Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Oldie will Lebenstraum verwirklichen! Sinnvoll? Chancen?
alley_cat75
22.11.2006, 14:18
Hallo alle miteinander,
toller thread, den ich bereits vor 6 Jahren gebraucht hätte! Ich habe im Ausland Abi gemacht, dann noch mal in Deutschland, danach Pflegeausbildung, Geld verdient und mit 24 das Studium angefangen. Und ich dachte damals, ich sei viel zu alt! Blödsinn! Mit mir fingen zwei Komillitonen Bj. 1950 an. Haben jede Klausur auf Anhieb geschaft, keine Extrarunden. Für mich waren die beiden immer eine Riesenmotivation, also Dr. Geiger werde Du das auch für andere. :-meinung Selbst ich mit lediglich 5 Jahren Vorsprung vor normalen Abiturienten habe deutlich ruhiger und motivierter studiert. Geldprobleme gab es nicht, denn ich habe immer nebenbei gearbeitet ohne mich tot zu machen oder die Lernleistung darunter leiden zu lassen. Im übrigen kenne ich etliche fertige Ärzte, die auf dem 2. Bildungsweg Medizin studiert haben und heute OA und sogar Chefarzt (in kleinen Kliniken) sind. In der Generation meiner Eltern war es üblich, erst etwas "ordentliches" zu lernen, zu studieren und dann nochmal eine Runde zu drehen.
Was Fächer wie Bio, Chemie, Physik angeht: ich hatte in Chemie immer eine 4. In der Vorklinik wird beim Urschleim (= Atommodell) angefangen, Du brauchst keinerlei Vorkenntnisse und wirst mit Fleiss das locker schaffen.
Man lebt nur einmal. Tu es. Viele werden jetzt sicher beleidigt sein, aber Medizin ist m. E. nach ein reines Fleissstudium. Wenn Du 8 Stunden pro Tag von Mo-Fr, in Spitzenzeiten die ganze Woche lernen kannst, sollte Deinem Traum nichts im Wege stehen. Und was das Finanzielle angeht, Bafög gibt es nicht nur für Twens... Darüber hinaus existieren eine Menge Fördermöglichkeiten, auch in Deutschland. :-top
Dr. Geiger
22.11.2006, 15:10
@ allay cat
Wow, klingt gut, was Du schreibst! Vor allem zum Thema OA und Chemie... :-D
Bafög gibt's nach meinem Infostand nicht bei Zweitstudium. Was meinst Du denn mit Fördermöglichkeiten in Deutschland? Hast Du da evtl. ein paar Tipps?
alley_cat75
22.11.2006, 18:21
Thema Bafög: gibt es sehrwohl für`s Zweitstudium, allerdings nur, wenn man für das Erststudium keines brauchte. :-((
Thema Studienförderung: es gibt diverse Stiftungen (von Parteien und Organisationen), bei denen man sich bewerben kann; während des Studiums gibt es Forschungsstipendien, nicht nur für Superhirne.
Eigene Erfahrungen habe ich direkt nicht gemacht, weiss dass nur von Freundinnen, die so etwas bekommen haben. Ich selbst habe 3 Jahre lang Geld für Doktorarbeit bekommen (immerhin 350 Euro für 4 Stunden Anwesenheit pro Woche + freier Zeiteinteilung). Ansonsten gibt es an Unis zahlreiche Tutorenstellen, die gut bezahlt werden. Ich selbst unterrichte Studenten in Allgemeinmedizin und Notfallmedizin und bekomme auch ein paar wirklich leicht verdiente Taler!
Berlinerin
22.11.2006, 20:06
Ich möchte nur kurz zwei Beispiele posten: Bei mir im Krankenhaus sind 2 Asisstenten, die gerade ihren 40. Geburtstag gefeiert haben. Beide befinden sich jetzt im letzten oder vorletzten Jahr ihrer Facharztausbildung (Innere). Das ist überhaupt kein Problem, sie fallen auch nicht negativ auf oder so. Im Gegenteil, ich glaube viele Patienten finden das gar nicht so schlecht einen Ansprechpartner zu haben der etwas älter ist und wirkt als bsplw. ich mit 27 :-)) . Beide sind auch von den Vorgesetzten sehr geschätzt und würden denke ich wenn eine Stelle frei würde auch einen OA - Posten bekommen. Übrigens verdienen die mit allen Zuschlägen (bei 2 Kindern usw.) und etwa 4 - 5 Diensten mindestens 3000 Euro im Monat, netto, wenn nicht sogar noch mehr.
