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Recall8
22.05.2006, 13:00
Was für eine Ansicht. Ich nehme das nicht persönlich, weil Du nichts faktisches beiträgst, will Dir aber trotzdem sagen, dass ich es vielleicht asozial finde, in Deutschland ständig für die Lustlosigkeit anderer zur Ader gelassen werde. Das hat nichts mit asozial zu tun, ich denke, es wird gerne vergessen, dass die oberen 10 % der Einkommenssteuerzahler für über 50 % aufkommen. Ist das nicht sozial, das heißt, die letzten 50 % sind fast nicht beteiligt. Ich denke schon, dass daraus klar wird, wer sozial ist und wer nicht.

Trägst du denn was "Faktisches" bei?
Anscheinend liets du nur halbwegs, mehr shclecht als recht oder du überliest es bewusst: Wir sind uns doch im Kern einig, dass dieses Land reformbedürftig ist.

Nur darfst du doch nicht leugnen, dass du nicht nur libearl bist, sondern auch soziale Selektion regelrecht forderst.
Es ist doch absolute Polemik zu sagen: Ich sehe nicht ein für die Lustlosigkeit anderer zur Ader gelassen zu werden.Warum sagt ihr denn nicht gleich, dass alle Arbeitslosen HartzIV Empfänger absoltue Sozialschmarotzer sind?
Natürlich gibt es Leute, die sich im sozialen Netz ausruhen aber das zu verallgemeinern (weil mal wieder ein Sender XYZ 2-3 Beispiele gebracht hat) finde ich lächerlich.
Du demontierst unseren sozialen Staat in den Grundfesten und beharrst auf deiner MEinung wegen ein paar ideologischen Werten wie Kapital und Reichtum! Ich gratuliere!

Recall8
22.05.2006, 13:21
Im Zweifel spielt das keine Rolle, weil die Mittel direkt aus meinem engsten privaten Kreis kamen. Mein persönlichen Kosten wie gesagt gedeckt durch Stipendien, die Globalkosten für Studium etc. durch meine Familie. D.h. ich (wenn Du so willst auch meine Familie) haben saftig Studiengebühren gezahlt, nur dass Leute wie Du über einen marginalen Beitrag von 500 Euro schimpfen dürfen. Das ist Luxus auf Deiner Seite.
Natürlich spielt das eine Rolle.
Das ist doch keine Argumentation. Es ist ein Unterschied, ob man sagt: Ich finanziere alles allein, oder: meine Familie. Ich interpretiere das als Opportunismus. Entweder man hat Grundsatztreue oder man schreibt hier nicht mal HÜ und mal HOTT.
Du lebst mit Sicherheit luxuriöser als meiner Einer. Denn du erhälst Unterstützung durch:
1.Stipendien
2.Familie
Soviel zur geforderten Eigenverantwortung und Eigenfinanzierung.
Und das obwohl du in der BRD keinen Cent an Studiengebühren gezahlt hast.
Leider vergisst du als diejenigen, die dieses große Los nicht gezogen haben um von den Eltern unterstützt zu werden. Es ist Tatsache, dass zw.50-60% aller Studenten jetzt schon nur durch Nebenjobs bzw. Minijobs (die dank Haushaltsbegleitgesetzt nun höher besteuert werden) ihr Studium finanzieren.
Und 500 Euro als ANfangsbetrag sind nicht marginal, sondern fatal und für viele immens.



Ich bin 100%ig überzeugt, dass wenn ich den regulären Preis gezahlt hätte, ich (im Verbund mit meiner Familie) wesentlich günstiger gefahren wäre. Und Du hast recht, ich habe weder vom Semesterticket noch der Mensa profitiert.

Da ist doch das nächste: Du wohnst noch in der Nähe deiner Familie.
Allein in Hessen sind 50% aller Studenten Nicht-hessen (hab die Zahl nicht mehr genau im Kopp), ein Verbund mit Familie ist für dich ne EInzellösung.
Ein "Familienverbund" ist für Viele unmöglich und faktisch nicht machbar.

Schade, dass du von Mensa und Semesterticket nicht profitieren konntest!
Es war ein reinstes Drauflegergeschäft.



Elite kann man kaufen, dass wäre mir echt neu. Ich definiere diesen Begriff über Leistung, und dabei habe ich keinen Vorteil. Was für eine von Sozialneid geprägte Ansicht.


Na was macht man denn wenn man sich Gebühren an den teuersten Universitäten leisten kann? Man erkauft sich natürlich seine Elite,
man kauft sich nen Status um mal in seine Vita schreiben zu können:
Ich war in XYZ. Man ökonomisiert seine Bildung und bietet sie letztendlich als hochwertiges Produkt auf dem Arbeitsmarkt an.
Das ist kein Sozialneid. Das Wort Sozialneid würde ja heißen,dass mir deine
gesellschaftl. Besserstellung, die du hier versuchst zu vermitteln, nicht behagt und ich dir das mißgönne. Das ist aber so falsch, denn ich respektiere es wenn du viel geleistet hast, aber für mich bist du als Mensch so viel wert wie jeder Obdachlose. Und zudem besitze ich kein Minderwertigkeitsgefühl und gehe davon aus, dass wir uns geistig und körperlich auf einer Ebene bewegen.
Welce Kontobewegungen stattfindet, findet keinen Platz in meiner Beurteilung.



? Tatsächlich stecken wir 50 % der Gesamtausgaben in soziale Umverteilung: Arbeitslose (Hartz IV etc), Rente, gesetzliche Krankenversicherung und eben auch die kostenlose Ausbildung von Million von Studenten. Für diese Subventionen bin ich nicht zu haben, und Deine Argumentation hat den typischen Haken: Man ist für einen gemäßigten Sozialstaat, aber bei mir liegt die Schmerzgrenze bei 500 Euro pro Semester für ein Medizinstudium!


Was ist denn ein gemäßigter Sozialstaat. Werd doch mal konstruktiv:

Ist es denn deiner Meinung nach nicht asozial,dass dasdt.Sozialversicherungssystem ausschließlich durch Renten-,Kranken und AL-Versicherung druch Arbeitgeber und Arbeitnehmern finanziert wird.
Ich bin dafür, dass sich das Sozialsystem aus reinen Steuermtiteln finanzieren sollte. Wir brauchen grundlegende Reformen oder meinst du dass Studienegbühren irgendetwas reformieren, und gerade der "Minimalbetrag" von 500 €.Oh gott.

