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alley_cat75
26.03.2007, 09:01
Der Hass vieler Ärzte auf die Lehrer scheint grenzenlos zu sein. Woran leigt das eigentlich?

Och, das ist der deutsche Sozialneid oder vielleicht Trauma während der Schulzeit? :-nix Oder es liegt daran, dass the grass is always greener on the other side... :-))

hennessy
26.03.2007, 09:23
Dem kann ich nur zustimmen!
Viele Aussenstehende, die nichts von dem verstehen (oder verstehen wollen), was Ärzte und Zahnärzte leisten, neiden uns unseren Beruf und die vermeintlichen Traumgelder, die wir einnehmen. Es herrschen hier noch Vorurteile, die haarsträubend sind. Wenn ich dann mit einem solchen Besserwisser diskutiere, merke ich auch, dass unsere Argumente gar nicht ernst genommen werden. Als Zahnarzt muss ich z.B. erst mal mindestens 5 Jahre studiert haben, in denen andere längst Geld verdienen. Dann muss ich meine Praxis erst mal kaufen. Das kostet ca. 250 T Euronen. (Ich kenne keinen Lehrer, der Anteile seiner Schule kaufen muss, wobei der Vergleich natürlich hinkt. Aber ich denke, man weiss, auf was ich hinaus will) Ich muss meine Helferinnen bezahlen, Miete, Ärzteversorgung etc. etc. Und dann bin ich mehr oder weniger immer für meine Patienten ansprechbar. Wenn ich das alles auf meinen Stundenlohn umrechne, dann erschrecken viele von denen, die zwar unser Geld haben wollen, aber nicht das, was wir dafür tun müssen. Wobei ich als Zahnarzt noch am richtigen Ende sitze. (Ich könnte z.B. kein Proktologe sein)

Nun kommt das große ABER:
Jeder, der diesen Beruf ausüben will, muss sich vorher intensiv damit beschäftigen. Und das wichtigste: Er muss seinen Beruf lieben. Um nun wieder die Kurve zum Titel des threads zu bekommen: Ich würde es wieder und immer wieder tun. Ich liebe meinen Beruf, ich kann nichts anderes und ich will es auch nicht. Natürlich gibt es jeden Tag einen neuen Tiefschlag und neuen Stress und Ärger. Ich bin mir aber sicher, dass dies in jedem anderen Beruf auch passiert. Man muss eben erstens immer damit rechnen und zweitens sich damit auseinander setzen, ohne sich gleich runter ziehen zu lassen. Das ist die große Kunst!

gruß hennessy

Ehemaliger User 20130505
26.03.2007, 09:35
..... Dann muss ich meine Praxis erst mal kaufen. Das kostet ca. 250 T Euronen. ....Ich muss meine Helferinnen bezahlen, Miete, Ärzteversorgung etc. etc. Und all diese Ausgaben hat man als Arzt nicht, wenn man als Angestellter in einem MVZ arbeitet :-)) :-))

hennessy
26.03.2007, 09:55
Und all diese Ausgaben hat man als Arzt nicht, wenn man als Angestellter in einem MVZ arbeitet :-)) :-))

völlig richtig. Jedes Ding hat zwei Seiten. Ich wollt z.B. nie als Angestellter arbeiten.

gruß hennessy

Pauker
26.03.2007, 12:58
Aber nur weil ich keine Alternative weiß, kann ich doch nicht Medizin weitermachen und dann am Ende unglücklich im Job kaputt gehen...oder?

Ich weiß einfach nicht, was ich machen soll. Medizin studieren wollte ich eigentlich seit ich 10 bin, daher habe ich mich nie großartig um andere Berufe gekümmert...Jetzt bin ich 22 und bereue das wie wahnsinnig. Und ich habe Angst, noch einmal die falsche Entscheidung zu treffen und dann mit 30 immer noch nichts zu haben.


