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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : SVV und Medizinstudent bzw. Arzt?



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Lion
06.08.2002, 10:52
Nun gut.

Da mein erstes Posting sehr kanpp war sehe ich es ein, daß man leicht etwas falsch verstehen kann. Prinzipiell bleibe ich aber bei meiner Meinung.

@Festus:
Es ist wohl immer eine Frage der Ausprägung. Aktuell z.B. kenne ich, durch meine Eltern, eine Ärztin, die zu Depressionen neigt und nun, wie schon öfter, nicht praktizieren kann. Will ich auch nicht näher darauf eingehen, da es hier nicht Thema ist.

@UofM:
Da, wie Du selber gesagt hast SVV nicht gleich SVV ist und ich Dich nicht kenne ist ist es schwer Stellung zu beziehen.
Eine sehr gute Freundin von mir "litt" auch darunter. Es war also in keinster Weise meine Absicht etwas zu verurteilen oder sogar mich darüber lustig zu machen. Wenn das so herübergekommen ist, tut es mir leid. Ich habe nur ein Problem mit den Begriffen stabil und therapiert. Ist es nicht so, daß man unter bestimmten Extremsituationen wieder rückfällig werden kann? Bei soetwas kann man doch eigentlich nicht von austherapiert sprechen, oder?
Deshalb geht meine Meinung tendentiell auch in Nico's Richtung.
Ich will gar nicht darauf hinaus, daß Ärzte Übermenschen oder sowas sind oder sein sollten. Allerdings gibt es doch eh schon genug, die an dem Job kaputt gehen. Da frage ich mich nur, ob man sich da mit einer gewissen Vorbelastung einen großen Gefallen tut.

UofM
06.08.2002, 10:56
Hi Nico,

das rote-traenen Forum ist seit Montag wieder online.
Deinen Gedankengang, wie man denn reagieren würde wenn man nun unter Druck steht oder sih nicht mehr spürt kann ich verstehen, das stimmt auch vollkommen, nur geh ich halt davon aus, dass jemand bereits durch eine Therapie so stabil ist, dass er andere Wege und Methoden "erlernt" hat um nicht wieder ins SVV zurück zu fallen.


Mal so ne generelle Frage, denkt ihr man würde Probleme mit nem Prof. oder jemand anderem kriegen, wenn die z.B. bei einem Seminar zufällig Narben sehen sollten?


Viele Grüße

UofM

06.08.2002, 10:59
Allerdings gibt es doch eh schon genug, die an dem Job kaputt gehen. Da frage ich mich nur, ob man sich da mit einer gewissen Vorbelastung einen großen Gefallen tut.
He Lion, das gefällt mir.


eine Ärztin, die zu Depressionen neigt und nun, wie schon öfter, nicht praktizieren kann
Aber das wäre in jedem anderen Beruf doch auch so, daß sie während einer Krankheit nicht arbeiten kann.


Bettina

06.08.2002, 11:06
Original geschrieben von UofM
Mal so ne generelle Frage, denkt ihr man würde Probleme mit nem Prof. oder jemand anderem kriegen, wenn die z.B. bei einem Seminar zufällig Narben sehen sollten?


Das kommt wahrscheinlich (bin ja kein Prof. Dr. Dr. Dr. der Psychiatrie) ganz auf die Erfahrungen an, die derjenige mit SVV hat, oder wieviel er darüber weiß.
Die Vorurteile und das Unwissen über diese Krankheit sind wahrscheinlich noch ziemlich groß, so daß viele Leute erstmal komisch gucken, wenn sie die Narben sehen.

Bettina

Lion
06.08.2002, 11:06
Aber das wäre in jedem anderen Beruf doch auch so, daß sie während einer Krankheit nicht arbeiten kann.

Natürlich, aber wenn die Arbeitsbelastung Ursache ist für die Depressionsschübe, kann man sich da schon Gedanken machen. Zumal das absolut kein Einzelfall ist. Es wird nur nicht gerne darüber gesprochen.

UofM
06.08.2002, 11:07
@Lion: Danke für die Erklärung, das macht es doch um einiges verständlicher. Zu den Begriffen stabil und austherapiert hast du sicherlich Recht, eine hundertprozentige Garantie kann sicher niemand geben, aber ich denke, dass man es doch versuchen sollte, so gesehen, kann man doch falls man es wirklich nicht schafft immer noch auf außer-klinische Arbeitsgebiete ausweichen, oder?

Rico
06.08.2002, 11:35
Also wir hatten im psychatrischen U-Kurs eine Patientin (Anfang 20), die sich (nach frühkindlichen Mißhandlungen, Heimkarriere, zerrütteter Beziehung, Verlust des Sorgerechts für ihr Kind) öfter selbst verletzt hat und schließlich suizid-gefährdet geworden ist.
Und die wollte gerne Kinderkrankenschwester werden.
Hinter verschlossenen Türen hat uns die Oberärztin dann gesagt, daß dies ein häufiger Wunsch von psychiatrischen Patienten ist, einen Heilberuf zu ergreifen, meist aus dem echten und ehrlichen Wunsch heraus, dann Menschen helfen zu können und "es besser zu machen" als es ihnen ergangen ist.

