Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wann bewirbt man sich auf eine Assistenzarztstelle?
Königspinguin
21.03.2007, 09:05
ich stehe selber kurz vor dem Hammerexamen (in 4 Wochen ist es soweit) und weiss von Studienkollegen, dass sie bereits Stellen haben. Scheint also doch zu funktionieren, und das übrigens in Kliniken, wo sie kein PJ gemacht haben :-D .
Werde mich um meine Bewerbungen nach dem Schriftlichen kümmern, habe momentan überhaupt keinen Nerv dazu.
DocOliver
21.03.2007, 09:10
Hast Du eine Vorstellung, wie viele Bewerbungen täglich auf den Tischen deutscher Chefärzte landen? Glaubst Du, die sortieren die irgendwie aus und warten dann geduldig, bis die fehlenden Unterlagen nachgereicht werden? Kein Chef stellt jemanden ohne Zeugnis ein.
Ich bin zwar noch nicht Chef, aber OA und auf meinem Tisch landen eine Menge Bewerbungen. In der Tat sortiere ich Unterlagen ohne Abschlusszeugnis erst einmal aus. Physikumszeugnis oder Notenbescheinigungen interessieren mich wenig. Wichtig sind Referenzen während des PJ, Dissertation/Publikationen und natürlich die Endnote, wobei ich besonderes Augenmerk auf das Ergebnis der Mündlichen lege. Wer gut Kreuzchen machen kann, ist nicht gleich ein geeigneter Kandidat für unsere Abteilung. Alternativ gibt es Bewerber, die sich gleich nach dem mündlichen Examen ihre Note vom Prüfer schriftlich bestätigen lassen. Damit weckt man mein Interesse, aber so ganz ohne Note eben nicht. Dafür gibt es einfach zu viele Absolventen.
DocOliver
21.03.2007, 09:15
ich stehe selber kurz vor dem Hammerexamen (in 4 Wochen ist es soweit) und weiss von Studienkollegen, dass sie bereits Stellen haben.
An peripheren Häusern ist das mit Sicherheit auch kein Problem bzw. in Kliniken, die händeringend Leute suchen. Die Chancen, auf diese Weise an einer Uni- oder Schwerpunktklinik eine Stelle zu bekommen, halte ich erfahrungsgemäß für verschwindend gering.
Ansonsten viel Erfolg natürlich bei Deinem Examen! :-top
Hoppla-Daisy
21.03.2007, 09:17
Den Zusammenhang verstehe ich jetzt nicht so ganz, DocOliver. Eine schlechte mündliche Prüfungsleistung sagt m. E. auch nicht viel darüber aus, ob der Kandidat geeignet ist für diese oder jene Abteilung (jaja, da haben wir sie wieder, die Prüfungsangst oder -blockade).
Ich denke, dass ein Probearbeitstag mehr über den Bewerber aussagt als sämtlicher Papierkram zusammen. Man mag jetzt mit dem Argument kommen, das sei ja auch so etwas wie eine Prüfungssituation, ok. Wenn aber jemand bei einem Vorstellungsgespräch nicht aufgeregt ist, so ist das doch eher der Ausnahmefall. Klar, man weiß, was man kann und was man nicht kann. Ich bin der Meinung, dass man über all dem aber nicht vergessen darf, dass dort ein Anfänger vor einem steht, der sich zwar jetzt Arzt nennen darf, aber noch seeeehr viel lernen muss! Und insofern gestehe ich dann auch Unsicherheiten zu, oder?
Kannst Du das noch näher erläutern oder hattest Du eine neuronale Blockade? Ich weiss von Leuten, die sich nur mit Physikumszeugnis beworben haben und eben deswegen abgelehnt wurden. Nicht aussagekräftige Bewerbungsunterlagen. Liegen Zeugisse vom 1. und 2. Stex vor, ist die Lage schon etwas günstiger. Hast Du eine Vorstellung, wie viele Bewerbungen täglich auf den Tischen deutscher Chefärzte landen? Glaubst Du, die sortieren die irgendwie aus und warten dann geduldig, bis die fehlenden Unterlagen nachgereicht werden? Kein Chef stellt jemanden ohne Zeugnis ein. :-meinung Es sei denn, derjenige hat sich bereits als Famulant oder PJler in seiner Abteilung bewährt.
