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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : ein typischer Tag im Krankenhaus...



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MatzeXXL
18.08.2007, 14:28
Danke Gwendoline!

Wie ist es denn so in der Uro? Habt ihr viele verschiedene Fälle, würdest du sagen, der Stationsalltag ist recht abwechslungsreich?

Gwendoline
18.08.2007, 15:34
Wie ist es denn so in der Uro? Habt ihr viele verschiedene Fälle, würdest du sagen, der Stationsalltag ist recht abwechslungsreich?

Naja, auf Station ist es weniger abwechslungsreich, viel "Durchlauf". z.B, Splintwechsel, ergo Patient kommt schon zum x. Mal. Aber es gibt nicht NUR Papierkram, da in der Uro ja (fast) jede Aufnahme ne (urolog.) Sono bekommt.
Ansonsten haben wir schon jedes Uro-Krankheitsbild, aber es ist eben doch keine Uni, d.h. nen Priapismus kriegen wir so 3/Jahr und den behandelt dann der OA.

Aber Abwechslung gibts (wie überall) im Dienst :-oopss

Muriel
18.08.2007, 15:36
wobei ich mich gerade frage, was am Priapismus so toll ist :-D

FataMorgana
18.08.2007, 18:22
Z.B. Labormedizin: Was macht man da? Man pipettiert ja ncht selbst.

Doch, aber nicht den ganzen Tag.


Ich habe nämlich etwas die Befürchtung, daß die nichtkurativen Fächer eher eine Art von Fließbandjobs sind, in denen man eben in kurzer Zeit z.B. möglichst viele Proben durchjagen muss.

Für mein Empfinden war der Job in der Inneren Medizin viel mehr Fließbandarbeit als jetzt in der Labormedizin. Möglichst viele Patientin in kurzer Zeit durchjagen eben.

MatzeXXL
18.08.2007, 23:04
Mhm, interessant.
Kannst du einen Abriss von deinen Tätigkeiten geben, das wäre interessant!

annekii
19.08.2007, 10:14
Pädiatrie, kleines Haus

7 Uhr: Dienstbeginn, Eintrudeln so um 7.15 Uhr :)
Blutentnahmen
7:30: Frühbesprechung (Mittwochs + Weiterbildung)
ca. 8-9: Visite
Entlassungen
ca. 9:30 Frühstück
Aufnahmen, Briefe vorbereiten, Sectiones, einer geht auf die Wochenstation für die U1/U2, Blutentnahmen, Telefonate, Sonos, usw.
12:45 Mittagessen
Danach weiter, was eben anliegt
15:30 Feierabend.

Die Niere
19.08.2007, 11:24
7:10 Uhr: Probleme und Aufnahmen der Nacht durchgehen und anschauen
7:30 Uhr: Röntgenrapport, danach Frühstück
8:00 Uhr: Visite mit OA
8:30 Uhr: wichtige Dinge erledigen (dringende Sonos, CTs, Konsilien, Austritte)
9:00 Uhr: Schnitt im OPS oder eben auf Station Dinge erledigen
14:45 Uhr: Nachmittagsrapport
17:00 Uhr: Feierabend im Sommer
22:00 Uhr: Feierabend zu schlimmen überfüllten Zeiten (eher selten)

dazwischen halt das Typische: Austritte vorbereiten, Berichte schreiben/diktieren, Aufnahmen, Organisatorisches

gruesse, die niere

MatzeXXL
19.08.2007, 14:48
Hm das sind 10 Stunden täglich, das geht ja grad noch so.
Darf ich fragen, ob/wie viele Dienste und Ruf-/Bereitschaften du monatlich im Schnitt hast und wie oft du nachts pennen kannst?

Und falls du kaum pennen kannst: Macht das total fertig, wenn man nachts ständig auf Achse ist?

FataMorgana
20.08.2007, 20:15
Laborarztpraxis, ca. 250 Mitarbeiter, täglich ca. 3500 Aufträge, Labor-Vollversorgung von 3 Krankenhäusern:

Den ganzen Tag über Fragen der Mitarbeiter und Einsender zur Befundinterpretation per Telefon beantworten.

Zwischendurch Blutentnahmen und kurze Patientenberatungen (im Schnitt ca. 3 pro Tag), Sichten von Fremdbefunden anderer Labors auf unmittelbare medizinische Konsequenzen, Literaturstudium und -recherchen, Ausprobieren und Evaluieren neuer Tests und Methoden, Fortbildungen für Mitarbeiter vorbereiten und halten, Qualitätssicherung.

