PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : VERGESST UNGARN!!! ALLES NUR REINE ABZOCKE!!!! BEWERBT EUCH BLOSS NICHT!!!



Seiten : 1 [2] 3 4 5 6 7

Messias
13.01.2007, 17:30
das ist ne sache die mich ziemlich wundert, in szeged hat bis jetzt kein einziger abgebrochen (also im gerade endenden erstem Semester)... jedenfalls nicht dass ich wüsste. Alle die gegangen sind haben einen Platz in Deutschland bekommen.
Und soweit ich dass gehört hab, war das in den vorigen Jahren auch nicht anders...

Chris1986
13.01.2007, 19:11
Also das ist bei uns defenitiv anders, zwar sind natürlich einige dabei dir einen platz in deutschland haben, aber auch einige die einfach keinen bock auf die Pécser uni haben und lieber noch 2 Jahre warten.

Also wirklich gut finde ich kein Seminar einige Vorlesungen sind ok, andere eine frechheit. Gut in den Seminaren hängt es stark davon ab welche Dozenten man bekommt, vielleicht habe ich in dieser hinsicht etwas Pech gehabt, aber das entschuldigt meiner meinung nach nichts.

Gut auf die Seminare in Anatomie und Histo kommt es denke ich nicht so sehr drauf an, erfolg in diesen fächern hängt doch sehr davon ab wie viel zeit man vor den Büchern verbringt.

Aber in Biologie und Chemie ist das schon ein größer nachteil, denn aus den seminaren dort konnt ich garnichts mitnehmen.

Am schärfsten fand ich die Physikvorlesung, zitat, sinngemäß:

„Sehen sie verstehen brauchen sie das nicht, lernen sie einfach diese roten kästchen in meiner Präsentation auswendig, können sie auch nach der Prüfung wieder vergessen, aber für die Prüfung reicht das“

Conse
14.01.2007, 15:42
@Chris1986:

dann brech das studium ab, wenns dir nicht gefällt und mach was anderes. hier rumjammern und mist erzählen, solche leute habe ich gern....


auch in deutschland gibt es gute und schlechte dozenten und wenn ich mir die weltweiten uni rankings anschaue, sind ungarische unis nicht so schlecht wie sie hier dargestellt werden.

mfg conse

Eimchen
14.01.2007, 19:00
ich kann mich nur anschließen:
bisher habe ich mich in szeged sowohl an der uni, als auch im land immer gut aufgehoben gefühlt.
die seminare sind gut, die profs auch und dafür, dass sie in einer komplett anderen sprache unterrichten, die NICHT ihre muttersprache ist, kann man den ein oder anderen fehler leicht verzeihen....
ich lasse nach wie vor nichts auf ungarn kommen, denn ohne die uni in szeged säße ich noch immer in deutschland OHNE studienplatz fest und würde däumchen drehen.
wenn man schon über ungarn lästern muss oder will, dann bitte nicht unzulässig verallgemeinern, denn nicht hieb und stichfeste argumente gegen eine uni vorzubringen, die man nicht kennt, finde ich nicht in ordnung.

eatpigsbarf
14.01.2007, 19:52
Am schärfsten fand ich die Physikvorlesung, zitat, sinngemäß:

„Sehen sie verstehen brauchen sie das nicht, lernen sie einfach diese roten kästchen in meiner Präsentation auswendig, können sie auch nach der Prüfung wieder vergessen, aber für die Prüfung reicht das“


Sorry, aber sowas hörst Du hier an den deutschen Unis auch... Grad in den naturwissenschaftl. Fächern, wo sich ein Großteil der Profs sowieso keine Mühe für die uninteressierten Mediziner gibt :-). Verklär dir da mal die deutschen Unis nicht zu sehr.

