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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Cannabis, Coks und Co......



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condorito
18.08.2002, 23:41
Ich würde euch allen mal raten,von eurem hohen Ross runterzukommen,dieses ganze "Arzt-als-Vorbild"-Gewäsch find ich doch ziemlich zum......naja.
Ich persönlich kenne genug Ärzte,die rauchen saufen und sich noch ganz andere Sachen reinfahren,um die Nacht rumzukriegen.
Die sehen morgens nich so fit aus,weil sie sich auf den nächsten Tag freuen!
Lest mal nach,welche Suchterkrankungen bei Ärzten vorkommen,das zeichnet eigentlich ein sehr deutliches Bild.
Und ja,Drogen sind ******** und machen krank,wüsste allerdings mal,ob ihr im näheren Bekanntenkreis jemand habt,der was härteres nimmt als Gras.
Ich persönlich denke,daß niemand das Recht hat,über jemand anderes zu urteilen;wenn jemand sich halt n paar lines koks ziehen will,soll er das machen...
Geht mal aus und guckt den Leuten(und damit der Wahrheit) ins Gesicht,da könnt ihr euer blaues Wunder erleben!
Es gab mal vor 2 Jahren nen interessanten Artikel in der MAX,der hiess "Deutschland auf Droge"....
Und als letztes Stichwort: RITALIN!
So long
Condorito

June
19.08.2002, 01:25
Ich kenne einige Leute, die sich immer wieder mal ne line Koks gezogen haben (oder vermutlich immer noch ziehen – hab, seit ich in Göttingen bin, nicht mehr viel mit denen zu tun), und ich fand sie unerträglich, wenn sie was genommen haben. Darüberhinaus hat einer von ihnen sich mit Koks und LSD so kaputt gemacht, daß er selbst dann psychotische Schübe kriegt, wenn es nichts nimmt – er hat so schon mehrfach sich selbst und seine besten Freunde in Lebensgefahr gebracht und hätte um ein Haar zwangseingewiesen werden müssen – bis er sich dann doch überreden lassen konnte, in die Psychiatrie zu gehen (was allerdings nur eine Lösung auf Zeit war).
Ich denke auch nicht, daß Ärzte eine solche Vorbildfunktion übernehmen müssen, daß sie null Alkohol, Zigaretten, Gras konsumieren dürften – und würden sie doch komplett drauf verzichten, glaube ich nicht, daß das einen (spürbaren) Effekt auf die Bevölkerung hätte – soo wichtig sollten wir uns nicht nehmen!
Aber danach ziehe ich auch eine Grenze – ich kann möglicherweise nichts dran ändern, wenn jemand (egal ob Arzt oder Nichtarzt) was härteres nimmt, aber ne klare Meinung dazu hab ich.
Die June :-music

19.08.2002, 03:45
Das mit Blutspiegelgrenzwerten für Drogen ist bei weitem nicht so einfach wie bei Alkohol. Erstens sind die interindividuellen Unterschiede in der Reaktion auf einen bestimmten Blutspiegel einer Droge sehr viel größer als bei Alkohol. Zweitens gibt es Drogen gegen die man eine sehr hohe Toleranz entwickeln kann. Drittens hängt bei einigen Drogen die Fahrtauglichkeit von der Art des Konsums ab: es ist ein Unterschied ob man sich akut zugedröhnt hat oder ob man einen Dauerblutspiegel im Rahmen einer Art Therapie aufrecht erhält.
Beispiel: Jemand der mal eben aus Versehen eine MST100 genommen hat sollte danach nicht Auto fahren. Wer aber so etwas regelmäßig (z.B. Schmerzpatient 2x tägl.) nimmt ist normalerweise fahrtauglicht. Von mir aus kann sich jeder so eine Therapie angedeihen lassen wenn er damit das Leben besser meistern kann. Bevor jemand dauerhaft in der Psychiatrie versackt ist das immer noch besser.
:-meinung
Bei Cannabis sind die Unterschiede nicht so drastisch aber ein allgemeingültiger Grenzwert wird auch da kaum möglich sein.
Wenn wir eine sichere und gerechte (!) Lösung finden wollen müssen wir eine Möglichkeit finden die tatsächliche Fahrtauglichkeit zu testen. Sobald diese Möglichkeit besteht würde ich alle Drogentests im Straßenverkehr sofort verbieten. Das würde übrigens auch dazu führen dass mal ein seniler 70-jähriger den Lappen abgeben müsste.
Wer fahrtauglich ist sollte fahren dürfen egal was in seinem Blut rumschwimmt.
Und wer nicht fahrtauglich ist sollte nicht fahren dürfen ebenfalls egal was in seinem Blut rumschwimmt.
:-meinung

Festus
19.08.2002, 07:52
Aber das festzulegen, wer fahrtauglich ist und wer nicht, das wird sehr heikel.

Soll das der Polizist nach Gefühl bestimmen ?
Und was ist dann mit 1 Promille am Steuer ? Da gibts auch Leute die das wegstecken !

hobbes
01.09.2002, 00:34
Vielleicht sollten wir einmal bedenken ob nicht die andauernde Theamtisierung des Cannabis-Problems an Schulen und in der Politik mit den üblichen zwei Fronten - Null-Toleranz und Verharmlosung - Cannabis bei den Jugendlichen nicht gerade attraktiv macht. Könnte man das Thema nicht einfach totschweigen??

