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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : PJ in Frankreich oder im französischsprachigen Belgien



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misty
10.05.2007, 22:28
hallo leute
Ich bin ein fransöziche studentin in medizin, und möchte auch im ausland studieren, in deutschland, und möchte informationen haben über studium dahin, ich bin nur am erstes jahr aber es ist mein projekt, ich weiss nicht noch welche universität wurde ich studieren und frage nach euere rat,

Meines über studieren in frankreich: in paris sind die universität ganz so voll und am ersten jahren sind die student nicht so geöffnet, in meiner ist ok (meiner heisst paris ouest es ist in der nähe von versailles), angers ist auch gut, ich kenn die anderen nicht..

Ich möchte vielleicht im berlin oder hamburg gehen, was sind die Fächer dahin?

Wenn sie wollen mehrere info, mein email [email protected]
Vielen Dank :-top

hite
15.05.2007, 10:27
Hallo!
Alors, je pense que c'est peut etre un peu plus facile pour toi si j'ecrit en francais.
Le systeme en Allemagne est completement different qu'en France. On a aussi un concours apres la 2.annee ("Physikum") mais apres on travaille pas comme externe dans les service. Normallement on a des cours chaque jour pendant tout la journee. On fait des petites stages dans les service, mais c'est vraiment pas comme en France. J'ete Externe dans la medicine interne en 6ieme annee a Brest. Genial! Je pense qu'il sera bien d'aller en Allemagne avec Erasmus, c'est moin compliquer. Autrement, je trouve que Hamburg et Berlin sont tres jolie mais aussi tres grand. Les etudiantes chez nous sommes par fois tres fermer, je trouve.

Bonne chance et n'hesite pas a me contacter si t'a encore des questions!

Friederike

hite
15.05.2007, 10:31
Hallo!
Also bewirb dich einfach als "Externe en 6ieme annee". Und es zieht immer, wenn man denen klar macht, das man kein Geld bekommt. Denn eigentlich sind die französischen Externes bezahlt. Initiativbewerbungen sind da gefragt. Immer wieder anrufen und nerven. Ich habe in Frankreich famuliert und PJ gemacht und es war einfach genial..
Gruß, Friederike

Moorhühnchen
15.08.2007, 22:35
So, am Montag geht's los..... bin sehr gespannt! :-)

Müllermühle
16.08.2007, 16:28
Mein Senf zum Frankreich-Tertial (aus eigener Erfahrung):

+ man hat viel Freizeit (kann aber Dienste machen)
+ die Hierarchien sind recht locker (Oberarzt wurde geduzt)
+ der Ablauf auf Station ist recht relaxt
+ schöne Städte, gutes Essen
+ Frankreich hat evtl. beim Bewerben einen besseren Ruf als andere "Südländer", wichtig v.a. falls man mehrere Tertiale im Ausland machen will

- im Gegensatz zu anderen (nicht-englischsprachigen) Ländern muss man die Sprache deutlich besser beherrschen, um nicht ignoriert zu werden
- man muss oft massiv nachhaken, um etwas tun zu dürfen ... (als Mann hat man dabei bei ner weiblichen Interne deutlich bessere Chancen, Frauen bei einem männlichen)
- man sollte mit der französischen Interpretation von Freundlichkeit zurechtkommen
- das Interesse der franz. Mitstudenten an anderen Menschen/Ländern ist sehr gering
- sozial naja (Franzosen - und nicht nur Mediziner - bleiben gerne unter sich) und wer auf Partys scharf ist, ist in anderen Ländern besser dran

Kurz gesagt: Frankreich kann ein guter Kompromiss zwischen ordentlichem medizinischem Niveau und guten Unis sowie lockerer Lebensweise sein. Man sollte allerdings weder den maximalen Lerneffekt noch südeuropäische Herzlichkeit/Lebensfreude erwarten (aber einige sehr nette Menschen hat bisher auch jeder kennengelernt!!!)

