PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Med. Studium in AT. Wechsel von Österreich zurück nach DE.



Seiten : 1 2 [3] 4

ernstplischke
13.07.2006, 19:47
Ich glaub euch schon dass es nicht einfach wird. Trotzdem hab ich meine Entscheidung getroffen. Und teilweise hab ich einfach schlicht und ergreifend das Gefühl dass manche Östrreicher ein Problem damit haben das Deutsche in Österreicher studieren wollen. Denn wenn das alles so schlimm in Österreich ist wie manche es darstellen, ist doch jeder Östrreicher der in seinem Heimatland Medizin studieren will ein ausgemachter Vollidiot wenn er nicht ins Ausland geht und dort studiert.
:-meinung

Das Problem mit Deutschland ist komplex.

Aber zunächst zu den Österreichern, die in Österreich studieren: Analog wäre jeder Deutsche bei den bekannt schlechten Arbeitsbedingungen und der offenbar schauderhaften Bezahlung in Deutschland (beides in Österreich wohl eindeutig besser) ein ausgemachter Vollidiot, wenn er nicht nur nach dem Studium sondern schon zum Studieren ins (skandinavische, angloamerikanische) Ausland geht.

Ja, ein Medizinstudium in Österreich ist, wenn man das Lebenseinkommen in Österreich betrachtet, nach wie vor attraktiv. Für Österreicher. Weil die nämlich die Stellen bekommen, zu 95 %.

Anscheinend gilt das für viele deutsche Ärzte in Deutschland nicht mehr.

Das Problem mit Deutschland ist, daß der EuGH natürlich recht hat und EU-Ausländer den EU-Inländern gleichzusetzen sind. Auch bei den Studienzulassungen.

Nun hat Deutschland einen zunehmenden Ärztemangel - nicht aber einen Mangel an Studienwerbern um Medizin.
Wahrscheinlich, weil in Zeiten des wirtschaftlichen Niedergangs Sicherheit zählt. Und Medizin gilt als sicher. Auch, weil man damit weltweit (theoretisch) arbeiten kann.
Allerdings machen immer mehr in Deutschland das Medizinstudium nicht fertig, gehen nach dem Studium nicht an den Patienten oder ins Ausland.
Weil`s offenbar so grauslich ist. Selbst gestandene Fachärzte und Oberärzte laufen davon - auch von der "Weltklinik" Charité, auch nach Österreich.

Man kann nun, jenseits der eurechtlichen Situation, folgende Frage stellen: Warum soll Österreich für Deutsche, die in Österreich realistischerweise nach dem Studium kaum eine Chance auf eine Anstellung im Krankenhaus haben werden, Studienplätze finanzieren ?

Warum soll Österreich also Deutschland indirekt helfen, seinen (Jung)Medizinermangel auf österr. Staatskosten mit einem kostenlosen "Plus" an (österr.) Studienplätzen möglicherweise zu lindern ?

Voraussetzung: Die Deutschen mit einem österr. Studienabschluß wollen mehrheitlich wieder in die Heimat zurück. Mal angenommen - wie gesagt, in Österreich würde das Gros auf absehbare Zeit ohnehin wenig Meter haben. Das ist so, egal, was man davon hält.
In der Schweiz bekommen Ausländer auch nur mehr jene Stellen, die mit Schweizern nicht zu besetzen sind. Dieses Problem haben wir in Österreich bei Ärzten nicht.

Man kann argumentieren: Soll Deutschland seine Ärzte doch besser (auch finanziell) behandeln, dann laufen nicht so viele davon und vielleicht kommen dann sogar irgendwann welche mit besseren Sprachkenntnissen als osteuropäische Ärzte.

Man kann aber auch argumentieren: Sollen sich Österreicher doch auch in Deutschland bewerben -klar, aber im Vergleich zum früheren österr. System, bei dem jeder Österreicher mit Matura im Heimatland Medizin studieren konnte, wo er wollte bzw. zum jetzigen System mit der Aufnahmeprüfung ist das ZVS-Verfahren kompliziert und (möglicherweise) in der An- und Umrechnung der österr. Matura in einen Notenschnitt nicht gerecht.