Und mal was Interessantes: die uns weit vorausgeeilten Skandinaver:
hier studieren 60% jedes Abijahrgangs und JEDER Student ERHÄLT Geld vom Staat um zu studieren.



Ich hasse nur, dass Begriffe wie Sozialdarwinismus/Elite/Eigenverantwortung immer diesen subtil faschistischen Unterton haben und man sich dafür rechtfertigen muss, wenn man Leistungsträger ist. Man merkt halt doch, dass wir in unterschiedlichen Systemen aufgewachsen sind...

Du kannst es natürlich hassen, aber es ist leider auch so.
Zwar sage ich nicht, dass es faschistisch ist, aber auf jeden Fall kontra Pluralismus. Faschistisch könnte es aber dahingehend sein,dass Nicht-Eu-Ausländer mind.1500 €/Semester in Hessen zahlen müssen.
(OK das iat abhängig von der Uni, aber der GEsetzgeber schafft den rechtl.Rahmen)

Und was sind leistungsträger? Diejenigen, die das Meiste in die Kassen spülen oder auch all die ehrenamtlichen Sozialarbeiter? Bei solchen Gedankengängen würde ich mal vorsichtig sein. Gerade als Arzt sollte humanistische Werte über anderen stehen...

JackyB
22.05.2006, 20:46
Gehört aber nicht zum Thema, aber ihr müsst wirklich viel Zeit haben um seitenlange Beiträge zu schreiben. Respekt. :-top

Schnatz
22.05.2006, 20:54
...dafür hab ich von dir nur wenig Sinnvolles bisher gelesen, sorry!

stya25
22.05.2006, 21:21
:-dagegen

FrederikMD
23.05.2006, 02:15
...meine Familie. Ich interpretiere das als Opportunismus...
Natürlich ist es ein gewaltiger Unterschied, ob ich meine Familie oder die restlichen 80 Million Deutsche zur Kasse bitte, um mein Studium zu finanzieren. Ich sagte, meinen Lebensunterhalt finanzierte ich mir selbst. Die "versteckten" Studiengebühren durch 50% Steuersatz haben meine Eltern getragen.



Und das obwohl du in der BRD keinen Cent an Studiengebühren gezahlt hast.Und das ist eben der Irrglaube, indirekt habe ich und meine Familie sie gezahlt, doppelt und dreifach und für viele andere mit. Leider kann ich das nicht auf Papier ausweisen, sonst könnte ich dafür ja Leistung einfordern. Ich zahle lieber für Dinge, die ich bekomme, als generell in einen Umverteilungspool für andere einzuzahlen.


Und 500 Euro als ANfangsbetrag sind nicht marginal, sondern fatal und für viele immens.Ich sage, 6000 Euro Beitrag an einer 200k Euro Ausbildung ist 3% Eigenbeitrag- kaum fatal oder immens in meinen Augen.



Du wohnst noch in der Nähe deiner Familie. Ich habe im Studium genau 300 km von zuhause weg gewohnt. Ich meinte den Verbund eher als finanzielle Schicksalsgemeinschaft, nicht gemeinsames Wohnen. Ich habe den öffentlichen Nahverkehr nicht genutzt, genauso wenig wie die anderen Low quality offers des Studentenwerkes.
onstruktiv:

I
st es denn deiner Meinung nach nicht asozial,dass dasdt.Sozialversicherungssystem ausschließlich durch Renten-,Kranken und AL-Versicherung druch Arbeitgeber und Arbeitnehmern finanziert wird.
Ich bin dafür, dass sich das Sozialsystem aus reinen Steuermtiteln finanzieren sollte. Wer zahlt denn Steuern, wenn nicht Arbeitgeber und Arbeitnehmer, sicherlich keine Rentner oder Arbeitslose.


Und mal was Interessantes: die uns weit vorausgeeilten Skandinaver: hier studieren 60% jedes Abijahrgangs und JEDER Student ERHÄLT Geld vom Staat um zu studieren. Die Skandinavischen Länder haben auch nicht >1000 Milliarden Euro Transferleistung in den letzten 15 Jahren geleistet. Hätten Sie nur annähernd ähnliches vollbracht, würde es anders aussehen. Ich weiss nicht, ob Dir klar ist, welche außergewöhnliche Situation der Geschichte die Wiedervereinigung war.


Faschistisch könnte es aber dahingehend sein,dass Nicht-Eu-Ausländer mind.1500 €/Semester in Hessen zahlen müssen.Gut, dass Du noch Steuergeschenke in alle Welt verteilen willst. 1500 Euro pro Semester sind nicht mehr als ein symbolischer Beitrag für ein Medizinstudium. Die Bilanz für den Steuerzahler (und damit den Studiengebührenzahler) ist EXTREM negativ.




Und was sind leistungsträger? Diejenigen, die das Meiste in die Kassen spülen oder auch all die ehrenamtlichen Sozialarbeiter? Bei solchen Gedankengängen würde ich mal vorsichtig sein. Gerade als Arzt sollte humanistische Werte über anderen stehen...Ich dachte, wir reden die ganze Zeit über Finanzen, da sollte eigentlich klar sein, wer mit Leistungsträger gemeint sein sollte. Warum ein Arzt bestimmte politische Ansichten vertreten sollte, ist mir nicht klar. Und, humanistische Werte sind sicher keine sozialistischen...

FrederikMD
23.05.2006, 02:48
Nur darfst du doch nicht leugnen, dass du nicht nur libearl bist, sondern auch soziale Selektion regelrecht forderst. Ich finde, dass man für erhaltene Leistung auch zahlen sollte.


Es ist doch absolute Polemik zu sagen: Ich sehe nicht ein für die Lustlosigkeit anderer zur Ader gelassen zu werden.Warum sagt ihr denn nicht gleich, dass alle Arbeitslosen HartzIV Empfänger absoltue Sozialschmarotzer sind?Weil ich das nicht denke. Mir ist die Motivation des Empfängers egal, ich verstehe eben nicht, warum die einen zahlen, die anderen empfangen dürfen und sich dann noch aufregen (nachdem das System der öffentlichen Kassen am Zusammenbruch steht), sich etwas zu beteiligen.


