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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Viggo wo "zuerst" legen?



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Muriel
26.08.2011, 17:40
P.S. das Fragen nach einer gut funktionierenden Vene (z.B. "wo nimmt der HA immer Blut ab?" hilft auch bei nicht Junkies!

Meine Lieblingsantwort von den Patienten darauf: "Oooooooooh, bei mir ist das immer gaaaaaaaaaaanz schwierig" Wenn es wirklich schwierig ist (eher selten), dann sind sie nicht böse, weil sie es gewohnt sind, und wenn man den sofortigen Treffer versenkt, sind sie immer ganz beeindruckt :-D

eve05
26.08.2011, 17:46
Sehr wahr:-love!
Aber manchmal führts wirklich zum Ziel ;-)

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27.08.2011, 11:17
...Patienten: "Oooooooooh, bei mir ist das immer gaaaaaaaaaaanz schwierig"

Ich frag' inzwischen einfach ob sie es gern selber machen möchten...
Die meisten sind dann schnell ruhig :-)

LieberInvasiv
27.08.2011, 11:33
Ich geh eigentlich auch von distal nach proximal, wobei das natürlich immer davon abhängig ist was ich für ein Lumen brauche und was ich für einen Venenstatus finde. Bringt ja nichts in der Hand auf 50% rumzuprokeln um ne rosa Viggo schieben zu können, wenn man am UA oder in der EB bequem grün versenken kann.
Wenn man Zeit und Möglichkeit hat dürfen sich die Pat. auch was wünschen... gerade die "erfahreneren" Patienten haben da ja schon bestimmte Vorlieben :D
(Kann ich auch verstehen, finde es an der Hand z.B. sehr unangenehm, gerade wenn der Zugang länger liegen bleiben soll)

V. jugularis externa ist für mich bei ner Rea ne ganz klar ne super Option... oder wenn es halt nicht anders geht - als Standartzugang würde mir das aber auch nicht in den Sinn kommen.. :-oopss

Gast26092018
11.11.2011, 18:45
Hi,
ich habe mal eine Frage zur Viggo: Ein Dozent meinte dass es hilfreich wäre die Nadel der Viggo vor dem Stechen ein wenig nach oben zu biegen, damit man besser in die Vene eindringen und führen kann. Ich fand das beim Testen auch besser, aber darf man das? Ein anderer Arzt meinte das es nicht erlaubt sei:-nix

Muriel
11.11.2011, 19:52
Hm, zum Einen kann ich mir kaum vorstellen, dass man damit besser sticht, zum Anderen denke, dass man eigentlich so was nicht dürfte, so von wegen Verändern eines Medizinproduktes oder so. Frage ist nur, welcher Hahn danach kräht...

Gast26092018
11.11.2011, 20:15
Durch die Biegung minimiert man das Risiko durch die Vene hindurchzustechen und man verbleibt beim Vorschieben eher in eine Ebene und dringt nicht zu tief ein, außerdem ist die Führung sanfter. Aber ich habe es bisher auch nur an einem Gummiarm probiert:-blush, ein Komilitone hat es mit der Biegung aber auch an meinem Arm probiert:-wow
Ich mache es aber lieber nicht:-nix

WackenDoc
11.11.2011, 20:22
Zum einen muss die Viggo steril bleiben- also müsstest du zusehen, wie du das Ding gebogen bekommst und so wirklich bringt das nix- du hast dann nämlich das Problem die verbogenge Viggo vorgeschoben bzw. die Nadel aus dem Plastikteil wieder raus zu bekommen.
Beim Blutabnehmen mit ner normalen Kanüle (z.B. für Bedsidetests) hab ich das aber auch schon gemacht. Aber vor allem weil ich das Ding dann besser halten konnte- da fehlen ja z.B. auch die Flügelchen.

emergency doc
11.11.2011, 20:39
Dieser "Biegetrick" funktioniert am Besten an Stellen, an denen man sonst Probleme hat, richtig hinzukommen, z.B. palmarseitig am Handgelenk. Man kann zum Biegen die Kanüle in der Plastikkappe lassen, dann bleibt sie steril. Und Probleme mit dem Herausziehen kriegt man nur, wenn man die Nadel zu stark biegt. 10°-15° sind meiner Erfahrung nach gar kein Problem.

Evil
11.11.2011, 21:29
Kann man machen, man kann aber auch einfach die Nadel etwas anders halten, ist eigentlich egal.

Als ich noch als Anästhet gearbeitet hab, war das verpönt mit der Begründung: "Das machen nur Internisten!" ;-)

Eilika
11.11.2011, 21:40
Och, ich kenn da auch ein paar Anästhesisten, die das machen... ich hab es noch nie gemacht, aber wenn mein Chef das macht, dann kann es zumindest bei uns nicht verboten sein :-D

emergency doc
11.11.2011, 21:48
Also wenn es mir hilft beim ausgebrannten COPDler der peripher fast nichts mehr hat und das was übrig ist Cortison-bedingt nur aus etwas aufgestauten Platz-Kapillaren besteht, irgendwo eine blaue Viggo reinzukriegen, um im Medis zu geben, ist mir egal, was ich mir damit für einen Ruf erwerbe...:-))

ehemalige Userin 24092013
12.11.2011, 11:08
Also ich biege, bei oberflächlichen Venen und wage zu behaupten, dass das Biegen sogar steril erfolgt. Zum Thema, Nadel lässt sich im gebogenen Zustand weniger gut rausziehen: vor dem Stechen einmal kurz ein wenig "rausziehen" und grad wieder "reinstechen" in die Hülle und dann in den Patienten stechen.
Zum Thema, ein Anästhesist oder was auch immer biegt net: wenn ich mit der Technik am Besten klar komme und das Ding beim ersten Mal sitzt, dann mach ich das so.
Zum Thema, Biegen verboten: das hab ich ja noch nie gehört.

