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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : ein typischer Tag im Krankenhaus...



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annekii
05.11.2006, 18:34
loooool :-)) Da habe ich nun echt nicht drüber nachgedacht. Falls es jemand nicht versteht: Ich schreibe mir bloß den aktuellen Belegungsplan ab, denn nie liegen die morgens so wie am Nachmittag davor.

Lava
05.11.2006, 18:51
Könnt ihr den nicht am Computer ausdrucken?

statuscuriosus
15.11.2006, 13:05
also, dann will ich auch mal:

Allg.- und Visceralchirurgie:

7:00 Arbeitsbeginn (bezahlt wird aber erst ab 7:30....) --> Blutentnahmen (haben täglich Unmengen davon :-( ), dann Visite

8:00 Frühbesprechung, Besprechen der Begebenheiten auf Station und der geplanten Neuaufnahmen.

8:25 ca. langsames Eintrudeln des Chefs --> erneutes Besprechen der Begebenheiten auf Station und der Neuaufnahmen.... :-( total nervig und zeitlich ineffektiv, aber ist jeden Morgen so

8:30 entweder in den OP oder in die Ambulanz, der Rest, falls sonst noch einer da ist, kümmert sich um seine Station (die andere Station wird, soweit möglich, von ihm mitversorgt. ansonsten versorgt man erst seine Station und nimmt seine Aufnahmen auf, wenn man aus OP oder Ambulanz wieder da ist.

15:30 Nachmittagsbesprechung (findet auch mal gerne später statt)

15:45 Röntgenbesprechung

danach: entweder die verspätete Nachmittagsbesprechung, u/o Stationsarbeit.

zwischendurch: Aufnahmen, Papierkram, Briefe u.s.w, jedoch wird man permanent bei der Arbeit gestört durch Ambulanzfunk und Angehörige und immer wieder nervige Schwesternfragen, unangemeldete Chefvisiten, Telefonate, und, und, und....

capucine
15.11.2006, 21:48
Pädiatrie: Onkologie

7:45 h: Frühbesprechung
Do früh: Fortbildung

8:00 - 9:00-9:30H: Visite, danach Frühstück wenn Zeit ist

ab 10:00:
Visitenanordnungen umsetzten, Zettel schreiben, Untersuchungen anmelden, E-Briefe schreiben+ Pat. entlassen, Aufnahmen machen, DRG zwischendurch, wenn Luft ist; ambulante Patienten zur Kontrolle nach Chemo sehen

14:00 Mittag

nachmittags: Briefe schreiben, DRG, Chemoprotokolle erstellen, Chemo-Dokumentationsunterlagen ausfüllen, Patienten/Elterngespräche, Nachmittagsentlassungen

Dienstschluss: 16:00 (offiziell)
praktisch eigentlich immer 1 -5 h länger je nach Arbeitsaufwand; bei Neudiagnosen oder Rezidiv viel+wiederholter Gesprächsbedarf (1-2h)+ Organisationskram zu erledigen

Eine Assi hat immer den Notfallpieper, dann muss man zwischendurch noch in die Notfallambulanz etc...

Doktor_No
16.11.2006, 08:27
wo ist denn deutschlands herz, capucine?????

capucine
16.11.2006, 10:39
.....la belle thuringe si on est patriote comme les gens d´ici... :-D

de mon point de vue plutot ironique...

Sackbauer
16.11.2006, 16:21
Also ich bin heute den ganzen Tag in der Bibliothek gesessen, weil mein Chef keine OP-Liste heute hat. Die Visite war nach 5min, um 8:05 vorbei, nach genau einem Patienten (den ich morgen rausschmeissen werd).

PS: Dafuer bekomm ich morgen so an die 20 Patienten von der on-call-Woche des Chefs vererbt. Schnell heute noch ausspannen und Casino Royal schauen gehen.... :(

Evil
16.11.2006, 17:04
Soso, Du machst also den chirurgischen Bibliotheksdienst Eurer Abteilung... verantwortungsvolle Aufgabe :-))

Sackbauer
16.11.2006, 23:56
Bist leicht neidisch?

Ach ja, Casino Royal war uebrigends ganz gut.

Evil
17.11.2006, 16:08
Ohja, ich hätt auch gern den Bibliothekspieper :-D

Berlinerin
17.11.2006, 20:22
Also bei uns (Innere) verläuft der Tag folgendermaßen:

7.30 - 8.00 h Frühbesprechung

8.00 - 9.30 h Sonographien machen (alle Pat. werden routinemäßig geschallt)
Blutabnahmen, Viggos etc.

9.30 h Frühstück

ab 10.00 h Visite, je nach Aufwand dauert das zwischen 45 min und 2 h
1 x pro Woche OA - Visite, 1 x CA
Entlassungen

nach der Viste Papierkrieg, Befunde auswerten etc.