Und so blöd das auch klingt: wenn Dir einer sagt, du sollst die roten Boxen für einen Test lernen, dann tu das bloß, besser, als wenn Du keinen S^chimmer von irgednwas hast. Denn den Großteil des Gelernten kann man wirklich nach jeder Prüfung vergessen... Insofern wäre ich in Physik froh über solche Hinweise gewesen, denn bei mir stand da irgendein arabischer Wissenschaftler, der nicht wußte wie das Mikro ging und in einer unleserlichen Schrift an die Hörsalltafel schrieb. War insofern genauso unverständlich un sinnlos.
Und mal ganz ehrlich: Vorlesungen, die man nicht versteht, kann man wirklich überall nachlesen. Die geben nichts anderes wieder, als in den Büchern steht. Ich bin in 12 Semestern Uni nur in den ersten beiden Semestern hingegangen, und davon war mein Vorlesungsbesuch im 2. Semester auch mehr zur Pflege sozialer Kontakte gedacht. Den Rest muß man sich sowieso aus Büchern anlesen, so hart das auch klingt. Heute sind durch die neue AO zwar massenweise Vorlesungen und Seminare zu Pflichtveranstaltungen geworden, aber es schadet wirklich niemanden, sich auf seinen Hosenboden zu setzen und die Augen zur Wissensaneignung zu benutzen. Und daß man für viele Dozenten als Student reine Zeitverschwendung im schon vollgestopften Tagesablauf ist, das gehört leider einfach dazu... So traurig das wirklich ist, aber es ist bei den meisten Fächern leider die harte Realität...

SynC
15.01.2007, 11:16
Jetzt nochmal zum Thema Qualität der Ausbildung in Ungarn: Ein Kumpel von mir hat letztes Semester sein Physikum in Ungarn gemacht und ist jetzt im 1.klin. in Tübingen. Soweit ich das beurteilen kann hat er in Budapest wirklich viel mitnehmen können! Beispielsweise haben sie durchgehenden Präpkurs vom 1. bis zum 4. Semester. Gibts sowas auch an deutschen Unis? Ich denke nicht. Ich könnte mir sogar vorstellen, dass die vorklinische Ausbildung zumindest in Budapest besser ist als an dem größten Teil der deutschen Unis.
Das Szeged und Pecs nicht an die Qualität von Budapest herankommen dürfte ja eh klar sein. Aber sooo schlecht sind sie sicher auch nicht!

ehemaliger User 05021
15.01.2007, 11:38
ich denke es muss nicht immer nur um besser oder schlechter gehen. Es ist sowieso alles so subjektiv ... kennt ihr das nicht auch, dass egal wen du fragst, er wird steif und fest behaupten, dass die Vorklinik an seiner Uni die schwerste ist. Ich kenne Leute die in Budapest studieren und ich glaube der große Unterschied ist einfach, dass dort gesiebt wird, sprich die Schlechten raussortiert werden. Das passiert in Szeged, aber die Ausbildung, der Stoff und die Qualität würde ich zumindest als ähnlich betrachten ...
Letztendlich geht es immer darum was man persönlich mitnimmt. Die Qualität der Ausbildung ist dabei in meinen Augen nur eine zusätzliche Hilfe, denn wieviel man lernt, ob man fleißig ist, ob man über den Stoff hinaus interessiert ist oder ob man ein guter Arzt wird, hängt nicht davon ab, wo man seine Vorklinik gemacht hat.
An den Thread-Eröffner noch ein paar worte: ich würde einfach weniger darüber nachdenken, was alles schlecht ist und wie unzufrieden du bist und mehr Dankbarkeit zeigen und erkennen, dass du einer der wenigen bist, die trotz schlechten schnitts die Möglichkeit haben, Medizin studieren zu dürfen. Wenn man deinen Beitrag liest, dann versteht man langsam die Wut und das Unverständnis der deutschen Studenten gegenüber den "reichen" Ungarnstudenten, denn auch noch im großen Stil motzen, obwohl man ein echtes Privileg genießt ist schon stark. Dass nicht alles immer top läuft ist logisch, aber erstens kann dir das in deutschland auch passieren und zweitens würde ich nicht alles über einen kamm scheren. Ich will nichts unterstellen, aber oft spielt bei solchen Äußerungen auch persönliche unzufriedenheit und evtl auch überforderung mit der situation eine rolle ...