Du demontierst unseren sozialen Staat in den Grundfesten und beharrst auf deiner MEinung wegen ein paar ideologischen Werten wie Kapital und Reichtum! Ich gratuliere!Du verstehst das falsch, ich speise dieses System, demontiert wird er von anderen. Kapital und Reichtum sind keine Werte, aber dass diese persönliche Errungenschaften darstellen, versteht in Deutschland die breite Mehrheit nicht. Es ist unfair zu sagen, der hat sich reingehangen und Erfolg gehabt, deshalb schröpfen wir in doppelt, diesen Scheissbesserverdiener. Mir ist es egal, ich habe ja meine persönlichen Konsequenzen gezogen, trotzdem geht es mir auf den Keks, dass Medizinstudenten in Deutschland im Herzen doch echte Sozialpädagogen sind...

PhineasGage
23.05.2006, 06:19
Gut, dass Du noch Steuergeschenke in alle Welt verteilen willst. 1500 Euro pro Semester sind nicht mehr als ein symbolischer Beitrag für ein Medizinstudium. Die Bilanz für den Steuerzahler (und damit den Studiengebührenzahler) ist EXTREM negativ.




Sorry, dazu muss man nix mehr sagen :-kotz
Ich werds meinen Austauschstudenten aus Palästina, Arabien, Südamerika und Korea mal ausrichten....

JackyB
23.05.2006, 06:31
...dafür hab ich von dir nur wenig Sinnvolles bisher gelesen, sorry!


Is mir auch egal :-)

Recall8
23.05.2006, 13:46
Natürlich ist es ein gewaltiger Unterschied, ob ich meine Familie oder die restlichen 80 Million Deutsche zur Kasse bitte, um mein Studium zu finanzieren. Ich sagte, meinen Lebensunterhalt finanzierte ich mir selbst. Die "versteckten" Studiengebühren durch 50% Steuersatz haben meine Eltern getragen.


Du sagtest nicht explizit, dass du nur deinen Lebensunterhalt selbst finanzierst. Die versteckten Studiengebühren haben natürlich nur deine Eltern getragen die restlichen 79.999.998 Mio Deutschen natürlich nicht.
Was in den 50% alles versteckt sein muss, ist Gegenstand lebhafter Forschung nicht wahr...

Ich interpretiere deine redensweise deregstalt,dass es am Betsen gar keine Steuern geben sollte? Man frage sich mal: wozu gibt es eigtl. Steuern und warum gab es sie schon immer?
Ich möchte dabei zum xten mal(x>schätzungsweise 100),dass ich sehr wohl weiß,dass das Land reformbedürftig ist, aber dass Steuern das komplette öfftl. gemeinwesen in seiner Form finanziert, darf man eben nicht vergessen.




Und das ist eben der Irrglaube, indirekt habe ich und meine Familie sie gezahlt, doppelt und dreifach und für viele andere mit. Leider kann ich das nicht auf Papier ausweisen, sonst könnte ich dafür ja Leistung einfordern. Ich zahle lieber für Dinge, die ich bekomme, als generell in einen Umverteilungspool für andere einzuzahlen.


Ergo interpretiere ich, dass deine Familie zu den Besserverdienern zählt. Das freut mich natürlich, und ist auch ok. Aufgrund der progressiven Besteuerung muss ich davon ausgehen dass sie überdurchschnittlich hohe Steuern gezahlt haben, dies ist ein Indiz für mich, warum du die Sozialgesetzgebung mit Füßen trittst.



Ich sage, 6000 Euro Beitrag an einer 200k Euro Ausbildung ist 3% Eigenbeitrag- kaum fatal oder immens in meinen Augen.

Wie oft soll ich mich wiederholen? Eigentlich könnte ich hier den selben Betrag posten, der schon ein paar Seiten vorher steht.
Nicht jeder studiert MEDIZIN. Selbst wenn ein Medizinstudium 200K kostet gibt es noch ausreichen Studiengänge, die ein Viertel dessen kosten.
6000 €uro Beitrag entsprechen dann schon 12 %.
An dieser Stelle wäre es angebracht etwas zu differenzieren.

In meinen Augen bleiben 500 € fatal und immens.



Ich habe im Studium genau 300 km von zuhause weg gewohnt. Ich meinte den Verbund eher als finanzielle Schicksalsgemeinschaft, nicht gemeinsames Wohnen. Ich habe den öffentlichen Nahverkehr nicht genutzt, genauso wenig wie die anderen Low quality offers des Studentenwerkes.
onstruktiv:

"Schicksalsgemeinschaft" - ich kenne dieses Wort aus der Zeit des Nationalsozialisms, ehrlich gesagt. Entweder eure Blutsgemeinschaft ist mächtig unzufrieden mit dieser Gesellschaft oder dein vermittelter Unterton in der Diskussion verhärtet sich abermals.



IWer zahlt denn Steuern, wenn nicht Arbeitgeber und Arbeitnehmer, sicherlich keine Rentner oder Arbeitslose.


Da kommt wohl doch mal der Medi bei dir durch, denn nachweislich zahlen auch Rentner und ARbeitslose Steuern, die ich dir hier eigentlich gar nicht aufzählen müsste, es aber mal ansatzweisefür deine Bildung tue:
Sie zahlen bei jedem konsumierten Prdoukt so etwas wie MehrwertSTEUER,
sie zahlen, insofern sie öffentliche oder private Verkehrsmittel nutzen, die mit konventionelle Mineralölderivaten betrieben werden MineralölSTEUER,ökoSTEUER. Dann gibt es noch VerbrauchsSTEUERN wie die StromSTEUER... und und und. Ich könnte die Liste beliebig fortsetzen.

Gegenfrage: Zahlen Rentner und Arbeitslose wirklich keine Steuern?


Die Skandinavischen Länder haben auch nicht >1000 Milliarden Euro Transferleistung in den letzten 15 Jahren geleistet. Hätten Sie nur annähernd ähnliches vollbracht, würde es anders aussehen. Ich weiss nicht, ob Dir klar ist, welche außergewöhnliche Situation der Geschichte die Wiedervereinigung war.

