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Stagger Lee
20.07.2007, 19:10
Die Gebühren fürs Zweitstudium kann jede Uni in Hessen eigenständig auf einen Betrag zwischen 500 und 1500 € festlegen. Da die Unis jedoch nur 10% der Gebühren behalten dürfen, ist der Anreiz, eine hohe Gebühr zu wählen, wohl relativ gering. Ich kenne jedenfalls keine Hochschule, die mehr als den Mindestbetrag verlangt. Und da die Gebühr in der Tat anstatt (nicht zusätzlich zu) den normalen Gebühren (von demnächst ebenfalls 500 €) fällig wird, zahlen Zweitstudenten bald praktisch die gleichen Gebühren wie Erststudenten.

Und ich meine mich zu erinnern, dass zumindest auch BaWü das Zweistudium mit Gebühren belegt.

Muriel
20.07.2007, 19:19
Da die Unis jedoch nur 10% der Gebühren behalten dürfen...
äh, wo geht denn bitte der Rest hin?

SuperSonic
20.07.2007, 19:29
Das kommt auf das Bundesland an - in Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin kann man im Moment auch ein Zweitstudium ohne Studiengebühren absolvieren - alle Angaben (insbesondere Vollständigkeit) ohne Gewähr.
In Bayern zahlt man seit dem SS 07 definitiv keine Zweit- oder Langzeitstudiengebühren mehr, "nur" die regulären Studiengebühren.
http://www.wissenschaftsministerium.bayern.de/hs_studienbeitraege_faq.html#c3

Gruß,
SuperSonic

Stagger Lee
20.07.2007, 19:33
äh, wo geht denn bitte der Rest hin? Das werte ich mal als Ironie. Als Steuerzahlerin weiß unsere Muriel doch sicherlich, wer sich liebend gerne unseres hart verdienten Geldes annimmt...

nnlglmpp
22.07.2007, 13:39
Ich an deiner Stelle, wenn mir das WiWi Studium so sehr ankotzt, würde ich abbrechen. Danach würde ich mich voll auf Med konzentrieren, heißt ich würds über Quereinstieg probieren.

Malik
04.10.2007, 02:58
Hallo Leute,

hier das Update zu meiner Lebenssituation :-?

Der Bachelor ist so gut wie in der Tasche...wenn alles gut läuft bis zum Ende des Jahres. Ich rechne mit einer Abschlussnote von ~1,7 (d.h. ZVS = 3Pkte). Ehrlich gesagt mache ich mir weniger Gedanken über den Erhalt eines Studienplatzes als um mein Alter und die daraus resultierenden Opportunitätskosten (da spricht der Wirtschaftler aus mir ;-) ).

Ich bin mir eigentlich sicher, dass ich in meiner jetzigen Branche erfolgreich werden kann. Mir stehen jetzt schon verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. Neben Aussichten in Deutschland stehen mir auch Türen in meiner 2. (oder 1.) Heimat der Türkei offen. Mein Umfeld sieht mich schon in einem Anzug rumlaufen und die dicke Kohle scheffeln, da viele Freunde und Bekannte sich in der letzten Zeit ins Berufsleben gestürzt haben und ein geregeltes Leben führen. Ich bin nicht abgeneigt ein strukturiertes Leben zu führen und eine Familie zu gründen, jedoch plagen mich Tag ein Tag aus diese elenden Zweifel. Ich bin mir sicher, dass ein Medizinstudium gut für mich ist, aber...

Ich werde noch in diesem Jahr 27. Was bedeutet, dass ein Med.Studium nicht vor 33-34 fertig ist (optimistisch gedacht). Die Facharztausbildung von ~5 Jahren seien mal dahingestellt, da man ja schon anfängt ein wenig Geld zu verdienen und sich vllt endlich wie ein Arzt fühlt.

Jetzt kommen wieder die 0815-Zweifel, die schon zu Hauf diskutiert wurden, mich aber leider immer noch nicht befriedigt haben :-D .

