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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : 40h-Woche als Arzt möglich?



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abcd
07.01.2007, 16:05
Hmm, hab keinen Vergleich, da ich erst seit Oktober dabei bin und es nur so kenne, abgesehen vom Stroke-Dienst. Kann sein, dass das Modell für Familien nicht so toll ist und wenn der Partner normal arbeiten geht, kann´s auch nervig sein, da man sich die Türklinke quasi in die Hand geben kann.

Ich bin aber froh, dass ich keine 24h Dienste machen muss. Nächste Woche hab ich das erste Mal den Stroke-Dienst und bin schon gespannt wie es ist.

MatzeXXL
13.01.2007, 13:17
Ja ist jetzt also eine 40h-Woche drin oder nicht?

Sehe ich das richtig: Wenn man in einer Woche einen Dienst hat, hat man meist auch einen der 5 regulären Arbeitstage frei, sprich 4 Tage normal +1 Dienst.....
Also nicht 5 Tage normal PLUS Dienst.

Klar kann das in gewissen Fällen auch mal vorkommen, aber ich will kein Gejammer über die Extremfälle hören. Mich interessiert nur der Durchschnitt.

abcd
13.01.2007, 16:10
Bei uns ist das nicht so.......wir haben unsere 5 Arbeitstage/Woche plus zusätzlich Rufdienste und Nachtdienste.
Ausnahme die Nachtdienstwoche (5x12h) da gibts einen Tag für frei.

Hellequin
13.01.2007, 16:18
Klar kann das in gewissen Fällen auch mal vorkommen, aber ich will kein Gejammer über die Extremfälle hören. Mich interessiert nur der Durchschnitt.
Das hängt davon ab, was für ein Modell das betreffende Karnkenhaus verwendet. Und da es ein paar Hundert Karankenhäuser hier in Dtl. gibt, wird man dir die Frage nicht abschließend beantworten können.

MatzeXXL
13.01.2007, 17:36
@ Hellequin: Ich will im Prinzip ja auch nur wissen, ob ich später eine Chance von größer 40% habe, halbwegs normale Arbeitsbedingungen zu haben, damit ich mir in 6 Jahren nicht sagen muss: "Warum habe ich nicht auf die Leute gehört, die gesagt haben, wie krass die Bedingungen sind. Ich hätte in die Wirtschaft gehen sollen, da ist alles toll und geregelt und jetzt sitze ich hier mit meiner 60h-Woche und es gibt keinen Ausweg mehr!".

So in der der Art.....

Ich will einfach wissen, ob es generell so schlimm ist, oder ob man doch irgendwie noch die Wahl hat zwischen Karriere und einem etwas geringeren Gehalt, aber dafür humaneren Arbeitszeiten.
Ich bin nicht faul, aber ich will mich mit dem Medizinstudium nicht ins Unglück stürzen....

@abcd: D.h. man kann bei euch von einer 50-60h-Woche ausgehen?
In meinem Bekanntenkreis regen sich die Leute schon auf, wenn sie über 42h die Woche arbeiten müssen....

teletubs
13.01.2007, 17:39
Ja ist jetzt also eine 40h-Woche drin oder nicht?

Sehe ich das richtig: Wenn man in einer Woche einen Dienst hat, hat man meist auch einen der 5 regulären Arbeitstage frei, sprich 4 Tage normal +1 Dienst.....
Also nicht 5 Tage normal PLUS Dienst.

Klar kann das in gewissen Fällen auch mal vorkommen, aber ich will kein Gejammer über die Extremfälle hören. Mich interessiert nur der Durchschnitt.

in meinem ersten monat bin ich auf meine 40-h-woche gekommen...im dritten waren es dann doch satte durchschnittliche 63-h!!! :-kotz das macht im durchschnitt gute 50-stunden! :-oopss

ich denke, es kommt darauf an, was du machst und vor allem wo! in der uni bei uns haben die schlappe 2dienste im monat...wir teilweise das vierfache! aber will ja nicht meckern... :-?

abcd
14.01.2007, 09:48
Habs für Dezember mal an Hand des Zeitkontoauszugs umgerechnet.
46,25h /Woche im Schnitt inkl. 1ND und 4 RD, wobei bei den Rufdiensten nur die Zeit drin ist, die ich auch in der Klinik war.
Und wirklich repräsentativ wird der Dez nicht sein, da die Stationen vor Weihnachten recht leer waren und ich häufig pünktlich oder etwas früher gehen konnte.