M.C.K
15.01.2007, 12:04
Ich studiere auch in Pecs und hab dieses Jahr angefangen.
Was das Studienbüro angeht kann ich nur zustimmen, die sind nicht sehr hilfsbereit für deutsche Studenten (habe nach 4 Monaten immernoch keinen Studentenausweis). Es stimmt auch, dass die meisten Seminare und Vorlesungen nutzlos sind (gehe ich seit etwa 3 Monaten nicht mehr hin) aber ich denke an deutschen Unis gibt es auch ähnliche Probleme.
Es geht nur darum, dass man durch die Prüfungen zum lernen gezwungen wird und dass man die Vorklinik angerechnet bekommt. Wem das reicht, für den ist Ungarn (bzw. aus meiner Sicht Pecs) eine gute Wahl.

Worüber man sich wirklich beschweren kann ist das aussieben hier in Pecs. 170 Leute wurden im ersten Semester aufgenommen und im 3. ist nur Platz für nicht mal 100. Da kann man schon ein bisschen sauer sein, wenn man sieht dass 80% des Jahrgangs den Bio-Endsemestertest nicht bestehen. :-meinung

Conse
15.01.2007, 16:43
Das Szeged und Pecs nicht an die Qualität von Budapest herankommen dürfte ja eh klar sein. Aber sooo schlecht sind sie sicher auch nicht!

naja da sprechen die weltweiten uni rankings eine andere sprache. da steht SZEGED eindeutig vor budapest. macht aber nix :D

ich hab jetzt keine lust den ranking link rauszukramen, ich hab ihn aber in irgendeinem thread hier schon mal gepostet...sprich ich hab mir das nicht ausgedacht. ^^

mfg conse

Leisure Suit Alex
15.01.2007, 17:56
naja da sprechen die weltweiten uni rankings eine andere sprache. da steht SZEGED eindeutig vor budapest. macht aber nix :D

ich hab jetzt keine lust den ranking link rauszukramen, ich hab ihn aber in irgendeinem thread hier schon mal gepostet...sprich ich hab mir das nicht ausgedacht. ^^

mfg conse

Rankings sind aber auch sehr subjektiv und es gibt doch zum Teil gravierende Unterschiede zwischen den Rankings... Ich persönlich traue ja nur den Statistiken, die ich selbst gefälscht habe ;-)
Aber ich stimme Josch im Großen und Ganzen zu, ist eine tolle Chance in Ungarn früher mit dem Studium zu beginnen, wie gesagt ein Privileg das sich nicht jeder leisten kann. Wenn es einem dann aus was auch immer für Gründen nicht zusagt kann man ja immer noch aufhören und auf einen Platz in Deutschland warten - ist halt Schade ums Geld, aber mehr auch nicht.

Mati
16.01.2007, 12:09
Kann Josch nur zustimmen,
besonders an den Threadersteller: Komm doch mal von deiner rosaroten Traumwolke runter, was glaubst du denn wo du hier in Pécs bist? Sicher nicht an irgendeiner elitären Privatuni, die Gebühren sind Tourismuseinnahmen, nichts anderes. Du bezahlst natürlich nicht für eine Top-Ausbildung sondern dafür, daß du früher anfangen kannst zu studieren als in Deutschland.
Ana und Histo kann ich sicher nicht beurteilen (englischer Studiengang), aber zumindest Bio war doch schaffbar (Kenne einige, dies geschafft haben, und das sind sicher keine Superstreber). Klar sind viele Vorlesungen und Seminare nutzlos, was hilft es denn, sich darüber aufzuregen? Die Möglichkeit zur Einflussnahme ist hier doch noch viel geringer als in Deutschland!
Würd dir ja eher raten, rauszufiltern, was du für die Prüfungen brauchst, auch wenns nur rote Kästchen sind. Das hier ist die bescheuerte Vorklinik, da geht es ums Bestehen, und natürlich filtern sie sehr übel hier. Auch das sollte einem klar gewesen sein, bevor man hierher gekommen ist. Anstrengen statt Jammern! Und sorry, aber wer sich das VBJ aufschwatzen lässt, ist sowieso selbst schuld!