Moorhühnchen
27.08.2007, 18:30
Mein Senf zum Frankreich-Tertial (aus eigener Erfahrung):

+ man hat viel Freizeit (kann aber Dienste machen)
+ die Hierarchien sind recht locker (Oberarzt wurde geduzt)
+ der Ablauf auf Station ist recht relaxt
+ schöne Städte, gutes Essen
+ Frankreich hat evtl. beim Bewerben einen besseren Ruf als andere "Südländer", wichtig v.a. falls man mehrere Tertiale im Ausland machen will

- im Gegensatz zu anderen (nicht-englischsprachigen) Ländern muss man die Sprache deutlich besser beherrschen, um nicht ignoriert zu werden
- man muss oft massiv nachhaken, um etwas tun zu dürfen ... (als Mann hat man dabei bei ner weiblichen Interne deutlich bessere Chancen, Frauen bei einem männlichen)
- man sollte mit der französischen Interpretation von Freundlichkeit zurechtkommen
- das Interesse der franz. Mitstudenten an anderen Menschen/Ländern ist sehr gering
- sozial naja (Franzosen - und nicht nur Mediziner - bleiben gerne unter sich) und wer auf Partys scharf ist, ist in anderen Ländern besser dran

Kurz gesagt: Frankreich kann ein guter Kompromiss zwischen ordentlichem medizinischem Niveau und guten Unis sowie lockerer Lebensweise sein. Man sollte allerdings weder den maximalen Lerneffekt noch südeuropäische Herzlichkeit/Lebensfreude erwarten (aber einige sehr nette Menschen hat bisher auch jeder kennengelernt!!!)
Himmel, nach nur einer Woche PJ kommt es mir schon fast so vor, als hätte Müllermühle genau hier - auf meiner Station - auch sein PJ gemacht.... :-oopss

McBeal
28.08.2007, 19:59
Himmel, nach nur einer Woche PJ kommt es mir schon fast so vor, als hätte Müllermühle genau hier - auf meiner Station - auch sein PJ gemacht.... :-oopss
Was ja gut sein kann. :-)
Um die Franzosen mal in Schutz zu nehmen: Ich war heute von 7.45-16.45 Uhr im Krankenhaus, habe in der Ambulanz Patienten aufgerufen, Akten rausgesucht, Zettel ausgefüllt, mit den Sekretärinnen über meine Sprachprobleme gescherzt, mituntersucht und mit Röntgenbilder befundet. Es gibt also auch Krankenhäuser in Frankreich (sogar auch in Strasbourg), wo deutsche Studis was lernen. :-)

LG,
Ally

Müllermühle
05.09.2007, 18:27
@ Moorhühnchen: Hehe, nee, mein Tertial war in Paris, aber ich kenne genug, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben. ;-)

@McBeal: Das war ein weiteres Problem: Dossiers raussuchen, Sachen ordnen, Elektroden kleben... darf man natürlich, der Lerneffekt davon ist halt nicht "maximal". Deshalb meinte ich ja "Kompromiss". Vom Zwischenmenschlichen (was im Ausland schon wichtig ist) war einfach Spanien und S-Amerika was ganz anderes, auch wenn man dort ebenso nachhaken musste.

Aber genießt es, man kann vieles mitnehmen, und seitdem glaub ich, unsere Nachbarn besser zu kennen. Und dass man sich echt anstrengen muss, schadet den Französisch-Kenntnissen auch nicht...

McBeal
07.09.2007, 15:45
So, ich muss doch mal berichten, dass es besser wird. Gestern hat es beim Zuhören irgendwie "klick" gemacht mit der Sprache, habe in der Sprechstunde des Professors fast alles verstanden, konnte aber halt nicht viel selbst machen und sprechen und heute im OP habe ich mich richtig gut mit Arzt und Pfleger (der sich noch an ein paar Sätze aus seinem Deutschlehrbuch mit "Gisela und Rolf" ;-) ) erinnern kann, unterhalten und ein wenig rumgeblödelt. Habe dann auch endlich mal so "richtig", also das ich wirklich eine andere Ärztin ersetzt habe und nicht nur mir zuliebe mit am Tisch war, damit ich was sehe, assistiert. :-) Komischerweise redet die eine Schwester immer noch lieber englisch mit mir, wobei sie aber immer lange überlegen muss, bevor sie was sagt. Und warum der Pfleger, der meinte, ich könne auch Handschuhe in zwei verschiedenen Größen nehmen, dann meint, mir fürs untere Paar 6,5 und dann fürs obere 6 zu geben (andersrum wäre m.M. nach eigentlich logischer...), habe ich noch nicht so ganz raus. :-)) Aber ich habe ja noch ein wenig Zeit hier, um mehr über Sprache und Menschen lernen zu können...

