgesellschafz in Deutschland haben, an der natürlich auch die Deutschen schuld sind, weil sie die Türken nicht herzlich genug willkommen heißen, aber solche Politiker verurteilen, die sich für die Freilassung deutscher Kriegsgefangener einsetzen. Pfui Teufel!

surfsmurf
11.02.2006, 20:34
Ich bin Patriot, aber kein Nationalist. Guck mal den Unterschied nach.

Und ich habe Hohmann nicht verurteilt, wo denn? Aber das meine ich: Zwischen deinen und meinen Vorstellungen liegen Welten. Deswegen wünsche ich Dir jetzt noch ein schönes Leben. Tschüß.

P.S. Vielleicht trösten Dich ja Deine Stammtischfreunde, weil da einer im Forum so frech war. :-))

DocExitus
11.02.2006, 20:39
...fragt sich nur, auf welches Land sich Dein Patriotismus bezieht?! :-))

Der Unterschied zwischen Patriotismus und Nationalismus ist mir duchaus bekannt. Nicht jeder, der Deine Meinung nicht teilt, ist ein Dummkopf, Mister Ober-Tolerant! :-))

Und meinen Stammtisch werde ich mit Deinen Ergüssen sicher nicht belasten. Ich habe mich schon darüber mit einigen ausländischen (!) Kollegen unterhalten, auf Deutsch, wohlbemerkt. Sie waren erstaunt, wie naiv man sein kann.

Auch Dir noch ein schönes Leben, vielleicht kommst Du ja irgendwann einmal in der Realität an! :-))

surfsmurf
11.02.2006, 21:14
@DocExitus: siehe PN.

Thomas24
13.02.2006, 19:23
Nebenbei bemerkt haben wir uns von der ursprünglichen Fragestellung ziemlich weit entfernt, nicht? Sei´s drum. Hier kursierten einige Ansichten im Forum, die ich nicht so ohne weiteres unkommentiert belassen möchte.


@tombow:
@all: Wir sind uns doch in der Analyse einig, oder? Viele Türken haben sich hier gut integriert, genau wie die Italiener, die Portugiesen oder die Polen. Und andere haben sich nicht gut integriert, sprechen kein Deutsch, leben in Ghettos, haben kein Bock auf Deutschland. So. Und jetzt? Das ist doch die entscheidende Frage. Natürlich kann man sich auf seinem Standpunkt einmauern: Bringeschuld, selber schuld. Aber das ändert die Situation nicht, die manchen hier im Forum ja anscheinend ganz gehörig gegen den Strich geht. Lamentieren, sich beklagen über unhaltbare Zustände, ist eine Sache. Etwas dagegegen zu tun eine andere. Es stellt sich zudem die Frage nach der Henne und dem Ei: Sind die Türken hier nicht willkommen, weil sie keinen Bock auf Deutschland haben? Oder haben manche Türken keinen Bock auf Deutschland, weil sie hier nicht sehr willkommen sind? Wer wiederum keinen Bock hat, sich diese Frage mal kurz selbstkritisch (!) zu stellen, kann meinetwegen gerne weiter schmollen. surfsmurf

Wir sind uns doch wohl darüber einig, das ein gedeihliches Zusammenleben in einer Gesellschaft nur mit bestimmten Spielregeln funktionieren kann, oder ?

Ich war immer der Auffassung, das sich Gäste nach dem Hausrecht vulgo nach den Sitten/ Gebräuchen und der Sprache des Gastlandes zu richten haben.

Wieso diese Regeln aber anscheinend in einer Art offenem Diskurs erst mit den Neubürgern verhandelt werden sollen, ist mir nicht ganz ersichtlich. :-nix
Wem das nicht gefällt: es gibt noch ein Ausland, in das integrationsunwillige jederzeit gerne zurückkehren können, ohne das wir dicke Krokodilstränen vergiessen müssen :-meinung



Und selbst wenn nur die Türken selbst schuld sind. Könnten wir dann nicht die Größe haben, trotzdem auf sie zuzugehen? Wir als Zivilgesellschaft, nicht als Staat. Wir als Einzelpersonen, nicht als Bürokratiemonster. Das würde, Gott bewahre, uns als Einzelpersonen tatsächlich etwas abverlangen, was im Endeffekt aber den Aufwand lohnte, meine ich.
surfsmurf

Diesen wunderschönen, formvollendeten Satz konnte nur jemand drechseln, der nicht -wie ich- das zweifelhafte Privileg besaß, in einer A Gegend aufzuwachsen. Was eine A Gegend ist? Im Behördendeutsch sagt man wohl: "ein Stadtteil mit besonderem Erneuerungsbedarf". Eine Wohngegend, in der die überwiegende Zahl der Mieter sogenannte "A Mieter" sind: Arme, Alte, Ausländer, Arbeitslose und Asoziale.