MatzeXXL
14.01.2007, 11:02
Super, vielen Dank.
Genaus sowas interessiert mich.

Knapp über 46 h ist allerdings schon ne ganze Ecke über ner regulären Arbeitswoche. Gut, bei Akademikern kann man aber schon mit 45-50 Wochenstunden rechnen.

Ehemaliger User 20130505
14.01.2007, 11:08
Knapp über 46 h ist allerdings schon ne ganze Ecke über ner regulären Arbeitswoche.Und mehr als durchschnittlich 48h/Woche sind nach dem ArbZG nur mit opt-out-Vereinbarung erlaubt.

MatzeXXL
31.01.2007, 10:32
Kein Kommentar mehr? Schade.
Ich erhoffe mir wirklich sehr etwas Input.
Wenn ich wüsste, daß ich mit etwas Suche später eine realistische Chance hätte, an halbwegs normale Arbeitszeiten in den meisten Fächern zu kommen, wären mir schonmal viele Bedenken genommen......

Ihr habt ja den Einblick, ich nicht.
Es wäre sehr schade, wenn ihr im Zuge der Streiks übertreibt mit den Arbeitszeiten und so Leuten wie mir übergroße Bedenken vorm Studium macht....

Kackbratze
31.01.2007, 11:47
Ihr habt ja den Einblick, ich nicht. Es wäre sehr schade, wenn ihr im Zuge der Streiks übertreibt mit den Arbeitszeiten und so Leuten wie mir übergroße Bedenken vorm Studium macht....

Naja, ich fands schon im PJ toll, durchschnittlich pro Woche etwa 52h auf der Inneren zu verbringen. (keine Dienste)
Da kommt das Familien- und Privatleben so richtig in Schwung...und man bekommt auch so richtig Lust auf mehr, wenn man mal einen dezenten Blick auf die Lohnabrechnungen der Assistenzärzte geworfen hat... :-kotz

HorstHützel
31.01.2007, 12:19
Gibt's hier nicht Leute aus eher pat.-fernen Fächern wie Laboratoriumsmedizin etc. ? Könnten die nicht mal ehrliche Infos rausrücken ?
Konkrete Infos hierzu bekommen ist schwer. Jedenfalls wenn man direkt in persona nachfragt. Die meisten sagen eh': "Überstunden ? Jeden Tag !" . Stimmt das ??

Und was ist mit "kleinen" Fächern ? HNO z.B. ?

Gruß,
HH

alley_cat75
31.01.2007, 13:40
Wie hier schon richtig gepostet wurde, kommt es tatsächlich auf das Fach und natürlich die jeweilige Klinik an. Ich selbst arbeite zwischen 40-45 h/Woche. Überstunden fast ausschließlich wegen der Briefe. Habe ich Frühdienst, ist um 16 Uhr der SD da und löst aus. Meine Kollegen schieben auch nicht bedeutend mehr Stunden. Überstunden werden gesammelt und als Freizeit abgegolten. Unser Chef achtet sehr darauf, dass das auch eingehalten wird. Eine Freundin von mir ist seit 2 Jahren auf der Derma und macht keine einzige Minute länger. Die Leute, die ich kenne und die ohne Ende schuften, arbeiten alle an Unikliniken. Wer ausschließlich für die Arbeit lebt und anerkannt/berühmt werden will, macht Überstunden, aber es geht definitiv anders und ist auch keine Seltenheit.

Im Übrigen sollte man sich im Klaren darüber sein, dass nicht nur Mediziner dieses massive Mehrarbeitsproblem haben. Glaubt mal nicht, andere Akademiker kämen jeden Abend pünktlich nach Hause. Ach, was rede ich von Akademikern. Der Freund einer Freundin ist Gas-Wasser-Installateur und arbeitet jeden Tag von 7-20 Uhr. Sind auch keine 40 h/Woche, von der miesen Bezahlung ganz zu schweigen.

FataMorgana
31.01.2007, 20:24
Gibt's hier nicht Leute aus eher pat.-fernen Fächern wie Laboratoriumsmedizin etc. ?

Für die Laboratoriumsmedizin kann ich sagen: Eine 40-h-Woche ist nicht drin, 45-60 dürfte Durchschnitt sein. Als Assistenzarzt muss man in der Regel mehr arbeiten als als Facharzt oder gar Partner. Dann kann man - wenn man will - eine recht ruhige Kugel schieben, wobei es trotzdem keine 40-h-Woche wird.