Achso, bitte keine Seitenhiebe von wegen englischer Studiengang. Auch wenn wir teils andere Fächer im 1. Semester haben, und ihr sicher mehr tun musstet.....du beschwerst dich aber über die Qualität, und die ist sicher gleich schlecht.

Chris1986
16.01.2007, 18:30
Ja mati, du sagst es, die qualität ist gleich schlecht, in beiden studiengängen. aber das darf man doch mal in aller deutlichkeit publik machen, damit sich andere ein bild von Pécs machen können, um selber zu entscheiden was sie machen wollen. Warten oder halt nach ungarn.

Aber an den anderen uni scheint es doch besser zu laufen, wie man aus den anderen Beiträgen entnehmen kann und das ist doch eigentlch eine wertvolle info.

Aber das wir in unserer Situation keine andere wahl haben ist klar, aber das entschuldigt doch nicht das Pécs eine einzigste Frechheit ist.

gk#3
16.01.2007, 18:40
Leude leude, ich wollt ja nichts sagen zu der Diskussion, tus aber jetzt trotzdem!

Wo ist eigentlich euer Problem? Es gibt eine Millionen Seiten und Foren in denen man sich informieren kann, wie gut oder schlecht das Studium in Ungarn ist, allein hier bei Medilearn gibts darüber ne Menge! (Auch wenn ein großteil davon Bullshit ist und nicht wirklich etwas taugt, kann man sich doch ein gewisses Bild machen) Und dann bewirbt man sich halt nicht für Pecs sondern nur für Szeged oder Budapest oder beides! Und dass man hier ganz ordentlich in die Tasche greifen muss, weiß man auhc vorher, aber immerhin bietet sich damit einem die Möglichkeit, mit dem Studium anzufangen und nicht 4 Jahre in Deutschland warten zu müssen!
Klar, es gibt auhc ein paar Dinge, die mir nicht passen (z.B. dass man in einigen Fächern seine Klausuren nicht einsehen darf oder dass sie plötzlich die Gebühren fürs 4. Semester anheben, sollte ursprünglich nämlich 4tausendnochwas kosten und is jetzt auch bei 5400 wie die anderen semester).
Aber hey.... man kann mit dem Studium anfangen.... man schafft vielleicht sogar sein Physikum.... man hat dann auf jeden fall was in der Tasche.... und einige Unis in Deutschland sind der Auffassung, dass wir hier in Ungarn zum teil ne wesentlich bessere Ausbildung genießen (4 Jahre Anatomie spricht schon für sich oder die Tatsache, dass man in Biochemie und Physio zusammenhänge lernen muss und nicht nur stupide kreuzt)

Also alle, die meinen, hier groß rumzutönen, wie ******* Ungarn ist:
es zwingt euch keiner, hier zu studieren! Also fangt gar nicht erst an, wenn euhc das alles nicht passt!

SynC
16.01.2007, 20:13
und einige Unis in Deutschland sind der Auffassung, dass wir hier in Ungarn zum teil ne wesentlich bessere Ausbildung genießen (4 Jahre Anatomie spricht schon für sich oder die Tatsache, dass man in Biochemie und Physio zusammenhänge lernen muss und nicht nur stupide kreuzt)


Stimmt absolut. Hab ich hier mehrmals mitbekommen!

ehemaliger User 05021
16.01.2007, 21:01
ich muss auch ehrlich sagen, dass ich nicht das gefühl habe schlecht ausgebildet zu werden ... ganz im gegenteil, ich denke grade in Anatomie lernen wir detaillierter und über die Zeit verteilt, sodass man nachher auch was davon hat. Das steht ja im gegensatz zu den ein-semester-anatomie-kursen in deutschland ... find ich geisteskrank.