Bin im Moment auf der Schiene: lieber nicht zufrieden in nem geregelten, familienfreundlichen Job weil Med. abgebrochen als unzufrieden in der Medizin, wo die Arbeit sogar schon zufriedenen total an die Substanz geht..Dann wäre doch Lehrerin das Optimum für Dich. Einen noch geregelteren, familienfreundlicheren Job wirst Du nicht finden. Beginn lieber rechtzeitig mit dem Zweitstudium, damit es Dir in zehn Jahren nicht wie Francamour geht. Lehrer für Physik und Chemie sind zur Zeit sehr gesucht. Vielleicht kannst Du Dir da sogar einige Scheine aus der Vorklinik anrechnen lassen.:-top

Leisure Suit Alex
26.03.2007, 13:01
Was für mich der größte Vorteil ist: du kannst, ohne es zu bereuen, mehrere bis zu zwölf!!! Jahre mit deinem Beruf aussetzen und Kinder erziehen, danach wirst du, wenn auch in Vollzeit, ohne Fragen wieder beschäftigt!
Ist in der freien Wirtschaft ein Ding der Unmöglichkeit, nach drei bis vier Jahren bist du raus aus dem Job! Und um auf die Frage oben zu antworten:
Klar kann man als Ärztin das auch tun, aber danach würde ich die Chancen, normal als Ärztin arbeiten zu können, als eher verschwindend gering bezeichnen. Oder man bekommt zu miserablen Konditionen die letzten Stellen.

Hier muß in unserer Gesellschaft sowieso ein umdenken stattfinden, sonst kriegt keiner mehr Kinder.
Oft habe ich mich gefragt, warum ich nicht Lehrerin geworden bin, und hätte ich heute nochmal die Wahl, würde ich mich anders entscheiden! Jetzt geht zwar wieder die große Kritik hier los, aber mit dem Wissen von heute würde ich nie wieder Medizin studieren.
Wahrscheinlich habe ich mittlerweile einen weiteren Horizont als viele hier, die noch studieren. Aber ich bin 13 Jahre seit 94 im Geschäft und im Prinzip immer noch nicht fertig, und das kotzt mich einfach an...

A propos: arbeite momentan in einer allgemeinmedizinischen Praxis, Pflichtzeit 18 Monate für die Weiterbildung und verdiene bei 40 Stunden pro Woche lächerliche € 33.600 im Jahr. Und ich habe noch ein besseres Gehalt rausschinden können als in manch anderer Praxis gezahlt wird, trotz KV-Förderung...

Soviel dazu, Salut, Francamour

Eine Ärztin (Anästhesie) im Krankenhaus um die Ecke, wo ich mal gearbeitet habe, hat auch 3 Kinder erzogen und war jedes mal im Schwangerschaftsurlaub, das hat sie nicht daran gehindert Oberärztin zu werden - und nein, die Kinder waren nicht vom Chefarzt.
Ob man an einer Uniklinik oder in der Forschung nach Schwangerschaftsurlauben noch Karriere machen kann weiss ich nicht, an nem normalen Krankenhaus scheint es aber möglich zu sein.
Wenn man es aber mit anderen naturwissenschaftlichen Studiengängen wie Chemie, Biologie usw. vergleicht, dann lebt man als durchschnittlicher Absolvent mit Medizin trotzdem wie ein König. Da fängts schon nach dem Studium mit der Jobsuche an. Bei Medizin jammern die Leute höchstens, dass sie vielleicht keinen Job an der Uniklinik um die Ecke oder im Wunschfach bekommen und auf ein kleines Krankenhaus oder vorerst die ersten Jahre auf ein anderes Fach ausweichen müssen. Biologen jammern weil sie häufig, um überhaupt nen Vollzeitjob zu bekommen, auswandern müssten.
Es gab mal eine Zeit, vielleicht zwischen 1960 und 1990, wo im Arztberuf wirklich unverhältnismäßig viel Geld für sehr geringe Investitionen zu holen war. In Zeiten wo die Banken den Ärzten noch Porsche und Praxis ohne Sicherheiten finanziert haben.
Ich denke diese Zeit haben viele noch in den Köpfen und erwarten sich deshalb einfach mehr vom Beruf, aber wer zu spät kommt, den bestraft das Leben ;-)
Ausserdem ist Lehrer ein sehr unterschätzter Beruf, ich kann mich noch erinnern wie viele Lehrer damals in der Mittelstufe des Gymnasiums an meiner Schule von den Schülern gemobbt wurden, da möchte ich mir gar nicht vorstellen wie das in der Haupt- oder Realschule zugeht. Wahrscheinlich würde ich mich da als Lehrer gar nicht mehr in den Unterricht trauen.
Lehrer an einer elitären Privatschule die vielleicht 5 Kinder in der Klasse haben wäre vielleicht vorstellbar, aber 30 pubertäre Kinder in einem Raum wären für mich auch am Gymnasium ein Alptraum, kranke Leute könnten einem nicht mal so auf die Nerven gehen wenn sie wollten, dazu fehlt ihnen die Energie, zumindest hab ich so die Erfahrung als Zivi gemacht... Ausserdem behandelt man ja keine 30 nörgelnden Patienten gleichzeitig ;-)
Und naja, Pilot ist auch so ne Sache, würde ich schon alleine wegen Höhenangst nicht machen wollen.