Schaff ich das? Schaffe ich es ein lernintensives Studium erfolgreich in einer angemessenen Zeit zu absolvieren, wenn ich mich nebenbei selber finanzieren muss?

Wie sehr kann ich mit der Entscheidung eines Zweitstudiums der Medizin auf die Nase fliegen? Gibt es für mich Absprungmöglichkeiten wie z.B. nach dem Physikum, um doch noch in der medizinischen Wirtschaft zu landen und meinen Anzug auszupacken (Pharma, Krankenhausmanagement etc.)?

Kann ich mein Dasein als Deutschtürke eindlich mal zu meinem Vorteil nutzen? Sprich ausländische Patienten von mir überzeugen und so vllt ein gern besuchter Arzt werden?

Ist ein Facharzt mit ~39 ein gern gesehener Arzt oder ist er eine Witzfigur, die nicht weiß ob sie nach rechts oder links gehen soll? Gibt es ralisitsche Aussichten innerhalb und außerhalb eines Krankenhauses (Praxis,...)?

Gibt es überhaupt ein Heilmittel gegen meine Schmerzen oder plage ich mich mit Luxusproblemen rum und mache mich dadurch unbeliebt?

Hmm etwas länger geworden als gedacht... Sitze halt mal wieder auf ner Nachtschicht... was gibt es da besseres Geld zu verdienen während man sich den Frust von der Seele schreibt :-nix

Auch wenn dieser Post nicht allzu viele Neuigkeiten aufzeigt hoffe ich auf Antworten. Ich erwarte natürlich keine Lösungen oder eine Heilung meiner geistigen Krankheit :-)) . Ich wende mich an euch, da mir schon beim letzten mal eure Antworten geholfen haben einen besseren Einblick in den Alltag eines Arztes und/oder Med.Studenten zu bekommen, und weil sich hier Menschen befinden, die sich mit der Thematik auskennen und qualifiziertere Antworten geben. Leider is nicht jeder Arzt, der/die mir über den Weg läuft.

Danke fürs Lesen! :-party

Stagger Lee
04.10.2007, 06:40
Ehrlich gesagt mache ich mir weniger Gedanken über den Erhalt eines Studienplatzes als um mein Alter und die daraus resultierenden Opportunitätskosten (da spricht der Wirtschaftler aus mir ;-) ). Vom Geld her ist das Zweitstudium eigentlich immer die schlechtere Wahl (es sei denn, man hat vorher eine völlig brotlose Kunst studiert). Wieviel Verzicht dir das Studium wert ist, kann dir das Forum nicht sagen, das mußt du selbst wissen.


Wie sehr kann ich mit der Entscheidung eines Zweitstudiums der Medizin auf die Nase fliegen? Gibt es für mich Absprungmöglichkeiten wie z.B. nach dem Physikum, um doch noch in der medizinischen Wirtschaft zu landen und meinen Anzug auszupacken (Pharma, Krankenhausmanagement etc.)? Zusätzliche Chancen bringt dir ein abgebrochenes Medistudium mMn nicht. Du kannst dich ja jetzt schon mit deinem Bachelor bei Pharma-Firmen bewerben. Aussteigen kannst du natürlich jederzeit, wenn sich deine Einschätzung, ob das Studium die Opportunitätskosten wert ist, ändert. Insofern kostet es dich also nicht viel, es einfach mal ein Semester lang auszuprobieren.


Sprich ausländische Patienten von mir überzeugen und so vllt ein gern besuchter Arzt werden? Ich glaube, die meisten Niedergelassenen hätten hauptsächlich gerne mehr Privatpatienten. In der Hinsicht sind Ausländer wohl leider nicht unbedingt die ergiebigste Zielgruppe.