Und - ganz simpel: Warum soll man als Österreicher nun auf einmal in einen Bewerbermarkt von 82 Mio eingebunden werden (Ja, ich weiß, EU und so !), wenn`s vorher bloß 8 Mio waren ? Warum soll man als Österreicher u.U. nach Rostock gehen, wenn man sich Graz, Wien oder Innsbruck aussuchen konnte ?
Das ist (noch) schwer zu begreifen.

Dazu kommt, daß man in Österreich natürlich primär Ärzte für Österreich ausbilden möchte (No Na !), was bei deutschen Studienwerbern vorerst nicht anzunehmen sein wird. Der Österreicher ist kein Wanderer, der ist ziemlich heimatverbunden. Und man ist "Dahergelaufenen" gegenüber eben skeptisch. Das ist provinziell, aber es ist so.

Und rein volkswirtschaftlich betrachtet, wäre es ein ziemlicher Unsinn, österr. Studienplätze mit (immer mehr ?) ausländischen Leuten zu belegen, deren Abwanderung nach dem Studium in ein paar Jahren zumindest in manchen Regionen zu einem Ärztemangel in Österreich führen könnte. Und der "Einkauf" der dann nötigen Ärzte aus dem Ausland (ich gehe davon aus, daß man in Österreich nicht hauptsächlich auf möglichst billige Osteuropäer wie in Ostdeutschland zurückgreifen würde) kostet mehr als eine Besetzung mit "eigenen" Leuten, die da auch gleich nach dem Studium bleiben.

Kurzum: Schweden wäre auch nicht daran interssiert, möglichst viele Deutsche zu Medizinern auszubilden, die dann Schweden wieder verlassen und somit volkswirtschaftliches Vermögen quasi zu exportieren.

Und das wird noch viele, viele Konflikte ergeben.

zumindest dub

Dr. Pschy
13.07.2006, 19:52
Wenn es fuer Oesterreich eine Gefahr ist, viele deutsche Jungemediziner auszubilden, die dann wieder ins Heimatland abwandern, warum wird dann nicht endlich diese Vit.B.-Buerokratie gelockert, damit Deutsche auch die gleichen Chancen haben? Das widerspricht sich doch. Ich will im uebrigen auf jeden Fall in Oesterreich bleiben, und bin, zumindest aus dem ersten Jahrgang mit der erhoehten Anzahl an deutschen Studenten mit Sicherheit nicht allein.

Und ich weiss immer noch nicht, was du machst. Ich bohr da solange nach, bis du damit rausrueckst.

ernstplischke
13.07.2006, 20:07
Wenn es fuer Oesterreich eine Gefahr ist, viele deutsche Jungemediziner auszubilden, die dann wieder ins Heimatland abwandern, warum wird dann nicht endlich diese Vit.B.-Buerokratie gelockert, damit Deutsche auch die gleichen Chancen haben? Das widerspricht sich doch. Ich will im uebrigen auf jeden Fall in Oesterreich bleiben, und bin, zumindest aus dem ersten Jahrgang mit der erhoehten Anzahl an deutschen Studenten mit Sicherheit nicht allein.

Und ich weiss immer noch nicht, was du machst. Ich bohr da solange nach, bis du damit rausrueckst.

Warum sollen Deutsche die gleiche Chance haben ? Es gibt genügend österr. Ärzte, die wird es auf Jahre hinaus geben. Ja, als Reserve können Ausländer sich schon anstellen, aber in Wien bekommt dann auch nicht der schon länger wartende Steirer die Stelle, sondern der nächste Wiener, der daherkommt. Das ist natürlich schwer zu beweisen, aber es ist so.

Außerdem stellten nicht die Medizin-Universitäten 90 % der Absolventen an (und damit der volkswirtschaftlich zuständige Bund), sondern die Länder, Kommunen und Geistliche Spitäler. Und die sind an Lokalkolorit interessiert - man muß schon zuerst die "eigenen" Leute versorgen ! Man geht ja auch davon aus, daß die einem erhalten bleiben. Hat etwas für sich !
Länder, Kommunen und andere Träger finanzieren aber nicht die Medizin-Unis.