Ausserdem hindert einen ja keiner daran, nach dem Medizinstudium was anderes zu machen.
In manchen Bundesländern habe ich sogar mal von nem Quereinstieg in den Schulunterricht gehört, da kann man dann evtl. Chemie und Biologie unterrichten... Hatte früher auch mal einen Lehrer der Physik nicht auf Lehrarmt studiert hat und trotzdem mein Mathe und Physiklehrer war.
Und wenn man mit 30 oder was weiss ich mit dem Studium fertig ist, dann hindert einen ja auch keiner, ausser evtl. der biologischen Uhr, daran umzusatteln, Jura, Biologie oder BWL kann man momentan nach dem Studium immer noch studieren.
D.h. trotz eines abgeschlossenen Medizinstudiums ist das Leben noch nicht gelaufen :-))

hennessy
26.03.2007, 13:18
es wäre halt schön, wenn man schon während der Schulzeit oder sofort nachher die Möglichkeit hätte, im Wunschberuf ein Praktikum abzuleisten. Beispielsweise 6 Monate im Krankenhaus. An manchen kleinen Häusern wird dies angeboten, man wird quasi als Schwesternhelfer/-in eingestellt, kann den Ärzten und Anderen über die Schulter sehen und herausfinden, ob es das richtige für sich selbst ist. Allerdings passiert es manchmal, dass man als Essenholer oder Putzer verschlissen wird, keinen Bock mehr hat und auf diese Art und Weise vom eigentlichen Beruf ferngehalten wird.

alley_cat75
26.03.2007, 15:21
... Ausserdem hindert einen ja keiner daran, nach dem Medizinstudium was anderes zu machen. In manchen Bundesländern habe ich sogar mal von nem Quereinstieg in den Schulunterricht gehört, ...

Stichwort Medizinjournalismus, Pharmaindustrie usw. Gerade Ärzte haben eine Palette an Alternativen, wenn sie auf Patienten keine Lust mehr haben. Ich selbst arbeite nebenbei als Dozentin an Krankenpflegeschulen sowie auch an der Uni. Davon könnte ich sogar hauptberuflich leben.

alley_cat75
26.03.2007, 15:28
Es wäre halt schön, wenn man schon während der Schulzeit oder sofort nachher die Möglichkeit hätte, im Wunschberuf ein Praktikum abzuleisten.

Wer hindert die Leute daran? Ich musste in der 8. Klasse ein Berufspraktikum machen und war eine Woche in einer Arztpraxis. :-dafür Bei mir im Krankenhaus sind oft Schüler, die später eine Pflegeausbidlung machen wollen und bereits jetzt einen Eindruck bekommen. Mein Vater betreibt ein Ingenieurbüro und hat ab und zu Abiturienten, die einfach mal "schnuppern" wollen. In anderen Studienfächern ist das völlig normal und wird auch viel häufiger wahrgenommen. Nur sind sich angehende Ärzte irgendwie zu fein dafür - mein Eindruck.

hennessy
26.03.2007, 16:13
völlig meine Meinung. Ich habe allerdings auch den Eindruck, dass sich bei den Abiturienten noch nicht herumgesprochen hat, dass man sich selbst drum kümmern muss und nicht alles aufs Brot gestrichen bekommt. Und es mangelt immer noch an den Einrichtungen, die ein vernünftiges Praktikum anbieten.
gruß hennessy