Plotin
04.10.2007, 08:21
Ist ein Facharzt mit ~39 ein gern gesehener Arzt oder ist er eine Witzfigur, die nicht weiß ob sie nach rechts oder links gehen soll?
Mit 39 bist du sowohl als Berufsanfänger als auch als Studierender in den Augen deiner Kollegen (bzw. Kommilitonen) in der Tat eine Witzfigur - die Frage ist nur die, ob dich das emotional belastet oder ob du damit umgehen kannst. Aus eigener Erfahrung möchte ich hier mal konstatieren, dass ich ein Deutschland ein Medizinstudium in dem Alter nicht noch mal beginnen würde - weil es einfach zum Spießrutenlauf mutieren kann. Aber wie gesagt: Es hängt davon ab, ob du das gut wegstecken kannst.

hennessy
04.10.2007, 08:47
Mit 39 bist du sowohl als Berufsanfänger als auch als Studierender in den Augen deiner Kollegen (bzw. Kommilitonen) in der Tat eine Witzfigur - die Frage ist nur die, ob dich das emotional belastet oder ob du damit umgehen kannst. Aus eigener Erfahrung möchte ich hier mal konstatieren, dass ich ein Deutschland ein Medizinstudium in dem Alter nicht noch mal beginnen würde - weil es einfach zum Spießrutenlauf mutieren kann. Aber wie gesagt: Es hängt davon ab, ob du das gut wegstecken kannst.
nicht bös sein, bitte. Aber das ist einfach Quatsch.
Ich hab nach meinem HM Studium noch ZM drangehängt und war bei weitem der Älteste im Semester. Es war weder Spießrutenlaufen, noch fand ich mich als Witzfigur. Auch eine emotionale Belastung konnte ich weder bei mir, noch bei den anderen älteren feststellen. Es gab nicht nur einige, die bereits eine Ausbildung oder ein Studium hinter sich gebracht hatten und dann noch HM oder ZM studierten.
Also lass Dich nicht ins Bockshorn jagen, schau mal in andere threads, da wird meine Erfahrung auch von anderen älteren Teilnehmern bestätigt.

Alles Gute wünscht Dir
hennessy

Viggo-King
04.10.2007, 09:56
Mit 39 bist du sowohl als Berufsanfänger als auch als Studierender in den Augen deiner Kollegen (bzw. Kommilitonen) in der Tat eine Witzfigur - die Frage ist nur die, ob dich das emotional belastet oder ob du damit umgehen kannst. Aus eigener Erfahrung möchte ich hier mal konstatieren, dass ich ein Deutschland ein Medizinstudium in dem Alter nicht noch mal beginnen würde - weil es einfach zum Spießrutenlauf mutieren kann. Aber wie gesagt: Es hängt davon ab, ob du das gut wegstecken kannst.

Ich glaub, das hast du falsch gelesen. Malik meinte, dass er mit 39 oder so herum Facharzt ist, und das ist doch ganz o.K. Ich kenne einige Assistenzärzt deutlich über 40, die ihren Facharzt noch nicht haben. Und ich würde auch bei denen nie denken, dass sie eine Witzfigur sind!!

Viggo-King
04.10.2007, 10:26
nicht bös sein, bitte. Aber das ist einfach Quatsch.
Ich hab nach meinem HM Studium noch ZM drangehängt und war bei weitem der Älteste im Semester. Es war weder Spießrutenlaufen, noch fand ich mich als Witzfigur. Auch eine emotionale Belastung konnte ich weder bei mir, noch bei den anderen älteren feststellen. Es gab nicht nur einige, die bereits eine Ausbildung oder ein Studium hinter sich gebracht hatten und dann noch HM oder ZM studierten.
Also lass Dich nicht ins Bockshorn jagen, schau mal in andere threads, da wird meine Erfahrung auch von anderen älteren Teilnehmern bestätigt.

