PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : effizientes Blutabnehmen



Seiten : 1 [2] 3 4 5 6

Tahel
16.08.2006, 13:10
Hallo Freunde

Wenn ich mich stehe, hilft ja sowieso das Handschuh nichts, wenn ich Blutspuren vom Patienten auf die Hand abbekomme, dann eben schnell mit dem Tupfer abwischen und desinfizieren, ist aber kaum der Fall gewesen wenn man es Aufmerksam macht.

Gruss

Wenn man sich sticht bringt der Handschuh sehr wohl was, das Infektionsrisiko wird dadurch noch mal um einige Prozentpunkte gesenkt (weiß jetzt nicht mehr genau wieviel, werde mal nachschauen...).

Albaner
16.08.2006, 15:08
Wenn man sich sticht bringt der Handschuh sehr wohl was, das Infektionsrisiko wird dadurch noch mal um einige Prozentpunkte gesenkt (weiß jetzt nicht mehr genau wieviel, werde mal nachschauen...).

Vielleicht werden ja Paar Viren beim Handschuhstich von den Seitenrändern der Handschuhe abgefangen, aber mehr ist es auch nicht drin.

FrederikMD
16.08.2006, 18:49
Vielleicht werden ja Paar Viren beim Handschuhstich von den Seitenrändern der Handschuhe abgefangen, aber mehr ist es auch nicht drin.
Ich weine um die Zukunft...

Leeze
17.08.2006, 16:41
Und ist das eine Tablett nicht so schwer und unhandlich, daß man es gar nicht mehr mit einer Hand tragen kann? Rein logistisch muß man doch andauernd Türen auf und zu machen, so daß eine freie Hand nicht schadet

Nee, wir haben so Tabletts, wo die Ränder hochgezogen sind, da fällt nichts runter. (das kann dann sogar ich mit einer Hand tragen :-) Und es passt alles irgendwie drauf (Stauschläuche, Handschuhe und Leukoplast hab ich in der Tasche) bzw. der Abwurf ist z. B. so geformt, dass er genau in die Vertiefung passt. Klar muss man mal ein paar Kanülen nachfüllen und so aber besser als das ganze Zubehör neu zusammenzusuchen.

Hinsetzen tu ich mich auch fast nie, aber manchmal hab ich dann echt Rückenprobleme vom Bücken... auch schlecht.

hypnotel
17.08.2006, 17:01
Meine subjektiven Regeln:
-Zeit ist relativ, Mensch vor Maschinerie.
-Rollwagen/-tisch mit Abwurf ist praktisch und macht Spaß. :-top
-Hinsetzen ist obsolet, auch Du brauchst Gefäßdruck.
-Handschuhe verschlechtern das Handling, können aber zur Wahrung der Gesundheit beitragen, vgl. Präservativ.
-Nach zwei Versuchen ist's ein Fall für andere Hände. Z.B. die der filigranen Anästhesistin, die überall was rauskriegt :-love

Festus
18.08.2006, 20:29
An stelle eines tabletts habe ich immer nierenschalen ineinandergestapelt. Und dann einfach die oberste nach unten wenn man fertig ist und weiter.

Was dazu der Arbeitsschutz sagt...

Anasthasia
18.08.2006, 20:56
Ich finde, dass das was am meisten Zeit spart ist einfach die Routine! Je öfter man Blut abnimmt, desto schneller wird man, und desto mehr Tricks entdeckt man, da können die andere Tipps geben wie sie wollen, man muss selber so oft wie möglich ran. Und Handschuhe an- oder ausziehen, das ist doch eine Sache von wenigen Sekunden! Ich persönlich würde es auch nicht mögen, wenn man bei mir ohne Handschuhe und ohne vorherige Desinfektion Blut abnimmt :-keks ! Also mache ich es auch lieber mit Handschuhen + Desinfektion, auch wenn einige behaupten das würde nicht viel bringen, es gibt einem ( und auch dem Pat.) ein sichereres Gefühl!

annixy
22.08.2006, 22:35
Ich finde, den Patienten nach seiner "Schokoladenvene" Fragen spart enorm Zeit. Ich bin auch eher ein Handschuh-Desinfizierer, einfach aus dem Grund, dass ich so nasse Hände von den blöden Dingern kriege, dass wechseln ewig dauert. Anfangs habe ich 2 paar übereinander gezogen, und das obere gewechselt, aber da geht zuviel Gefühl bei flöten...