Ich hatte gestern ein Vorstellungsgespräch an einer Uni-Klinik und es sieht auch ganz gut aus, dass ich die Stelle bekomme und ich hab auch erst im Mai Examen. O.K. es ist zwar das alte 3. Staatsexamen und ich hatte somit mein 2. Stex in der Bewerbung, aber das war auch nur mittelmäßig und wer weiß ob sich das der Chef überhaupt angeschaut hat. Ich denke, dass vll. ein paar Chefs schon auf die Noten schauen wenn sie mehrere Bewerber haben und nur auf der Suche nach "Elite-Studenten" sind, aber das werden die wenigsten sein, am meisten kommt es auf die Persönlichkeit an, ob derjenige ins Team passt, ob er offen und zuverlässig wirkt und vll. vorher schon was in dem Gebiet gemacht hat (Diss, HIWI usw.) und da kann man auch ohne Abschlussexamen nützliche Referenzen der Bewerbung beilegen.
DocOliver
21.03.2007, 09:48
Ich denke, dass ein Probearbeitstag mehr über den Bewerber aussagt als sämtlicher Papierkram zusammen.
Auf meinem Tisch liegen seit Montag 35 Bewerbungen. Wann soll ich die alle zur Probearbeit einladen? Das machen wir nur, wenn wir uns nach stattgehabten Gesprächen zwischen mehreren Kandidaten nicht entscheiden können. Vorselektion muss einfach sein, zumindestens in großen Häusern. Sonst bräuchte ja keiner mehr Unterlagen einreichen. Wir machen einen Tag der offenen Tür, lassen alle mal ein paar Stunden arbeiten und voilà, da ist der perfekte Mitarbeiter. :-top Noten sind irrelevant? Warum dann die ganzen Prüfungen? Wozu Referenzen und PJ-Zeugnisse? Also ich denke, Du hast da ziemlich naive Vorstellungen, was die Auswahl von potentiellen Arbeitgebern betrifft. Die Abschlussnote ist und bleibt DAS Auswahlkriterium überhaupt, nicht nur in der Medizin. Fällt diese weniger gut aus, kann man noch mit Dissertation oder Publikationen oder Referenzen einiges ausbügeln.
Wenn aber jemand bei einem Vorstellungsgespräch nicht aufgeregt ist, so ist das doch eher der Ausnahmefall.
Aufgeregt darf man sein, logisch. Die Erfahrung zeigt jedoch, dass Kandidaten mit sehr guten Zeugnissen und Referenzen weitaus weniger aufgeregt sind als andere. Wer sein Studium mit 1 oder 2 abgeschlossen hat, verkauft sich ganz anders und traut sich, Forderungen zu stellen (Fortbildung, Gehaltsvorstellungen, Dienste). Das sind Leute, die wir suchen. Und nicht Leute, die eventuell oder vielleicht demnächst ihr Examen mit einer guten Note bestehen.
Hoppla-Daisy
21.03.2007, 09:51
Ok, offenbar hab ich hier jemanden mir "gegenüber" sitzen, der mich unbedingt falsch verstehen möchte. Insofern werde ich mich nicht weiter mit meinen "naiven" Ansichten beteiligen. :-nix
Die unerfahrene Daisy
Bei meinen bisherigen Vorstellungsgesprächen wurde bisher immer meine Examensnote, meine Publikationen und meine Doktorarbeit thematisiert. Ich bin meistens deswegen in die engere Auswahl gekommen. Das Endresultat ist leider bei meinen meisten Bewerbungen noch offen, aber bei einigen kleineren Häusern wurde auch offensichtlich, dass Bewerber mit Berufserfahrung Vorrang vor den anderen Kriterien bekommen. Bei den größeren Häusern waren aber die oben genannten bisher die wichtigen Kriterien (zumindest wurde mir das in den Gesprächen so gesagt).
Bezüglich Allgemeinmedizin, hatte ich nicht den Endruck, dass man sich in peripheren Häusern als "U-Boot" tarnen muss. Eher im Gegenteil.
alley_cat75
21.03.2007, 12:32
... Ich denke, dass ein Probearbeitstag mehr über den Bewerber aussagt als sämtlicher Papierkram zusammen.
Eine schöne und wohl auch faire Vorstellung, junge Ärzte nach einem Probetag einzustellen. :-dafür Gleichzeitig fallen mir jedoch die vielen Leute ein, die im PJ nur zum Akten sortieren und Blutabnehmen missbraucht wurden. Womit sollen die beim Vorarbeiten glänzen? :-nix Zurück zur Examensnote und Referenzen! :-meinung Dass das dann nicht alles ist, sondern auch Persönlichkeit und Interessen ausschlaggebend sind, dürfte wohl klar sein.