Alles Gute wünscht Dir
hennessy

Das kann ich nur voll und ganz bestätigen!! Auch bei mir im Semester waren einige, die ihr Studium später oder als Zweitstudium angefangen haben. Und ich muss sagen, dass keiner dieser Kommilitonen jemals als Witzfigur angesehen wurden, geschweige denn von den anderen Studis ausgeschlossen wurden. Im Gegenteil - alle haben ihr Studium zielstrebig und mit großem Engagement durchgezogen, denn sie alle wussten, was sie wollten. Da gab es kein "Hm, hab jetzt keine Lust was zu machen. Mach jetzt mal eine Urlaubssemester." oder "Komm ich heut net, komm ich morgen". Ich denke, ihr wisst was ich meine.... Da konnte man vor lauter Respekt einfach nur den Hut ziehen!!
Diese ganze Diskussion über das Alter ist eh der reinste Schwachsinn. Was ist denn überhaupt "alt"? Wir reden doch hier nicht von 60 oder 70-jährigen!!Manche sind Mitte 20, haben aber Ansichten und sehen aus, als wenn sie ihre eigene Oma sein könnten! Schlussendlich kann ich doch nicht den Charakter eines Menschen an seinem Alter festmachen. Und es ist auch ganz unbestritten, dass manche "ältere Semester" in Punkto Kondition, Power und Ausdauer den "jüngeren" so was von dermaßen den Rang ablaufen, dass die sich in Grund und Boden schämen! :-oopss
Darum, das Alter sollte für deine Entscheidung Medizin zu studieren, wirlich zweitrangig sein.

L.G. Viggo-King

Malik
04.10.2007, 17:23
Danke für die Antworten!

Mit den Absprungmöglichkeiten meinte ich eigentlich, ob z.B. ein bestandenes Physikum eine Art Vordiplom ist, welches anerkannt wird und gepaart mit dem BWL Studium vllt vorteilhaft sein kann? Ich frage dies nur, weil ich mir auf dem Weg zum Ziel gerne Zwischenstationen einbaue oder Hintertürchen, um in einer misslichen Lage den Schaden so gering wie möglich zu halten. Wobei ich denke, dass man nach einem bestandenem Physikum nicht unbedingt aufhören will... jetzt gehts doch erst los.

Mit den ausländischen Patienten war eigentlich weniger der finanzielle Vorteil gemeint. Das ein Arzt lieber Privatpatienten und ein Verkäufer lieber einen Käufer mit nem dicken Geldbeutel und unendlichen Bedürfnissen hat, ist mir klar. Jedoch ziele ich mit diesem Beruf weniger finanzielle Ziele an. Ich möchte, egal welcher Job, einfach nur finanziell unabhängig sein nicht Reichtümer häufen.

@ Plotin: Mir sind schon einige andere eher negativere oder vllt doch realistischere Posts von dir begegnet. Hast du diese Erfahrungen gemacht? Bist du ein Zweitstudent im "Alter"? Würd mich interessieren was du zu berichten hast. Schließlich ist nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen :-party

Ob es mich emotional belasten würde? Denke nicht. Meine Bedenken sind nicht die Studenten sondern die Menschen, die mich anstellen sollen. Im Berufsleben angekommen denke ich, dass es niemandem mehr (zumindest den Patienten) interessiert. Außerdem steht mein Lebenslauf ja nicht auf der Stirn.
Was haben Berufseinsteiger um die 35-40 erlebt? War es schwer eine "gute" Stelle zu bekommen?

Im Grunde genommen bin ich auch der Meinung, dass man das Altersthema nicht zu sehr aufbauschen sollte. Aber so sind wir Menschen nunmal, denn ich sehe keinen Zweitstudenten, welcher sich keine Gedanken darüber gemacht hat. Die Uhr tickt und tickt und tickt... :-((

Stagger Lee
04.10.2007, 19:50
weil es einfach zum Spießrutenlauf mutieren kann. Hier im Forum wird -- nicht nur bei diesem Thema, sondern allgemein bei der Diskussion der Nachteile des Arztberufes -- gerne vergessen zu fragen, ob das Gras auf der anderen Seite des Zaunes wirklich grüner ist. In welchem anderen Beruf ist man denn vor mißgünstigen Kollegen sicher? Mobbing trifft beim heutigen rauhen Klima der Arbeitswelt doch selbst junge, schöne und liebenswürdige Menschen. Medizin ist da sicher keine Ausnahme, aber wohl auch kein außerordentlich schwerer Fall.