Ich komme selber aus so einem Stadtteil, und darf Dir sagen, das in diesem Stadtteil Deutsch definitiv nicht mehr die lingua franca darstellt. Auch nicht türkisch, oder Polnisch. Von vielen Insassen der zweiten und dritten Generation dieses Ghettos wird nur noch ein trauriges degeneriertes Infinitv- allemanisch geplappert ("Du kommen, er gehen..."). Der durchschnittliche Wortschatz reicht weder aus, Ihnen eine (legale) berufliche Perspektive ausserhalb dieses Ghettos zu verschaffen, noch sich mit Ihren Eltern fliessend in ihrer Muttersprache zu unterhalten. Nichts als Ressentiments? Schön wär´s...

Wenn Sprachkompetenz die Grundlage für gesellschaftliche Teilhabe darstellt, und die Grenzen der eigenen Sprache die Grenzen des eigenen Horizontes markieren, dann gehen in diesen Vierteln bald die Lichter aus. Naja nicht ganz. RTL 2 flimmert über die Bildschirme...



Die akute Bedrohung für unsere Leitkultur,wie von Christoph_A so gesehen, kann ich schon deswegen nicht erkennen, weil es die deutsche Leitkultur per se in meinen Augen tragischerweise noch gar nicht gibt. surfsmurf

Deutschland ist vermutlich die einzige Kulturnation der Welt, die von genügend Selbstzweifeln angekränkelt wird, um eine derartige Ansicht überhaupt für Diskussionwürdig zu erachten.



Woran sollen sich die Türken denn orientieren? Oh, ich habs, am Gesprächsleitfaden aus BW..... :-top Wieviele Deutsche würden den Test bestehen?
fragt sich
surfsmurf

Nun, über den Gesprächsleitfaden von BW lässt sich sicherlich diskutieren. Darüber das er einen Schritt in die richtige Richtung darstellt aber sicherlich nicht. Wir dürfen keinen Zweifel daran aufkommen lassen, das diejenigen, die sich in unseren Staat integrieren wollen, die Grundbegriffe unserer Zivilisation respektieren müssen. Wie gesagt: eine Gesellschaft braucht Spielregeln. Und diese müssen nicht erst mit den Neuankömmlingen ausgehandelt werden.

Just my 2 Cents :-meinung

Oh und bevor ich in eine rechte Schmuddelecke gestellt werde:
ich habe selbst einen Migrationshintergrund.

surfsmurf
13.02.2006, 21:22
So, nachdem persönliche Streitigkeiten ja weitgehend geklärt sind, können wir uns ja tatsächlich wieder dem Thema widmen.


Wir sind uns doch wohl darüber einig, das ein gedeihliches Zusammenleben in einer Gesellschaft nur mit bestimmten Spielregeln funktionieren kann, oder ? Ja, da sind wir uns einig. Dass die verhandelt werden sollen, habe ich auch nirgendwo geschrieben, oder kannst Du mir das Gegenteil zitieren? Was ich von Dir auch noch nicht gehört habe, ist ein Lösungsvorschlag:

"Wir müssen denen klar machen, dass hier unsere Spielregeln gelten", so in etwa deine Aussage. Ok, zwei Fragen: Wie lauten diese Spielregeln? Und wie willst Du sie ihnen klar machen? Zur ersten Frage: Wir brauchen über die sog. Leitkultur eine Debatte, auch einen Konsens.
Der Streit um die Mohammed-Karikaturen zeige "die Unvermeidlichkeit einer solchen Selbstverständigung unserer Gesellschaft über gemeinsame Grundlagen und ein Mindestmaß an gemeinsamen Orientierungen", wie Parlamentspräsident Lammert im Deutschlandfunk erläuterte. Zur zweiten Frage habe ich mich wiederholt geäußert: Dialog. Und so bleibt mir nur, mich in diesem Punkt solange selber zu zitieren, bis ich von Euch einen Lösungsvorschlag erhalte:
Natürlich kann man sich auf seinem Standpunkt einmauern: Bringeschuld, selber schuld. Aber das ändert die Situation nicht, die manchen hier im Forum ja anscheinend ganz gehörig gegen den Strich geht. Lamentieren, sich beklagen über unhaltbare Zustände, ist eine Sache. Etwas dagegegen zu tun eine andere.