Natürlich mag es sie manchmal wurmen dass andere in ihrem Alter schon lange Oberärzte sind. Ich glaube aber das man gerade heutzutage sehr gute Chancen hat, auch wenn man schon ein paar Jahre älter ist.
Die Zeit im Studium wird sicher hart werden, finanziell und auch was die gemeinsame Zeit angeht. Mein Freund (33 J.) studiert auch neben der Arbeit an der Fernuni Hagen und das erlegt uns schon genug Einschränkungen auf (ich würde gerne viel Reisen, er muss seinen Urlaub und viel Freizeit zum Lernen nutzen...).
Ich wünsche trotzdem schonmal viel Erfolg
[QUOTE=alley_cat75]Thema Bafög: gibt es sehrwohl für`s Zweitstudium, allerdings nur, wenn man für das Erststudium keines brauchte. :-((
Ich glaube, dass stimmt nicht. Im Bafög-Info im Internet steht, dass nur das Erst-Studium förderungswürdig ist. Es gibt für ein Zweitstudium nur eine Ausnahme, wenn beide Studienabschlüsse für den späteren Beruf zwingend notwendig sind, zB. Zahnheilkunde und Humanmedizin für den Beruf des Mund-, Kiefer-, Gesichtschirurgen.
Außerdem muss man, zu mindest in Hessen, für ein Zweitstudium zwischen 500 und 1.500 Euro pro Semester zahlen, zusätzlich zu den normalen Gebühren von, bei uns, 200 Euro pro Semester! Das kann echt ins Geld gehen. Außerdem bekommst du doch Wiedereingliederungsgeld. Das wird aufs Bafög angerechnet und dann wird das sowieso nix.
Arbeiten kann man neben dem Studium allerdings gut. Persönlich habe ich bis zu 120 Stunden im Monat in einem Krankenhaus in der Pflege , als ungelernte Aushilfe, gearbeitet und dabei so 1300 Euro im Monat verdient. Außerdem kann man sich nach dem Physikum für Tutoren-Stellen an der Uni bewerben. Allerdings kann man da nicht so viele Stunden arbeiten, bezahlt wird meist so 10 -15 Euro pro Stunde, an unserer Uni. Besser bezahlt wird der Unterricht an Krankepflegeschulen (so zwischen 17 und 25 Euro für 45 Minuten plus Fahrtkosten), das kann sich dann schon eher lohnen, v.a. wenn du Fächer unterrichtest, die eine große Stunden zahl haben, wie zB Innere. Ist allerdings auch erst ab Physikum möglich.
Verdienstmöglichkeiten gibt es also genug!
Dr. Geiger
23.11.2006, 06:40
Ich möchte nur kurz zwei Beispiele posten: [...]
:-top Das sind genau die Beispiele, nach denen ich suche!!!
Die Zeit im Studium wird sicher hart werden, finanziell und auch was die gemeinsame Zeit angeht. Mein Freund (33 J.) studiert auch neben der Arbeit an der Fernuni Hagen und das erlegt uns schon genug Einschränkungen auf (ich würde gerne viel Reisen, er muss seinen Urlaub und viel Freizeit zum Lernen nutzen...).
Meine Frau macht jetzt auch schon in Hagen ein Aufbau-/zweitstudium - kann Dir das also gut nachvollziehen - irgendwie ist das krass heutzutage, sehr viele Leute machen sowas...
Vielen Dank für die "Mutmache" und etwas mehr Zeit zum Reisen! :-)
Ich glaube, dass stimmt nicht. Im Bafög-Info im Internet steht, dass nur das Erst-Studium förderungswürdig ist. Es gibt für ein Zweitstudium nur eine Ausnahme, wenn beide Studienabschlüsse für den späteren Beruf zwingend notwendig sind, zB. Zahnheilkunde und Humanmedizin für den Beruf des Mund-, Kiefer-, Gesichtschirurgen.