LG,
Ally

Moorhühnchen
08.09.2007, 19:31
So, ich muss doch mal berichten, dass es besser wird. Gestern hat es beim Zuhören irgendwie "klick" gemacht mit der Sprache, habe in der Sprechstunde des Professors fast alles verstanden, konnte aber halt nicht viel selbst machen und sprechen und heute im OP habe ich mich richtig gut mit Arzt und Pfleger (der sich noch an ein paar Sätze aus seinem Deutschlehrbuch mit "Gisela und Rolf" ;-) ) erinnern kann, unterhalten und ein wenig rumgeblödelt. Habe dann auch endlich mal so "richtig", also das ich wirklich eine andere Ärztin ersetzt habe und nicht nur mir zuliebe mit am Tisch war, damit ich was sehe, assistiert. :-) Komischerweise redet die eine Schwester immer noch lieber englisch mit mir, wobei sie aber immer lange überlegen muss, bevor sie was sagt. Und warum der Pfleger, der meinte, ich könne auch Handschuhe in zwei verschiedenen Größen nehmen, dann meint, mir fürs untere Paar 6,5 und dann fürs obere 6 zu geben (andersrum wäre m.M. nach eigentlich logischer...), habe ich noch nicht so ganz raus. :-)) Aber ich habe ja noch ein wenig Zeit hier, um mehr über Sprache und Menschen lernen zu können...

LG,
Ally
*Neid*..... nur ein paar Kilometer Luftlinie entfernt, friste ich mein Dasein als Befundsortierer mit 9 anderen deutschen PJ'lern auf einer Station.... :-keks
Ich habe nun aber meinen Wechsel nach Deutschland forciert und mal bei der Chefsekretärin der Chirurgie meines LKH nachgefragt, ob denn noch ein Plätzchen in der Unfallchirurgie dort für mich frei wäre ab dem 15. Oktober.
Nun muß ich nur noch sehen, ob und wie ich wieder aus meinem Mietvertrag herauskomme....

Naja, aber mal schauen, wie die Kurse sind, die wir ab Montag belegen können.

Muriel
08.09.2007, 19:41
es ist also nicht so wirklich prickelnd, ja? Ach menno, Ihr tut mir Leid. Und ich hab Ally sogar noch zugeredet, es zu machen, als sie so zweifelte. Shit, das tut mir Leid :-(

McBeal
09.09.2007, 08:16
es ist also nicht so wirklich prickelnd, ja? Ach menno, Ihr tut mir Leid. Und ich hab Ally sogar noch zugeredet, es zu machen, als sie so zweifelte. Shit, das tut mir Leid :-(
Es geht, sprachlich lernt man auf jeden Fall was und ich hoffe auch, dass es chirurgisch noch etwas mehr wird - ist halt nur doof, wenn ich ein Knie untersuchen soll und die Zeichen alle anders heißen etc.
Was ich allerdings ganz blöd finde, ist, dass das Hühnchen mich jetzt hier allein lassen will und ich auf jeden Fall, nicht nur wegen Mietvertrag, sondern auch NRW-LPA hierbleiben werde... und schön, sowas übers Forum zu erfahren...

LG,
Ally

Moorhühnchen
09.09.2007, 19:16
E
Was ich allerdings ganz blöd finde, ist, dass das Hühnchen mich jetzt hier allein lassen will und ich auf jeden Fall, nicht nur wegen Mietvertrag, sondern auch NRW-LPA hierbleiben werde... und schön, sowas übers Forum zu erfahren...