btw: Ich stelle niemanden in die rechte "Schmuddelecke". Die DVU ist eine demokratisch legitimierte, nicht verbotene und in Brandenburg im Landtag vertretene Partei, die sich auf ihrer Website z.B. klar gegen Gewalt gegen Ausländer ausspricht. Was ist daran verkehrt, jemanden auf diese Partei hinzuweisen, wenn man das Gefühl hat, dass die politsche Meinung in gewissen Punkten überein stimmt?


Diesen wunderschönen, formvollendeten Satz konnte nur jemand drechseln, der nicht -wie ich- das zweifelhafte Privileg besaß, in einer A Gegend aufzuwachsen. Tja, knapp daneben. Aber schade, dass dein Plan, die Diskussion nicht mehr persönlich zu führen, nicht lange gehalten hat. Wo Du mich doch gar nicht kennst.....

Im übrigen: Wenn (Zitat Thomas 24) "Sprachkompetenz die Grundlage für gesellschaftliche Teilhabe darstellt", dann sieht es auch für manche Deutsche ganz finster aus.....

Gruß, surfsmurf

Christoph_A
14.02.2006, 10:05
@ Surfsmurf:
Du hast von jedem hier massig Vorschläge und Meinungen erhalten, wie man mit der ganzen Problematik umzugehen hat, nur leider bist du so auf Deine Meinung versessen, daß Du alle anderen Argumente abschmetterst und zwar vornehmlich mit der beliebten Nazikeule-schön, daß Du mit dieser meinung mittlerweile in der Minderheit bist, vor 20 Jahren hätte sich wohl noch die Mehrheit der Leute dieser Art von Totschlagargument angeschlossen, da hat sich Gott sei Dank in diesem Land seit der Wiedervereinigung etwas getan. Ohne einen gewissen Nationalstolz kann keine Nation bestehen, wichtig ist, daß man den Spagat zwischen Patriotismus und übertriebenen Nationalismus hinbekommt, aber da hab ich im Moment keine Bedenken, was unser Land angeht.
Was die Grundwerte unserer Gesellschaft angeht, so ist die Leitkultur ja auch nicht deutsch, sondern europäisch zu verstehen, das Grundgesetz ist da als Maßstab nicht verkehrt. Auf dieser Basis fusst dann noch ein, sagen wir mal, Erfahrungswert, der sich aus mehr als 2000 Jahren gemeinsamer Identität gründet. Deutschland ist mehr als 12 Jahre, auch wenn manche es nur zu gern auf diesen, zunehmlich hochpeinlichen Zeitraum reduzieren wollen.
Deutschland, das ist Jahrehunderte des Föderalismus, das sind Dichter wie Goethe und Schiller, das ist der Kölner Dom und Sanssouci, das sind Dürer, Kranach, Kant, Hegel, das sind Bayern und Holsteiner, das ist die Reformation, die goldene Bulle, das Wunder von Bern und die friedliche Revolution im Osten.
Für all diese und noch zehntausend mehr Dinge steht Deutschland und Du zweifelst wirklich daran, daß es eine deutsche Identität gibt.
Vielleicht ärger ich mich jetzt, weil ich a) Bayer bin ( wir sind ja nun mal sehr nationalistisch :-nix ) und b) ich beinahe Geschichte studiert hätte und mich soviel Verleugnung des eigenen Gesellschaft tierisch auf die Palme bringt, aber Leute wie Du sind es, die eine vernünftige Diskussion über die Zukunft unserer Gesellschaft mit uralten, linksalternativen Totschlagargumenten verhindern.
Deshalb werd ich definitiv zu diesem thread nix mehr posten, wir kommen in diesem leben auf keinen grünen Zweig mehr!

nowiamsober
14.02.2006, 10:37
zum türkisch lernen fürs Krankenhaus kann ich nur sagen: lohnt nicht!