Leider hat sie auch gesagt, daß das dann sehr oft schief geht, da nämlich die Leute an dem Leid, das sie da sehen und das sie halt doch nicht immer lindern können kaputt gehen und ihre eigene Krankheit dann oft wieder ausbricht.
Deshalb hält sie das grundsätzlich für keine gute Idee und rät davon ab.

Soviel mal zu einer halbwegs fachlichen Meinung.

Was das jetzt konkret für Deinen Fall, UofM heißt, mag ich nicht sagen, weil es dafür mir - wie wohl den meisten hier im Board - an psychiatrischer Erfahrung mangelt und man dich nur vom Board her kennt und das für eine Dia-/Prognose sehr unzureichend ist.

Aber - egal wie Du Dich entscheidest - behalt das viellicht im Hinterkopf...

Gruß
Rico

Nico
06.08.2002, 11:47
Weisst du, ich denke, es kommt auf den Einzelnen an, wie er mit dem Studium und dem Berufsleben später umgeht.

Was ist, wenn jemand Schnittwunden bemerkt?

Ich habe von Betroffenen schon sehr viel darüber gehört - sozusagen die ganze Bandbreite von verständnisvollem Ansprechen bis hin zu Ablehnung.


Gruß
Nico

Festus
06.08.2002, 11:59
Zu den Schnittwunden:

Ich glaube nicht, das da ein Prof. oder ähnliches komisch schaut. Narben können aus so vielen Gründen kommen, viele Leute haben welche etc.
Das einzige was auffällig sein könnte wären schnitte an den Handgelenken (Pulsadern)

Zu den Depressionen:

Meiner bescheidenen Meinung nach kann das auch in anderen Berufen passieren, das sie akute Phasen einer Depression auslösen. Das einzige was Medizin da eher prädestiniert ist die Tatsache, das der Beruf auch sehr "erschütternd" und nahegehend sein kann.

Nico
06.08.2002, 12:09
Hast du schon mal Arme von jemandem gesehen, der sich selbst verletzt ?
Das sind nicht nur wenige harmlose Narben....


Gruß
Nico

Hab irgendwo noch einen Link mit Bildern, den geh ich mal suchen.

Nico
06.08.2002, 12:23
Den alten Link gibt es nicht mehr.

Hier sind unten auf der Seite Photos - aber es geht noch viel schlimmer:

http://www.mein-schmerz.de/Blutschmerz4.htm


Nico

UofM
06.08.2002, 17:32
@Festus: Ich glaub Nico hat leider Recht, wenn man das mal sieht, dann weiß man wovon es kommt.


Nochmal so ne generelle Frage, gibt es in der Vorklinik sehr viele Seminare oder Praktika, wo ihr euch bis zu einem gewissen Grad entkleiden müsst? Denke da so an Seminare wie Anatomie am Lebenden, oder das EKG-Thema im Physiologie Praktikum. Müssen sich wenn überhaupt alle entkleiden, oder wird das Ganze an wenigen "Versuchsstudenten" erläutert?

UofM
06.08.2002, 17:39
@ Nico: nur mal so nebenbei, mehr als Scherz, die Arme von Leuten die sich selber verletzen können auch ganz normal aussehen, man muss sich ja nun nicht unbedingt da verletzen, schließlich gibt es "strategisch bedeutend günstigere Stellen" ;-)

Nico
06.08.2002, 18:37
@ UofM

Ich weiss.......


Gruß
Nico

UofM
06.08.2002, 19:19
@Nico: Nur mal so, kennst du jemand der von SVV betroffen ist, oder woher kennt man sonst noch so Seiten wie rote-traenen.de? Sorry, ist ne doofe Frage, hat mich nur mal so interessiert, die musst ja aber nicht antworten, wenn du nicht möchtest.


Gruß

UofM

Nico
06.08.2002, 19:25
Mein Exfreund ist Borderliner.......


Gruß
Nico

UofM
06.08.2002, 19:28
Danke, für die ehrliche Antwort.

Viele Grüße


UofM

Nico
06.08.2002, 19:31
Zu deiner Frage von wegen ausziehen müssen:

Einige "mussten" in Physio als Versuchsobjekt herhalten, z.B. beim EKG.
Dann gab es noch einen freiwilligen Kurs: Anatomie am Lebenden.

Don't worry.

Liebe Grüsse
Nico.....die übrigens eine Frau ist

UofM
06.08.2002, 19:36
@Nico: und wie weit geht es mit dem müssen, ich mein, ist das relativ freiwillig, oder kommt da jeder mal dran, oder muss dann wirklich derjenige "dran glauben" der vom Praktikumsleiter bestimmt wurde?

Dass du eine Frau bist dachte ich schon, ich mein, aus anderen Postings und aus deinem letzten, aber es genau zu wissen kann ja auch nicht schaden :-D


Viele Grüße und noch nen angenehmen Abend


UofM

Nico
06.08.2002, 19:50
Bei uns war es freiwillig.

Hihi...es gibt immer jemanden, der meint, sein Körper wäre sehenswert. *grins*
Denen sollte man dann auch den Vortritt lassen.

Wünsch dir auch noch einen schönen Abend

Gruß
Nico