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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Erstveröffentlichung der Diss als Fachartikel



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Keenacat
06.12.2010, 16:09
Argh, sorry fürs missverständliche Ausführen.
Was ich meinte ist, dass die Zweitautoren (mehrere möglich) untereinander gleichberechtigt nach dem Erstautor sind - nicht gleichberechtigt MIT dem Erstautor. Tüdelü... Also, du bist quasi nicht Drittautor, wenn du an dritter Stelle stehst, sondern auch Zweitautor.

SynC
06.12.2010, 18:51
Wieder ne Frage: Einer steht dann z.B. als Zweitautor an 3. oder 4. Stelle auf einem Paper. In Bezug auf eine Promotion macht das dann keinen Unterschied, ob der Zweitautor an 2.,3. oder 4. Stelle steht? Ist ja leicht dämlich, so wird abgesehen von Erstautor/Zweitautor keinerlei Differenzierung vorgenommen, wer wieviel zum Paper beigetragen hat.

Rico
07.12.2010, 19:55
Ist ja leicht dämlich, so wird abgesehen von Erstautor/Zweitautor keinerlei Differenzierung vorgenommen, wer wieviel zum Paper beigetragen hat.Nee, is chon in Ordnung so, schließlich kann das extrem schwierig sein, die einzelnen Beiträge in Bezug auf ihre "Wertigkeit" gegeneinander aufzurechnen.
Hat nun derjenige, der den Probanden angeworben, untersucht und ihm Blut abgenommen hat mehr oder weniger beigetragen als der, der dann nachher im Labor die Werte bestimmt hat? Und wo sortiert sich der Neuroradiologe ein, der ein funktionelles MRT gefahren und befundet hat...
Das wäre ja ein konstanter Quell an Zwietracht in den beteiligten Arbeitsgruppen...

MRSA
03.01.2011, 23:30
Was ist, wenn man Zweitautor eines Papers ist, das nur indirekt mit der Doktorarbeit zu tun hat? Welchen Effekt hat das auf die zu erwartende Note?

Wird eigentlich der Notenvorschlag des Doktorvaters meist angenommen oder werten es die anderen Gutachter tendentiell eher ab?

Rico
06.01.2011, 22:32
Was ist, wenn man Zweitautor eines Papers ist, das nur indirekt mit der Doktorarbeit zu tun hat? Welchen Effekt hat das auf die zu erwartende Note?Eigentlich keinen.
Benotet wird schließlich die Doktorarbeit und nicht das, was andere mit einem Teil der Daten in der "Zweitverwertung" machen.
Wenn Du für Deine Arbeit beispielsweise die Parameter A und B bestimmst und miteinander korellierst, wieso sollte dann Deine Note eine andere werden, wenn jemand anders aus der Arbeitsgruppe den Parameter B mit dem von ihm bestimmten C korelliert und ein Paper darüber schreibt?
Oder was für eine Konstellation schwebt Dir da vor?

Wird eigentlich der Notenvorschlag des Doktorvaters meist angenommen oder werten es die anderen Gutachter tendentiell eher ab?Der Zweitgutachter wird in der Regel folgen und da im Zweifelsfall keinen Konflikt vom Zaun brechen - außer beim Summa, das müssen beide Gutachter ja dann vor einem Drittgutachter o.ä. begründen, da müssen sie auch schon beide dahinterstehen und das wird eher nicht aus Gefälligkeit hinterhergeworfen. :-meinung

jahon_K
31.05.2011, 21:39
Hey Leute,

reanimiere auch noch mal diesen Thread, weil ich eine exp. Arbeit ohne Erstautorenschaft angenommen habe. Das ist mir gleich zu Beginn deutlich gesagt worden.
Jetzt habe ich allerdings festgestellt, dass die Notenvergabe u.a. auch vom Status der Autorenschaft abhängt.
Meine Frage lautet nun, wie wichtig die Note der Diss. ist? Fragt da ein künftiger Chef nach??
Vielen Dank für die Antworten???

blubb
01.06.2011, 12:50
Wenn du nicht habilitieren möchtest oder nicht grade mortzmäßig in dem besagten Bereich an ner UKL weiterforschen möchtest, kräht wirklich kein Hahn danach.

Die Niere
02.06.2011, 11:04
Die Arbeit an sich, ist sehr gern gesehen, die Note jedoch absolut sekundär. Wenn du Karriere in der Forschung machen willst, bereits deinen PhD am Horizont warten siehst und die Uni liebst, wäre deine Arbeit sowieso die falsche. Also mach dir keine Sorgen...