Noch etwas:

Im "ersten Jahr" hast Du nicht die geringste Ahnung von den Verhältnissen hier, tut mir leid, Dir das so an den Kopf werfen zu müssen. Schön, wenn Du hierbleiben möchtest wie andere auch.
Aber Chance (außer an der Uniklinik - und da sicherlich nicht gleich mit einer Ausbildungsstelle) werdet ihr auch in ein paar Jahren praktisch keine haben.

Übrigens: Penetrante, vordergründige Neugier ist manchmal auch für einen angehenden Arzt nicht der Goldene Weg zur Information. Manch ein Patient wird Dir dabei die Rollo herunterlassen oder die Türe knallen.
Also nicht gleich im Preußischen Stechschritt kommunikative "Verbrannte Erde" produzieren wollen, führt zu nix.

Dr. Pschy
13.07.2006, 20:19
Wenn ich eins mal wieder feststellen muss isses die Tatsache, dass Oesterreich an einem vereinten Europa und insbesondere an den Deutschen absolut kein Interesse hat. Das ist nix gegen dich persoenlich, da es ein Problem des Systems ist.

Deshalb werd ich mich trotzdem nicht einschuechtern lassen. Mal sehen, wo der Weg hinfuehrt.

Achja: Mein Nachfragen magst du als penetrante Neugier sehen - sorry, bin nicht so der Flinte-ins-Korn-Werfer. Mal ganz davon abgesehen, dass ich penetrant anders definiere, aber gut. Das bestaerkt mich nur mehr in der Annahme, dass du versuchst hier irgendwelchen persoenlichen Frust an den boesen Deutschen Neulingen abzuladen - peinlich.

ernstplischke
13.07.2006, 20:45
Falsch. Daß in vielen Bereichen es Öffentlichen Lebens in Österreich der EU-Beitritt noch nicht wirklich "angekommen" ist, stimmt.Manche Bereiche sind schon ganz gut durchgelüftet worden (u.a. der Zugang zum Medizinstudium für EU-Ausländer), aber es ist mehr als naiv zu glauben, daß die Widerstände gegen Deutsche (als pars pro toto von Nicht-Österreichern, aber es kommen eben kaum Portugiesen, Ungarn oder auch Italiener ohne Deutsch als Muttersprache zu uns) nicht erheblich wären.

Medizin und das Studium in Österreich ist genauso ein Statussymbol wie in Deutschland - und das will man sich einfach nicht "wegnehmen" lassen vom "Großen Nachbarn". Es bedeutet guten Verdienst (scheinbar im Gegensatz zu Deutschland), da möchte man natürlich den Futtertrog nicht gerne teilen. Schon nicht mit anderen Österreichern, erst recht nicht mit noch mehr Deutschen. In der Tat wird ein Österreicher auch, wenn`s Bewerber aus der Region gibt, in Aurich oder Bautzen keine Chancen haben.

Das sind einfach soziale Konstanten, gegen die man hier derzeit nicht ankann.

Und noch einmal: Man muß sich als Deutscher hier auch mit deutschen Problemen konfrontieren lassen, für die Österreich nichts kann: Daß eben vor allem Leute mit für Deutschland rel. schlechtem NC sich in Österreich bewerben, weil sie sonst jahrelang in Deutschland warten müßten. Daß Österreich also tendenziell (aber natürlich völlig rechtens) die "schlechten" Deutschen abbekommt.

Daß man mit dem österr. Studienabschluß in Deutschland (gilt auch für Euch !) keine Approbation mehr bekommt- wieso auf einmal ? Daß man als Österreicher plötzlich eine Berufserlaubnis benötigt, um in Deutschland nach dem Studium tätig zu werden. So etwas gibt`s in Österreich nicht, für niemanden. Daß diese Berufserlaubnis zeitlich begrenzt und nicht gerade billig ist, häufig auch nur auf ein Haus begrenzt.

Das heißt (sehr primitiv ausgedrückt) : Österreich mußte nach Druck der EU den Deutschen das Medizinstudium in Österreich erleichtern, fast gleichzeitig aber erschwerte Deutschland Österreichern mit österr. Studienabschluß die Möglichkeiten, in Deutschland zu arbeiten - und das bei Ärztemangel !

