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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Hand auf's Herz - Wie viel Freizeit bleibt euch unter'm Strich?



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Hardyle
04.02.2007, 14:18
@Giant/wanci: Jo, da mögt ihr wohl recht haben ...
Von der Seite blöd angequatsch zu werden, wenns grad mal interessant wird, das kann ich jetzt auch nicht leiden, wo bei man doch als Frau dann noch den Vorteil hat beidem zuhören zu können. :-))
Ganz so extrem wars auch nicht gemeint. Aber ich denke eine gewisse Grundlage werden die VL schon vermitteln ... sonst würde man sie ja nicht benötigen oder?

Kieler Sprotte
04.02.2007, 14:18
Wieso sollte Vorlernen denn nichts bringen?

Ich hatte mir damals in meiner Freizeit ein klein wenig Anatomie zugeeignet, was letztendlich gar nicht mal so verkehrt war. Somit kann ich eigentlich jedem nur empfehlen, ein klein wenig vorzulernen. :-)

Giant0777
04.02.2007, 14:20
Also, ichhabe mit Zeeck und ´n Anatomiebüchlein so 3 Monate vorher angefangen zu lernen, aber ausser das es mir einen persönlichen Wissengewinn gebracht hat, kann ich nicht sagen, dass es für´s Studium ernstlich was gebracht hat. Ist doch sehr abhängig davon, was der Dozent nachher vermittelt, dass kannste vorher eh nicht einschätzen!

Relaxometrie
04.02.2007, 14:22
Denkt ihr denn, dass das Vorlernen wirklich etwas bringt? Vllt. sogar geringfügige Zeitersparnisse während des Studiums?

Vorlernen bringt nichts, wenn Du das nur machst, um im Studium evtl. Zeit zu sparen.
Wenn Du aus Interesse jetzt schon mehr machst, als es für Deine derzeitige Ausbildung nötig ist, kann es natürlich nicht schaden. Der Prometheus ist auch keine überflüssige Anschaffung. Aber ein Buch ist schnell gekauft. Sich dann auch die Zeit zu nehmen, sich damit wirklich zu befassen, ist schon schwieriger.


Oder sollte man das Ganze einfach ganz entspannt auf sich zukommen lassen...?LG
Das Optimum wäre es, wenn Du jetzt aus Interesse am Fach mehr machst, als nötig, und dann mit einem soliden Grundstock ganz entspannt ins Studium gehst.
Lieber die etwa zu simpel erscheinenden Bücher wirklich beherrschen und erstmal an den Grundlagen arbeiten, als jetzt Bücher zu horten, die noch zu komplex sind.

Giant0777
04.02.2007, 14:22
[QUOTE=HardyleAber ich denke eine gewisse Grundlage werden die VL schon vermitteln ... sonst würde man sie ja nicht benötigen oder?[/QUOTE]

Na, wenn das mal immer so wäre.... :-sleppy

Hardyle
04.02.2007, 14:51
@Giant: lol ... aha, dann kriegt ihr also im Studium nichts beigebracht :-D
Aber, man schwänzt ja gelegentlich auch mal den Unterricht, wenn man denkt, dass es einem nichts bringt oder man genug anderst zu tun hat - viel anderst wird das dann später auch nicht sein ...


Vorlernen werde ich wohl eher auch nicht ... aber mal rein aus Interesse (wie schon gesagt wurde) mal etwas durchlesen und sich informieren sicherlich! Außerdem mach ich ja noch FSJ vorher, da kann ich mich dann noch ein bissle umschauen ...
Normal müsste ja auch das Studium so konzepiert sein, dass einer, der keinen Bio-LK hatte oder nicht vorgelernt hatte mitkommt ... eher dann das lernen, was man für Klausuren auch braucht ...