Gast26092018
12.11.2011, 11:36
Zum Thema, Biegen verboten: das hab ich ja noch nie gehört.
Ja, das mit dem Verboten hat auch nur ein Assistenzarzt, ein Frischfisch:-)) behauptet, der hat vielleicht nicht viel Ahnung und Erfahrung:-nix
Bei schwierigen Venen könnte diese Methode nützlich sein. Ich biege die Nadel mit der Kappe, das erfolgt steril.

PS: Mir war nur nicht klar, ob sich durch das Biegen etwas an dem Produkt ändert.

Brutus
12.11.2011, 12:23
Ja, das mit dem Verboten hat auch nur ein Assistenzarzt, ein Frischfisch:-)) behauptet, der hat vielleicht nicht viel Ahnung und Erfahrung:-nix
Bei schwierigen Venen könnte diese Methode nützlich sein. Ich biege die Nadel mit der Kappe, das erfolgt steril.

PS: Mir war nur nicht klar, ob sich durch das Biegen etwas an dem Produkt ändert.

Naja, ich weiß zwar ehrlich gesagt nicht, warum ein Verbiegen der Viggo eine Punktion einfacher machen sollte, aber wat solls: WER HEILT HAT RECHT!!!
Wenn jemand halt mit dem Verbiegen gute Erfahrung gemacht hat, dann soll er das in Gottes Namen bitte weiter so machen. Mir ist es doch lieber, wenn jemand auf unorthodoxe Weise einen vernünftigen Venenzugang etabliert, als wenn man auf Biegen und Brechen einen Zugang mit der Standardnadel erzwingen will, nur weil es irgendjemand so will...
:-meinung

Meine Meinung ist dazu: Viggos biege ich für einen Venenzugang nicht! Finde ich nicht notwendig. Bei den Vakutainerkanülen / Blutentnahmekanülen ist es dagegen oftmals hilfreich, diese vorzubiegen.

Viggos biege ich im Übrigen auch: wenn ich sie zum Untertunneln eines PDK benötige. :-)) Sonst komme ich nämlich nicht wieder da raus, wo ich hin will...

gnuff
12.11.2011, 15:12
Noch mal zurück zur V.jug.ext. und ZVK...
Wenn ich einen PVK in die Externa lege, dann weil ich a) nix anderes finden konnte und b) in kurzer Zeit richtig viel Volumen geben will/muss oder zumindest dafür vorbereitet sein will. Das ist die Situation in der ein ZVK herzlich wenig bringt, weil er zwar ein sicherer und stabiler Zugang ist, aber lausige Durchflussgeschwindigkeiten hat (wegen der Länge). Einen Patient mit einer "Halsnadel", wie sie bei uns so schön heisst, verlege ich aber in den AWR oder auf die ICU. Kein Patient geht mit einem PVK am Hals auf Normalstation, DAS Risiko ist zu gross.
Standardmässig bekommen bei mir die akuten Aorten einen orangenen PVK in den Hals, da allerdings in Form eines Secalon T. Das ist ein extralanger PVK mit Verschlussmechanismus.
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ehemalige Userin 24092013
13.11.2011, 13:53
Die Teile stech ich in die A. radialis. Den Verschlussmechanismus mag ich ziemlich dabei.;-)

gnuff
13.11.2011, 14:36
Die Teile stech ich in die A. radialis. Den Verschlussmechanismus mag ich ziemlich dabei.;-)
Glaub mir, DIE Teile stichst Du besser nicht in die Radialis... ;-)

aber Du hast Recht, der Verschluss ist der gleiche, nur der Schlauch ist deutlich dicker...
der Hersteller ist auch BD
http://www.puls-norge.no/upload/Puls/BR-Brosjyrer/SE%20C.V.K/Produktark%20Bd%20Secalon.pdf

ehemalige Userin 24092013
13.11.2011, 18:34
Ich kann net so ganz erkennen, was da als Vergleich mit angelegt ist auf Deinem Bild....bzw. in welche Grössenordnung ich die Kanüle da einordnen soll.
Ich kenn die Teile unter dem Namen Flow Switch.

gnuff
13.11.2011, 19:13
Die Kanüle die Du als Flow Switch kennst ist die "BD Arterial Cannula with Floswitch", das ist ein 20G Katheter mit 45mm Länge. Der "Secalon T" oben ist für die Vene gedacht aber im Prinzip das gleiche Produkt, nur eben 14G und 160mm. Perfekt für "schnell & viel"...