Dr. Pschy
13.07.2006, 20:53
Ich geb dir tendenziell bei deinem letzten posting absolut Recht. 2 Dinge dazu:

1. Ich werde mit Sicherheit nicht alten und eingefahrenen Regeln Vorschub leisten. Imho hat sich zumindest die MedUni auf die Deutschen gut eingestellt, das ist absolut vorbildlich.

2. Hoert bitte auf staendig von "schlechten" Deutschen Studenten zu reden. Ich hab Kollegen mit Abis von 1,8 und 2,0 in den Kursen, was vor 4 Jahren noch locker zum Studium in Deutschland gereicht haette. Dieses Gerede macht den Eindruck, dass nur Volltrotteln nach Oesterreich kommen. Wenn ich mir einige oesterreichische Maturanten anschau, sind solche Ausdruecke nicht gerechtfertigt. Sicher ist man schlechter als das deutsche Studentengut, aber da duerfen mittelrweile ja nur mehr absolute Top-Abiturienten sofort studieren. Im uebrigen bin ich drauf gespannt, wieviele Deutsche anteilsweise die SIP1 auf Anhieb im Vergleich zu den einheimischen Kollegen gepackt haben, das duerfte interessant werden.

Imho fuehrt die Diskussion ins Nichts. Bevor Godwin zu seinem Recht kommt, sollte man sich die Hand geben und hoffen, dass die Zukunft fuer alle das Beste bringt. Ob die in Deutschland, Oesterreich oder sonst wo stattfinden wird, wird sich raustellen.

Es interessiert mich im uebrigen immer noch was du gerade machst ;-)

Hellequin
13.07.2006, 20:59
Daß man mit dem österr. Studienabschluß in Deutschland (gilt auch für Euch !) keine Approbation mehr bekommt- wieso auf einmal ? Daß man als Österreicher plötzlich eine Berufserlaubnis benötigt, um in Deutschland nach dem Studium tätig zu werden. So etwas gibt`s in Österreich nicht, für niemanden. Daß diese Berufserlaubnis zeitlich begrenzt und nicht gerade billig ist, häufig auch nur auf ein Haus begrenzt.

Das heißt (sehr primitiv ausgedrückt) : Österreich mußte nach Druck der EU den Deutschen das Medizinstudium in Österreich erleichtern, fast gleichzeitig aber erschwerte Deutschland Österreichern mit österr. Studienabschluß die Möglichkeiten, in Deutschland zu arbeiten - und das bei Ärztemangel !
AFAIK war es doch so das der österreiische Turnus dem Turnus gleichgesetzt wurde. Mit der Abschaffung des AiPs ist damit halt einfach eine rechtliche Grundlage, sowie die AiP-Stellen weggefallen. Und ein Arzt aus Osteuropa braucht auch eine Approbation um hier arbeiten zu können. Und das in Österreich am Turnus als Vorraussetzung für eine Vollabrobation festgehalten wird, kannst du schlecht den Deutschen an die Hacken kleben.

Cassjo
14.07.2006, 08:28
AFAIK war es doch so das der österreiische Turnus dem Turnus gleichgesetzt wurde. Mit der Abschaffung des AiPs ist damit halt einfach eine rechtliche Grundlage, sowie die AiP-Stellen weggefallen. Und ein Arzt aus Osteuropa braucht auch eine Approbation um hier arbeiten zu können. Und das in Österreich am Turnus als Vorraussetzung für eine Vollabrobation festgehalten wird, kannst du schlecht den Deutschen an die Hacken kleben.

Das find ich ein echt gutes Argument von Hellequin.