Du liest nicht, du willst es nicht anders hier mein text, den ich schonmal verfasst hatte:
a ich die Wende miterleben durfte (und ich dies auch außerordentlich begrüße), habe ich auch erlebt, wie Industrie und Gewerbe gezielt den Bach runter ging. Auch wenn mir mein kindliches WahrnehmungsBewusstsein vieles vorenthielt,was sich wirklich abspielte.
Es kam Stilllegung von Betrieben und Firmen, Industriebrachen entstanden, komplette Wirtschaftszweige gingen dan Bach runter.Das hatte zwar auch eiskalte wirtschaftliche Gründe, aber die geschah auch deshlab, da man ad hoc eines neues Rechtssystem installierte.
Und noch was zu den beschriebenen Transferleistunge und dazu wie ein Großteil direkt zurück in den Westen floss und auch noch heute die hohe AL-Quote mitverursacht (und das sind keine EInzelbeispiele)!
Dazu kommt, dass ad hoc Löhne an westdt.Niveaus angepasst wurden, obwohl die entsprechende Produktivität nicht gegeben war.
Der Prozeß hätte anders organisiert werden müssen.

Das Überstülpen des westdt.Systems über Nacht war ein riesen Fehler.
Und die genannten Transferleistungen von > 1 Billion...Dieser Betrag schwankt in der Literatur extrem, nicht zuletzt aus o.g. Grund.

Mit der Wende kam eine hohe Anzahl an westdeutschen und auch ausländischen Investoren nach Ostdeutschland, kauften Beteiebe/Firmen fürn Äppel und Ei auf. Hierfür erhielten sich enorme staatliche Zuschüsse eingesackt, zurücktransferiert und die Betriebe dicht gemacht.
Dabei wurden Werte ungeahnten Ausmaßes über Nacht vernichtet

Und wir wollen mal nicht vergessen:
In der Vorwendezeit gab es in der BRD schon rund 2,5 MIO Arbeitslose.
Die Wiederverinigung hatte auch ne befristetet Erholung der Wirtsschaft zur Folge, da nun ein Konsummarkt von 16 Mio Menschen zur Verfügung.



Gut, dass Du noch Steuergeschenke in alle Welt verteilen willst. 1500 Euro pro Semester sind nicht mehr als ein symbolischer Beitrag für ein Medizinstudium. Die Bilanz für den Steuerzahler (und damit den Studiengebührenzahler) ist EXTREM negativ.

Habe ich gesagt irgendetwas verteilen zu wollen, aber sicherlich ist dir doch bewusste, dass eine bestimmte Quote extra für ausländische Studierenden eingerichtet wurde, ein iniitiertes Programm durch den Bund.Selbst ein bestimmter Prozentsatz der Studienplätze in best.Fächern ist für internationale Studienbewerber reserviert.
Solltest du damit ein Problem haben,geh in die Politik.
Zudem gab es dzau mal ne EU Richtlinie,wenn ich mich nicht irre.
Steuergeschenke größeren Ausmaßes sehe ich woanders: ABschaffung der Vermögenssteuer. Zudem werden pro Jahr in Deutschland 30 MRD.€ an Steuern verschwendet, das ist nennenswert.



Ich dachte, wir reden die ganze Zeit über Finanzen, da sollte eigentlich klar sein, wer mit Leistungsträger gemeint sein sollte. Warum ein Arzt bestimmte politische Ansichten vertreten sollte, ist mir nicht klar. Und, humanistische Werte sind sicher keine sozialistischen...

Nein eben nicht.
Es geht um ein Bildungssystem, das durch "Finanzen" gesprengt werden soll.
Es geht in dieser Thematik nicht nur um Finanzen.
Und auch hier: selbst wenn es nur um Finanzen ginge, fände ich es schlimm Leistungsträger nach finanzielle Aspekte dingfest zu machen und zu interpretieren.

Der Arztberuf unterliegt in meinen AUgen einer gewissen Moral. Die politische Ansicht ist das eine, die humanistische Verpflichtung was anderes.
Es gibt in unserem Land gewisse Werte wie Humanität, Solidarität, Individualismus usw. Wenn Dir das alles nichts wert ist (und damit meine ich nicht finanziell),dann tut es mir leid.

FrederikMD
23.05.2006, 15:24
Du sagtest nicht explizit, dass du nur deinen Lebensunterhalt selbst finanzierst. Die versteckten Studiengebühren haben natürlich nur deine Eltern getragen die restlichen 79.999.998 Mio Deutschen natürlich nicht.. In voller Hoehe von meiner Familie, und fuer andere mit. Es mag sein, dass es aus einem Topf kommt, in den viele einzahlen. Fuer meine Familie war mein Studium insgesamt sicher ein Verlustgeschaeft.


Ich interpretiere deine redensweise deregstalt,dass es am Betsen gar keine Steuern geben sollte? Man frage sich mal: wozu gibt es eigtl. Steuern und warum gab es sie schon immer? .. Meistens um Kriege zu finanzieren. In der Tat habe ich nichts gegen ein Steuersystem auf wirtschaftlichem Niveau, ich denke, 25% war eine gute Marke- ich waere auch der Idee nicht abgeneigt zu sagen, man zahlt einen niedrigen Grundbetrag und nur dann, wenn man Einrichtungen (Schule, Autobahn, Uni etc) in Anspruch nimmt. Dafuer duerfte ich dann auch Qualitaet als Gegenleistung verlangen. Jede 4. Stunde arbeite ich fuer Infrastruktur/Verwaltung etc, nicht jede 2 wie in Deutschland. Haengt natuerlich stark vom Grundbetrag ab, aber progressives Steuersystem belastet die Leistungstraeger ueber hoeheres Ausgangsniveau und hoeheren Steuersatz doppelt (und mehr!!!).



Ergo interpretiere ich, dass deine Familie zu den Besserverdienern zählt. Das freut mich natürlich, und ist auch ok. Aufgrund der progressiven Besteuerung muss ich davon ausgehen dass sie überdurchschnittlich hohe Steuern gezahlt haben, dies ist ein Indiz für mich, warum du die Sozialgesetzgebung mit Füßen trittst.
Ich verstehe eben nicht, warum ich in diesem Umfang fuer das Versagen anderer aufkommen soll. Das kann und will ich nicht und stellt fuer mich einen Einschnitt dar, der nicht unerheblich ist.