Roxane
26.03.2007, 23:21
@alley

In Baden-Württemberg zumindest ist ein Praktikum (an Gymnasium BOGY, an Realschulen BORS) verpflichtend - mit anschließender mehrseitiger Hausarbeit. Meine Meinung zu Praktika in Krankenhäusern kennst Du ja. Die armen BORS-Schülerinnen werden nicht angenommen, weil man ihnen groß was beibringen will, sondern um Arbeit zu leisten - deswegen werden sie genauso wie wir KPPler nicht etwa auf Kinderstation oder Intensiv oder Gyn geschickt, sondern in das Kasperletheater der Inneren. Die müssen genauso schleppen, putzen und auffüllen wie ich - und würden es noch mehr tun müssen, wenn keine regulären Praktikanten da wären. Du wirst jetzt damit kommen, dass Du Deine Leute gut ausbildest, dass es andere Stationen gibt etc. pp - aber wie gesagt, das kann man sich meist nicht aussuchen, einmal das Krankenhaus nicht, weil man möglicherweise nicht mobil ist, und einmal die Station nicht, weil die PDL bzw. ihre Sekretärinnen einen einfach dorthin verfrachten, wo die Hölle los ist. Insofern sind diese Praktika vielleicht ganz nett, um überhaupt einmal zu sehen, was eine Station ist, einen angemessenen Eindruck verschaffen sie zumindest bei uns nicht. Und über das KPP sage ich am besten nichts mehr, weil sonst kommt's mir hoch vor lauter Wut.

alley_cat75
27.03.2007, 07:45
... Du wirst jetzt damit kommen, dass Du Deine Leute gut ausbildest, dass es andere Stationen gibt etc. ...

Nein, damit komme ich jetzt nicht. Manchmal glaube ich die Dinge, die mir erzählt werden. ;-) Bettpfannen zu säubern und Leute zu füttern soll natürlich nicht Inhalt einen Berufspraktikums für angehende Ärzte sein - schon klar. Kann man sich die Plätze selbst suchen? Denn dann würde ich immer in eine Arztpraxis gehen. Dort ist das Ausbeutungspotential nicht so hoch.

hennessy
27.03.2007, 07:59
Nein, damit komme ich jetzt nicht. Manchmal glaube ich die Dinge, die mir erzählt werden. ;-) Bettpfannen zu säubern und Leute zu füttern soll natürlich nicht Inhalt einen Berufspraktikums für angehende Ärzte sein - schon klar. Kann man sich die Plätze selbst suchen? Denn dann würde ich immer in eine Arztpraxis gehen. Dort ist das Ausbeutungspotential nicht so hoch.

Wie sieht es da versicherungstechnisch aus. Weiß das jemand? Denn nur zusehen ist ja auch nichts. Ich habe in meiner Praxis bereits öfters Praktikantinnen angeboten, mal mitzuarbeiten, bis mir ein Kollege erzählt hat, dass mir gehörig ans Bein gepinkelt wird, falls was passieren sollte. Außerdem:Wie sieht es mit der ärztlichen Schweigepflicht aus? Muss ich die Praktikantin eine Erklärung unterschreiben lassen?
Danke für Aufklärung!

gruß hennessy

alley_cat75
27.03.2007, 09:27
Ich denke schon, dass Du eine Verschwiegenheitserklärung unterschreiben lassen solltest. Was die Haftung angeht? :-nix Na, Du wirst Schulpraktikanten sicherlich nicht gleich Blut abnehmen oder Thoraxdrainagen legen lassen... Ich habe bei meinem Schulpraktikum damals den Arzt einfach begleitet - Hausbesuche, Patientengespräche. Und dann durfte ich Lunge und Herz auskultieren. Da kann doch überhaupt nichts passieren.

hennessy
27.03.2007, 09:46
Ich denke schon, dass Du eine Verschwiegenheitserklärung unterschreiben lassen solltest. Was die Haftung angeht? :-nix Na, Du wirst Schulpraktikanten sicherlich nicht gleich Blut abnehmen oder Thoraxdrainagen legen lassen... Ich habe bei meinem Schulpraktikum damals den Arzt einfach begleitet - Hausbesuche, Patientengespräche. Und dann durfte ich Lunge und Herz auskultieren. Da kann doch überhaupt nichts passieren.
Zu Deiner Info:
ich bin Zahnarzt und führe relativ wenige Thoraxdrainagen durch. Aber :
Gestzt den Fall (was bereits passiert ist) ich operiere einen Weisheitszahn aus seiner misslichen Lage am Kieferwinkel heraus und der Praktikant kollabiert und fällt mir in den Arm, mit dem ich gerade den Knochen trepaniere. Der n. alv. inf. ist da gleich mal durch und dann heißts: Gute Nacht, Marie! An solche Fälle hatte ich gedacht.
Oder: Der Praktikant rutscht auf der Treppe aus und bricht sich den Arm. Wer haftet?

gruß hennessy

alley_cat75
27.03.2007, 09:57
Ach, genau! Du warst der Zahnarzt. Sorry...