Klar für die Östrreicher ist dass natürlich keine optimale Situation, aber ihr vergesst immer dass seit Jahren Österreicher nach Deutschland kommen um zu studieren. In Deutschland gibt es nämlich so klingende Namen wie Heidelberg, LMU, TUM, Tübingen ........... dass reizt natürlich so manchen karrierebewussten Österreicher.
Mag sein dass die Deutschen ein Volk der Jammerer sind aber die Österreicher sind die Meister im Resignieren. Da erzählt ihr was von Arbeitsmarktproblemen von Vitamin-B-Bürokratie, Turnus und glaubt euer Problem sein die Deutschen. "Ne der Turnus wird nicht so schnell abgeschafft träum weiter"
Aber das ist typisch Österreich anstatt dass man die wirklichen Problem löst stürzt man sich auf irgendwelchen Kleinkram und am besten noch gegen den großen Bruder Deutschland. So ist es ja auch am einfachsten.

ernstplischke
14.07.2006, 08:46
Mag sein.

Aber @Cassjo: Ein Studienplatz wherever wäre auch schön, nicht ? Und diesen Frust hört man überhaupt nicht durch bei Dir.
Wie willst Du also wissen, wie`s mit Österreichern in Tübingen, HD etc. aussieht ? Hast Du dort schon studiert ?

Und warum Österreicher nach den angeblichen deutschen "Spitzenunis" gehen sollen, wenn Innsbruck und Teile der Wiener Uni auch nicht gerade schlecht drauf sind, soll mir einer mal erklären. Da sitzen übrigens auch Leute aus München, Freiburg (Innsbruck).

Außerdem wollen hier in Österreích halt die meisten Arzt und nicht Wissenschaftslastesel werden. Man läßt sich durch die Wissenschafts-Subkultur der Unikliniken ("Nonplusultra") ganz schlicht nicht so stark blenden. Und mit "Spitzenforschung" kann ich nicht beides sein, geht einfach nicht.

In Österreich ist die eigene Praxis perspektivisch eben nach wie vor attraktiv.

Zudem scheint ja die nationale Attraktivität der og. deutschen Unis weitaus größer zu sein als die internationale - ist immer gut, wenn man irgendwas mit "Spitze" definiert, um sich im Chaos von mehr als 30 Medizinischen Fakultäten orientieren zu können, oder ?

Andererseits kann das mit der "Spitze" und dem dementsprechenden NC auch für viele von Euch nicht ganz so wichtig sein, wenn manch ein Deutscher, der Medizin machen will, nicht einmal in die Nähe eines Studienplatzes in den nächsten paar Jahren in seinem Heimatland ist und dann auf einmal Österreich gut genug ist.

Cassjo
14.07.2006, 09:04
Und das meinte ich. Anstatt sich mit den wahren Problemen auseinanderzusetzen findet man doch immer irgendwas anderes.
Ja und du hast recht Österreich ist für wahrscheinlich jeden von uns nur zweite Wahl. Und das wird Österreich in jedem Gebiet auch immer bleiben, denn ihr habt keinerlei Ambitionen etwas daran zu ändern. Ihr wisst von den Problemen und tut nichts dagegen. Und wenn es euch wirklich so stört das wir Deutschen kommen, na warum tut ihr nichts dagegen. Nicht nur weil ihr wisst dass ihr dann im Unrecht wärt, sondern auch weil ihr zu bequem dazu seid. Da stichelt man halt lieber ein bisschen blöd von der Seite.

ernstplischke
14.07.2006, 09:29
Und das meinte ich. Anstatt sich mit den wahren Problemen auseinanderzusetzen findet man doch immer irgendwas anderes.
Ja und du hast recht Österreich ist für wahrscheinlich jeden von uns nur zweite Wahl. Und das wird Österreich in jedem Gebiet auch immer bleiben, denn ihr habt keinerlei Ambitionen etwas daran zu ändern. Ihr wisst von den Problemen und tut nichts dagegen. Und wenn es euch wirklich so stört das wir Deutschen kommen, na warum tut ihr nichts dagegen. Nicht nur weil ihr wisst dass ihr dann im Unrecht wärt, sondern auch weil ihr zu bequem dazu seid. Da stichelt man halt lieber ein bisschen blöd von der Seite.

Was sind denn Deiner Meinung nach die "wahren Probleme" ?

Daß Du keinen Medizinstudienplatz hast, noch nicht mal in Österreich ?

Von welchen Problemen "wissen wir" ?