Madame Bouvier
19.10.2013, 11:20
Woher weiss ich ob die Doktorarbeit eine Arbeit ohne/mit Erstautorenschaft ist???? Wird jede Arbeit veröffentlicht? Ich hab mir bis dato darum noch keine Gedanken gemacht :-( Also mein Doktorvater meinte aber mal dass mir mit dieser Arbeit auch eine W3 Professur offen stünde (hahaha), kann ich das als Indiz für eine Erstautorenschaft werten? Was heisst das genau? Es handelt sich bei mir um eine Arbeit im Rahmen eines EU Projekts... Ich treff mich nächste Woche mit ihm, verdammt irgendwie hab ich das Gefühl ich bräuchte einen Anwalt für wissenschaftrecht, der mir erklart was sache ist hahah

SteveMcQueen
19.10.2013, 11:30
Wenn es eine angemeldete Publikationspromotion ist, musst Du Erstautor oder Co-First Autor des entsprechenden Papers sein. Sonst erkennt das Promotionsbüro die Arbeit nicht als Diss an. Das musst Du vorher klären. Wenn Du eine "richtige" Diss über 60-120 Seiten aus Deiner Arbeit und den gewonnenen Daten schreibst, dann bist Du eher Mitautor (so 3. oder 4. Stelle) des entsprechenden Papers, was aus Deiner Arbeit und gewonnenen Daten (wohl eher) von Deinem Betreuer geschrieben wird.

An welcher Stelle Du da stehst hängt von der Nettigkeit Deines Betreuers/Doktorvaters ab. Mir wurde von Anfang an gesagt, dass ich keine Chance auf eine Erstautorenschaft habe. Das war mir aber egal, ich wollte das Thema und den Fachbereich. Ich war dann letztendlich an 4. Stelle im Paper gelistet, hatte aber eine tolle Diss.

Madame Bouvier
19.10.2013, 11:45
Ich fühl mich grad blöd wie brot, aber woher weiss ich, ob es sich um eine Publikationspromotion handelt? Bei der Anmeldung (Anzeige der Promotion mit Projektszizze etc.) stand da nix von Publikationspromotion oder sonstigem?
Wenn es sich nicht um eine Publikationspromotion handelt habe ich dann überhaupt ne Chance auf ein Magna (oder Summa)? was ist das überhaupt für ein System, in dem es bei der Note nicht um die Qualität der Arbeit sondern sie von irgenwelchen wissenschaftsbürokratischen Modi abhängt? Mein doktorvater ist echt nett und schon habilitiert (aber noch PD)....

PS: Danke erstmal für deine ausführliche antwort!

SteveMcQueen
19.10.2013, 11:55
Publikationspromotion heisst ja nur, dass Du keine normale Diss schreibst, sondern ein Paper (8-10 Seiten auf Englisch) was in einem Journal (ich glaub unter den top 50) veröffentlich werden soll. Das musst Du alles vorher mit Deinem Doktorvater besprechen. Er sagt Dir dann, was er sich vorstellt. Wenn Du eine normale Dissertation schreibst, dann werden es eben die 60-120 Seiten einer regulären Dissertation.

Was es letztendlich für eine Dissertation wird, ist für die Note egal. Auch Publikationspromotionen werden sehr gut benotet, wenn das Thema bzw. das Journal einen guten Ruf haben, bzw. es eine anspruchsvolle experimentelle Arbeit war/ist.

Summa cum laude ist allerdings extrem schwierig, das schaffen wirklich nur ein handvoll Studenten, die dann aber bestimmt irgendwann mal Chef irgendwo werden...;-)

Madame Bouvier
19.10.2013, 12:00
Vielen dank! Ne es handelt sich um eine reguläre Disseratation! Ich hab gelesen, dass der Doktorvater die arbeit bewertet. Ist das nicht eigentlich ein Intressenkonflikt? Es ist ja auch sein Projekt und er hat die arbeit begleitet etc.

SteveMcQueen
19.10.2013, 12:04
Ich hab gelesen, dass der Doktorvater die arbeit bewertet...


Gott sei Dank! ;-) :-))

Madame Bouvier
19.10.2013, 12:09
Wieso ist das nicht immer der Fall? Ich frag mich grad, lesen die die überhaupt oder schauen die sich nur die Ergebnisse an und halten den daumen hoch oder runter ;-) ?

Madame Bouvier
19.10.2013, 12:13
PS: wer ist der kerl auf deinem Profilfoto???

SteveMcQueen
19.10.2013, 12:18
Ich glaube nicht mehr so ausführlich, das variiert aber.