Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Hospitation?!? was tun?
die chondropathia
03.07.2006, 08:43
Bin nicht hingefahren, weil meine gefühlte Antwort schon klar war!
Und Hospitationen laufen AFAIK meist so ab, dass man den Tag lang mit allen pot Kollegen über die Stationen läuft und dann ein Abschlußgespräch mit dem Scheff führt, was dann recht kurz ausfallen kann.
Bei mir war die Entscheidung zu meiner Einstellung eine Teamentscheidung, das demokratische Votum aller Kollegen bei gleicher Stimmgewichtung,
DC, happy seinen letzten Arbeitstag im hohen Norden zu haben! :-stud
habe eine sammlung von hospitationsfragen:
ich wurde auch zu einer hospitation eingeladen (im brief vom chef) und habe nun mit seiner sekretärin den termin ausgemacht. "8 uhr morgens, weißen kittel bitte mitbringen" erst danach ist mir aufgefallen, dass der sekretärin vielleicht gar nicht klar ist, dass ich vorher kein gespräch mit ihm hatte. meint ihr, denen ist ein organisatorischer fehler passiert? sollte ich da nochmal drauf hinweisen und fragen, ob er mich kennenlernen möchte, bevor ich in seiner visite oder sonstwo mitlaufe?
außerdem bin ich mir unsicher, was ich die "kollegen" alles fragen kann, ohne daß es zu frech ist. klar möchte ich wissen, wie gut die leute im team miteinander klarkommen, ob die oberärzte erreichbar sind und sich zeit fürs die weiterbildung nehmen, wie nett der chef wirklich ist...aber kann ich da überhaupt mit ehrlichen antworten rechnen? welche fragen sollte ich bei der gelegenheit nicht vergessen? ich hab noch nie vorher eine erste stelle angetreten, auf was für entscheidende unterschiede sollte ich sonst noch achten?
habe ich mit fachlichen fragen zu rechnen?
die stelle ist meine "bauchgefühl-wunschstelle", aber leider sind andere gespräche und hospitationen erst danach. sollte ich dem chef sagen, dass ich noch andere termine abwarten möchte?
Du wirst Dich in vielen Situationen auf Dein Bauchgefühl verlassen müssen. Ich habe bei meinen beiden Hospitationen viel gefragt und habe nur dadurch die wirklich wichtigen Sachen erfahren. Wie ist die Dienstbelastung? Überstunden? Wie schnell kriege ich mein Katalog voll? Wieviel Unterstützung kriegt man von den Oberärzten?
Fachliche Fragen sind mir in beiden Fällen nicht gestellt worden (höchstens von Famulanten/Schülern).
Bedenke bitte, dass Du an diesem Tag nicht versichert bist und eigentlich nichts praktisches machen darfst. Deswegen hat mir der Chefarzt vorgeschlagen, mich für die Zeit der Hospitation als Gastärztin einzustellen - so dürfte ich auch in den OP etc. Mir waren die praktischen Aspekte weniger wichtig, aber wenn Du etwas machen willst, dann denk daran - versichert bist Du nicht!
alley_cat75
01.07.2008, 15:44
Ich schließe mich meinen Vorschreiberlingen an: Hospitation ist keine Examination Deiner Person, sondern eine Möglichkeit, Haus und potentielle Kollegen kennenzulernen. Vorbereitung? Sei Du selbst und frage vielleicht nach Überstunden, Verhältnis der Kollegen untereinander, FoBi etc.
super gelaufen! die kolleginnen sind so nett, dass ich mir überlegt habe, ob das wohl deren "werbeauftritt" ist und sie noch eine dunkle seite des alltags verstecken. auch chef und oas waren sehr freundlich. fragen habe ich alle stellen können, jetzt suche ich nach dem haken an der sache...
Der Haken ist: ein Tag Hospitation widerspiegelt nicht unbedingt die generellen Verhältnisse in dieser Abteilung. Viel wird sich relativieren. Aber um wirklich glaubwürdige Eindrücke zu sammeln, müsste man dort einige Wochen bleiben.
So einfach ist es :-))
ich hatte das angebot, mehrere tage zu bleiben, aber das erscheint mir zu aufwendig, weil man ja doch nur mitläuft und die konfliktpunkte nicht selbst erlebt. jetzt fange ich mal dort an und werde ja merken, was gut oder nicht so gut läuft.
Hab jetzt auch am Dienstag ne Hospitation, ohne vorher ein Gespräch mit dem Chef gehabt zu haben. Ich hoffe irgendjemand kümmert sich da ein bisschen um mich, weil ich nicht so der Typ bin, der anderen Löcher in den Bauch fragt :-blush
John Silver
03.08.2008, 20:16
habe ich mit fachlichen fragen zu rechnen?
Das ist eigentlich etwas, was ich persönlich nie verstanden habe. In meinen Augen ist es ein Ausdruck maßloser Geschmacklosigkeit oder großer Verzweiflung. Wenn der Chef einem Bewerber fachliche Fragen stellt, um dessen Qualifikation zu beurteilen, riecht das von Anfang an sehr komisch. Wenn der Bewerber zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen wurde, dann kann man davon ausgehen, daß dessen Qualifikationen für zumindest ausreichend befunden wurden. Wird der Bewerber mit Fachfragen konfrontiert, kann es nur zweierlei bedeuten: entweder mißtraut der Chef den Bewerbungsunterlagen, oder er hat große Schwierigkeiten, vernünftige Leute zu kriegen. Im ersten Fall würde ich zumindest mit Verwunderung reagieren, denn immerhin nennt der Chef den Bewerber einen Lügner und will einen Beweis, daß der Bewerber seine Approbation zu Recht bekommen hat. Im zweiten Fall ist es ein eindeutiges Indiz, daß der Chef gute Leute nicht bekommt, oder sie nicht halten kann; beides bedeutet einen fetten Minuspunkt für die Klinik, denn eine gute Klinik kann gute Leute halten.