8:30 h Dienstbeginn, Runde durch Probeneingang und Datenerfassung, nach unklaren Aufträgen schauen
10:00 h Versandaufträge überprüfen
10:30 h eingegangene Aufträge vom Morgen durchsehen
11:00 h 1. Runde Befunde unterschreiben / validieren
12:00 h (oder später) Mittagspause
14:00 h 2. Runde Befunde unterschreiben / validieren (hier die große Masse)
(dazwischen 15:00 h wieder Versandaufträge überprüfen)
(dazwischen 16:30 h manchmal Blutgruppen ablesen)
18:30 h eingegangene Aufträge vom Nachmittag / Abend durchsehen
19:00 h Feierabend

einmal im Monat Wochenenddienst: Sa. 9:30 - 15:30 h im Labor, danach bis So. abend Rufbereitschaft über Handy für Befundabfragen und Beratungen

keine Nachtdienste

DocOliver
21.08.2007, 07:48
Neurochirurgie

6.45 - 7.30 Uhr Besprechung, Röntgen-Demo
7.30 - 7.45 Uhr Kaffee und Kekse
ab 7.45 Uhr OP, zwischendurch immer wieder Visite, Konsile, Rettungsstelle
14 - 15 Uhr Übergabe an Dienst und Fortbildung
15 - 16.30 Uhr Ambulanz und Patienten-/Angehörigengespräche
16.30 - 17 Uhr Spätvisite

17.30 Uhr mit Hund gassi gehen und die kleinen Monster aus der KiTa holen ;o)
19 Uhr die kleinen Monster ins Bett stecken und hoffen, daß keiner mehr anruft, wenn ich mit Frauchen auf dem Sofa sitze

Raphefrau
22.08.2007, 14:36
Rechtsmedizin :-love
7:45-8:00 Akten lesen und Kaffee/Kekse
8:00 Schnittbeginn ;-)
ab ca 11 Uhr: Sektionsgutachten diktieren, spätes Frühstück, Histo zuschneiden, Aktengutachten erstellen etc.
13:00 Mittagessen
Nachmittags: Gutachten, Untersuchungen, Studentenunterricht.
17:00-20:00 Feierabend, abhängig von Studis, Forschung etc.

Super-Doc
22.08.2007, 19:45
Anästhesie momentan noch Gyn-OP

07:15 - 08:30 Frühbesprechung mit OA
08:30 - 08:45 Einschleusen, Saalverteilung, Kaffee und warten auf die ersten Patienten
08:45 - 15:00 Anästhesie (mal kürzer, mal länger) mal mit und mal ohne Mittagspause
15:00 - 17:00 Prämedikationsvisite auf drei Stationen
Feierabend

Bille11
22.08.2007, 20:39
chirurgie (unfall&allgemeinchir 1. jahr):

7:28 eintreffen

7:30 röntgenrapport, intensivvisite

8:00 beginn bg-sprechstunde

10:00 beginn prästationäre aufnahmen

zwischen 13 und 14 uhr essen gehen versuchen

zwischendurch notaufnahmen/bg-patienten/konsile/telefonate

15:30 röntgenrapport, intensivvisite

danach aufarbeiten liegengebliebener dinge (auf station mehr, in der ambulanz eher weniger), bin ich froh, derzeit in der ambulanz zu sein
zwischen 16:00 und 18:00 auf dem heimweg.

2 we / 8 wochen rufdienst, sowie 1-2x die woche rufdienst, d.h. assistenz im op, ggf. aushelfen auf dem notfall.

MatzeXXL
24.08.2007, 17:54
@bille: Rufdienst, was heisst das denn?
Bist du daheim und springst ein, wenn Not am Manne ist oder bist du im KH?

Es gibt also anscheinend:
-Nachtdienste (im Anschluss an den normalen Dienst bis zum nächsten Morgen)
-Bereitschaftsdienste (in Reichweite schlafen und auf keinen Anruf hoffen)
-Rufdienste (?)

Kann mir bitte jemand erklären, was jetzt genau was ist?

Feuerblick
24.08.2007, 17:58
Bereitschaftsdienste: Dienste im Haus, zuständig für Notfälle und Co.
Nachdienste: Bereitschaftsdienste in der Nacht.
Rufdienste: zuhause sitzen und hoffen, dass man nicht angerufen wird (in der Chirurgie zu Not-OPs als Assistent, in der Augenheilkunde für Notfallkonsile oder bei uns auch zur Hornhautentnahme)

Werden wir deinen Wissenshunger eigentlich in diesem Jahrhundert noch stillen können? Und wann wirst du endlich glauben, dass der Job nichts für dich ist, weil du ja auf einen Fünf-Tage-8-16 Uhr-Job hoffst und nur einen oder zwei Dienste im Monat machen möchtest?:-nix

MatzeXXL
24.08.2007, 19:00
Aha! Also sind Nachtdienste die Dienste, die zu 24h-Daueraufenthalt im KH führen,also die, die anschliessend zum normalen Arbeitstag stattfinden.
Und beim Bereitschaftsdienst ist man dann für mehrere Stationen gleichzeitig zuständig, das Ganze tagsüber?