Thema Allgemeinmedizin: ich habe in Bewerbungsgesprächen die Erfahrung gemacht, dass es den Chefs egal ist. Die ersten 3 Jahre sind eh für Internisten und Allgemeinmediziner gleich. Längere Verträge gibt es an großen Häusern eh nicht.
Christoph_A
21.03.2007, 12:36
Naja,der common trunk für Internisten und Allegeminmediziner divergiert, zumindest hier in Bayern, doch leicht @ ally
Ich wüsste nicht, was es bringen soll, 50 Bewerber nen Probetag machen zu lassen-zumal ja eh keiner irgendweclhe Abläufe des Hauses kennt und so bloß Patienten auf- und Blut abnehmen wird können.
Noten sind und bleiben das objektivste Kriterium, besonders die schriftlichen, auch wenn das einigen hier nicht passt.
Dann sollten natürlich die privaten wie beruflichen Interessen zum jeweiligen Haus und seiner Philosophie passen.
alley_cat75
21.03.2007, 12:48
Ich kenne natürlich die Satzungen der Weiterbildungsordnung nicht auswendig, aber wo ich arbeite, rotieren internistische Assis zusammen mit angehenden Allgemeinmedizinern. Wir haben alle 3-Jahres-Verträge bekommen. Deshalb heisst das doch auch common trunk?!
hasenschatzcaro
21.03.2007, 12:49
Tja, also ich denke, meine 4 im Physikum wird mir wohl noch das Genick brechen... Gute Einzelnoten in den Fächern nach dem Physikum interessieren dann wohl niemanden mehr... Ich finde es etwas blöd, dass das Physikum ja auch in meine Endnote mit eingerechnet wird. Und meine Meinung ist, dass ne 4 im Physikum in keinster Weise meine Arbeitsfähigkeiten beurteilen kann. Allerdings werde ich dadurch am Ende trotzdem nur als Gesamtnote max. noch ne schlechte 2 (bei 1 im Hammerexamen, eher unrealistisch, daher eher ne 3) haben. Und ich bin soweit, zumindest von den Beurteilungen meiner "Arbeitgeber" oder Chefs in meinen bisherigen Praktika und meiner 5-jährigen Arbeit bei einem Pflegedienst, von mir überzeugt, eine gute Arbeit zu leisten. Fragt sich, ob das überhaupt noch jemanden interessiert, sobald er meine Note gesehen hat.
Anmerkung: Ich bin nicht zu faul oder zu dumm gewesen, um im Physikum besser gewesen zu sein, aber ich habe Probleme mit dem stupiden Auswendiglerne von Ankreuz-Fragen!
kommt wahrscheinlich auf die jeweilige LÄK an.
alley_cat75
21.03.2007, 12:58
Tja, also ich denke, meine 4 im Physikum wird mir wohl noch das Genick brechen... Ich finde es etwas blöd, dass das Physikum ja auch in meine Endnote mit eingerechnet wird.
Das ist in der Tat blöd! Eine 3 oder 4 im Physikum zu haben, ist wohl normal. Ich bin total froh, nach alter AppO studiert zu haben, wo die Physikumsnote nicht mit in die Endnote einberechnet wurde. Hatte nämlich auch eine 4. :-blush Aber wie gesagt, bei uns galt einfach nur das Motto bestehen. Da sich bei meinen Bewerbungsgesprächen wirklich niemand dafür interessiert hat, bleibt Dir noch die Hoffnung, mit einer guten Note im Hammerexamen zu glänzen. Ist und bleibt der negative Einfluss auf die Gesamtnote, aber ich denke, Einser und Zweier im Physikum sind eher dünn gesät, also schäme Dich dafür bloß nicht. Dann nämlich hast Du tatsächlich verloren.
Felix@112
21.03.2007, 13:43
Ich finde es etwas blöd, dass das Physikum ja auch in meine Endnote mit eingerechnet wird. Und meine Meinung ist, dass ne 4 im Physikum in keinster Weise meine Arbeitsfähigkeiten beurteilen kann. Allerdings werde ich dadurch am Ende trotzdem nur als Gesamtnote max. noch ne schlechte 2 (bei 1 im Hammerexamen, eher unrealistisch, daher eher ne 3) haben.
Wenn du jetzt im PJ bist, solltest du die Vorklinik nach alter ÄAppO gemacht haben. Und dann geht diese Note NICHT in die Endnote ein..... Sondern nur aus mündlichem und schriftlichem Hammerexamen ergibt sich deine Endnote!