12.30 h Röntgenbesprechung

13.00 - 13.30 h Mittagessen

danach Rest Organisationskram, Angehörige, Briefe, DRG, Kurzarztbriefe für die Entlassung am nächsten Tag vorbereiten usw.

gegen 15.00 h ist dann das Labor fertig, je nach Werten entsprechende Maßnahmen ergreifen (warum hat eigentlich JEDER eine Hypokaliämie??)

weiter mit Organisationskram und Briefen. OA mit Fragen nerven. Konsilscheine, Röntgenscheine, ... ausfüllen. Patienten aufklären. Neuaufnahmen kurz angucken (bei uns werden alle Patienten über die Ambulanz aufgenommen, damit hat man als Stationsarzt also nix zu tun).

Offizielles Dienstende 16.00 h, schaffe ich manchmal auch, meist wird es 17 - 18 h was ich aber noch ganz ok finde.

Die Assistenten die schon länger da sind haben noch mehr "Aufgaben". Ich sonographiere im Moment "nur". Die anderen sind z.B. noch mit in der Endoskopie zum Gastro- und Koloskopieren, sind für die ambulanten Chemopatienten zuständig oder für Bronchoskopien, Echokardiographie, Duplex. Diese Funktionsaufgaben wechseln ca. alle 6 Monate. Da ich erst 3 Monate da bin, bin ich im Moment froh wenn ich mein Pensum schaffe.

Wenn diese elenden Arztbriefe nicht wären. Ich glaube auf meinem Schreibtisch türmen sich mal wieder an die 25 Stück :-( :-kotz

ramirez
18.11.2006, 00:13
Anästhesie, 500 Betten

7:30 Frühbesprechung, Saaleinteilung, danach Intensiv-Visite (oder bei Regionalanästhesie/größeren Eingriffen direkt ab in den OP), ansonsten danach in den OP oder in den Außendienst

11:00 der Dienst kommt und unterstützt den Außendienst-Assi (v.a. Prämed-Ambulanz)

irgendwann nachmittags: Saalende und Prämedikation der stationären für den nächsten Tag

16:30 Dienstschluß (und die OÄ achten peinlichst genau darauf dass der auch eingehalten wird, was bis dahin nicht gesehen/prämediziert ist wird entweder vom Dienst bis 20.00 Uhr erledigt oder am nächsten Tag gemacht)

maradona69
18.11.2006, 09:42
MKG, 25 betten:

7:30 frühbesprechung

8:00 visite, meist mit chef

8:30 op, ambulanz, station - je nachdem, man rotiert im wöchentlichen wechsel

mittagessen: selten zeit dafür, aber wenn man es gut timed, kann man zwischendurch auf station ein frühstück bei den schwestern abgreifen :-D

nachmittags dann spezialsprechstunden, rö-besprechung, konsile, op langer saal usw.

16:30 der obligatorische notfall mit wahlweise dicker backe/zahnschmerzen/jochbeinfraktur kommt rein :-))

alex1
18.11.2006, 09:57
(warum hat eigentlich JEDER eine Hypokaliämie??)


Zu viel NaCl

agapi
18.11.2006, 10:02
Innere Privatstation:

6:20 Arbeitsbeginn: neue Bettenbelegung ausdrucken, mit den Schwestern klären, was in der Nacht so los war, schauen, ob alle Befunde abgeheftet sind

6:30 "kleine" Chefarzt-Visite (täglich, da Privatstation)

7:00 Blutabnahmen

7:30 Frühbesprechung

7:45 - 12:45 täglicher Kleinkrieg: Aufnahmen, Entlassungen, Briefe schreiben, Medikamenten verordnen, Labore kontrollieren, Infusionen, Sonos, Echos (jede Neuaufnahme bekommt das routinemäßig), Viggos, Blutabnahmen, Carotisdrücke, SM-Einstellungen, Belastungs-EKG's, LZ-EKG's auswerten, Konsile anordnen, Patienten verlegen (und möglichst wiederfinden), Magensonden, Dialysekatheter legen, zurückziehen oder entfernen, zwischendurch Visite auf Dialyse gehen, sich über Angehörigen ärgern.

12:45 Mittagessen

13:15 Röntgenbesprechung

13:30 - 14:30 2. Dialyse-Visite (Patienten kommen ja in 2 Schichten), außerdem alles überprüfen für die 2. Chefarzt-Visite

14:30 "große" Chefarzt-Visite (auch täglich)

15:30 geht der Kleinkrieg wieder los (s.o.)