LG,
Ally
Hey hey, das ist seit dem 21. August immer wieder Thema gewesen - also so ganz überraschend kam das nun auch wieder nicht....!! Ich habe es mir nicht ausgesucht und ich hätte bestimmt auch mehr Spaß hier, wenn es etwas besser laufen würde, aber es besteht ja wenig Aussicht auf Besserung!!! :-(
Außerdem ist ja noch gar nichts klar - ich habe nur erst einmal angefragt, ob es denn von der Hanauer Seite aus gehen würde. Und es würde wohl gehen. Der nächste Schritt wäre nun halt zu fragen, ob ich aus dem Vertrag rauskomme.
Aber erstmal schauen, wie die Kurse ab morgen werden... denn für die Diss wäre ein Wechsel in die Heimat wahrscheinlich tödlich!! :-music

Hach, es ist genau so bescheiden wie mit der Planung: ich habe Angst mich wieder für "das Falsche" zu entscheiden. :-nix
'Ne multiple Persönlichkeit wär jetzt was feines!

juli!
22.09.2007, 23:57
hei - hatte schonmal gefragt aber nicht so wahnsinnig viele antworten bekommen - eine tolle! danke!- aber trotzdem - nochmal: ist es sinnvoll, pj in frankreich zu machen, weil ich den eindruck habe, dass man nicht viel mehr als ein "extern" ist??? wer war zum pj in frankreich?
gruss! :-D und danke!

capucine
23.09.2007, 21:26
Wie Du merkst, waren hier fast alle zum PJ in Frankreich und die Erfahrungen sind widersprüchlich.
Ich selber habe auch zwei Tertiale dort gemacht und davon sehr profitiert, aber man muss halt sehr gut Französisch können.

PJ entspricht in Frankreich wie oben erwähnt DCEM 4. Die Aufgaben sind für alle externes gleich, aber erfahrungsgemäß wird man im letzten Studienjahr anders behandlet als im zweiten nach dem Concours, weil auch die Franzosen zu diesem Zeitpunkt wenig praktisch wissen.
Was Du machen kannst und lernst, hängt viel von Deiner Eigeninitiave ab und was Dir die Internes zutrauen. Jdm der sich radebrechend nach jeder 2. med. Abkürzung erkundigt, wird man bestimmt nicht eigenverantworlich arbeiten lassen. Aber das geht Ausländern in Dtschl. genauso, ich habe das oft auf meiner Station erlebt...egal wieviel Du fachlich weisst,wenn es keiner merkt, weil Du es nicht vermitteln kannst, dann sieht es schlecht aus.

Dann kommt es auf das Fach an, was Du in Frankreich machst im PJ... Chirurgie ist auch bei den Franzosen dafür bekannt, dass amn dort als externe wenig macht und sich keiner um einen schert... die freuen sich, dann können sie mehr für ihre Prüfungen lernen.

Wenn man gut spricht, dann bringen die Urgences medicales oder chirugicales am meisten.
Und die Dienste...dort habe ich überall am meisten gelernt egal welches Fach, aber das ist als Student immer so, denn da sieht man "die wahre" Medizin und welche Entscheidungen wann und wie schnell zu treffen sind..

Ich kann Frankreich nur empfehlen, aber ich denke man kann medizinisch keinen großen Zugewinn erwarten, wenn man sich nicht oder nur wenig verständigen kann...die Franzosen sind da recht anspruchsvoll!

Gruß capucine

McBeal
27.09.2007, 18:07
ist es sinnvoll, pj in frankreich zu machen, weil ich den eindruck habe, dass man nicht viel mehr als ein "extern" ist??? wer war zum pj in frankreich?
gruss! :-D und danke!
Du bist als PJler nicht mehr als ein "externe", weil Du eben ein solcher bist. Studenten im klinischen Abschnitte heißen nunmal so und ein PJ wie in Deutschland gibts leider nicht.
Man darf und kann (auch eben aus sprachlichen Gründen) deutlich weniger machen als in Deutschland, wobei es auf die Station ankommt (wenn Du ein wenig im Forum gelesen hast, wirst Du merken, dass das Moorhühnchen und ich unterschiedliche Erfahrungen machen).
Außerdem kann man, wenn man richtig gut Französisch kann auch Dienste in der Ambulanz machen. Dabei ist man der erste im Patientenkontakt und stellt dann den Patienten den Ärzten vor etc. Dieses Arbeiten ist ziemlich selbständig und man kann viel machen (Anamnese, Untersuchungen etc.), aber ich z.B. traue es mir sprachlich einfach (noch) nicht zu. :-( Vielleicht im zweiten Teil des Tertials.