tadeus_t
04.02.2007, 16:17
@Giant: lol ... aha, dann kriegt ihr also im Studium nichts beigebracht :-D
Warte einfach mal ab bis dein Studium angefangen hat und du siehst, dass die Vorlesungen zu 99,9% eine Penisschau durchgeknallter älterer Herren sind, die zurück zu ihren Reagenzgläsern oder Leichen wollen, statt dir das zu erzählen, was du für deine Prüfung brauchst. Bestenfalls foltern sie dich wochenlang mit Gerede über ihre favorisierten Themen oder, wenns mal wirklich passt, mit ihren Forschungsgebieten. Ich entsinne mich da nur an die Situs-VL im 2. bei Prof. K. Ich war ungefähr einmal die Woche da und trotzdem ging es jedes mal um die Bursa omentalis.
Naja, zurück zum Thema:
Klar hat man viel Freizeit. Vorlesungen lässt man weg (s.o.) und wenn nicht gerade Klausuren anstehen braucht man für die Uni auch so gut wie nichts zu machen: Physio-Protokoll schreiben (Ausdrucken im Copy-Sho), Biochemie-Praktikum vorbereiten (halbe Stunde vorher in der Mensa), vor einem GUTEN Seminar (fast genauso rar wie gute Vorlesungen) etwas nachlesen. Das macht einen wirklich nicht fertig, lass dich da mal nicht stressen. Vor der Klausur heißt es dann wirklich Essen, Getränke, (Kippen) für 10 Tage einkaufen und durchpowern von morgens um 8 bis abends um 8. Und selbst da bleibt noch Zeit für ein Bierchen mit Freunden. Bisher war damit alles auf Anhieb zu schaffen.
TT

Meridion
04.02.2007, 16:44
Ganz genau so isses aber. Das Studium richtet sich nach dem GK und zumindest die Vorklinik könnte man zu 95% aus Büchern und Lerngruppen ohne Anleitung erarbeiten. Weil eben 95% Faktenwissen sind. Das ist wie eine große Ansammlung aus Lernfächern aus der Schule, nur sagt Dir keiner "wenn sie aus dieser Tabelle wissen, dass es zwei Gruppen von xy gibt ist gut", sondern es wird eben verlangt, dass XY bei Differenzierungsschritt YX über Rezeptorkaskade XZ den Effekt 0815 stimuliert oder hemmt; oder welche Zellen in Schicht A von Organ B die Kernform C haben; warum die so aussehen? Können Dir die Dozenten oft (und ich meine OFT, nich manchmal) selbst nich sagen, ist eben so...

Und dementsprechend ist auch das Lernpensum. Wenn man sich Begriffe leicht merken kann und gute Eselsbrücken hat gehts ok, wenn man nach logischen Zusammenhängen sucht und versucht, Systematiken zu verstehen, eher nicht.

Ein guter Mix aus sinnig ausgewählten Vorlesungsbesuchen (zB bei Übersichtsvorlesungen) und Seminar-Nachbereitung find ich ganz ok. Es ist eben überhaupt nicht, null komma null wie in der Schule, das muss einem klar sein. Es interessiert keinen, ob Du studierst oder Taxi fährst, kommst oder gehst, überlastet bist oder Dir alles zu leicht fällt. Du bist Deine Matrikelnummer. Punkt.

Meridion

Lifendhil
04.02.2007, 16:57
Warte einfach mal ab bis dein Studium angefangen hat und du siehst, dass die Vorlesungen zu 99,9% eine Penisschau durchgeknallter älterer Herren sind, die zurück zu ihren Reagenzgläsern oder Leichen wollen, statt dir das zu erzählen, was du für deine Prüfung brauchst.