Mal was anderes, passiert Euch das auch, dass das Labor sich beschwert, dass in den Quickröhrchen zuwenig drin ist wenn ihr mit der normalen Kanüle abnehmt? Bei den Butterfleis habe ich das Problem nie, aber bei den Kanülen ist mir das schon ein paar mal passiert, und ich ziehe immer langsam bis nix mehr kommt.

Evil
23.08.2006, 07:59
Wie einige Vorredner schon gesagt haben, Übung ist alles, dann klappt es auch schneller.

Und was die Handschuhe angeht: ich halte es für völlig übertrieben, nach jedem Patientenkontakt die Handschuhe zu wechseln.
Sowas ist nur angemessen bei infektiösen oder MRSA-positiven Patienten, falls ich jemanden untersucht habe oder die Handschuhe kontaminiert sind.
Aber nicht, wenn ich jemanden zwecks Blutentnahme kaum berührt habe (ich zumindest taste nur kurz mit dem Zeigefinger, Stauschlauch dran, Stich und fertig).
Das kostet unnötig Zeit, Material und ruiniert die Haut noch stärker, und ist hygienisch dazu noch fragwürdig.

Plastiker
23.08.2006, 08:52
-Nach zwei Versuchen ist's ein Fall für andere Hände. Z.B. die der filigranen Anästhesistin, die überall was rauskriegt :-love


Erzähl das mal manchen Ärzten... Auf der plastischen Chirurgie-Station, wo ich mein Pflegepraktikum gemacht habe, hätten einige eher ne Venae sectio gemacht, als einen Anästhesisten zu rufen! :-))

Funktioniert eigentlich der Trick, Nitro-Spray auf die entsprechende Entnahmestelle zu sprühen`? Also bei Patienten, bei denen man denkt, dass alle Venen innerhalb der Knochen verlaufen :-))

Habe auch immer nur mit gelber Nadel abgenommen. Da schießt das Blut ja richtig in die Monovette. Meines Erachtens auch für den Patienten angenehmer, weil der Vorgang an sich schneller beendet ist.

Hinsetzen oder in die Hocke gehen am Bett ist schon sinnvoll! Man ist mit dem Patienten auf Augenhöhe, was viel mehr das Vertrauen fördert. Sonst handelt man (aus Patientensicht) ja immer von oben herab.

Hypnos
23.08.2006, 10:10
Meine subjektiven Regeln:
-Handschuhe verschlechtern das Handling, können aber zur Wahrung der Gesundheit beitragen, vgl. Präservativ.


Werde ab heute mit Handschuhen verhüten :-)) :-top :-))

Es grüßt,

Hypnos (ein auch-manchmal-ohne-Handschuh-Blut-Abnehmer[so, und jetzt könnt ihr mich steinigen])

Aber _______________ ist :peace:

Turnusknecht
24.08.2006, 14:58
Funktioniert eigentlich der Trick, Nitro-Spray auf die entsprechende Entnahmestelle zu sprühen`? Also bei Patienten, bei denen man denkt, dass alle Venen innerhalb der Knochen verlaufen :-))


Eigentlich reicht stauen, alkohol und draufschlagen.

bei einer handvoll gefäßruinen hab ich daß mal ausprobiert, muss aber sagen, daß das nicht sehr viel gebracht hat. und bei den restlichen 99% der patienten bin ich mittlerweile viel zu routiniert, um auf sowas zurückzugreifen, da find ich immer was!

wenn echt nix (auch oberarm, füsse, unterschenkel schauen) kommt - ran an die leiste!