Hab mal ein Semester mit einem Türken im Wohnheim gewohnt und mit dessen Leuten auch viel "rumgehangen".
Türkisch ist für MItteleuropäer so schwer, dass der Zeitaufwand und der Lernerfolg in keinem Zusammenhang stehen. Ich konnte nach dem Semester jedenfalls grade beim Backgammon mitzählen und beim Fußball die Spielernamen verstehen. Das wars. Zu allem Überfluß ist die Grammatik auch noch vollkommen anders, sodaß man nicht mal Wort für Wort übersetzen kann...

Subsummiere; es ist wahrscheinlich leichter irgendwo einen Übersetzer zu finden, als sich diese Sprache anzueignen.

Tuana
14.02.2006, 12:16
Hallo,
hatte ein paar Jahre einen türkischen Freund und habe deshalb drei Semester an der VHS türkisch gelernt. Dann zuhause immer schön nachgelesen und im Urlaub sowie beim Einkaufen beim Türken um die Ecke angewendet. Profitiere jetzt (6 Jahre später) immernoch davon.
Ich fand es wirklich nicht schwer. Es ist ähnlich wie im Lateinischen eine agglutinierende Sprache und, nachdem man sich die Grammatik einmal klar gemacht hat, wirklich leicht zu erlernen.
Ich finde es prinzipiell toll, viele Sprachen zu können. Das eröffnet einem soviele schöne Erfahrungen zu sammeln...
Für alle, die türkisch lernen wollen: nur Mut! ist nicht so schwer. Fand spanisch schwieriger zu lernen...

Tuana

surfsmurf
14.02.2006, 12:45
aber Leute wie Du sind es, die eine vernünftige Diskussion über die Zukunft unserer Gesellschaft mit uralten, linksalternativen Totschlagargumenten verhindern. Schade, Christoph_A, dass auch Du die Kurve zu einer sachlichen (!) Diskussion nicht geschafft hast. Ich werde Dir trotzdem einmal antworten, auch weil Du anscheinend meine Beiträge nicht wirklich aufmerksam gelesen oder aber falsch verstanden hast oder falsch verstehen wolltest:

Ich bin Patriot, ich liebe mein Land, ich liebe Deutschland. So. Aber ich bin kein Nationalist (Du? Die Bayern?). Ich meine allerdings, dass wir eine Debatte brauchen über unsere Identität. Genau, wie ich mich manchmal frage, ob ich der Mensch bin, der ich gerne wäre, sollte sich eine Nation manchmal hinterfragen und reflektieren. Sonst landen wir beim blinden amerikanischen Patriotismus. Nicht mehr und nicht weniger habe ich gesagt. Ich bin mir der deutschen Geschichte durchaus bewusst und bilde mir ein, auch ein wenig geschichtliches Wissen zu haben. Aber was empfindest Du an der Diskussion an unserer Identität als so bedrohlich?

Denn diese Diskussion könnte das einzig (?) Positive sein, was wir dem Karikaturenstreit abgewinnen. Zitat (nochmal): "Der Streit um die Mohammed-Karikaturen zeige "die Unvermeidlichkeit einer solchen Selbstverständigung unserer Gesellschaft über gemeinsame Grundlagen und ein Mindestmaß an gemeinsamen Orientierungen", wie Parlamentspräsident Lammert im Deutschlandfunk erläuterte."

