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lypsa
08.01.2007, 10:34
hmmm... sehr seltsam.
aber sobald man den turnus hier abgeschlossen hat, darf man doch im ausland arbeiten oder? ich kann mir das immer noch nicht vorstellen. ich hab mich schon hier und da über die PMU erkundigt, hör das aber hier zum ersten mal. nicht, dass ich es nicht glaube, mich schreckt es nur ziemlich.
gibts sowas wie ein "aufbaujahr", das ich absolvieren kann, um im ausland arbeiten zu können? danke für die infos.

San Pellegrino
08.01.2007, 11:25
gibts sowas wie ein "aufbaujahr", das ich absolvieren kann, um im ausland arbeiten zu können? danke für die infos.
Nein.


aber sobald man den turnus hier abgeschlossen hat, darf man doch im ausland arbeiten oder?
Das ist die Frage. Könnte sein, daß andere EU-Länder den Turnus mit PMU nicht anerkennen. Oder auch nicht. Selbst wenn - mit dem Turnus ist man kein Facharzt ! Und die Zeitschiene ist auch nicht ohne: Wartezeiten auf den Turnus gibt es jetzt schon für Österreicher, Ausländer werden sicherlich noch länger warten müssen (liegt im Bereich von Jahren), egal, welche Uni man besucht hat.
Turnus dauert dann meist um die 4 Jahre und mehr - samt Wartezeit hat man in dieser Zeit in Deutschland schon einen Facharzt in der Tasche.

Das sollte man auch bedenken !

lypsa
08.01.2007, 12:44
wo studierst du eigentlich? du kennst dich mit der PMU doch ziemlich gut aus - hast du auch mal überlegt dort zu studieren?
das kann ja noch sehr spannend werden. sind hier denn keine deutschen, die an der pmu studieren? bin selber eh nicht aus DL sondern aus Ö aber mich würd mal interessieren, wie ihr euch das vorstellt. ich persönlich würd gern mal ein paar jahre im ausland arbeiten aber wenn das mit der uni nicht möglich ist...... fänd ich das sehr sehr schade, so eingegrenzt zu werden.

Notfallsani
08.01.2007, 18:57
Könnte sein, daß andere EU-Länder den Turnus mit PMU nicht anerkennen.


Es darf gelacht werden - aber in Ordnung ist, dass man in D den Facharzt "schneller" als in Österreich hat, auch als Student an öffentl. Unis!?
OOODER noch besser:
PMU Absolventen werden mal nirgends als in SBG Stadt praktizieren dürfen - sind ja alles Scharlatane und verwirrte Geister wie es einst Paracelsus war - und daher absolut ungeeignet für medizinische Betreuung... kann ja auch sein,oder? vielleicht fällt noch jemandem was nettes ein??

Mit der Bitte doch eventuell fehlgeleitete Infos über die Leitung der Uni von den Leistungen des Großteils der Lehrenden und der Studenten zu unterscheiden, denn geschenkt bekommt man hier (auch) nichts. :-stud


Es wird ja schon wieder lächerlich...

madniki
08.01.2007, 19:12
hallo notfallsani,

ich lese hier immer noch ein wenig mit. Es freut mich, dass du mit deiner neuen uni glücklich bist. Mir gefällt es in regensburg auch sehr gut und ich werde mich nun doch nicht mehr an der pmu bewerben, nicht weil ich glauben würde, dass das keine gute uni sei, sondern, weil ich hoffe, dass ich mein studium auch hier schnell durchziehen kann, und dann wäre es ja keine zeitersparnis mehr nach salzburg zu wechseln. Da ja regensburg eine kleine uni ist, was ich ja immer wollte, ist auch hier das betreuungsverhältnis recht gut.
was ich aber immer neugierig bin, ist, wie eigentlich der studienaufbau an der pmu genau abläuft, im vergleich zu den öffentlichen unis. Einiges wird ja auf der homepage zitiert, aber doch sehr überblickhaft.
wie sieht eigentlich euer stundenplan so aus, den findet man nämlich nirgends im net. zumindest ich nicht. Welche lehrveranstaltungen habt ihr zum beispiel im ersten semester?
vielleicht könntest du darüber mal schreiben, zumal du ja die pmu mit innsbruck auch vergleichen kannst. ich denke, das würde auch zukünftige bewerber interessieren.
tschüss und liebe grüße nach salzburg,
niki

*Fli*
09.01.2007, 10:20
wo studierst du eigentlich? du kennst dich mit der PMU doch ziemlich gut aus - hast du auch mal überlegt dort zu studieren?
das kann ja noch sehr spannend werden. sind hier denn keine deutschen, die an der pmu studieren? bin selber eh nicht aus DL sondern aus Ö aber mich würd mal interessieren, wie ihr euch das vorstellt. ich persönlich würd gern mal ein paar jahre im ausland arbeiten aber wenn das mit der uni nicht möglich ist...... fänd ich das sehr sehr schade, so eingegrenzt zu werden.

Da die PMU anbietet, Step 1 und 2/1 vom USMLE mitzumachen, ist es durchaus möglich, im Ausland (in diesem Fall USA) zu arbeiten...

lypsa
09.01.2007, 10:25
Hallo!