Nicht jeder studiert MEDIZIN. Selbst wenn ein Medizinstudium 200K kostet gibt es noch ausreichen Studiengänge, die ein Viertel dessen kosten.
6000 €uro Beitrag entsprechen dann schon 12 %.Das bedeutet, dass Dir immer noch 88 % geschenkt werden. Eigentlich ziemlich fair.


"Schicksalsgemeinschaft" - ich kenne dieses Wort aus der Zeit des Nationalsozialisms, ehrlich gesagt. . Meine "Blutsgemeinschaft" hat ja die Moeglichkeit, sich diesem System zu entziehen. Von Unzufriedenheit kann deshalb keine Rede sein, ic hweiss nur, dass ein Land ohne Elite nicht ueberlebt. Im uebrigen hasse ich diesen laecherlichen Nazivergleich, Leistung und Wettbewerb ist eben nicht gleich Nationalsozialismus-mit einer der Gruende, warum unser System krankt, weil es an wettbewerbsdenken fehlt. Du kannst Dir Deine Familie eben nicht aussuchen oder wechseln, deshalb Schicksal.


Habe ich gesagt irgendetwas verteilen zu wollen, aber sicherlich ist dir doch bewusste, dass eine bestimmte Quote extra für ausländische Studierenden eingerichtet wurde, ein iniitiertes Programm durch den Bund.Selbst ein bestimmter Prozentsatz der Studienplätze in best.Fächern ist für internationale Studienbewerber reserviert. .Das finde ich auch Klasse, vielleicht koennte man mit Studiengebuehren auch Qualitaet anbieten, die Leute aus Nicht-Drittweltlaendern anlockt oder die eigenen Aerzte im Land haelt. Dabei meine ich natuerlich nicht 500 Euro, sondern leistungsgerecht.


ABschaffung der Vermögenssteuer. Ein vollversteuertes und hart erarbeitetes Vermoegen wird nochmals einer Nachbesteuerung unterzogen? Komisches Denken. Entspringt einem sozialistischen Denken, dass mir fremd ist.



Der Arztberuf unterliegt in meinen AUgen einer gewissen Moral. Die politische Ansicht ist das eine, die humanistische Verpflichtung was anderes.
Es gibt in unserem Land gewisse Werte wie Humanität, Solidarität, Individualismus usw. Wenn Dir das alles nichts wert ist (und damit meine ich nicht finanziell),dann tut es mir leid.Doch, Du sagtest es bereit, individuell liegt es mir nicht so sehr am Herzen solidarisch zu sein, dass ich die Haelfte meines Einkommens an andere abtreten moechte. Wie gesagt, mir bliebe in Deutschland ja nichts anderes uebrig, als den Rest mitzutragen ohne in die Illegalitaet abzudriften. Aber es beschneidet meine Freiheit und ich sehe eben die Verpflichtung nicht, mich in diesem Masse um die restliche Bevoelkerung zu kuemmern- das faengt mit der Finanzierung des (Medizin)studiums an und hoert beim Solizuschlag nicht auf. Es liegt in der Hand eines jeden, was aus sich zu machen, passiert es nicht, ist das nicht mein Fehler- warum sollte ich dafuer gerade stehen?

Recall8
23.05.2006, 17:22
In voller Hoehe von meiner Familie, und fuer andere mit. Es mag sein, dass es aus einem Topf kommt, in den viele einzahlen. Fuer meine Familie war mein Studium insgesamt sicher ein Verlustgeschaeft.

Für welche Familie ist es das nicht? Wenn für deine Familie dein Studium ein Verlustgeschäft war, frage ich mich, was für ein Verlustgeschäft wird es für die Familien werden, wenn Studiengebühren abzutreten sind?
Dies gilt für Familien mit hoher als auch niedrigen Abgaben?
Das dies dann eine weit aus höhere Belastung sein wird, bestätigst du ja.



Meistens um Kriege zu finanzieren. In der Tat habe ich nichts gegen ein Steuersystem auf wirtschaftlichem Niveau, ich denke, 25% war eine gute Marke- ich waere auch der Idee nicht abgeneigt zu sagen, man zahlt einen niedrigen Grundbetrag und nur dann, wenn man Einrichtungen (Schule, Autobahn, Uni etc) in Anspruch nimmt. Dafuer duerfte ich dann auch Qualitaet als Gegenleistung verlangen. Jede 4. Stunde arbeite ich fuer Infrastruktur/Verwaltung etc, nicht jede 2 wie in Deutschland. Haengt natuerlich stark vom Grundbetrag ab, aber progressives Steuersystem belastet die Leistungstraeger ueber hoeheres Ausgangsniveau und hoeheren Steuersatz doppelt (und mehr!!!).

Dabei vergißt du aber, dass dieses Sytsem nur deshalb so ist wie es ist (mit all den Vor- und nachteilen), da es rein theoretisch von der Masse finanziert wird.Würd es einen Grundbetrag geben, so wäre VIELES überhaupt nicht finanzierbar.
Ich muss zudem ehrlich sagen, dass ich die QUalität meiner AUsbildung im großen und ganzen nicht schlecht finde, jedenfalls kann ich auf keinen Fall sagen,dass die Qualität schlecht wäre. Dass Du in Deutschland jede 4.Stunde für Verwaltung/Administration arbeitest, trifft dann ja wohl auch Jeden, der arbeitet.
Für eine Schulausbildung zusätzlich zahlen zu müssen, ist nun langsam absurd.
Bildungs ist in unserem land ein Grundrecht. An die Stelle der öffentlichen Hochschule und auch Schulen sollen am Besten private Eliteuniversität und Privatschulen treten. Ein paar Wenige, die es sich leisten können, dürfen dort studieren und forschen, während alle anderen, die weder über ein reiches Elternhaus noch über die notwendigen Beziehungen verfügen, Schnellkurse an niveaulosen Massenuniversitäten absolvieren.
Aus deinen bisherigen Aussagen interpretiere ich, dass du es dir hättest leisten können (bzw. deine Eltern), aber dass Bildung keine reine Abhängigkeit vom geldbeutel haben darf, ist für dich uneinsichtig.
Und leider kann ich es nicht verstehen, wie jemand, der das nötige Kleingeld nicht besitzt als "Versager" oder "Schmarotzer" hingestellt wird.
Bildungs als reinen Wirtschafsfaktor, das ist nicht vereinbar. Dass alleine das amerikan. Bachelor-Master System eu-weit bis 2010 eingeführt wird, eröffnet finanzieller und sozialer Selektion neue Perspektiven. Das sehen wir auch nun an den Studiengebühren, wo ein Masterstg. mal eben 1500 €/Semester kosten darf.
Kriege wie du sie benannt hast, zeigen uns so lansgam ausreichen wie marode dieses kapitalistische System ist. Ein US amerikan. Aggressor lenkt von den Inneren Problemen ab und führt Eroberungskriege weit weg von der Heimat.
Ein Kampf für Bildung bedeutet für mich heute diesem Kapitalismus den Kampf anzusagen. Hierzu brauchen wir eine Neuordnung des wirtschaftl. Lebens auf der Basis der Interessen der Bevölkerung.