skeletta
15.02.2006, 03:17
Ihr habt doch alle überhaupt keine Ahnung über die Beziehung zwischen Deutschland und der Türkei. Nämlich eine freundschaftliche , die schon seit seit mehreren Jahrhunderten besteht.Unter anderem könnt Ihr Euch hier informieren: www.tcberlinbe.de/de/trde/geschichte.htm
Die Türken sind hier nicht aus der Erde gewachsen. Sie wurden eingeladen und mit Orchestern empfangen. Sie, gerade die 1.Generation hat hier mit Schweiß und Blut gearbeitet und gerade bei schweren Arbeiten, bei den schwersten,gefährlichsten und dreckigsten Arbeiten wurden Sie eingesetzt und haben nicht wenig zum Wirtschaftsaufschwung von Deutschland beigetragen. Arbeiten ,die die Deutschen nicht mal für den doppelten Lohn gemacht hätten.
Und jetzt kommt der Grund , warum die Türken wenig Deutsch können::: Erstmal sind sie keine faulen asozialen Parasiten , die zunix Bock haben. Das sei mal klargestellt!!!
Die erste Generation der Türken sind zumeist aus ländlichen Gegenden der Türkei gekommen, viele waren/sind sogar Analphabeten. Sie konnten sozusagen nichtmal richtig türkisch mit seiner Grammatik sondern nur wie man sie spricht. Die erste Generation war halt zumeist ungebildet, hatte keine Arbeit in der Türkei und versuchte es hier. Die Intellektuellen hatten eh Ihre Arbeit. So , jetzt nimmt Euch mal leute über 30-40J aus m Dorf und bringt denen mal die Deutsche Grammatik bei. Schweeer, seeehr schweer.
Und daß die Frauen noch schlechter sprechen,kommt einfach dadurch,daß zumeist die Männer wenigstens auf der Arbeit noch mit Ihren Kollegen Deutsch reden mußten.
Sooo, und jetzt sagt Ihr den armen älteren Türken,
Pech gehabt. Was ist denn das bitteschön für eine Einstellung. Auch diese Leute sind Deutschland, auch sie haben das Recht ,behandelt zu werden. Wenn man will, schafft man es auch sich mit diesen Menschen zu verständigen. Man muß nur die Grammatik runterschrauben und mit Infinitiven reden, klappt schon.. Ihr sollt nicht alle gleich türkisch lernen, aber Eure Einstellung finde ich sehr bedauernswert.
Außerdem,ich bitte Euch, mit der 2.,3.,4. Generation gibt es ja wohl keine Verständigungsprobleme mehr. Und daß es jetzt viele türkische Akademiker gibt, ist auch eine Tatsache. Akademiker, Geschäftsleute,Firmeninhaber,die Ihr alle nicht seht weil Ihr mit Türken nur Dönerbuden und Gemüseläden assoziiert. Was meint Ihr denn, warum die Politiker nicht einfach gleich alle Türken abschieben? Den Türken zuliebe? Nein,Euch zuliebe, denn das wäre ein sehr großer finanzieller Verlust. Denn stellt Euch vor , wenn die Türken auch nur einen Tag lang Ihre Konten auflösen würden ,würde es einen Wirtschaftszusammenbruch in Deutschland geben...
Und die erste Generation, macht euch doch keine Sorgen, stirbt eh schon aus.. Die Türken leben durchschnittlich nicht so lang wie die Deutschen.Und wenn Ihr sie aus trotz nicht/falsch behandelt sowieso. :-meinung :-meinung

Und nochwas: wenn die deutschen Politiker es zu sehr gewollt hätten, daß die Türken besser Deutsch sprechen ,hätten sie schon vor 40 Jahren ein Gesetz herausgebracht und alles wäre erledigt. Warum haben sie es nicht gemacht? Dumm arbeitet halt besser. Kapiert? Arbeiten,arbeiten,arbeiten,nicht reden reden reden!!!

THawk
15.02.2006, 07:39
Skeletta, wer hat in diesem Thread denn gesagt, er / sie würde Türken nicht behandeln?!?!? Ich kann mich an eine solche Aussage nicht erinnern - also schau besser nochmal genauer nach bevor du sowas hier in den Raum stellst! :-meinung

Ich bin davon überzeugt, dass sich hier jeder bemüht im Krankenhaus eine Verständigung herzustellen. Die Frage ist nur wie weit man in dem von dir angesprochenen Stil ("mit Infinitiven") kommt. Viele Deutsche haben ja schon Probleme zu verstehen was genau das Problem ist / was gemacht werden soll. Und das vervielfacht sich mit den angesprochenen Sprachproblemen.
Deshalb kam die Frage auf ob man nicht als Mediziner türkisch lernen sollte um das zu vermeiden.

Das die Türken viel zur Wirtschaftskraft Deutschlands beigetragen haben, bzw. heute noch beitragen, würde ich auch nicht bestreiten. Trotzdem darf man die Integrationsbemühungen kritisch beleuchten. Und da haben sich andere Nationalitäten mit dem gleichen Hintergrund imho besser integriert.