Worum geht es da? Welche Inhalte lernt man damit?
Hast du zufällig einen digitalen Studenplan zur Hand und könntest mir den zusenden? Mich würd interessieren, wie das bei euch so abläuft!
Danke!

*Fli*
09.01.2007, 10:36
Hallo!

Worum geht es da? Welche Inhalte lernt man damit?
Hast du zufällig einen digitalen Studenplan zur Hand und könntest mir den zusenden? Mich würd interessieren, wie das bei euch so abläuft!
Danke!

Das United States Medical License Examination ist die amerikanische Zulassungsprüfung. Besteht aus Step 1-3, wobei Step 2 in zwei Teilen absolviert wird.

Du kannst in Europa Step 1 und den ersten Teil von Step 2 machen, die beiden anderen musst du in den USA absolvieren. Mit bestandenem Step 1 kannst du zumindest dort anfangen zu arbeiten.
An der PMU wird die Möglichkeit die beiden Steps abzulegen derzeit auf freiwilliger Basis angeboten.

ovis
09.01.2007, 22:54
Hallo!

Im 1. semester hatten wir zuerst physik, chemie (anorganisch, organisch, praktikum, analytisch), biochemie (vorlesung und praktikum); dann biologie mit zellbio-einführung, kleiner physio-einführung (neuro-/muskelphysiologie, zellphysiologie); dann embryologie und histologie;

ab frühjahr anatomie (zuerst bewegungsapparat systematisch, dann nervensystem als seminar, dann organsysteme systematisch; im heurigen jahr ca. 3 monate präpkurs und gesamtprüfung...übermorgen).

zwischendurch med. ethik, med. informatik, erste hilfe, latein (für die, die kein latinum haben), "einführung in die patientenbetreuung" mit ein paar anamnese-basics. auch ein paar klinischere grundlagenfächere wie parasitologie, neoplasie-grundlagen, teratologische embryologie.

im 3. semester nochmal viel zellbiologie, immunologie, eben der präpkurs, eine umfassende physiologievorlesung (ca. 7 monate, hunderte vorlesungs-, praktikums-, übungsstunden..) und ein einführender u-kurs mit rotation durch alle größeren disziplinen.

ab 4. semester zusätzlich "wachstum&entwicklung" (querschnittsfach), pathologie, biostatistik.

ab 5. semester klinische pathophysiologie und klinische disziplinen.


wir haben immer montags bis freitags uni, meist vormittags zwischen 08 und 12 uhr (manchmal aber auch nur drei oder zwei stunden), öfters auch nachmittags zwei bis fünf stunden. phasenweise sind wir bis zu 40 stunden die woche in der uni, phasenweise deutlich weniger. der lernaufwand ist relativ hoch und die prüfungen werden immer umfangreicher, aber wer von uns kennt das nicht ;)
trotzdem macht es spaß hier, weil das system gut konzipiert ist und auch die zusammenarbeit mit der klinik große vorteile bringt.

liebe grüße
ovis

Der Praktikant
09.01.2007, 23:41
Das United States Medical License Examination ist die amerikanische Zulassungsprüfung. Besteht aus Step 1-3, wobei Step 2 in zwei Teilen absolviert wird.

Du kannst in Europa Step 1 und den ersten Teil von Step 2 machen, die beiden anderen musst du in den USA absolvieren. Mit bestandenem Step 1 kannst du zumindest dort anfangen zu arbeiten.
An der PMU wird die Möglichkeit die beiden Steps abzulegen derzeit auf freiwilliger Basis angeboten.

Immer wieder hör ich "die PMU bietet das an". Was bietet die denn da genau an, denn ablegen kann man das USMLE egal an welcher Uni man Medizin studiert. Hauptsache sie ist in IMED gelistet, was z.B auch für diese (http://imed.ecfmg.org/results.asp?country=118&school=&currpage=1&cname=AFGHANISTAN&city=&region=AS&rname=Asia&psize=25) Unis gilt. Und seit wann kann man denn mit bestandenem Step1 in den USA arbeiten. Also ich mein als Arzt. Denn ich dachte, da bräuchte man nen ECFMG-Certificate und das bekommt man erst nach Abschluß des Studiums im Heimatland und dem erfolgreichen Absolvieren von Step1 und Step2 CK und CS. Und was heißt "auf freiwilliger Basis"? Sind denn die Anmeldegebühren für diese Examina in den Studiengebühren enthalten oder darf man die dann doch selbst zahlen. Das ganze hört sich für mich nicht nach nem coolen Angebot der PMU an, sondern nach billiger Werbung für etwas, was überall möglich ist. Darf man bei euch auch auf freiwilliger Basis Famulaturen machen, vielleicht sogar im Ausland? Wow!

Sackbauer
09.01.2007, 23:43
Das ganze hört sich für mich nicht nach nem coolen Angebot der PMU an, sondern nach billiger Werbung für etwas an, was überall möglich ist. Darf man bei euch auch auf freiwilliger Basis Famulaturen machen, vielleicht sogar im Ausland? Wow!