Sehr treffend formuliert... achja *seufz*

lille_dronning
04.02.2007, 17:07
Physio-Protokoll schreiben (Ausdrucken im Copy-Sho), Biochemie-Praktikum vorbereiten (halbe Stunde vorher in der Mensa), vor einem GUTEN Seminar (fast genauso rar wie gute Vorlesungen) etwas nachlesen. Das macht einen wirklich nicht fertig, lass dich da mal nicht stressen. Vor der Klausur heißt es dann wirklich Essen, Getränke, (Kippen) für 10 Tage einkaufen und durchpowern von morgens um 8 bis abends um 8. TT

Hmmm... also viel anders hab ich das in der Schulzeit auch nicht gemacht! :-D

Ist's denn auch möglich bei guter Planung nebenbei 6-8 Stunden pro Woche zu arbeiten?

Lifendhil
04.02.2007, 17:10
Hmmm... also viel anders hab ich das in der Schulzeit auch nicht gemacht! :-D

Ist's denn auch möglich bei guter Planung nebenbei 6-8 Stunden pro Woche zu arbeiten?
ja...

kranke_schwester
04.02.2007, 17:15
Schön, vielleicht findet sich dann ja noch n we-minijob in der ambulanten pflege oder im altenheim... bzw. sowas wie ne flexi-nachtwache im kh oder so... und in der vorlesunsgfreien zeit dann urlaubsvertretung machen, hrhr :-))

Phino
04.02.2007, 17:40
Denkt ihr denn, dass es etwas bringt, im Vorfeld schon was für's Studium zu tun? ...
Vllt. sogar geringfügige Zeitersparnisse während des Studiums? Oder sollte man das Ganze einfach ganz entspannt auf sich zukommen lassen...?


Lern soviel wie dir Spass macht, noch hast du die Möglichkeit dazu. Nach dieser Aussage:


Das Studium richtet sich nach dem GK und zumindest die Vorklinik könnte man zu 95% aus Büchern und Lerngruppen ohne Anleitung erarbeiten. Weil eben 95% Faktenwissen sind.


lässt sich im Studium Zeit sparen. Vorrausgesetzt du weißt wie man "richtig" lernt und hast nicht alles wieder vergessen.
Ich mache auch eine Ausbildung. Wenn wir z.B, in Anatomie/Physio die Knochen durchnehmen, lern ich zuhause im Prometheus nach. Vergessen tue ich die Begriffe nicht so schnell, schließlich kann man ja in der Klinik Rö-Bilder studieren. :-))


Also, ichhabe mit Zeeck und ´n Anatomiebüchlein so 3 Monate vorher angefangen zu lernen, aber ausser das es mir einen persönlichen Wissengewinn gebracht hat, kann ich nicht sagen, dass es für´s Studium ernstlich was gebracht hat. Ist doch sehr abhängig davon, was der Dozent nachher vermittelt, dass kannste vorher eh nicht einschätzen!
Angenommen, man lernt wie hier einige schreiben nur aus Büchern und lässt die VLs weg, ist obiges icht logisch. :peace:

mezzomixi
04.02.2007, 17:42
Wobei ich sagen muss, ich könnte es mir nicht vorstellen die VL komplett oder größtenteils wegfallen zu lassen. Klar ist es Zeitersparnis, aber ich für meinen Teil lerne beim zuhören und zusehen oft mehr - Nachlesen tut dann den Rest.


Also ich gehe auch nicht in die Vorlesungen.. in dne ersten 2 Semestern war ich wenigstens noch in der Anatomie-Vorlesung, weil die mir einigermaßen eine Orientierung gegeben hat, aber das mach ich jetzt aus Zeitgründen schon auch nicht mehr. Du musst Dich halt fragen, wieviel vom Stoff hängenbleibt, wenn Dir in 1,5 Stunden 50 neue Muskeln mit Ursprung/Ansatz/Innervation/Funktion vor den Latz geknallt werden.. Das hab ich dann doch lieber zu Hause gemacht ;-)

Für mich ist das ganze eher ein Selbststudium, weil ich eigentlich alles zu Hause lerne.

die chondropathia
04.02.2007, 17:55
Für mich ist das ganze eher ein Selbststudium, weil ich eigentlich alles zu Hause lerne.