16:30 eigentlich wäre jetzt Dienstschluss, allerdings meist nicht zu schaffen

zwischen 17:30 und 19:00 nach Hause gehen (im beruhigenden Gewissen, dass man nicht für immer auf der Privatstation bleibt)

Matt
18.11.2006, 10:39
Innere Medizin, Uni
7:55 Ankunft
8:00-8:30h Röntgendemo und Frühbesprechung
8:30h-12:30 Ambulanz
12:30-1300 Oberarztvisite
13:00-14:00 Fortbildung
14:00-15:30 Arztbriefe, Patienten anrufen, Nachlesen
15:30-(flexibel) 18:00 Forschung/Labor
nach 18h je nachdem meistens noch für die "Klinik" eine neue Studie bzw. Review, UptoDate od Lehrbuch nachlesen aber nur so "zwischendrin" oder noch was für die Forschung lesen

wenn es mal nicht anders geht kann man so um 15:30h ("offizielles Ende") nach Hause und sich den rest im Grunde selber einteilen

Muriel
18.11.2006, 11:46
Augenheilkunde, peripheres Haus, jedoch Größe und Spektrum der Abteilung mit Uni gleichzusetzen:

Station:
7:40h-8:15/30h: OA/CA-Entlassungs- und Verbandswechselvisite, danach zu ändernde Entlassbriefe (alle an sich fertig) noch kurz ändern
9h: Kaffee :-)
9:15h: Neuaufnahmen (ca 15 pro Tag)
13:00h: Restvisite
am Vormittag auch zwischendurch in den OP
13:55h: wenn möglich in die in 5min schließende Kantine huschen
14:30h: den Rest an Neuaufnahmen, der vorher beim Röntgen/EKG/Anästhesisten abgeblieben war, anschauen
wenn man Glück hat 15:30h OA/CA-Visite der Aufnahmen
wenn man Pech hat 17:30h OA/CA-Visite der Aufnahmen
und in der dazwischenliegenden Zeit Entlassbriefe für den nächsten Tag diktieren
18:30h: Ende

Ambulanz:
8:00h: Beginn
bis 16:30h (oft mit Mittagspause) Patienten anschauen, komplette Funktionsdiagnostik selber machen, OA/CA vorstellen
danach Briefe diktieren (ca 15 pro Tag)
Donnerstags: mit schlechter Laune zum Dienst erscheinen, da Gutachten-Tag ist *kotz*, bedeutet: ca 2h mit einem Patienten verbringen und nochmals 5h mit Diktieren eines Gutachtens

Mittwochs für alle 16:15h-ca 17:30h: Fortbildung, von OA/CA/Assis und öfters auch mal eingeladenen Gästen gehalten

Lava
18.11.2006, 13:02
Neurochirurgische Intensivstation, 12 Betten:

7Uhr: Übergabe des Diensthabenden an die normale Schicht mit kurzer Visite mit leitendem OA, Planung der Aufnahmen und Verlegungen auf Normalstation

7.30Uhr: Patienten untersuchen und Procedere für den Tag festlegen (es werden immer alle Patienten untersucht und zwar von Kopf bis Fuß)

ca. 9.30Uhr: Visite mit dem Intensiv-OA und dabei Procedere festlegen

danach: tägliche Routine erledigen, also dopplern, bohren, ZVKs, Arterien, Sheldon, Konsile organisieren, Verbände wechseln...

ca. 11Uhr: Früchstückspause :-)

ca. 15Uhr: Kurzvisite mit Chef und dem gesamten restlichen Pack

zwischendrin: die neuen Patienten aus dem OP oder Notfälle aufnehmen und Briefe schreiben

gegen 16 bis 17Uhr: Übergabe an den Diensthabenden

MatzeXXL
18.08.2007, 11:59
Können denn auch Leute der nichtkurativen Fachrichtungen (Labor, Patho, Radiologie, Hygiene- u. Umweltmedizin) was zu ihren Tätigkeiten schreiben?

Zu Patho hat Yersinia ja schon was geschrieben, aber je mehr Infos desto besser. Wäre toll!

Z.B. Labormedizin: Was macht man da? Man pipettiert ja ncht selbst.
Ich habe nämlich etwas die Befürchtung, daß die nichtkurativen Fächer eher eine Art von Fließbandjobs sind, in denen man eben in kurzer Zeit z.B. möglichst viele Proben durchjagen muss.

Will keinem zu nahetreten, der das macht! Ich kann mich ja auch täuschen und lasse mich gern eines Besseren belehren. :peace:

Gwendoline
18.08.2007, 13:28
Urologie, 36(-40) Betten, Akadem. Lehrkrankenhaus, (4 Assis, 1 Facharzt auf Station), 2 OA´s, Chef

7.00 Uhr Visite (Station zweigeteilt, 2 Trupps)
7.30 Uhr Frühstück inkl. Morgenbesprechung

8.00-8.15 Uhr: OP-Beginn, also Saal oder

Stationsarbeit (Sono´s, Briefe diktieren, Termine ausmachen, Konsile anmelden

ab 10.00 Uhr kommen die Aufnahmen (circa 10-14/Tag)
intermittierend wird man in den OP angepiept,

Diensthabende für Rettungsstelle/Ambulanz zuständig
zwischen 12 Uhr und 12.30Uhr Mittag

nachmittags noch restliche Briefe diktieren oder seine OP-Berichte, nochmal kurz durchgehen (OP-Visite)

15 Uhr Nachmittagsbesprechung (Histo`s)
15.30 Uhr Dienstende (fast immer pünktlich)

Ergo: macht Spass, im Sommer bringt der Chef für die Station öfters Eis am Stiel mit, 5-6 Dienst pro Monat, man kann meistens schlafen)
:-top