Für mich ist es auf jeden Fall eine Bereicherung für mein Leben: sprachlich und außerdem ist es für mich die letzte Chance, noch mal für längere Zeit als Nichttourist ins Ausland zu gehen. Später arbeiten möchte ich dort nämlich nicht. Und ich denke, dass man auch viel fürs Leben lernt, wenn man sich auf ein fremdes Land einstellen muss, das "Zuhause" für eine gewisse Zeit verlässt und sich selbst mal richtig als Ausländer fühlt. Das gilt natürlich für alle Länder. :-)

Dir alles Gute bei Deiner PJ-Wahl,

LG aus Strasbourg,
Ally

Moorhühnchen
14.10.2007, 14:07
Was Du machen kannst und lernst, hängt viel von Deiner Eigeninitiave ab und was Dir die Internes zutrauen. Jdm der sich radebrechend nach jeder 2. med. Abkürzung erkundigt, wird man bestimmt nicht eigenverantworlich arbeiten lassen. Aber das geht Ausländern in Dtschl. genauso, ich habe das oft auf meiner Station erlebt...egal wieviel Du fachlich weisst,wenn es keiner merkt, weil Du es nicht vermitteln kannst, dann sieht es schlecht aus.So ist es! Nach den ersten 8 Wochen kann ich hier folgendes Fazit ziehen:
medizinisch habe ich nichts, aber auch rein gar nichts gelernt. Der Wust an Abkürzungen scheint mir noch größer zu sein als in Deutschland.
Wenn ich vorher dachte, meine Französischkenntnisse seien nach 7 Jahren Französisch in der Schule (Abi mündl. Prüfungsfach mit 14 Punkten) und mehreren Austauschen nach Chartres und in die franz. Schweiz zumindest ausreichend, um sich hier verständlich zu machen, so bin ich damit auf die Schnauze gefallen. Meiner Meinung nach hat dies bei weitem nicht ausgreicht...


Wenn man gut spricht, dann bringen die Urgences medicales oder chirugicales am meisten. [...] Ich kann Frankreich nur empfehlen, aber ich denke man kann medizinisch keinen großen Zugewinn erwarten, wenn man sich nicht oder nur wenig verständigen kann...die Franzosen sind da recht anspruchsvoll!

Wir haben hier im Wohnheim 2 Famulantinnen, die beide sehr gut Französisch sprechen - eine davon stammt aus Luxemburg. Ihnen wird durchaus viel zugetraut und so erschöpfen sich ihre Aufgaben auch nicht auf das "Befunde sortieren", auf das die Internes meiner Station zumindest tierisch abfahren....
Daß wir letzte Woche wegen eines Kurses gefehlt haben, fiel wohl nur deswegen auf, weil die Röntgenbilder und Laborbefunde in einem nicht mehr überblickbaren Chaos versanken! :-))
Meine Motivation ist jedenfalls am A**** - ich habe weder an meiner Doktorarbeit weitergemacht (was ich mir aber nur selbt zuzuschreiben habe), noch habe ich mich im Krankenhaus nach den ersten 3 Wochen weiter bemüht, etwas machen zu dürfen........ und dabei ist es auch geblieben.
Dafür genieße ich die letzten Sonnenstrahlen dieses Herbstes.


Dann kommt es auf das Fach an, was Du in Frankreich machst im PJ... Chirurgie ist auch bei den Franzosen dafür bekannt, dass man dort als externe wenig macht und sich keiner um einen schert... die freuen sich, dann können sie mehr für ihre Prüfungen lernen.
Auch hier kommt es darauf an, WO man ist. Ally hat bei den Traumatologen a durchaus gute Erfahrungen gemacht.... ich hoffe, daß ich ab morgen (nach meinem Wechsel in die Trauma) auch etwas davon abbekomme!! :-music

McBeal
09.12.2007, 12:57
So, da meine Zeit in Strasbourg in wenigen Tagen leider vorbei sein wird, kopiere ich jetzt mal hier mein Fazit, das ich an anderer Stelle gezogen habe, hier hinein:

Chirurgie générale et digestive, Prof. Rohr (ehemals Station von Prof. Meyer), Hôpital de Hautepierre:
Sehr viel Lehre (2-4mal pro Woche kleine Studentenseminar mit Fallbesprechungen aus Allgemeinchir, Trauma und Gyn), man muss/ soll Aufnahmen machen (zu Anfang für mich sprachlich sehr schwierig, dann aber besser und auf jeden Fall eine tolle Übung, was Sprache und Untersuchen betrifft) und diese dann am nächsten Morgen in der Besprechung
präsentieren und natürlich OP (Zuschauen und Assistenz), wobei man bei Engagement auch Dinge wie Nähen, Kameraführung etc. machen kann
Sehr nettes Team!! Der Chef war zu Anfang sehr cholerisch und den Deutschen gegenüber negativ eingestellt, was sich aber sehr gebessert hat. Mit ihm am Tisch stehen wollte ich aber trotzdem nicht, musste ich auch nicht. Vormittags sind Consultations der Internes und Chefs, nachmittags nur die der Chefs. In diesen erklären sowohl Prof. Rohr als auch Prof. Meyer und Frau Dr. Brigand sehr viel, bei letzterer durfte ich auch bei interessanten Befunden immer mit untersuchen (DRU und Rektoskopie bei Rektum-Ca., Hernien etc.).
Befunde sortieren stand morgens auch an, aber das ist nunmal eine der Aufgaben der französischen Externes und natürlich habe ich die dann mitgemacht.
Ich denke, dass ich besonders in den Seminaren und Consultations viel gelernt habe und das ohne, wie in D als Hakenhalter ausgenutzt zu werden und mich totzuarbeiten.

Zum Drumherum: Super sind meiner Meinung die kostenlosen Sprachkurse der Uni im PEGE und an der medizinischen Fakultät, auf unseren Wunsch hin wurde auch zweimal ein Kurs zum Thema Arztbesuch/ Anamnese/ Untersuchung gemacht.

Mein Fazit: Wunderschöne Stadt und das PJ ist für Leute wie mich, die nicht in die Chirurgie wollen, absolut empfehlenswert und angenehm. Wichtig ist aber auch wie in Deutschland (da hat Alley_cat absolut Recht ;-) ), sich zu engagieren und immer wieder nachzufragen und Hilfe anzubieten. Auch die französischen Studis sind sehr nett und an einem interessiert, wenn man erstmal Kontakt zu ihnen aufgebaut hat und waren mir gegenüber bei sprachlichen oder organisatorischen Schwierigkeiten sehr hilfsbereit - im Gegenzug habe ich ihnen dann natürlich auch mal Arbeit abgenommen.

Bei Fragen zum PJ in Strasbourg stehe ich Euch gern weiterhin zur Verfügung. :-)

LG,
Ally

Malo
26.12.2007, 14:46
Hallo allerseits.

Würde gerne mein letztes Tertial (Innere) an Anfang April 2008 in Frankreich verbringen.
kann mir jemand einen Tipp geben, wo man das am besten machen sollte?
Hätte Lust auf Bordeaux oder Nizza.

Vielen Dank für Eure Hilfe.
Falls vorhanden würde ich mich auch sehr über Bewerbungsadressen und -emails freuehn.

Veieln dank im Voraus.

PS.: Ist das zeitlich noch machbar bis Anfang April?

mic
10.01.2008, 08:41
hallo,
zeitlich wäre es bestimmt machbar, vorausgesetzt deine Uni hat schon vermerkt, dass du da im Ausland bist bzw. es ist noch änderbar. Also wenn du genug Druck machst, dann ist das in Frankreich auch noch prima kurzfristig machbar. Nizza ist sehr schön, habe ich auch versucht, aber da nehmen die Studenten immer zu festen Terminen an. Also immer vom 1. des Monats für 2 Monate bis zum 30./31. den darauffolgenden. Wenn das LPA bei dir so kulant ist, kannst du sicherlich auch dein PJ Tertial so legen (zB mit Urlaub und so), dass es klappt. In NRW ist das bei mir leider nicht möglich gewesen. Für die Uni in Bordeaux, es gibt wohl verschiedene Unis dort, gibt es sogar ein Online Formular zum ausfüllen, die sind echt schnell mit der Antwort. Einfach mal anrufen, anfragen ob das geht und dann die Bewerbung per Mail hinschicken. Irgendwo im Netz schwirrt ne Liste mit allen Unis in Frankreich rum, einfach mal alle anschreiben und da ist sicherlich was dabei!
lg Michael