Ich glaube auch, dass das so ist - zumindest habe ich das aus dem Gesetz so herausinterpretiert. Man darf außerdem noch nicht älter als 29 sein, d.h. ab 30 is' eh nix mehr mit Bafög...
Außerdem muss man, zu mindest in Hessen, für ein Zweitstudium zwischen 500 und 1.500 Euro pro Semester zahlen,
Kommt nach Sachsen, da sind es momentan knapp 300€ :-D Aber wer weiß schon, wie lange noch und außerdem kann man sich den Studienort ja kaum aussuchen!
Arbeiten kann man neben dem Studium allerdings gut. [...]
Das find' ich ja klasse. Vor allem da man offensichtlich einiges im Gesundheitswesen tun kann, d.h. berufs-/praxisnah - das mindert meine Sorge um die Finanzen durchaus ein wenig... Danke!
---------
Ach, dieser thread ist so positiv - ich glaub, ich zieh's wirklich durch :-dance
Zweiflerin
23.11.2006, 16:25
Diplomnote 1,3 weil irgendwann mein Ehrgeiz und damit mein Fleiß erwacht ist. Diese Note öffnet mir bei der ZVS Tür und Tor für ein Zweitstudium.
Hallo Dr. Geiger,
bist du dir da sicher??? Meines Wissens reichen die Punkte, die man für einen Einserabschluss bekommt, inzwischen i.d.R. nicht mehr für einen Studienplatz aus, sondern man braucht noch weitere Punkte über eine wissenschaftliche Begründung oder so...
Außerdem solltest du dir gut überlegen, in welchem Bundesland du studierst, wenn du wenigstens nicht gleich von Anfang an die hohen Zweit- oder auch schon allgemeine Studiengebühren zahlen willst.
Ansonsten: viel Glück!
Z.
alley_cat75
23.11.2006, 16:31
Ein Freund von mir hat Geschichte studiert und nach seinem Diplom trotz Abinote 3,4 ohne Wartesemester sofort einen Studienplatz an seiner Wunschuni (Berlin) für Medizin bekommen. Das ist jetzt 1,5 Jahre her. Begründen musste er das nicht...
Zum Bafög nochmal: Altersgrenzen kenne ich nicht; aber o.g. Freund hat für Medizin jetzt Bafög - trotz Zweitstudium.
Dr. Geiger
23.11.2006, 16:59
Ein Freund von mir hat Geschichte studiert und nach seinem Diplom trotz Abinote 3,4 ohne Wartesemester sofort einen Studienplatz an seiner Wunschuni (Berlin) für Medizin bekommen. Das ist jetzt 1,5 Jahre her. Begründen musste er das nicht...
Nach meinem Kenntnisstand bekommt man Punkte für den Diplom-Abschluss. Für ne eins sind es 4, für ne zwei 3 etc. Dann gibts noch Punkte für die Begründung der Notwendigkeit des Zweitstudiums. Einen bekommt man wohl so oder so (auch ohne Begründung) und die restlichen dann eben nach Sinnhaftigkeit. In den letzten Jahren war man mit 4 Punkten eigentlich dabei, sodass ich mir da noch keine Sorgen mache - aber man weiß ja nie was noch alles kommt...
Zum Bafög nochmal: Altersgrenzen kenne ich nicht; aber o.g. Freund hat für Medizin jetzt Bafög - trotz Zweitstudium.
Mmh, das wäre natürlich klasse - aber da hab' ich glaube ich dennoch keine Chance - der Gesetzestext ist ziemlich eindeutig: Wer das 30 Lebensjahr vollendet hat, bekommt kein Bafög! Hätte ich mir mal nie träumen lassen, dass ich für irgendwas zu alt bin :-(( bisher war ich überall der Jüngste...
Dr. Geiger
23.11.2006, 17:03
Hallo Dr. Geiger,
bist du dir da sicher??? Meines Wissens reichen die Punkte, die man für einen Einserabschluss bekommt, inzwischen i.d.R. nicht mehr für einen Studienplatz aus, sondern man braucht noch weitere Punkte über eine wissenschaftliche Begründung oder so...