Studmed1
02.09.2006, 12:27
Also grundsätzlich hilft Nitro wirklich bei ganz schlechten Venen. Ich persönlich brauchte es aber noch nicht, weil ich Pädiatrie-Tertial hatte. Und wenn man 8 Wochen lang bei Frühchen, 4 Wochen auf der Kardiologie bei Säuglingen und 4 Wochen auf der INfektstation Kindern Blut abgenommen hat, dann kann keine vene des Erwachsenen zu schlecht sein.
Auf der INneren (Leber und Endokrino), da war ich immer "Mittel der Wahl", wenn weder die anderen PJler ncoh die Stationsärzte oder Assis Blut bekommen habe. Ich habe bisher erst drei Patienten ohne erfolgrieche Blutentnahme verlassen. Aber da waren es eh katastrophale Tage, an denen nicht einmal bei einer jungen 20-Jährigen die Entnahme klappte (schäm).
Aber ansonsten empfehle ich bei "platzenden, schlechten Venen" bei alten Menschen, dass man möglichst kurz staut, bzw. staut, sich eine (der letzten) schönen Venen sucht, dann den Stauschlauch löst und dann nach erneuter ganz kurzer Stauung das Blut entnimmt.Ich kann sowohl mit Butterfly als auch mit normalen Spritzen abnehmen. Beim Butterfly empfiehlt sich aber EINHÄNDIG zu aspirieren, weil man den Butterfly fixieren muss - bei schwierigen Venenverhältnissen.
Unsere täglich ca. 20 - 30 Blutentnahmen üben wirklich und mittlerweeile bin ich in Windeseile durch... Aber bei Kinder ist es trotzdem "schöner", weil es nicht so "husch husch" gehen muss, sondern man sich Zeit nehmen darf und kann.
Zum Thema Handschuhe: Mit viel Übung hat man auch mit Handschuhen Gefühl. Mittlerweile klappt es auch, Venen federn zu spüren, die bei BMI >>30 Patienten nicht einmal zu erahnen sind.
Also: Übung ist alles und MUT auch.
Sonnige Grüße aus dem Norden

Lava
02.09.2006, 14:19
Also so richtig, richtig, richtig schwer ist es bei Patienten, die einlagern wie blöd. Wenn die solche Ödeme haben, dass die Haut fast platz vor Spannung, kannst du tasten wie du willst, da findest du nix. Da nimmt auch der Assi in der Leiste ab - was ich bisher noch nie gemacht habe. :-blush

Studmed1
02.09.2006, 14:53
Ja, das ist wohl richtig. Auch gern genommen Fußrücken oder Firngergrundgelenke :-))

Gersig
02.09.2006, 14:53
Leistenstechen lernt man in der Diabetologie :-top

Evil
02.09.2006, 16:13
Oder Du klopst, drückst und massierst, bis die Venen doch noch zu Tage treten... bewährt sich auf Intensiv bei Sepsis-Patienten...

LAH_in_GAZ
03.09.2006, 10:16
Mich würde mal interessieren wie das bei den Viggos bei euch ist? ... Traut ihr euch was und legt graue oder seid ihr immer eher zurückhaltend und bleibt bei den rosa bis höchstens grünen Viggos`?

Also ich kenne Assis, die legen bei jedem Patienten Rosa Viggos, dass die anderen beginnen die Köpfe zu schütteln.

zum Thema Blut abnehmen: also ich bin immer wieder erstaunt, wie manch einer Blut abnimmt. Voll Schuss rein und die Monovette sofort bis nach hinten gezogen, dass sie schon eingerastet ist.

Normalerweise ist doch da die Gefahr, dass die Vene kollabiert und nichts mehr kommt oder`? ... Na ja bei dem Facharzt war es eher das Gegenteil. Das rauschte nur so rein, so schnell hat sich noch nie eine Serum Monovette in meinen Augen gefüllt.

MFG

apple
03.09.2006, 10:26
Wir haben bei uns das Vakuum-System, ist also nix mit Geschwindigkeit selbst bestimmen, obwohl ich das manchmal besser fände. Bei meinen Famulaturen hatten wir jedoch auch Monovetten und da hab ich das meist auch langsam gemacht.
Bei Flexülen bin ich noch nicht sehr geübt, nehm eigentlich immer rosa und bin heilfroh wenn`s klappt :-oopss Aber hab ja noch 3 Monate Innere vor mir, hoffe dass ich da meine Fähigkeiten noch steigern kann :-)

Lava
03.09.2006, 10:44
Wozu denn grau? Für den normalen Stationsalltag ist rosa vollkommen ausreichend. Wenn die Anästhesisten was anderes wollen, sollen sie sich die dinger selber legen. Auf den meisten Stationen, auf denen ich bisher war, gab's sowieso immer nur rosa oder grün. Ich versuche seit neuestem aber auch immer grün zu legen. Wo rosa rein geht, passt auch grün rein. *find*