Ich verstehe eben nicht, warum ich in diesem Umfang fuer das Versagen anderer aufkommen soll. Das kann und will ich nicht und stellt fuer mich einen Einschnitt dar, der nicht unerheblich ist.


Nicht jeder Mensch ist Versager nur deshalb, weil ihm finanzielle Mittel fehlen-


Das bedeutet, dass Dir immer noch 88 % geschenkt werden. Eigentlich ziemlich fair.

Hier verwende ich dein Argument:
Das ist ein rrglaube, indirekt habe ich und meine Familie sie gezahlt, doppelt und dreifach.
Ergo: nicht geschenkt.



Meine "Blutsgemeinschaft" hat ja die Moeglichkeit, sich diesem System zu entziehen. Von Unzufriedenheit kann deshalb keine Rede sein, ic hweiss nur, dass ein Land ohne Elite nicht ueberlebt. Im uebrigen hasse ich diesen laecherlichen Nazivergleich, Leistung und Wettbewerb ist eben nicht gleich Nationalsozialismus-mit einer der Gruende, warum unser System krankt, weil es an wettbewerbsdenken fehlt. Du kannst Dir Deine Familie eben nicht aussuchen oder wechseln, deshalb Schicksal.


SIch als Bestandteil einer Elite zu sehen bzw. sehen zu wollen finde ich desaströs. Entschuldige...Wettbewerbsdenken hin oder her.
Mit dem "General Agreement on Trade in Services" wurde doch die Liberalisierung aller Märkte erst so verschärft, dass nun an jeder Ecke Konkurrenzdenken herrscht. Und dieser Mumpitz projjiziert sich nun auf die Bilung. Gute Nacht!


Das finde ich auch Klasse, vielleicht koennte man mit Studiengebuehren auch Qualitaet anbieten, die Leute aus Nicht-Drittweltlaendern anlockt oder die eigenen Aerzte im Land haelt. Dabei meine ich natuerlich nicht 500 Euro, sondern leistungsgerecht.

Ich denke schon jetzt gibt es viele Studenten, die das Angebot anlockt.
Der Unterschied wird nur sein,dass irgendwann finanzstarke Studenten hier sein werden, Ausgeburten der Eliten des jeweiligen Landes!



Doch, Du sagtest es bereit, individuell liegt es mir nicht so sehr am Herzen solidarisch zu sein, dass ich die Haelfte meines Einkommens an andere abtreten moechte.


Und warum liegt es dir nicht am Herzen? Weil du keiner Solidarität benötigst,
man hat es sprichwörtlich "nicht nötig" :-)
Ich habe auch kein Interesse daran den Großteil meines Gehaltes an den Staat zu pfründen, aber das hat nichts mit der Debatte zu tun oder damit, dass alle sozialen Errungenschaften aufgegeben werden müssen.
Diesen Puntk habe ich schon mehrmals erläutetr(siehe oben).

Es müssen Reformen her ohne Elitäres, Exzellentes Denken und Ohne Adel des 21.Jhd.

FrederikMD
23.05.2006, 17:41
Für welche Familie ist es das nicht? Wenn für deine Familie dein Studium ein Verlustgeschäft war, frage ich mich, was für ein Verlustgeschäft wird es für die Familien werden, wenn Studiengebühren abzutreten sind?Damit meinte ich natuerlich den Vergleich zwischen einem System, indem ich nur zahle, was ich in Anspruch nehme vs. die Finanzierung eines Studienplatzes fuer jeden.



Bildungs ist in unserem land ein Grundrecht. An die Stelle der öffentlichen Hochschule und auch Schulen sollen am Besten private Eliteuniversität und Privatschulen treten. Naja, herausragende Bildung kostet. Der Staat kann das nicht leisten und wie gesagt, ich haette nichts gegen mehr Foerderung von Begabten, aber ein (Rechts-)Anspruch auf Bildung bis hin zum Medizinstudium ist fuer die Masse nicht finanzierbar, soweit auch nicht wuenschenswert.



aber dass Bildung keine reine Abhängigkeit vom geldbeutel haben darf, ist für dich uneinsichtig...Bildung hat ja eine direkte Abhaengigkeit vom Geldbeutel, zumindest derer, die signifikant beitragen. Darum ist es echt leicht, Bildung auf hohem Niveau fuer alle zu fordern, wenn man es nur nicht selbst bezahlen soll.



Kriege wie du sie benannt hast, zeigen uns so lansgam ausreichen wie marode dieses kapitalistische System ist. Ein US amerikan. Aggressor lenkt von den Inneren Problemen ab und führt Eroberungskriege weit weg von der Heimat....Ein Kampf für Bildung bedeutet für mich heute diesem Kapitalismus den Kampf anzusagenWenn ich da mal nicht den Ossi durchhoere, der zwar an den Vorteilen des Kapitalismus (anderer) teilhaben will, Reichensteuer / Vermoegenssteuer als Stichworte, aberihn trotzdem bekaempfen will....






Ich als Bestandteil einer Elite zu sehen bzw. sehen zu wollen finde ich desaströs.und deshalb haben wir auch keine, die jedem seinen Studienplatz bezahlen koennte...