Siehe oben - ich hoffe es... muss dann mal bei der ZVS nachhaken. Für irgendwas muss doch dieses (erste) Studium gut gewesen sein! :-stud
Außerdem solltest du dir gut überlegen, in welchem Bundesland du studierst, wenn du wenigstens nicht gleich von Anfang an die hohen Zweit- oder auch schon allgemeine Studiengebühren zahlen willst.
Naja, bin eh aus diversen Gründen an Sachsen gebunden und da ist das alles noch ganz human. Natürlich ist die Frage, inwiefern man auf die Örtlichkeiten Einfluss nehmen kann bei der ZVS?!
Hoppla-Daisy
23.11.2006, 17:21
Mit dem heutigen Wissen hätt ich mir damals doch lieber das Geld gespart (und auch viel Ärger) :-(
alley_cat75
23.11.2006, 17:23
Ich finde ja, Du denkst viel zu sehr über dieses Thema nach. Am besten mit dem Studium anfangen und alles weitere auf sich zukommen lassen. Immerhin hast Du bereits eine Ausbildung. So ging es mir jedenfalls. Ich war soooo unsicher, ob ich das Richige tue. Hatte Angst, vielleicht zu doof zu sein. Alles Quatsch. Man lebt nur einmal. In ein paar Jahren wirst Du jeden Tag bereuen, den Du mit Grübeln verloren hast... Life`s too short. ;-)
alley_cat75
23.11.2006, 17:24
Mit dem heutigen Wissen hätt ich mir damals doch lieber das Geld gespart (und auch viel Ärger) :-(
Das würde mich ja mal genauer interessieren!
Hoppla-Daisy
23.11.2006, 17:32
1. Habe damals mit meinem Exmann wegen Studienaufnahme den allergrößten (auch gerichtlichen) Ärger bekommen, was mich im Grunde 1 Jahr gekostet hat.
2. Muss mit total wenig Geld jeden Monat auf's Neue um's Überleben kämpfen (ein Geldgewinn vor einem Jahr hat mich nicht wirklich gerettet)
3. Bekomme aufgrund meines Alters kein Bafög, muss mich teuer freiwillig krankenversichern, bekomme zwar Wohngeld, aber wenn ich arbeite, wird mir das gekürzt.
4. Bekomme aufgrund meines Alters keinen Studienkredit.
Ich denke, das reicht an Argumenten. Wenn ich das alles gewusst hätte: NEVER EVER!!!!!!
Und dafür hab ich nen sicheren Job aufgegeben!!!!
meine mutter hat nach 15 jahren mehr oder weniger freiwilliger pause zwar nicht auf neue studiert (medizin war allerdings auch ihr zweites studium gewesen) aber ist vor gut 4 jahren wieder mit arbeiten eingestiegen. das einzige was sie an klinischer erfahrung hatte war das pj anfang der achziger :-))
sie hat es (obwohl in einer vergleichsweise humanen rehaklinik) doch ziemlich steinig gehabt. ok, sie musste sich im gegensatz zu einem frischen studienabsolventen erst wieder reinarbeiten und hat pro woche dutzende überstunden gemacht.
aber auch ansonsten war sie sehr oft an der belastungsgrenze - gerade die unzähligen dienste steckt sie physisch einfach schlecht weg..
davon eine familie ernähren ginge allerdings nie und nimmer, das muss schon mein vater machen...
(gerade sowas wie ein haus ist bestimmt in der assistenzarztzeit noch nicht möglich, schätze ich mal. da muss schon die ganze familie bzw die partnerin an einem strang ziehen, wenn man jahrelang durch einen finanziellen engpass durch muss, wenn man zuvor mehr kohle gewohnt war. das ist dann schon eine belastungsprobe für eine beziehung, glaube ich.)
naja meine mutter peilt jetzt schon vorsichtig ihren facharzt an und hofft eines tages oberärztin in ihrer jetzigen klinik zu werden. mit dann-wahrscheinlich ende 50...
möglich müsste eine oa-anstellung denke ich schon sein.
Dr. Geiger
23.11.2006, 21:28
Ich finde ja, Du denkst viel zu sehr über dieses Thema nach. [...] Man lebt nur einmal. In ein paar Jahren wirst Du jeden Tag bereuen, den Du mit Grübeln verloren hast... Life`s too short. ;-)
Stimmt schon... Aber diesmal will ich es richtig machen! Wollte mir wohl nur etwas Bestätigung holen. Du hast mir jedenfalls sehr geholfen :-)! Ich widme Dir mein Physikum ;-).