Daß ich schon ellenlang beschrieben habe, wie und warum man sich in Österreich gegen (deutsche) Konkurrenz bei Medizinstudenten und Ärzten mehr oder weniger illegal und hinterfotzig wehrt, scheint Dir wohl entgangen zu sein. Und diese Methoden scheinen effektiv zu sein. So ist die EU-Ausländerquote bei den Medizin-Studienplätzen wahrscheinlich vor dem EuGH nicht zu halten, es müßten also sämtliche Medizinstudienplätze allen EU-Bewerbern und den Österreichern gleichermaßen offenstehen.
Tun sie aber nicht. Und das trifft z.B. Leute wie Dich, die sich damit in Österreich um deutlich (nämlich rund 75 %) weniger Plätze raufen dürfen.

Du kannst übrigens gerne dagegen klagen - wird Jahre brauchen !

Die Medizinischen Universitäten in Österreich sehen sich schlicht nicht als das Auffangbecken für deutsche Problemstudenten, denen ihre Medizinträumereien in Deutschland offenbar andere Perspektiven verhageln.
Norwegen hat, um seinen Ärztemangel einzudämmen, einst sogar Studienplätze in Australien gekauft, um seine Leute gut zu versorgen.Wie wär`s mal mit einem solchen Vorschlag an Eure Politiker ?

Und bei kompletter Freigabe der Plätze auch für Deutsche hätte das wohl bei Eurer Überzahl bedeutet, daß kaum mehr Österreicher in den nächsten Jahren in Österreich Medizin hätten studieren können. Auch, weil`s halt schön billig und nah ist im Vergleich zu Ungarn oder Prag. Ganz abgesehen von der Sprache.
Wenn Ihr keinen Platz in Deutschland bekommt - wie ungerecht das auch sein mag - dann kümmert Euch gefälligst in Deutschland darum (u.U. auch auf dem Wege der Politik), damit sich dies ändert.

Zum Beispiel durch die Einführung von Aufnahmetests unabhängig von der Maturanote, wie in Österreich. Da kann dann jedes der (heutigen) NC-Opfer ja beweisen, wie sehr es für Medizin taugt.

Aber Österreich vorzuwerfen, daß es nun auch bei Euren biographischen Ideen "hineingrätscht", ist doch wohl mehr als lächerlich.

Im übrigen hat Österreich keinen Ärztemangel, wir haben keine gröbere Einkommensproblematik wie ihr in Deutschland, wir haben keine Ärztestreiks und wir haben - für die Zeit, die man auf den Turnus wartet - immer noch irgendwelche ansonsten nicht mehr besetzbare Assistellen in (Ost)Deutschland, damit man einschlägig arbeitet. Und natürlich wieder abhaut, sobald die Heimat etwas frei hat.

Und wir haben Vitamin B. Das ist aber überall auf der Welt der Vorteil der "Einheimischen".

Wo ist also die Problematik ? Es läuft hier einigermaßen gut - nur nicht für EU-Ausländer (ausg. Südtiroler). Na und ? Da wird sich Österreich nicht wahnsinnig die Haare raufen. Und die Probleme deutscher Medizinstudenten sind nicht die Probleme der Republik Österreich, ganz einfach formuliert.

Sallame
14.07.2006, 11:39
Warum soll Innsbruck bitte toll sein???

Habe ein Jahr dort studiert und war heilfroh in Deutschland dann doch noch einen Platz zu bekommen, die Lehre und die Organisation war eine Katastrophe, zudem sind die meisten Österreicher sowas von unlocker und arrogant, weiß nicht, vor allem wenns gegenüber Obrigkeiten geht, ja Herr Professor, natürlich krieche ich ihnen äußerst gerne in den Arsch.
Ich studiere in Tübingen und hier kenne ich alleine 3 Ösis die hier studieren und der eine hat auch mal gesagt, dass er hier studieren wollte weil Du die österreichischen Unis echt vergessen kannst.
Und ich denke es gehen trotzdem viele zum Austauschstudium nach Innsbruck alleine wegen den Freizeitmöglichkeiten... Hab auch vor dort ne Famulatur zu machen, allerdings wegen dem Snowboarden und nicht wegen dem Ruf der Uniklinik...

