PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Fall 01/2007 - Alltag in der Rheumatologie



Seiten : 1 2 [3]

Flemingulus
07.02.2007, 22:53
*lacht sich scheckich* Nu lass mir doch auch mal meinen Spaß. Hab doch sonst so wenig davon :-D

Nagut...

*bei dem Patienten eine Notfallfunduskopie anordne*

Eilika
08.02.2007, 08:26
Naja.... es gibt ja bekanntermaßen fünf Karzinome, die besonders gerne in den Knochen metastatsieren (und ich hoffe, ich bekomm sie jetzt alles zusammen): Niere, Schilddrüse, Mamma, Prostata und Lunge
Mamma: ist unwahrscheinlich, aber nicht unmöglich, evtl zumindest mal abtasten?
Prostata: ist sehr gut möglich, er ist ein Mann in dem "richtigen" Alter, mind. rektal untersuchen (wie war das, es gibt nur 2 Gründe, einen Patienten nicht rektal zu untersuchen, entweder Du hast keinen Finger oder der Patient hat kein Ar...loch)
Lunge: hat er geraucht oder war sonstigen Schadsoffen ausgesetzt, Husten, Auswurf etc., Röntgen Thorax?
Schlddrüse: Schluckbeschwerden, Stridor, Struma, Sonographie?
Niere: Schmerzen, Hämaturie, paraneoplastische Symptome, Sono?
Zu allem mal noch B-Symptomatik und hatten wir schon ne Familienanamnese??

Zoidberg
08.02.2007, 12:04
wie ich die Insel kenne gibts jetzt erstmal ne FDG PET Untersuchung :-))

Lava
08.02.2007, 17:33
OK, als wir den Ophthalmologen um 19Uhr anrufen wegen einer Notfallfunduskopie, fragt er nur: "Bei dir piept's wohl?" und legt auf. :-))

Ein Status wurde verlangt: 68jähriger Patient in reduziertem AZ und schklankem EZ. Bis auf eine Hypakusis Kopf und Hals unauffällig, keine Lymphknoten palpabel. Haut bis auf eine Blässe und einige wenige Teleangiektasien am rechten Rippenbogen unauffällig. Abdomen weich, nicht druck- oder klopfdolent. Bei der DRU findet sich eine indurierte und knotige Prostata. Lunge unauffällig. Extrasystolie, Herztöne rein, 2/6 Systolikum überall hörbar (p.m. fand ich schwer zu bestimmen), nicht fortgeleitet. Pulse seitengleich gut tastbar, keine Strömungsgeräusche.

CK: 121 U/l (Norm bis 190)

Als das MRI fertig ist, ruft der Radiologe an und äußert den Verdacht auf Metastasen. Ein PET haben wir nicht gemacht, aber ein Szinti. Bild folgt. CT von Thorax und Hals war unauffällig, CT Abdomen zeigte eine leicht vergrößerte Prostata, vergrößerte Lymphknoten retroperitoneal und iliakal sowieo osteolytische und osteoplastische Läsionen im Becken.

Hier noch mein Senf zu den CT und MRT Bildern. Ich bin kein Radiologe, aber im CT sieht man das Coracoid, das regelrecht "angefressen" aussieht. Der Radiolge hat es als osteolytische und osteoplastische Läsion gewertet. Im MRT sieht man diverse Signalanhebungen. Das Gleinoid ist inhomogen signalangehoben und es findet sich ebenfalls eine hyperintense Läsion im Humerusschaft.

Lava
08.02.2007, 17:35
Das Knocheszintigramm (ich hoffe man sieht was):

Bille11
08.02.2007, 17:51
aua - der arme mann...

--> hast du schon grading-infos aus der uro-onko?

btw., wenn du die prostata so artig gefühlt hast und sie sich so anfühlt,.. wie ist denn der PSA wert?

Lava
08.02.2007, 18:02
2747,5 µg/l :-oopss

Die Diagnose scheint ja jetzt festzustehen. Möchte sich noch jemand äußern, was für diagnostische Schritte man noch machen könnte oder wie eine Behandlung aussehen könnte?

@Bille: Hab noch nicht den Abschlussbericht, nur den Übernahmebericht der Urologen.