Ciao, Lars

Acyan
15.02.2006, 09:34
*editiert*

HAS
15.02.2006, 10:22
Was ist denn das für ein Argument? Da kannst du argumentieren, dass die Türkei keine Besatzungszone nach WWII eingerichtet hat, sei ein Akt der jahrhundertelangen Freundschaft. Tahiti hat sich auch nicht auf Deutschland gestürzt, sind das jetzt unsere zweiten besten jahrhundertelangen Freunde? Ich will ja nichts gegen diese Beziehungen sagen, obwohl sie mir bislang nicht dermaßen prägnant aufgefallen sind, aber der erste Weltkrieg wurde neben Österreich v.a. durch Deutschland verursacht. Da muss man nicht ins Detail gehen und auch gar nicht weiter drüber diskutieren, den Background lehrnt man in der Oberstufe.
Ich habe mich bislang nicht an dieser Diskussion beteiligt, weil sie zum Großteil an der ursprünglichen Fragestellung weit vorbei geht.
Aber die ursprünglichen 1.Gen-Einwanderer waren Gastarbeiter, die aufgrund ihrer ursprünglichen Abreiseabsicht nicht Deutsch lernen mussten. Und jeder hier würde einen Menschen behandeln, Verständnis hin oder her, das ist nie anders behauptet worden.
Türkisch zu lernen, um Missverständnisse auszuräumen, ist ein interessanter Ansatz, aber kommt für mich nicht in Frage. Mehrere Gründe: Zeitmangel, Schwierigkeit der Sprache, es gibt noch weitere Sprachen, deren Unkenntnis zu Missverständnissen führt (z.B. russisch bzw andere Sprachen des ex-Ostblocks).
Nochmal zum generellen Problem der Integration, bzw des Aufeinanderzugehens: Ich finde, dass Gast wie Gastgeber Pflichten haben. Diese Pflichten sind aber nicht identisch (meiner Meinung nach): Gäste sollten sich in gewissen Dingen (v.A. Sprache) anpassen (nicht assimiliert werden) und Gastgeber sollten dazu ausreichende Möglichkeiten bieten. Diese Möglichkeiten gibt es. Meine Mutter hat lange Deutschkurse für Ausländer gegeben. Die waren auch immer voll, v.A. mit türkischen Frauen. Trotzdem kennt jeder von uns das Cliché, dass gerade türkische Frauen beim Arzt ihren Sohn (etc.) dabei haben, um sich verständigen zu können. Irgendetwas funktioniert also nicht optimal. Und da die Sprache essentiell für die Integration ist,

Thomas24
15.02.2006, 21:43
"Wir müssen denen klar machen, dass hier unsere Spielregeln gelten", so in etwa deine Aussage. Ok, zwei Fragen: Wie lauten diese Spielregeln? Und wie willst Du sie ihnen klar machen? Zur ersten Frage: Wir brauchen über die sog. Leitkultur eine Debatte, auch einen Konsens.

Aha, wir holen also so mal eben die Versäumnisse der Integrationspolitik der letzten vierzig Jahre auf...

Zu eins: kategorischer Imperativ. Nein? Zu schwammig? Seufz: nehmen wir mal die praktische Umsetzung: die glorreiche Straßenverkehrsordnung :-wow
Der absolute Minimalkonsens ist nunmal, das sich alle so zu verhalten haben, das niemand anderes unnötig gefährdet, belästigt oder behindert wird. Besser noch: ein wenig mehr gegenseitige Rücksichtnahme fände ich auch nicht verkehrt. Optimal fände ich es, wenn sich jeder Einwanderer als Botschafter seines Landes begreifen würde... ach stellt euch das nur einmal vor *Schwärmerei und Sarkasmus aus* :-D

Zu zwei: da fallen mir schon so ein, zwei Dinge ein. Dir etwa nicht?



Tja, knapp daneben. Aber schade, dass dein Plan, die Diskussion nicht mehr persönlich zu führen, nicht lange gehalten hat. Wo Du mich doch gar nicht kennst.....