05deinin
14.07.2006, 11:51
Im übrigen hat Österreich keinen Ärztemangel, wir haben keine gröbere Einkommensproblematik wie ihr in Deutschland, wir haben keine Ärztestreiks und wir haben - für die Zeit, die man auf den Turnus wartet - immer noch irgendwelche ansonsten nicht mehr besetzbare Assistellen in (Ost)Deutschland, damit man einschlägig arbeitet. Und natürlich wieder abhaut, sobald die Heimat etwas frei hat.


Ja natürlich habt ihr nicht unsre wirtschaftlichen Probleme, ihr müsst ja auch nicht einen bankrotten Osten mitfinanzieren und keine 10 mio Einwanderer.
Was ich ansonsten zu dieser Diskussion sagen kann: wie du ernstplischke selbst gesagt hast denkt der Österreicher halt regional beschränkt. Das ist für mich nichts anderes wie Engstirnigkeit, die ich bei euch Össis vermeht feststellen kann. Versteht mich nicht falsch ich habe bestimmt keine Voruteile, da ich nämlich weil ich direkt an der Grenze wohne viele österreichische Freunde habe und genau deshalb diese geistige Unflexibilität schon sehr oft festgestellt habe. Nicht dass es das bei den Deutschen nicht auch geben würde.
Und zu dem Wort deutsche Problemstudenten, kann ich nur sagen, dass das Deutsche Abitur zumindest in den meisten Bundesländern vom Schwierigkeitsgrad nicht mit der österreichischen Matura vergleichbar ist

Sackbauer
14.07.2006, 17:15
Und zu dem Wort deutsche Problemstudenten, kann ich nur sagen, dass das Deutsche Abitur zumindest in den meisten Bundesländern vom Schwierigkeitsgrad nicht mit der österreichischen Matura vergleichbar ist

lol, womit wir mal wieder eindruecklich eines der (welt)weit bekannten Vorurteile gegenueber Deutschen bestaetigt sehen: die einfach verblueffend-unglaubliche Arroganz und Ueberheblichkeit mancher.

05deinin
14.07.2006, 18:01
lol, womit wir mal wieder eindruecklich eines der (welt)weit bekannten Vorurteile gegenueber Deutschen bestaetigt sehen: die einfach verblueffend-unglaubliche Arroganz und Ueberheblichkeit mancher.

:-sleppy :-sleppy :-sleppy

Cassjo
14.07.2006, 20:03
Das ist doch einfach nur Futterneid. Haben halt Angst vor Konkurrenz. :-D

Turnusknecht
14.07.2006, 22:03
Also, ehrlich gesagt, ich steige aus dieser tiefen "diskussion" aus. am besten wär ein extra-thread für euch:

Chauvinisterischer Ösi vs. Piefke mit viel Ahnung von nichts


Da könnt Ihr Euch alle dann die ganze Zeit hübsch gegenseitig die Rübe virtuell einhauen.


Nichtswisser, und blender, auf beiden seiten, hüben wie drüben.

fliX
15.07.2006, 00:19
Diese Pauschalurteile hier widern mich an. Infantile Sandkastenbälgerei über Förmchen deren Gestalt und Größe keines der hier anwesenden Spielkinder vermutlich auch nur annähernd abschätzen kann. Einfach lächerlich. :-kotz

Nochmal "in nett": Der Thread behandelt ein interessantes Thema, also bringt euch doch bitte konstruktiv ein und lasst diese Kleinkriege. Dangöö :-oopss

Lilalein
15.07.2006, 13:44
:-meinung

Mariejo
17.07.2006, 12:07
auch mal ein tip für alle die jetzt schon vorbauen wollen dass sie hernach auch eine stelle bekommen (in a): engagement in jeglichen studentischen ehrenamtlichen organisation in der ihr kontakte zu professoren habt. ich bin in solch einer und von den letzten 3 leuten die fertig geworden sind haben alle sofort eine stelle bekommen, eine sogar am akh eine assistenzarztstelle. vit. b über verwandte oder bekannte schließ ich eher aus weil sie deutsche ist :-)