Der Unterschied wird nur sein,dass irgendwann finanzstarke Studenten hier sein werden, Ausgeburten der Eliten des jeweiligen Landes!Denkst Du, die Uni Rostock wird auf einmal einen Zahlungswilligen anlocken, wenn dieser genauso gut nach England oder in die USA kann? Wohl kaum.




Und warum liegt es dir nicht am Herzen? Weil du keiner Solidarität benötigst, man hat es sprichwörtlich "nicht nötig" :-)
Ich habe auch kein Interesse daran den Großteil meines Gehaltes an den Staat zu pfründen...
Sagst Du mir damit, dass Du in meiner Situation genauso denken wuerdest?


Es müssen Reformen her ohne Elitäres, Exzellentes Denken und Ohne Adel des 21.Jhd.Ohne exzellentes Denken ist leider in diesem Kreis ein Stichwort. Ich finde schade, dass Du als historisch argumentierender das Versagen von sozial(istisch)en Systemen vorgefuehrt hast, jedoch nicht siehst, dass die besten Einrichtungen kapitalistisch und marktorientiert sind.

Ich schliesse fuer mich die Debatte mit der Erkenntnis, dass ich meine und du deine interessen vertrittst. Das verstehe ich und kann es auch respektieren, bezahlen werde ich es nicht.

Hessejung
23.05.2006, 17:45
WOLLT IHR EUCH NICHT MAL TREFFEN?????So auf ein Bierchen im Wirtshaus... ;-)

Flemingulus
23.05.2006, 17:50
WOLLT IHR EUCH NICHT MAL TREFFEN?????So auf ein Bierchen im Wirtshaus... ;-)

"I think this could be the beginning of a beautifull friendship"
:-)

Recall8
23.05.2006, 21:02
Damit meinte ich natuerlich den Vergleich zwischen einem System, indem ich nur zahle, was ich in Anspruch nehme vs. die Finanzierung eines Studienplatzes fuer jeden.

Interessant. Das heißt im Umkehrschluß doch aber auch, dass eine Finanzierung eines Studienplatzes für das Individuum nicht mehr gewährleistet ist. Das heißt auch,dass hochbegabte Menschen von einem System ausgeschlossen werden könnten, nur deshalb, weil sie nicht in der Lage sind nur das zu bezahlen,was sie beanspruchen. Dann frage ich mich auch:
Wozu brauchen wir dann Frühförderung usw.?
Warum überprüft der Staat bei der Geburt per Datenabgleich nicht einfach die Vermögensverhältnisse der Eltern bzw. der Schicksalsgemeinschaft.
Das Kind, dessen Schicksal es ist, nicht in Vermögenskategorie "Elitär" eingestuft zu werden, kann ja dann zum Arbeitseinsatz geshcickt werden.



Naja, herausragende Bildung kostet. Der Staat kann das nicht leisten und wie gesagt, ich haette nichts gegen mehr Foerderung von Begabten, aber ein (Rechts-)Anspruch auf Bildung bis hin zum Medizinstudium ist fuer die Masse nicht finanzierbar, soweit auch nicht wuenschenswert.

Natuerlich gibt es keinen vebrindlichen Rechtsanspruch auf ein Meidzinstudium für jederman, wozu auch?Aber auf Bildung. Der Staat kann sich viel leisten, nähere Erläuterungen siehe oben. Herausragende Bildungs wäre uach hierzulande nicht unmöglich.



Bildung hat ja eine direkte Abhaengigkeit vom Geldbeutel, zumindest derer, die signifikant beitragen. Darum ist es echt leicht, Bildung auf hohem Niveau fuer alle zu fordern, wenn man es nur nicht selbst bezahlen soll.

Richtig.So ist unser System. Nähe Erläuterungen habe ich zu diesem Punkt mehrmals gegeben. (Wiederholungen sind zwar rethorische Mittel, aber langweilen).


Wenn ich da mal nicht den Ossi durchhoere, der zwar an den Vorteilen des Kapitalismus (anderer) teilhaben will, Reichensteuer / Vermoegenssteuer als Stichworte, aberihn trotzdem bekaempfen will....


Hier freue ich mich besonders zu anwtorten.
Gerade du meinst bei mir den "Ossi" durchzuhören. Jemand, der ständig auf dem Solizuschlag und der Wende rumreitet. Im Umkehrschluß könnte ich schlichtweg das entsprechende Wort auf Dich projizieren,tue ich aber nicht, da ich dies nach 16 Jahren Einheit als Geschichte ansehe. Dennoch maße ich mir an in manchen Bereichen bessere Einsichten in best. System gehabt zu haben, als jemand, der in 1 System aufgewachsen ist.
Zudem habe ich nie direkt behauptet aus "Kapitalismus anderer" nur Vorteile ergatten zu wollen, allerdings fällt es mir schwer deinen Manchesterkapitalismus schönzureden oder schönzutrinken(naja Anfang der Woche, das muss nicht sein.)
Um dich mal zu beruhigen: meine Familie gehört auch zu denjenigen,die überproportional hohe Steuern und somit lt.deiner Argumentation auch indirekt Studiengebühren zahlen und mit Sicherheit einige Studienplätze finanzieren.




und deshalb haben wir auch keine.
Gott bewahre!



Denkst Du, die Uni Rostock wird auf einmal einen Zahlungswilligen anlocken, wenn dieser genauso gut nach England oder in die USA kann? Wohl kaum.


Dies vermag ich nicht zu beurteilen.




Sagst Du mir damit, dass Du in meiner Situation genauso denken wuerdest?

Ohne exzellentes Denken ist leider in diesem Kreis ein Stichwort. Ich finde schade, dass Du als historisch argumentierender das Versagen von sozial(istisch)en Systemen vorgefuehrt hast, jedoch nicht siehst, dass die besten Einrichtungen kapitalistisch und marktorientiert sind.

Nein. Das mußt du wohl mißverstanden habe. Ich bin Mensch genug und Manns genug um zu wissen,dass ich mein Leben auch ohne stetiges Streben nach Geld,Elite und Stand leben werde.Und ich bin mir sicher damit auch noch glücklich zu werden.
Tja,dass in gewissen Ländern beste Einrichtungen kapitalistisch orientiert sind mag sein, aber wir finden auch hier zum teil die Schlechtesten.