niklasb
16.01.2007, 21:15
Viele Universitäten in Deutschland haben auch ein 4-semestriges-Anatomieprogramm. Die Uni Gießen zum Beispiel. Vor einigen Jahren noch - wie anderorts auch und noch üblich (Uni Ulm) - auf das 3te Semester beschränkt jetzt auf 4 Semester verteilt.
Ich möchte der hoch gelobten Ausbildung in Anatomie an ungarischen Universitäten widersprechen und damit ein Punkt ansprechen, der auch in anderen Fächern nur allzu gegenwärtig ist: der fast schon unsinnige Detailreichtum, der bei den Prüfungen in Anatomie verlangt wird. Während man sich in Deutschland - natürlich nicht zuletzt wegen der zeitlichen Kürze (2 oder gar nur 1 Semester) - auf die anatomischen Strukturen mit Verknüpfung von Klinischem beschränkt, züchtet man in Anatomie künstliche Klein-Anatomen. In diesem Zusammenhang ist auch ganz klar der oftmals unfaire Prüfungsablauf zu nennen. Weil man die Frage nach den Wänden des Canalis adductorius nicht wie gewünscht mit allen Einzelheiten und Schnelligkeit nennen kann, muss man zur Nachprüfung erscheinen. Zu Bestehen hat allzu oft etwas mit Glück zu tun (das Richtige gelernt zu haben oder gefragt zu werden) oder indem man alles bedingungslos weiß. Von Bestehensgrenzen von 60% kann man da doch nur träumen.
Natürlich kann man die Härte auch für Gut empfinden - schließlich heißt das, dass man viel (mehr) lernen muss - aber die damit verbundene Unberechenbarkeit und Unfairness, die oftmals von den Prüfern an den Tag gelegt wird ist auf Dauer anstrengend.

Messias
16.01.2007, 22:16
Ich möchte der hoch gelobten Ausbildung in Anatomie an ungarischen Universitäten widersprechen und damit ein Punkt ansprechen, der auch in anderen Fächern nur allzu gegenwärtig ist: der fast schon unsinnige Detailreichtum, der bei den Prüfungen in Anatomie verlangt wird. ... züchtet man in Anatomie künstliche Klein-Anatomen.

--- besser zu viel wissen als zu wenig!


In diesem Zusammenhang ist auch ganz klar der oftmals unfaire Prüfungsablauf zu nennen. Weil man die Frage nach den Wänden des Canalis adductorius nicht wie gewünscht mit allen Einzelheiten und Schnelligkeit nennen kann, muss man zur Nachprüfung erscheinen. Zu Bestehen hat allzu oft etwas mit Glück zu tun (das Richtige gelernt zu haben oder gefragt zu werden) oder indem man alles bedingungslos weiß. Von Bestehensgrenzen von 60% kann man da doch nur träumen.
Natürlich kann man die Härte auch für Gut empfinden - schließlich heißt das, dass man viel (mehr) lernen muss - aber die damit verbundene Unberechenbarkeit und Unfairness, die oftmals von den Prüfern an den Tag gelegt wird ist auf Dauer anstrengend.

--- stimmt geht mir auch aufn sack, aber man lernt dadurch doch ganz ordentlich, auch wenn das ergebnis oft einfach sehr unbefriedigend ist (vor allem wenn einen der prüfer nicht so mag)...

SynC
16.01.2007, 22:21
Mag sein, dass die Leute in Ungarn zuviel Wert auf Detail legen ( z.B. in Biochemie und Physio sind Großer Löffler und Silbernagl Vorgabeliteratur für die Klausuren). Also sehr viel Detailgelerne. Aber hallo? Das ist immer noch besser als diese dämlichen 1.Semester-Präpkurs-komplett-Touren in Deutschland. Mag ja Ausnahmen geben wie oben genannt. Bei der Mehrheit ist das aber nicht der Fall - und dadurch bleibt von der Anatomie leider viel zu wenig hängen.
Ich finde die Vorklinik sollte da in Deutschland viel gestreckter sein, d.h. Biochemie, Anatomie und Physio - alle 3 Fächer - vom 1. bis 4. Semester durchgehend.