Relaxometrie
31.01.2007, 20:46
Kein Kommentar mehr? Schade.
Ich erhoffe mir wirklich sehr etwas Input.
Wenn ich wüsste, daß ich mit etwas Suche später eine realistische Chance hätte, an halbwegs normale Arbeitszeiten in den meisten Fächern zu kommen, wären mir schonmal viele Bedenken genommen......
Ich verstehe langsam nicht mehr, was Du möchtest. Du stellst jede Menge Fragen, die auch zu guten Diskussionen führen, verlangst dann aber immer wieder, daß man Dir bestätigt, daß Du mit einer sehr hohen Wahrscheinichkeit später gute Arbeitsbedingungen antreffen wirst. Möchtest Du eingelullt werden und nach dem Studium dann selbst die Erfahrung machen, daß die Arbeitsbedingungen in deutschen Krankenhäusern sehr schlecht sind? Oder kannst Du Dich doch noch dazu überwinden, die Realität, so wie sie hier von sehr vielen vernünftigen Leuten beschrieben wird, zu akzeptieren?

Dein Wunsch nach einem geregelten Arbeitsleben als Mediziner ist nicht verkehrt. Du kannst diese Bedingungen aber nicht dadurch erreichen, daß Du so lange fragst, bis unter den vielen Antworten zufällig auch mal eine dabei ist, die Deiner Wunschvorstellung nahe kommt.
Wenn sich die Zustände ändern sollen, darf die Mehrheit der Ärzte die aktuellen Bedingungen einfach nicht mehr akzeptieren. Das wird aber nicht so einfach sein, denn leider sind viele Ärzte kritiklose Mitläufer, die immer darauf hoffen, daß "es" mal besser wird, aber trotzdem einfach so weiter machen, wie es schon immer war.

lore
31.01.2007, 20:59
Ich verstehe langsam nicht mehr, was Du möchtest. Du stellst jede Menge Fragen, die auch zu guten Diskussionen führen, verlangst dann aber immer wieder, daß man Dir bestätigt, daß Du mit einer sehr hohen Wahrscheinichkeit später gute Arbeitsbedingungen antreffen wirst.

ich glaube, du hast ihn einfach falsch verstanden. er möchte nicht hören, dass alles gut wird sondern einfach mehr antworten von mehr leuten. das ist zwar immer noch nicht objektiv aber ein erster einblick.
ob man also von einer über 40%igen chance auf nette arbeitszeiten ausgehen kann, wird sich hier wohl nicht klären.

alley_cat75
01.02.2007, 08:03
:-meinung :-meinung :-meinung


Ich finde es schade, dass sich manch einer hier über bestimmte Frageninhalte erregt. Lasst die Leute doch fragen, was sie wollen. Ich finde da nichts Schlimmes dran. Dass in den meisten deutschen Krankenhäusern die Arbeitszeiten nicht vernünftig geregelt sind, weiss doch jeder. Ist doch interessant, zu hören, ob und wo es dennoch klappt. Das ist doch auch ein Anreiz für diejenigen, die bisher kritiklose Mitläufer sind.

condorito
01.02.2007, 16:32
Gibt's hier nicht Leute aus eher pat.-fernen Fächern wie Laboratoriumsmedizin etc. ? Könnten die nicht mal ehrliche Infos rausrücken ?
Konkrete Infos hierzu bekommen ist schwer. Jedenfalls wenn man direkt in persona nachfragt. Die meisten sagen eh': "Überstunden ? Jeden Tag !" . Stimmt das ??

Und was ist mit "kleinen" Fächern ? HNO z.B. ?

Gruß,
HH

Pathologie: Bei mir derzeit 50-60h/Woche (3. Weiterbildungsjahr)

Ansonsten halte ich die so viel besungene Abstimmung mit den Füssen wohl alles andere als kritiklos.....
Und ich werde mich wohl auch irgendwann ins Ausland verpieseln.
Gruss
condo

Relaxometrie
01.02.2007, 20:28
@ condorito:
Wie sieht eigentlich die Stellensituation in der Pathologie aus?

condorito
01.02.2007, 20:39
Für Anfänger geht so,ausgeschriebene Stellen sind dann eher an erfahrene Assis bzw. Fachärzte gerichtet.
Vielleicht kann Yersinia noch was dazu sagen...