Also die Hospi war saugeil. Zuerst bin ich ein bisschen auf Station mitgegangen ganz gemütlich, danach in den OP für den Rest des Tages (Ambulanz wollt ich ja auch sehen, aber im OP war's so spannend), wo ich dann gleich mal assistieren durfte :-top Alle waren echt nett, manche haben mir auch viel erklärt und die Assistenten hab ich ausgefragt zum wie und wo und überhaupt. :-)
Hypomochlion
01.10.2008, 10:18
Hi Forum!
Wollte den Thread mal wieder hochziehen. Gibt es da vielleicht mittlerweile ein paar neue Erlebnisberichte?
Thanx, Hypo
Hatte inzwischen noch ne zweite Hospitation, die mindestens genauso toll war. Zuerst Frühbesprechung, dann wurde ich auf Station abgeliefert, wo ich bei der Visite mitgelaufen bin (war etwas :-sleppy), dann hatte ich Zeit den Assistenten Löcher in den Bauch zu fragen. Mittags rief dann der Chef an, ich könne ihm im OP assistieren, dabei hat er mich ein bisschen ausgefragt zu meinen Famulaturen und zum PJ. Anschließend gab's dann bei einem Kaffee ein kleines Bewerbungsgespräch in recht lockerer Atmosphäre, wo wir dann quasi Tacheles geredet haben.
Hospi Nummer 3 lief jetzt mal etwas anders. Diesmal war es so eine 50-50 Situation, würde ich sagen. Also ich hatte schon Gelegenheit, mir den Laden anzusehen, genauso wurde aber auch ich unter die Lupe genommen. Die meiste Zeit habe ich im OP verbracht, wo ich bei drei verschiedenen Oberärzten in dem Chef mit am Tisch stand. Der Chef meinte, er möchte nicht allein über Einstellungen entscheiden sondern fragt auch die anderen nach der Meinung, ob man ins Team passt. Ein vernünftiger Ansatz eigentlich. :-) Auf der anderen Seite muss man schon gucken, dass man sich gut präsentiert im OP. Mir kam diesmal sehr zugute, dass ich einen Nebenjob in der Orthopädie hatte im Studium. Das bot viel Gesprächsstoff und ich kannte mich bei den OPs so gut aus, dass ich keine peinlichen Fehler oder Missgeschicke fabriziert habe :-blush (bis auf einmal unsteril machen beim Anziehen, weil ich es nicht gewohnt bin, mir den Kittel selbst anzuziehen :-D )
So, ich habe in den nächsten Tagen auch zwei Hospitationen und wollte daher den Thread mal reanimieren. Gibts noch mehr Erfahrungsberichte? Muss ich außer Kittel, Stethoskop und den Sachen, die ich immer in den Kitteltaschen habe noch was mitbringen? Was habt ihr angezogen? Ganz normal? Die Vorstellungsgespräche waren schon.
LG,
Ally
Ich würde wohl eine gute Jeans und eine ordentliche Bluse oder so anziehen. Also völlig légère aber eben gut angezogen, wie man so schön sagt ;-) Ansonsten kann ich Dir aufgrund mangelnder Erfahrung, was Hospitationen angeht, auch nicht helfen. Viel Erfolg!
Ich würde wohl eine gute Jeans und eine ordentliche Bluse oder so anziehen. Also völlig légère aber eben gut angezogen, wie man so schön sagt ;-) Ansonsten kann ich Dir aufgrund mangelnder Erfahrung, was Hospitationen angeht, auch nicht helfen. Viel Erfolg!
Danke! :-) Stimmt, ne Bluse könnte ich anziehen... Mal schauen. Ob Jeans oder Cordhose entscheide ich dann wohl morgen früh spontan. Obwohl, Bluse bei dem Wetter... Mal sehen. Mensch, ich bin doch irgendwie aufgeregt.
LG,
Ally
einfach was nettes und sauberes... :-) zieh dich so an, wie du dich wohlfühlst.
einfach was nettes und sauberes... :-) zieh dich so an, wie du dich wohlfühlst.
Hihi, aber wenn ich aufgeregt bin, weiß ich nicht, worin ich mich wohlfühle bzw. fühle mich erstmal unwohl. Naja, wird schon. :-)
LG,
Ally
luckyscrub
23.11.2008, 19:03
Hihi, aber wenn ich aufgeregt bin, weiß ich nicht, worin ich mich wohlfühle bzw. fühle mich erstmal unwohl. Naja, wird schon. :-)
LG,
Ally
Im Zweifel doch in dem, was du sonst so an hast, oder?
Bin Billes Meinung. Bin einmal im Anzug zum Physikum gegangen und einmal in Jeans und Pulli. Bei zweiterem habe ich mich deutlich wohler gefühlt;-)
Ich wünsch Dir morgen viel Spaß und drücke die Daumen :-)
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