Wie werden diese Dienste jeweils vergütet?

ep-befunderin
25.08.2007, 16:05
7:45 Uhr: ankommen und schauen, ob neue Patienten über Nacht gekommen sind..ggf. Röntgen-bilder zur Besprechung raussuchen.
7:54: Frühbesprechung mit Neuaufnahmen und MRT/cCT-Besprechung
7:50-9:30: Untersuchungen organisieren, BE, LP, Entlassungen
9:30: schnell die über TN gekommenen Patienten anschauen
10-12 Visite Oberarzt oder 10-11 Uhr Visite allein
12-13 Uhr Mittagessen
13:30-15 Uhr: Neuaufnahmen durchklopfen (im Schnitt 3/d)
ab 15 Uhr: Übergabe an den OA
ab 17 Uhr: Entlassungen für den nächsten Tag vorbereiten, Briefe, Untersuchungen,...
ab 18 Uhr: heimkommen/forschen/Doktoranden/... :-)) :-peng

abcd
26.08.2007, 17:25
Bei uns ist ein Nachtdienst kein 24h-Dienst, sondern ein Bereitschaftsdienst von etwa 12h je nachdem wie lange morgens die Übergabe dauert.
Rufdienste unter der Woche von 20 Uhr bis morgens Dienstbeginn dann normaler Tagdienst oder zu was auch immer man eingeteilt ist. Am Wochenende 9:00-9:00. (=24h)

dermehlhorn
27.08.2007, 12:58
Z.B. Labormedizin: Was macht man da? Man pipettiert ja ncht selbst.
Ich habe nämlich etwas die Befürchtung, daß die nichtkurativen Fächer eher eine Art von Fließbandjobs sind, in denen man eben in kurzer Zeit z.B. möglichst viele Proben durchjagen muss.


kann ich dir ziemlich genau sagen, weil ich schon 1 Famu dort gemacht habe. Also mit dem Bestimmen der Laborwerte hast du heute nichts mehr zu tun. Du musst über die MEthoden udn das, was da schief laufen kann bescheid wissen und ebend auch bei exotischen Sachen wissen wer das wo mit welchen Material bestimmt. Die Geräte, die die bestimmerei übernehmen werden aber ziemlich gut von denn MTAs bedient, die das dann auch selbst machen - ohne deine Hilfe.

Es ist meist so, dass 1 MTA oder auch mal ein Arzt den Leitstellen dienst hat, wo jeder anruft um Werte nachzubestellen oder eien Frage hat. Kommt die MTA mit der Frage nicht klar, gibt sie den Anrufer an das Arzttelefon weiter, was immer bestetzt ist. Dort steht dann ein Laborarzt Rede und Antwort. Das wechselt, da ist jeder Assistenzarzt einmal dran. Weiterhin hat das jeder Arzt so seinen Laborbereich, wo er sich besonders auskennt udn dann auch die Entscheidung trifft, ob man einen neuen Test nimmt oder nicht udn dass dann dem OA vorführt oder nicht.

Außerdem werden natürlich die POCT Geräte ( Point of care diagnostic ) der Stationen von dem Labor betreut, da ist für jede Station einer zuständig.

Das wars im groben.

Vom Ablauf her sieht das so aus, das die hier in Leipzig meist gegen 8 Uhr eintrudeln, der der das Arzttelefon hat leitet es sich auf sein telefon weiter udn macht den Tag halt seine Forschung. Hin und wieder sidn auch Doktoranden zu betreuen, auch Sprechstunden werden abgehalten ( ich glaub so 1 mal die Woche mit 4-5 Patienten im Schnitt, neue Geräte evaluiert. Ebend alles sowas. Arbeitsende: open end - solangs halt dauert. ich hatte den Eindruck, dass die meisten so 19 Uhr nach Hause gehen, gelegentlich auch mal früher, wenn etwas anstand.

sodbrennen
27.08.2007, 17:58
Anästhesie
07:15 - 08:30 Frühbesprechung mit OA


Wow, 1 1/4h!! Wie sieht das Frühstücksbuffet aus? :-top

Dann stimmt das also mit den Kaffeeflecken und der Anästhesie? ;-)