jea.ww
16.01.2007, 22:32
Hallo ihr "Lieben"!
Also zunächst möchte ich eines klarstellen, es ist wirklich eine Unverschämtheit, wie hier über ungarische Universitäten und die Ausbildung v.a. in Pécs hergezogen wird. Habe selbst 2004 in Pécs begonnen und letztes Jahr mein Physikum gemacht - jetzt studiere ich in Hamburg.
Ihr alle, die hier über Ungarn und den hohen Preis herziehen ihr habt nur einfach bisher keine realistische Einschätzung der Situation - ich weiss nicht ob ihr es nicht besser wisst oder wegen schlechter Leistungen frustiert seid, aber das was ihr hier schreibt ist einfach nur ohne adäquates hintergrundwissen und ohne genügend Erfahrung v.a. was Pécs angeht!!!!
Ich bin wirklich entsetzt.
Seid ihr wirklich der Meinung, dass z.B. Physik wirklich Relevanz für das Medizinstudium hat - bzw. eine so grosse wie ihr es hier versucht der Universität anzukreiden??? Kann ja wohl nicht euer Ernst sein. Und im übrigen, die Dinge wie MRT und ähnliche wichtige Grundlagen mediz. Untersuchungsmethoden habe ich zumindest in Pécs erlernt - und weiss sie heute noch.... hatte den selben Prof. - bin ich schlauer oder seid ihr nicht akribisch genug etwas Unverstandenes nachzulesen? Außerdem kann ich euch sagen, dass Freunde von mir die in D studiert haben, Physik im Physikum einfach weggelassen haben, also bitte macht euch nicht lächerlich.
Und was die "Abzocke" angeht: entweder du oder besser gesagt deine Eltern sind bereit den hohen Preis zu zahlen oder du kannst eben erstmal gar nicht studieren.... was man machen möchte kann doch jeder selber entscheiden. Und ich war auch nicht immer zufrieden mit allen Kursen, aber ich merke jetzt, dass ich "als überzüchteter Kleinanatom" hervorragend für die KLinik gerüstet bin.Zudem möchte ich euch eines sagen, jetzt bin ich an einer dt. Uni und es ist auch hier so es gibt gute und schlechte Kurse.
Ihr bekommt die Möglichkeit überhaupt zu studieren und wer es nicht durchhält, der hat eben den falschen Weg für sich gewählt, NUR weil man nicht alles sofort kapiert kann man nicht sagen die UNi wäre schlecht, seltsam, dass es mit mir ca. 60 Leute geschafft haben das Physikum in Pécs zu machen. Und wir waren da die ersten, wir hatten im Gegensatz zu euch noch keine Altfragen o.ä. , aber wir haben es geschafft.
Außerdem zwingt dich keiner dazubleiben - geh lieber wieder heim, wenn du es nicht packst. Ist ja keine Schande - jeder muss seinen eigenen Weg wählen, aber unqualifizierte Kommentare abzugeben ist nicht erwünscht.
Und was das Niveau oder die Qualität angeht, ist nur eines zu sagen, die Frage in diesem ganzen Studium ist genau eine: WER KANN SICH AUF DEN ARSCH HOCKEN - UND WER NICHT???? IN DEUTSCHLAND WIE IN UNGARN. Ihr glaubt doch wohl nicht im Ernst, dass in D es wen interessiert, wenn ihr was nicht kapiert - man kann wie in Ungarn fragen - und ich persönlich habe es dann entweder kapiert oder selbst erarbeitet. Keiner trägt euch den Stoff auf dem Silbertablett vor und löffelt ihn euch rein.
:-meinung :-meinung :-meinung :-meinung :-meinung :-(

Sackbauer
16.01.2007, 22:43
Im angloamerikanischen Bereich hat Anatomie einen VIEL geringeren Stellenwert. Dort wird viel mehr auf klinische Relevanz gelegt. Was interessiert mich der hinterste Aste der A. wassweissichwas?

Man kann es auch uebertreiben. Gutes Anatomiewissen ja, nur sollte das immer im klinischen Kontext betrachtet werden. Ach ja, das wird bei den Anatomen schwierig, denn die haben ja noch nie einen lebenden Patienten gesehen.