Überhaupt finde ich es auffällig, welch positiver und idealistischer Grundton hier in diesem thread aber auch im ganzen Forum herrscht! Eine ganz andere Welt...
Vielen Dank allen, die abgestimmt und geschrieben haben und wenn Ihr mögt: ich würde gerne noch mehr lesen!!!
Sackbauer
23.11.2006, 21:39
Überhaupt finde ich es auffällig, welch positiver und idealistischer Grundton hier in diesem thread aber auch im ganzen Forum herrscht! Eine ganz andere Welt...
Auch wenn ich dir ein positives Feedback gegeben hab, ein wenig uebertrieben wird hier schon. Du musst dir schon klar sein, dass es ziemlich hart wird. Ein Medizinstudium ist kein Zuckerschlecken, soziale/familiaere Beziehungen werden darunter massiv leiden...... Nebenbei arbeiten wird schwierig werden, du wirst mit sehr wenig Geld auskommen muessen. Euphorie hin oder her, du solltest dir den Schritt gut ueberlegen. Ich kenn allerdings auch einige, die gescheitert sind. Und das zu verdauen ist auch net lustig....
Dr. Geiger
23.11.2006, 21:41
1. Habe damals mit meinem Exmann wegen Studienaufnahme den allergrößten (auch gerichtlichen) Ärger bekommen, was mich im Grunde 1 Jahr gekostet hat.
2. Muss mit total wenig Geld jeden Monat auf's Neue um's Überleben kämpfen (ein Geldgewinn vor einem Jahr hat mich nicht wirklich gerettet)
3. Bekomme aufgrund meines Alters kein Bafög, muss mich teuer freiwillig krankenversichern, bekomme zwar Wohngeld, aber wenn ich arbeite, wird mir das gekürzt.
4. Bekomme aufgrund meines Alters keinen Studienkredit.
[...]
Und dafür hab ich nen sicheren Job aufgegeben!!!!
Vor dem Thema 2. hab ich auch ein wenig Angst - muss halt jetzt schon kräftig sparen! 3. und 4. geht mir dann genauso - wie alt bist Du denn, wenn ich fragen darf?
Wenn ich das richtig verstehe, bist Du ja noch am studieren? Vielleicht siehst Du ja alles etwas anders wenn Du erstmal fertig bist? Was hast Du denn gearbeitet - Du musst doch Gründe gehabt haben alles umzuwerfen! Vielleicht werden die gerade nur etwas verdrängt durch die unglückliche Situation? Ich bin zur Zeit in dem, was man einen sicheren und vielleicht auch etwas besser bezahlten Job nennen würde und schmeiß das alles gerne hin für etwas mehr Sinn, Idealismus und eben etwas, was ich mir schon gewünscht habe, solange ich denken kann. Was ich damit sagen will: Solche Entscheidungen sind immer schwierig und ob es richtig war, weiß man wahrscheinlich eh erst am Ende (ganz am Ende). Zwischendurch kann es sowohl in der einen als auch der anderen Variante schon mal schlecht aussehen, vielleicht geht's ja bei Dir motivationstechnisch bald wieder aufwärts?! Ich wünsch Dir jedenfalls alles Gute und drück die Daumen - schließlich will ich ja, dass wir mal Kollegen werden ;-)!
Dr. Geiger
23.11.2006, 21:44
Auch wenn ich dir ein positives Feedback gegeben hab, ein wenig uebertrieben wird hier schon. [...] Euphorie hin oder her, du solltest dir den Schritt gut ueberlegen. Ich kenn allerdings auch einige, die gescheitert sind. Und das zu verdauen ist auch net lustig....
Eben, dass ist ja der Grund warum ich mich damit so quäle - am liebsten hätte ich mir schon zig Bücher gekauft und angefangen, die durchzuackern aber ich will das schon in allen Aspekten genau beleuchtet und abgewägt wissen denn mit Anfang oder Mitte dreißig noch durch'n Studium zu rasseln, das muss ich mir echt nicht geben!!! Also Danke für die Relativierung!
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