Im Vergleich schneidet die Medizin da möglicherweise sogar recht gut ab. Wenn man geographisch flexibel ist, kann man sich seine Kollegen aussuchen, oder einfach in ein Land mit besseren Umgangsformen ziehen. Und wenn man es bis in die Niederlassung geschafft hat, so ist man zu einem größeren Grad sein eigener Chef, als dies in vielen anderen Professionen möglich ist.

Plotin, in welchem Beruf hast du eigentlich vor deinem Zweitstudium gearbeitet?

Plotin
08.10.2007, 18:13
Ich habe nach dem E-Technik-Studium etwa 6 Jahre lang als Entwicklungsingenieur in der Satellitenkommunikationstechnik gearbeitet, danach für einen großen Konzern in der Halbleiterindustrie auf dem Gebiet der Halbleiterphysik. Der Wechsel in die Industrie war ein Fehler, da ich mich nicht an die gegebenen Strukturen anpassen konnte. Burn-Out-Syndrom folgte, in dem Tätigkeitsfeld sah ich (aus verschiedenen weiteren Gründen) keine Perspektive mehr für mich.

Noch mal zum Thema: Ich will Ältere nicht von einem Zweitstudium abhalten. Wenn ihr das wirklich wollt, macht es. Ich habe es ja auch gemacht. Nur erwartet nicht, dass man euch auf einem Samtkissen trägt. Die größten Probleme bei solch einem Zweitstudium bestehen nicht in den zu erbringenden Studienleistungen, sondern in der sozialen Integration in ein Umfeld, welches 10 bis 20 Jahre jünger ist als ihr! Und das kann (muss nicht unbedingt) ein erhebliches Problem darstellen.

Und auch wenn hier im Forum beim Thema Studium für Ältere immer Sozialromantik und Ringelpietz mit Anfassen geübt wird, sage ich euch: Der Unialltag sieht anders aus! Es könnte sein, dass sich der eine oder andere in seiner Rolle ziemlich isoliert vorkommt. Und ob sich dieser Umstand dann im Verbund mit dem fünf- bis sechsjährigen Verdienstausfall, den das Studium mit sich bringt, lohnen wird, sollte sorgfältig abgewogen werden, bevor man sich dann noch einmal für ein Studium entscheidet.

horsedoc
08.10.2007, 18:27
Plotin, würdest du dich wieder für ein Zweitstudium entscheiden, mit dem Wissen von heute?
LG
horsedoc

Grombühlerin
09.10.2007, 20:16
bin ja erfreut, dass hier auch mal kritische Stimmen zum Thema "Studium im höheren Lebensalter " kommen.

Ich hab mit Mitte 20 angefangen und bin jetzt mit Anfang 30 Assistenzärztin, also noch nicht sooo alt. Aber vieles hat mich schon etwas gestört und das ist sicher noch schlimmer, wenn man ein paar Jahre älter ist. Klar, alles gehts irgendwie, der Preis den man dafür zahlen muss ist nur etwas höher wenn man älter ist.

Wie sieht es bei dir mit Freunden/Partner ausserhalb des Studiums aus? Wird es dich stören, wenn die toll verreisen und du immer nur Geld für Camping hast? Willst du immer derjenige sein, der irgendwo aus Geldmangel nicht mit kann oder dauernd mitleidig eingeladen wird?

Guck dir mal die Leute in den "Abi 2007"-Autos an, wird es dich stören, zukünftig mit ihnen einen Großteil deiner Zeit zu verbringen?

Du kannst dich nicht darauf verlassen, dass in deinem Semester noch andere in deinem Alter sind. Gerade wenn du nebenher noch arbeitest wird dein Semester dein hauptsächliches Sozialleben sein.

usw....