Also, alles wid gut!
Quelle! (http://www.approbationsordnung.de/AO/kommentare.html#siebter)
Sebastian1
21.03.2007, 15:04
Kannst Du das noch näher erläutern oder hattest Du eine neuronale Blockade? Ich weiss von Leuten, die sich nur mit Physikumszeugnis beworben haben und eben deswegen abgelehnt wurden. Nicht aussagekräftige Bewerbungsunterlagen.
Eine neuronale Blockade habe ich durchaus nicht. Es handelte sich eher um einen monosynaptischen Reflex, ausgelöst durch deine Pauschalaussage, die genau das ist, was ich geschrieben habe: Blödsinn.
Ich habe auch nie davon gesprochen, dass man sich nur mit dem Physikumszeugnis bewerben soll. Denn das interessiert in der Tat wohl niemanden (jedenfalls nicht als alleinige Anlage).
Ich geh mal im folgenden direkt mit auf das hier ein:
In der Tat sortiere ich Unterlagen ohne Abschlusszeugnis erst einmal aus. Physikumszeugnis oder Notenbescheinigungen interessieren mich wenig. Wichtig sind Referenzen während des PJ, Dissertation/Publikationen und natürlich die Endnote, wobei ich besonderes Augenmerk auf das Ergebnis der Mündlichen lege.
Schön, mal von jemandem auf der anderen Seite des Schreibtisches zu lesen :-)
Also, meine Meinung bzw auch persönliche Situation:
Ich befinde mich im PJ, Examen im Herbst. Ich gehe nicht davon aus, dass ich in diesem Examen durchfallen werde. Beworben habe ich mich - zumindest vereinzelt - schon jetzt, da ich auch gern nach Erhalt meiner Approbation arbeiten können möchte, und nicht erst noch 1/2 Jahr auf Jobsuche gehen. Einigen Kliniken war der Bewerbungszeitpunkt einfach zu früh; das habe ich aber vorher telefonisch in den Chefsekretariaten erfragt. Bei einigen ging aber auch auf, was ich mir gedacht habe: Schicken Sie Ihre Bewerbung, wenn wir Sie einstellen wollen würden dann können wir das auch bei Fluktuationen beim Personal berücksichtigen - haben wir Ihre Bewerbung erst 2 Monate vorher, dann muss halt genau dann eine Stelle frei sein.
Zu bedenken geben möchte ich an dieser Stelle, dass jetzt erstmalig der Umbruch stattfindet zwischen Absolventen alter AO und denen nach neuer AO - dementsprechend wird es in Zukunft sicherlich mehr Bewerbungen von PJlern oder kurz vor dem Examen stehenden Studenten - und damit ohne Abschlusszeugnis - geben, als das bisher der Fall war .
Ein Vorteil kann natürlich sein, wenn man eben nicht "nur" Abi -> Studium -> Berufseinstieg in der Bewerbung anbieten kann, sondern vorher schon eine berufsqualifizierende Ausbildung abgeschlossen hat und dann während des Studiums fachnah arbeiten konnte (zB möchte ich in die Anästhesie, habe mir während des Studiums mein Geld mit ca. 80h/Monat arbeiten auf ITS verdient).
Dementsprechend konnte ich auch bereits (gute) Arbeitszeugnisse beilegen. Dazu Zeugnisse aus den bisher absolvierten Tertialen, die nicht standardmässig an jeden PJler gehen, sondern um die ich mich bemühen musste.
Auslandsaufenthalte - naja, im CV erwähnenswert, aber da eh sehr viele Studenten die Gelegenheit nutzen, während des Studiums Auslandssemester oder Famulaturen oder PJ-Tertiale im Ausland zu absolvieren wird das sicher nicht der ausschlaggebende Faktor sein.
Anders die Dissertation: Meine ist zumindest so weit fertig, als dass sie beim Doktorvater zur Korrektur liegt und innerhalb der nächsten Wochen eingereicht werden kann - und gehört zum entsprechenden Fachgebiet, in dem ich mich bewerbe. (bin ich während eines Vorstellungsgespräches, welches die Bewerbung nach sich gezogen hat, durchaus auch nach gefragt worden.)
Dann noch ein bisschen Soft Skills: Engagement neben dem Studium für diverse Sachen (sei das ehrenamtliche Mitarbeit irgendwo oder sonstwas...), Zusatzqualifikationen (zusätzliche Kurse, die man belegt hat, wie EKG-Kurse, Sonokurse etc.).