Genau so is es. Verarschung zum Quadrat.

Notfallsani
10.01.2007, 07:23
Uni zahlt dir USMLE wenn du es schaffst...

San Pellegrino
10.01.2007, 08:40
trotzdem macht es spaß hier, weil das system gut konzipiert ist und auch die zusammenarbeit mit der klinik große vorteile bringt.
Für wen ? Viele Kliniker wundern sich nämlich in Salzburg schon darüber, wie theoretisch blank die Studis an die Kliniken kommen - etwa, wenn man kaum eine Ahnung von Neurophysiologie hat, ist es schon a bisserl blöd, an der Neuro aufzulaufen.Da hilft auch eine Kleingruppe nichts.


Das ganze hört sich für mich nicht nach nem coolen Angebot der PMU an, sondern nach billiger Werbung für etwas, was überall möglich ist.
Exakt. Die Rechnung der PMU ist wohl: Die Wenigsten werden das USMLE überhaupt angehen, weil sie ohnedies "sichere" Stellen in Salzburg haben, was definitiv nicht nur den Betriebsrat der Uni auch jetzt schon beschäftigt.
Und das mit den "sicheren" Stellen kann man auch gaaanz schnell durch Hinausmobben eines unerfahrenene Jungspundes klären.



Uni zahlt dir USMLE wenn du es schaffst...
Heißt: Uni zahlt jeden Zwischenschritt, den man natürlich vorzufinanzieren hat, oder erst den Abschluß der Gesamtsauce, die üblicherweise samt Flügen in die USA etc. schon in die Tausende € geht ? :-))

Notfallsani
10.01.2007, 10:31
Für wen ? Viele Kliniker wundern sich nämlich in Salzburg schon darüber, wie theoretisch blank die Studis an die Kliniken kommen - etwa, wenn man kaum eine Ahnung von Neurophysiologie hat, ist es schon a bisserl blöd, an der Neuro aufzulaufen.Da hilft auch eine Kleingruppe nichts.


Exakt. Die Rechnung der PMU ist wohl: Die Wenigsten werden das USMLE überhaupt angehen, weil sie ohnedies "sichere" Stellen in Salzburg haben, was definitiv nicht nur den Betriebsrat der Uni auch jetzt schon beschäftigt.
Und das mit den "sicheren" Stellen kann man auch gaaanz schnell durch Hinausmobben eines unerfahrenene Jungspundes klären.

Heißt: Uni zahlt jeden Zwischenschritt, den man natürlich vorzufinanzieren hat, oder erst den Abschluß der Gesamtsauce, die üblicherweise samt Flügen in die USA etc. schon in die Tausende € geht ? :-))


HAHA...

San Pellegrino
10.01.2007, 10:51
HAHA...

Naja, man sieht ja was ein sogenannter PMU-Student an Argumenten über hat, wenn man "seiner" Uni wieder einmal mit Infos, die aus der Uni selbst kommen, den Spiegel vorhält.
Übrigens ist die fehlende theoretische Basis für die Klinik nicht nur den Neurologen bereits im Rahmen der Klinik aufgefallen - da fragen sich schon viele Ärzte, was die eigentlich bisher gelernt haben um ihre 8000€+/Jahr ? Der Lerneffekt am Patienten hält sich dann natürlich auch in Grenzen.

Noch einmal: WIE bezahlt denn die PMU das USMLE hintennach ?

*Fli*
10.01.2007, 12:11
Die PMU übernimmt die Kosten für Step 1 und STep 2 CK, wenn man sie bestanden hat.
Dass da natürlich nicht die Kosten für Flüge und Aufenthalte in den USA für Step 2CS und Step 3 enthalten sind, kanns ich ja jedes Kind denken.

San Pellegrino
10.01.2007, 12:27
Dass da natürlich nicht die Kosten für Flüge und Aufenthalte in den USA für Step 2CS und Step 3 enthalten sind, kanns ich ja jedes Kind denken.
Ach nö, wieso soll sich das JEDES KIND denken können ? Und wenn bei dem einen oder anderen Step mal durchsegelt, zahlt die PMU auch alle Antritte ?

Wer zahlt übrigens die Aufenthaltskosten für die Forschungstrimester in den USA, mit denen die PMU auch so gerne wirbt ?

Notfallsani
10.01.2007, 13:02
Wer zahlt übrigens die Aufenthaltskosten für die Forschungstrimester in den USA, mit denen die PMU auch so gerne wirbt ?

HAHA...DIE DARF MAN SELBER ZAHLEN

alles andere wollt ihr neunmalklugen nörgler ja eh nicht hören :-top :peace:

*Fli*
10.01.2007, 13:03
Gegenfrage:
Wer zahlt denn deine Auslandsaufenthalte, beispielsweise Famulatur?

Du machst dich langsam aber sicher lächerlich.

lypsa
10.01.2007, 13:07
was soll denn das hier jetzt werden?
kann nicht jeder einfach dort studieren, wo er gerne möchte?? und ein bisschen respekt vor der ausbildung eines anderen haben!?