M. Cremaster
11.10.2007, 16:37
Wird es dich stören, wenn die toll verreisen und du immer nur Geld für Camping hast?

Kaum anzunehmen, dass jemand einen gut bezahlten Industriejob schmeisst, um sich dann während des "Selbsterfahrungstrips Medizinstudium mit 30" mit so existentiellen Fragen wie / Business- oder Holzklasse / Camping oder Clubhotel / Bodensee oder Karabik / zu beschäftigen. Die meisten Zweitstudenten hier (wenn das stimmt was im Forum so geschrieben wird) waren früher beruflich überdurchschnittlich erfolgreich und haben bestimmt nicht mehr das Bedürfnis, ihre Lebensqualität ausschliesslich über tolle Reisen, Luxushotels etc. zu definieren.


Guck dir mal die Leute in den "Abi 2007"-Autos an, wird es dich stören, zukünftig mit ihnen einen Großteil deiner Zeit zu verbringen?


Frei nach Lothar Matthäus "das mit dem Alter wird hier viel zu arg hochsterilisert" Was sind das für "Leute" mit Abi 2007? Da hats genauso viele Idioten dabei wie 1997.


Du kannst dich nicht darauf verlassen, dass in deinem Semester noch andere in deinem Alter sind. Gerade wenn du nebenher noch arbeitest wird dein Semester dein hauptsächliches Sozialleben sein.


Also der Threadersteller (fängt mit 28 an) braucht sich ja nun wirklich keine Sorgen machen wegen seines Alters; 25/26/27 hey hier hats massig in der Altersgruppe.

selber kenn ich 2 Ärzte die um mitte 30 fertig waren (1 zahni 1 regular) die hatten keine Probleme bei der Jobsuche, hier im Forum sprang auch mal einer rum (war glaub auch ein Ing. ) der hat auch gleich was gekriegt.

Plotin sieht das mit dem Studium im fortgeschrittenen Alter ja etwas kritischer / distanzierter / weniger euphorisch, und antwortet gern in entsprechenden Threads auf Fragen wie Medizinstudium mit 28 - zu alt?? Die Fragesteller werden allerdings bei Studienbeginn 10 - 15 Jahre jünger als er sein, dieser nicht ganz unbedeutende Unterschied sollte bei der Meinungsbildung berücksichtigt werden.

Dr. Jekyll
11.10.2007, 17:29
je länger ihr grrübelt, ob man anfangen sollte, desto älter wedet ihr...

lieber mit 28 "die kurve kriegen" als dann irgendwann mit 40 zu sagen "eigtl. hätts mich schon gereizt"

dann mit 40 anfangen, dass sehe ich dann wirklich schon als alt an, bis man da auf nen grünen zweig kommt...

Stagger Lee
11.10.2007, 20:23
Von meiner persönlichen Erfahrung her kann ich ADM|N nur zustimmen: Das Medizinstudium bedeutet für mich trotz deutlicher finanzieller Einbußen keinen Verzicht auf Luxus. Das Medizinstudium ist mein Luxus.

Wer das nicht nachvollziehen kann, der sollte meiner Meinung nach kein Studium beginnen. Und ich schränke diese Aussage bewußt nicht auf den Beginn eines Spät- oder Zweitstudiums ein. Wer das nicht nachvollziehen kann, der sollte überhaupt nicht studieren, egal wie alt er ist.

horsedoc
12.10.2007, 07:13
Von meiner persönlichen Erfahrung her kann ich ADM|N nur zustimmen: Das Medizinstudium bedeutet für mich trotz deutlicher finanzieller Einbußen keinen Verzicht auf Luxus. Das Medizinstudium ist mein Luxus.

Wer das nicht nachvollziehen kann, der sollte meiner Meinung nach kein Studium beginnen. Und ich schränke diese Aussage bewußt nicht auf den Beginn eines Spät- oder Zweitstudiums ein. Wer das nicht nachvollziehen kann, der sollte überhaupt nicht studieren, egal wie alt er ist.
:-meinung

Ich freu mich wie ein Keks, nochmal studieren zu dürfen-die Erfüllung eines Herzenswunsches ist mehr wert als das Oberklasseauto oder die Karibikkreuzfahrt!
LG