Merkwürdig, an so einen Plan kann ich mich gar nicht erinnern.
Und zu zweitens: stimmt. Kenne dich nicht, tja aber manchmal geht eben die Phantasie mit mir durch...(das Privileg der Jugend).
Also ich habe mich dich vorgestellt als: norwegisch bestrickten, ökologisch korrekt beschuhten, herschaftsfrei Diskurse und die Toskana schätzenden Mittelklassesproß mit humanistischem Bildungshintergrund (alternativ auch Montessori oder anthroposophische Ausrichtung denkbar), der gerne den Müll runterbringt (nachdem er ihn sorgfältig getrennt hat) und sich für die spätere Karriere auch Elternzeit vorstellen kann. Gerne auch sozial engagiert (Greenpeace oder Amnesty international) und potentiell Joschka oder Gerhard wählend. No offense intended :-keks

Kräftig daneben? Jedenfalls -nehme ich an- bist du niemand, der in einer Gegend mit zerbrochenen Fensterscheiben, hohem Ausländeranteil und vielen Ramschläden (heute 99 Cent Läden) aufgewachsen ist. Wie ich.



Im übrigen: Wenn (Zitat Thomas 24) "Sprachkompetenz die Grundlage für gesellschaftliche Teilhabe darstellt", dann sieht es auch für manche Deutsche ganz finster aus.....Gruß, surfsmurf

Deswegen habe ich ja auch Sprachkurse für Bayern und Sachsen gefordert :-D

Fraggle
17.02.2006, 06:19
hier die passende anzeige zur aktuellen diskussion: :-))
(gefunden auf www.parkland-klinik.de)

fraggle

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Für unsere Abteilung "Psychosomatische Rehabilitation von Migranten" suchen wir eine/n Ärztin / Arzt mit Kenntnissen in der türkischen Sprache und Kultur. Weiterbildungs-
ermächtigung liegt vor für Psychotherapie und Psychotherapeutische Medizin (3 Jahre).

Wir bieten:

* Der jeweiligen Ausbildung und Berufserfahrung entsprechende Vergütung.
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Thomas24
18.02.2006, 14:45
Habe in der aktuellen Online Ausgabe der Zeit einen schönen Kommentar gefunden... (obzwar ich persönlich mit den zentralen Aussagen des Artikels nicht einverstanden bin). Ich zitiere mal den Anfang des Artikels.

>>Die aktuelle Integrationsdebatte rund um Mohammed-Karikaturen, Einbürgerungstests und Zwangsehen vernebelt die Sicht auf die zentralen Fragen: Wie kann Deutschland als modernes Einwanderungsland zukunftstauglich gestaltet werden? Wie kann Integration gelingen? Und wer ist schuld am vorherrschenden Bild, dass Minderheiten und Mehrheitsgesellschaft scheinbar nicht zueinander finden?

Aber stimmt es überhaupt, dass sich Einwanderer, zumal muslimische, immer weiter von den Werten Deutschlands entfernen? Oder ist es nicht eher so, dass sich immer mehr integrieren wollen, ihnen aber Chancen der gesellschaftlichen Teilhabe vorenthalten werden – im schulischen Bereich, bei der Ausbildungsplatzvergabe, in der Arbeitswelt. Wo gibt es dort Gesetze und Vorschriften, die Chancengleichheit wirklich fördern?

Eine Gesellschaft werde durch eine über Jahrhunderte gewachsene Tradition, durch eine gemeinsame Religion und eine einheitliche Sprache zusammengehalten. So lautet die noch immer vorherrschende konservative Vorstellung von der deutschen Gesellschaft, die sich durch ihre abendländisch-christlichen Wurzeln auszeichne und an die man sich anpassen müsse. Viele Migranten in Deutschland, zumal wenn sie muslimischen Glaubens sind, können in einer solchen ethnisch homogenen Gemeinschaft naturgemäß keinen Platz haben. Folgt man der Logik dieser Konstruktion, so können die muslimischen Migranten zum Beispiel gar nicht anders, als in einer »Parallelgesellschaft« zu leben. Denn allein die Tatsache, dass sie eine andere Muttersprache sprechen, stigmatisiert sie schon als andersartig, nicht dazugehörig.<<