Aber klar doch! Ist ja auch keine Schule. Allerdings würde ich dir den Tipp geben, nicht Zuhause, sondern verstärkt in der BiB zu lernen. Das ist insgesamt effektiver (mehr Lernmaterial, Gespräche mit Kommiltonen) und läßt dich dein Zuhause mehr genießen.

DC :-)

Lifendhil
04.02.2007, 17:59
Aber klar doch! Ist ja auch keine Schule. Allerdings würde ich dir den Tipp geben, nicht Zuhause, sondern verstärkt in der BiB zu lernen. Das ist insgesamt effektiver (mehr Lernmaterial, Gespräche mit Kommiltonen) und läßt dich dein Zuhause mehr genießen.

DC :-)
Dem kann ich nur zustimmen. Ich schaff in der Bib in der gleichen Zeit das doppelte an Stoff. Zuhause gibt es einfach so viele andere schöne Dinge, die man machen könnte. Wie jetzt z.B. in diesem Forum lesen. Eigentlich müsste ich gerade Bio lernen... aber.... :-))

Eilika
04.02.2007, 18:05
Also ich lerne zu Hause besser... da muss jeder seinen Weg finden. Und wenn ich wirklich lernen muss, dann bleibt der Rechner aus, ebenso der Fernseher, und dann geht das auch... dafür kann ich was zu trinken auf dem Schreibtisch haben, hab mein eigenes Klo und kann effektiver Pause machen...

Lifendhil
04.02.2007, 18:07
Also ich lerne zu Hause besser... da muss jeder seinen Weg finden. Und wenn ich wirklich lernen muss, dann bleibt der Rechner aus, ebenso der Fernseher, und dann geht das auch... dafür kann ich was zu trinken auf dem Schreibtisch haben, hab mein eigenes Klo und kann effektiver Pause machen...
Naja... vielleicht ergibt sich diese Selbstdisziplin noch in den nächsten Semestern. Das mit dem Klo ist wirklich ein gutes Argument, um doch zuhause zu lernen...

mezzomixi
04.02.2007, 18:11
Aber klar doch! Ist ja auch keine Schule. Allerdings würde ich dir den Tipp geben, nicht Zuhause, sondern verstärkt in der BiB zu lernen. Das ist insgesamt effektiver (mehr Lernmaterial, Gespräche mit Kommiltonen) und läßt dich dein Zuhause mehr genießen.

DC :-)


Nöö.. Ich hasse die Bibliothek. Dauernd geht einer raus oder rein oder redet oder kruschtelt mit seinem Papier rum.. Außerdem ist die Bibliothek bei uns sau schlecht beleuchtet, man muss sich immer drum sorgen, dass man einen Platz bekommt usw. Mit 'zu Hause lernen' meinte ich auch nur, dass ich nicht in die Vorlesungen gehe. Momentan lerne ich gemeinsam mit meinem Bruder, eigentlich immer in der Uni, aber eben nicht in der Bibliothek. Wir wechseln immer wieder mal den Ort, dann gibt es nicht so schnell einen Lagerkoller ;-) Am Wochenende gehe ich immer hier zur TU..Die Architekten haben ein riesen Haus, das Tag und Nacht offen ist und da ist nie einer.. Perfekt zum lernen.

--> in der Bib lernen ist furchtbar, zu Hause lernen ist ok, aber zu viel Ablenkungsmöglichkeiten. Am besten ist irgendwo in der Uni zu lernen, aber in einem separaten Raum, in dem man nicht gestört wird und auch reden kann.

die chondropathia
04.02.2007, 18:11
Naja... vielleicht ergibt sich diese Selbstdisziplin noch in den nächsten Semestern. Das mit dem Klo ist wirklich ein gutes Argument, um doch zuhause zu lernen...

Ahso. Ihr lernt auf dem Lokus? Interessant...

Es ist gerade die Tatsache, dass eine Bib zu kaum etwas anderem als Lernen taugt, dass optimale Bedingungen geschaffen sind!
:-meinung