Persönlich empfinde ich die Konsumgewohnheiten von jugendlichen Schülern sehr besorgniserregend. Soviel wie heute gekifft wird, wurde niemals zuvor von Jugendlichen Rausch-getrunken - und dies am helllichten Tag!

Dr.Dolor
01.09.2002, 08:19
Auch, wenn ich damit völlig konträr der klassischen "Grünenposition" laufe: Ich bin sehr gegen die Legalisierung von Cannabis. Mit Schrecken musste ich auf www.gruene-jugend.de sehen, dass offenbar die politische Jugend der Grünen das Thema Hanf & Co. zum Wahlkampfthema Nr.1 gemacht hat! Als ob wir keine anderen Sorgen hätten!!

Völlig ausser Frage steht die Nutzung von THC im medizinisch/therapeutischen Bereich, aber als reines Konsummittel ist es mir völlig egal, wie viel gefährlicher oder harmloser das Zeug gegenüber normalen Zigaretten oder Alkohol ist - den Kids eine weitere legale Möglichkeit zu geben, sich die Birne zuzukiffen kann nicht der Weg sein.
Manchmal habe ich den Eindruck, Kiffen soll Ausdruck eines "geschmeidigen" und "professionellen" Umganges mit Drogen ausdrücken.
Was Deutschland wirklich zu allerletzt braucht ist passiver und gleichgültiger Nachwuchs!

:-meinung
Gruss, Daniel.

Rabscuttle
01.09.2002, 16:27
:-meinung

Da schließ ich mich mit jedem Wort an!

Scheiß THC! Die ganzen Kiddies, die mit ihrer *Leckt mich alle mal kreuzweise*- Einstellung vor sich hingammeln und sich die Birne zuräuchern...

So harmlos ist das Zeug nämlich wahrlich nicht, da liefen doch haufenweise Studien zum Thema "Null- Motivations- Syndrom"... Und wenn man das Ganze hautnah miterlebt hat, weiß man, wovon man spricht :-(

Legalisierung, nein, danke!!

Greetz,
Rabs

airmaria
01.09.2002, 18:49
für alle antilegalizer:
wollen wir doch mal ganz vernünftig, wie angehende Dres, die Sache mal wissenschaftlich analysieren:
Wir machen eine Studie, nehmen zwei oder mehr vergleichbare Länder und untersuchen die Situation "Drogenverhalten" in den einem Land bis zur Legalisierung von Cannabis, Änderung durch die Legalisierung und weiterführendes Konsumverhalten bei andauernder Legalisierung. Zum Vergleich nehmen wir nun ein Hardlinerland ohne jeglich Legalisierung und Vergleichen nun die Prävalenz- und Inzidenzdaten und vor allem untersuchen wir die Tendenzen vor und nach der Legalisierung des einen Landes.
Ich bin sicher, daß euch passende Länder dazu einfallen werden und vielleicht endlich mal folgends Lämpchen aufgehen wird:

legalisiertes Kiffen ist viel uncooler!!! :-))

"Mary" airmaria

hobbes
01.09.2002, 20:07
Genau deshalb airmaria ist die Einstellung und der Umgang in der öffentlichen Diskussion mit dem Thema Drogen viel wichtiger als die effektive Gesetzgebung.
Genau wegen der andauernden konsequenten Verharmlosung, die einer Reklame gleichkommt, ist der Konsum derart exzessiv. Ich sehe wirklich keinen Grund als Arzt Reklame für Drogen zu machen, bzw. solche zu verharmlosen. Es würde ja auch keinem Arzt einfallen öffentlich Alkohol und Zigaretten als "nicht schädlich" und "cool" zu propagieren !?

STOPPT DIE VERHARMLOSUNG!

:-meinung

frerehugi
01.09.2002, 22:27
;-) Nu bleibt mal aufm Teppich!!!
Ob wir das gut finden oder nicht steht überhaupt nicht zur Debatte! Tatsache ist: die Leute tun es (laut Spiegel 38,2% der Deutschen zwischen 18 und 24) und das Verbot zieht nicht. Logische Konsequenz: versuchen aus der Not eine Tugend zu machen und über legalen Verkauf zumindest die Drogenmafia zu schwächen. Zweitens: ob jemand kifft (und vor allem wie viel) ist und bleibt ihm überlassen (Erwachsene!); ich möchte aber wissen, wie man Fälle von "Extremkifferei" vernünftig behandelt!

Globulin
01.09.2002, 23:50
Mich würde mal interessieren, wie sich das Konsumverhalten von THC in den Niederlanden seit der Legalisierung geändert hat... Ich denke mal, viele Kiddies versuchen das Zeugs doch nur, weil's verboten ist.
In Amiland saufen sich alle Teenies die Birne zu, weil's illegal ist, und der Konsum läßt nach, wenn's mit 21 legal wird...

Festus
02.09.2002, 07:49
@frerehugi

Im Prinzip stimmt das leider. Das Verbot, was es hier gibt is de Facto ziemlich wertlos.

Ob es allerdings besser sein kann, alles komplett zu legalisieren (siehe Grüne Jugend... klar ist das deren Thema Nummer 1, jeder sorgt für sich selbst) da bin ich auch nicht sicher.

frerehugi
02.09.2002, 07:56
@Festus: Mit dem "jeder sorgt für sich selbst" schmeisst Du, glaub ich, die Grüne Jugend und die jubgen Liberalen durcheinander!