Ich schliesse fuer mich die Debatte mit der Erkenntnis, dass ich meine und du deine interessen vertrittst. Das verstehe ich und kann es auch respektieren, bezahlen werde ich es nicht.

Ich finde es nur schade, dass du bis zum Ende meine Grundtonus nicht verstehen wolltest.

FrederikMD
23.05.2006, 21:18
Interessant. Das heißt im Umkehrschluß doch aber auch, dass eine Finanzierung eines Studienplatzes für das Individuum nicht mehr gewährleistet ist.
Natuerlich gibt es keinen vebrindlichen Rechtsanspruch auf ein Meidzinstudium für jederman, wozu auch?Aber auf Bildung. Der Staat kann sich viel leisten, nähere Erläuterungen siehe oben. Herausragende Bildungs wäre uach hierzulande nicht unmöglich.
Richtig, meine Rede. Wie ginge das? Ueber mehr Geld, aber woher? Und da unterscheiden wir uns, ich wuerde es nicht von den Leistungstraegern abzweigen, die schon jetzt die Last der oeffentlichen Hand zum Grossteil tragen. Dann muessen eben, wie in England/Schweden/Kanada mit einem Schlag die soziale Haengematte zerschnitten werden (Dass sind 30% des Haushaltes, ich sage ja nicht, man koenne bei Buerokratie sparen oder Korruption bekaempfen, aber ich fange bei den strukturellen Fragen an). Maggi Thatcher und Ronald Reagan waren nicht sehr beliebte Politiker, aber der folgende Wirtschaftsaufschwung der beiden angelsachsen ist direkt auf deren Einwirken zutrueckzufuehren.



Hier freue ich mich besonders zu anwtorten. Gerade du meinst bei mir den "Ossi" durchzuhören. Jemand, der ständig auf dem Solizuschlag und der Wende rumreitet. Im Umkehrschluß könnte ich schlichtweg das entsprechende Wort auf Dich projizieren,tue ich aber nicht, da ich dies nach 16 Jahren Einheit als Geschichte ansehe.
Ich wuenschte, dass waere so. Die Konsequenzen sind so lebhaft wie in der ersten Stunde, schlimmer in manchen Punkten. Die oeffentliche Verschuldung entspricht 1:1 dem Transfer an Geld in dem Osten, das hat nichts mit politik zu tun, sondern schlichtweg mit Finanzen. Ich bin ja nicht gegen die Maueroeffnung, doch muss man die gewaltigen Belastungen fuer den Westen realistisch beurteilen. Und die Kaufkraft, auf die Du anspieltest: Wenn Du auf einen Schlag 20% Habenichtse dazu bekommst, ist das, was man im "Manchesterkapitalismus" einen Waehrungsschnitt bezeichnen wuerde. Hier findet die 1:1 Ratio uebrigens wieder Anwendung.


Dennoch maße ich mir an in manchen Bereichen bessere Einsichten in best. System gehabt zu haben, als jemand, der in 1 System aufgewachsen ist.Es tut mir leid, auf die erweiternde Erfahrung eines Juenglings in einer maroden Diktatur gelebt zu haben nicht teilhaben durfte. In der Tat haette mir Fleisch, Fisch und die Freiheit meiner Person sehr gefehlt.


Tja,dass in gewissen Ländern beste Einrichtungen kapitalistisch orientiert sind mag sein, aber wir finden auch hier zum teil die Schlechtesten..Es sind aber die besten 10%, die den Karren ziehen. Wir brauchen diese genauso dringend wie jedes andere Land auch. In Deutschland gilt das Prinzip, sich am langsamsten zu orientieren...

PhineasGage
24.05.2006, 21:47
Langsam wird eure Diskussion zum Schreck aller Forenmitglieder, ich denke wenn ich der Einfachheit halber in Christdemokratisch-despotischer Manier Tobias als Sieger des Diskurses erkläre sind mehr als 90 % der Leser nicht dagegen und somit eher dafür.... :-))

Back to Topic:
Neue Ereignisse:

-Erste Kollateralschäden -wie es die CDU wahrscheinlich ausdrücken würde:
Ein Student wurde in Giessen von einem Zug erfasst und schwer verletzt

- Die Website von Udo Corts wird derzeit überarbeitet und ist deswegen derzeit nicht zu erreichen

-Die Website des Udo- Corts-Fanclubs ist auch häufiger down --- wohl eine Folge von Serverüberlastung

-Der Senat der Uni Frankfurt spricht sich nicht definitv gegen Studiengebühren aus, verurteilt aber das derzeitige Gesetzesvorhaben als unsozial

- Die CDU bleibt weiterhin doof :-)

Moorhühnchen
25.05.2006, 11:03
Hab gehört, gestern seien Steine geflogen und Wasserwerfer eingesetzt worden... Ist das wahr?? :-notify

Bin leider nicht dabei gewesen, obwohl ich gerne wieder mitmarschiert wäre. :-sleppy

mc300
25.05.2006, 12:27
Kollateralschäden? Sorry aber wer so bescheuert ist seinen "Protest" dadurch auszudrücken daß er sich vor nen Zug wirft hat es auch irgendwo nicht besser verdient. Suizid triffts wohl eher.

Und was sollen eigentlich diese Straßenbesetzungen? Sowas ist in Deutschland nunmal verboten. Ich weiß, in unserem großen DemonstartionsVorbildland Frankreich darf man fast alles unter dem Deckmäntechen eines "Protests" aber hier ist das nicht so. Glücklicherweise. Das bewahrt uns wenisgtens noch ein bißchen Reformfähigkeit und Beweglichkeit.
Wenn man eine Meinung hat und diese öffentlich darstellen will berechtigt das noch lange nicht zum Gesetzesbruch! Von daher finde ich Polizei- und Wasserwerfereinsatz o.ä. um unsere Autobahnen freizumachen sehr nützlich. Macht halt ne Demo in der Stadt. wegen mir auch zehn Demos. Kostet den Steuerzahler zwar auch Millionen aber ist immerhin legal und dadurch auch demokratisch. Illegale Besetzungen sind das nicht. Das ist dann doch eher (Links)Faschismus.