Den Rest findet ihr unter http://www.zeit.de/2006/08/Migrationsdisk_

abi2005
19.02.2006, 01:27
ähm ja,also ich bin auch deutsche mit ausländischen wurzeln,ich stimme voll und ganz zu,dass es überhaupt nicht ok ist in einem land zu leben teilweise über 20 jahre!!!ohne die sprache zu sprechen.gehörteimmer zu den ersten die sich über sowas aufregten,da ein mensch im ausland sich immer überlegen sollte,dass er auch ein stück weit eine representative rolle in dem land einnimmt,(ob jetzt gastland oder neue heimat sei dahingestellt).ich als deutsche mit persischen eltern überlege mir vor jeder handlung dass ich jetzt nicht nur als ich handle,sondern ebenso als frau,ebenso als gebürtige perserin,ebenso als angehende medizinerin,usw.darüber sollen einige ausländer nachdenken.aber genauso sollte der bayer darüber nachdenken der folgendes geschrieben hat:" Wer sei hoamt net liabt und sei hoamat ned ehrt, der is a Lump und sei hoamat ned wert!"[/QUOTE]das erfüllt wiederum ein klischedenkenken das viele menschen von bayern haben,wobei ich genug bayer kenne die gott sei dank nicht so engstirnig denken.
meiner meinung nach ist die menschheit auf der gnzen welt zuhause.grenzen sind nicht gottgegeben,sie sind in den köpfen geschaffen worden,dies dient zur besseren identifikation.als erstes identifiziert man sich mit der familie,dann mit der stadt,mit dem land,usw.aber das "nirvana"des ganzen,das höchste ziel ist die identifikation mit der gesamten menschheit,nur dazu reicht der horizont leider noch nicht.trotzdem sollte danach gestrebt werden.mir persönlich ists sch+++ egal auf welcher sprache ich rede,wichtig ist die komunikation.
laut altpresident rauh,wie kann man auf etwas stolz sein,was man sich nicht selbst erarbeitet hat???
wie gesagt ich rege mich oft genug selbst über leute auf,die z.b.mit nem schleier an mir vorbei laufen und mich von oben bs unten anschauen,warum ICH in DEUTSCHLAND nicht auch ein schleier trag!!!sowas kotzt einen an.aber ihr dürft nicht vergessen,diese "gastarbeiter" machen das nicht um zu provozieren,sie können einfach keine weitere sprache lernen.nicht jeder mensch hat die gleichen intelektuellen voraussetzungen...diese gastarbeiter,wurden in der heimat so akzetiert wie wir hier talkshowbesucher akzeptieren..die meinen das nicht böse :-meinung und als arzt sollte man menschenlieb genug sein,über sowas hinweg zu sehen und alle menschen zu schätzen
ps.es sind natürlich nicht alle so,kenne genug türkische ärzte etc.mit nem bissl wohlwollen verstehen wir uns doch alle,nich???

JackyB
22.04.2006, 22:48
Ok aufregen tue ich ich mich auch, wenn ein Ausländer die Sprache nicht lernt bzw. schon wenn man seit langer Zeit in diesem Land lebt. Na ja lasst das doch deren Problem sein, als Einheimischer hat man doch selbst nichts zu verlieren.. wenn der Patient oder wer auch immer seine Beschwerden nicht erklären kann weil er nicht "die deutsche Sprache" besitzt, dann ist es doch deren Problem. Wie auch schon vorher erwähnt wurde, sollte man keine Differenzierung bei einer Behandlung eines Patientes nur wegen seiner Nationalität machen. Und wenn man das macht, dann haben diese Leute Medizin studiert nur wegen der Geldgier! Dieses Thema wird immer erwähnt, wenn die Leute nix besseres zu tun haben um andere zu beschuldigen, ärgert euch doch einfach bis ihr Schwarz werdet. :-D

Ich kann auch 3 Sprachen fließend und eine fast fließend sprechen. Ok momentan bringt es mir nicht viel, aber bin Stolz auf mich. ;-) Andere machen sich doch über euch auch nicht lustig, wenn ihr zu "Döner" dönnaaaaa sagt.. obwohl, das gar nicht so ausgesprochen wird...

Gott sei dank gibt es viele Deutsche, die wirklich anders und in positiver Hinsicht über ihre ausländichen Mitbürger denken! :-peng :-D

FrederikMD
22.04.2006, 23:21
Und nochwas: wenn die deutschen Politiker es zu sehr gewollt hätten, daß die Türken besser Deutsch sprechen ,hätten sie schon vor 40 Jahren ein Gesetz herausgebracht und alles wäre erledigt. Warum haben sie es nicht gemacht? Dumm arbeitet halt besser. Kapiert? Arbeiten,arbeiten,arbeiten,nicht reden reden reden!!!Ich wuerde gerne Russisch koennen, werde mal direkt meinen Abgeordneten anrufen, dass er das auf den Weg bringt.