Wenn man dann noch die Formalien, die zu einer Bewerbung gehören (ansprechendes Anschreiben, Layout et cetera) beachtet, dann denke ich durchaus, dass so einer Bewerbung Erfolg beschieden sein kann.
Achja, die Noten der klinischen Fächer sind in meinen Augen übrigens tatsächlich Blödsinn, da die Klausuren von Semester zu Semester und erst recht von Uni zu Uni sehr unterschiedlich sein können und die Ergebnisse demnach nicht wirklich zuzuordnen sind. Trotzdem denke ich, dass bei fehlendem Staatsexamen so etwas durchaus eine Tendenz zeigen kann (Physikum 4 und auch sonst nur alle Scheine mit Müh und Not geschafft wird sich doch anders machen als eine 2 im Physikum und eine sich in die Klinik fortsetzende Notentendenz in den oberen Bereich.)
Also nochmal @DocOliver: Wenn du natürlich an einem grossen Klinikum in einer belibten Fachabteilung jeden Tag Bewerbungen auf dem tisch liegen hast, dann verstehe ich natürlich dass es da für den Bewerber ohne Abschlusszeugnis schlechter aussieht als für den mit. Aber ich denke, selbst da hat man mit entsprechenden Voraussetzungen Chancen, wenn NUR das Abschlusszeugnis fehlt, oder schickst du das "ungelesen" zurück, egal wie die Bewerbung sonst aussieht?
hasenschatzcaro
21.03.2007, 15:16
@ Felix@112:
Kanns gar nicht glauben, freu :-)
Hab Deine Quellenangabe gelesen. Hatte so ein kleines Heft, wo die Regeln drin standen, da hatte ich es so verstanden, dass die Physikumsnote zu 1/3 mit zählt. Aber da stand wahrscheinlich nix von Übergangsregeln. Es ist also noch nichts verloren, juhu! Ich hab bis zum Physikum noch komplett nach alter AO studiert. Dann stimmts ja.
Nur für eine frühere Bewerbung siehts dann sicher trotzdem blöd aus mit der 4. Muss dann vielleicht doch die Examensnote abwarten.
Alzheimer
21.03.2007, 18:21
Ich habe eher die Erfahrung gemacht, dass viele Stellen kurzfristig frei werden. Meine Bewerbungen wurden behalten und ich habe auch im Vorstellungsgespräch gesagt bekommen, dass zur Zeit keine Stellen frei sind. Wenn welche frei werden melden sie sich bei mir oder ich soll nach meinem Examen noch mal Rückmeldung geben. Ich werde jetzt erst weitere Bewerbungen nach der schriftlichen Prüfung verschicken und hoffen, dass sich bis dahin was ergeben hat.
alley_cat75
22.03.2007, 06:51
Ich hab bis zum Physikum noch komplett nach alter AO studiert. ... Nur für eine frühere Bewerbung siehts dann sicher trotzdem blöd aus mit der 4. Muss dann vielleicht doch die Examensnote abwarten.
Na, siehst Du. Manchmal gibt es noch Gerechtigkeit. :-top Ich habe z. B. im Lebenslauf meine Physikumsnote gar nicht erwähnt und die Zeugniskopie in den Unterlagen schön nach hinten sortiert. Ein einziger hat mich darauf angeprochen, nämlich dass ich mich nach dem Physikum mit den Noten enorm verbessert habe. Und wir diskutierten 20 Minuten über den Sinn der Vorklinik und die MC-Klausuren. Mach Dir also keine Gedanken. :-meinung
alley_cat75
22.03.2007, 06:57
... Beworben habe ich mich - zumindest vereinzelt - schon jetzt, ... habe mir während des Studiums mein Geld mit ca. 80h/Monat arbeiten auf ITS verdient. Dementsprechend konnte ich auch bereits (gute) Arbeitszeugnisse beiliegen. Dazu Zeugnisse aus den bisher absolvierten Tertialen, die nicht standardmässig an jeden PJler gehen, sondern um die ich mich bemühen musste. Auslandsaufenthalte, ... Dissertation ... noch ein bisschen Soft Skills (... ehrenamtliche Mitarbeit), Zusatzqualifikationen ...
:-top :-top :-top Mit einer solchen Vita ist es selbstverständlich kein Problem, sich bereits vor dem Examen zu bewerben.
Leider gibt es viele Studenten, die einfach nur studiert haben. Kein Nebenjob, unspektakuläre Praktika, keine Diss, kein Nichts. Dann wird es m. E. nach schwierig.
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