Der Praktikant rutscht auf der Treppe aus und bricht sich den Arm. Wer haftet?

Der Praxisinhaber besitzt eine Unfallversicherung für alle Angestellten, Praktikanten usw. Musst Du mal abklären. Diese Versicherung ist Pflicht. Weiss ich von meiner Schwiegermama (niedergelassene Internistin), die nämlich auch ständig irgendwelche Zuschauer hat. Ansonsten würde ich mir Verzichtserklärungen unterschreiben lassen. Als ich im PJ auf dem NAW mitgefahren bin, musste ich unterschreiben, dass ich an die Berliner Feuerwehr keinerlei Ansprüche geltend machen kann. Mulmiges Gefühl, vor allem im Winter bei Blitzeis, aber mitgefahren bin ich dennoch.

ehem-user-02-08-2021-1033
27.03.2007, 10:25
So jetzt versuche ich einfach mal meine volkswirtschaftliche Interpretation der Sache.
Deutschland ist eine demographische Zeitbombe. Ein Rentner hat ( für alle Moralisten: während des Bezuges seiner Rente !) genauso wenig volkswirtschaftlichen Nutzen für die Allgemeinheit wie ein Arbeitsloser.
"Glücklicher" Weise steigt die Zahl beider Berufsgruppen in Relation zur Gesamtbevölkerung in Summe von Jahr zu Jahr.
Das schwächt den Staat und die Sozialsysteme.
Das Großteil der Ärzte lebt aber von der Leistungsfähigkeit der Sozialsysteme und des Staates.
Die Prognose für die Einkommenserwartung des Arztberufes:
Ich würde sagen, dass die breite Masse der Ärzte sich sicherlich schwer tun wird "riesige" Verdienste abzuschöpfen.
-->
Aus finanziellen Erwägungen sollte man diesen Beruf nicht wählen.

Glück könnten wir nur haben , wenn in Zukunft eine stärker vereinigte EU durch Ausgleichszahlungen oder einen gemeinsamen Sozialversicherungsraum oder oder... die Schäden unserer Demographie ausgleicht.
Nur , ob die anderen Länder so blöd sind wage ich einmal zu bezweifeln...

Das ist mein Beitrag zum Thema:
Die Zukunft des Arztberufes.

alley_cat75
27.03.2007, 10:30
So jetzt versuche ich einfach mal meine volkswirtschaftliche Interpretation der Sache.
... Die Prognose für die Einkommenserwartung des Arztberufes:
Ich würde sagen, dass die breite Masse der Ärzte sich sicherlich schwer tun wird, "riesige" Verdienste abzuschöpfen -->
aus finanziellen Erwägungen sollte man diesen Beruf nicht wählen.


Die Zeiten, in denen man Medizin studiert hat, um reich zu werden, sind lange vorbei. Mit Deiner Erkenntnis kommst Du ungefähr 30 Jahre zu spät. Aber: netter Versuch. :-top

ehem-user-02-08-2021-1033
27.03.2007, 11:21
Das Problem wird sich aber noch weiter zu spitzen.
Momentan wird ja noch kompensiert, z.B. vorrangegangen Beitragserhöhung der Krankenkassen.
Nur irgendwann hat das auch ein Ende und als Medizinstudent steht man vor einem 30-40 jährigem Berufsleben.
Und das "reich" war in Klammern.
Denn die Zukunft wird eher in Richtung arm gehen.
Und das jetzt nicht unbedingt in Relation zu anderen Berufen ,da wird die Entwicklung nicht so schlimm sein, sondern absolut betrachtet.

DocOliver
27.03.2007, 12:19
Nur irgendwann hat das auch ein Ende und als Medizinstudent steht man vor einem 30-40 jährigem Berufsleben.
Und das "reich" war in Klammern. Denn die Zukunft wird eher in Richtung arm gehen. Und das jetzt nicht unbedingt in Relation zu anderen Berufen, da wird die Entwicklung nicht so schlimm sein, sondern absolut betrachtet.

Interessante Gedankengänge, die Du uns darbietest. :-??? Dass die heutigen Arbeitnehmer immer länger arbeiten müssen, trifft nicht nur auf Mediziner zu. Darüberhinaus habe ich starke Zweifel an Deiner Verarmungstheorie von Ärzten. Wenn das System die medizinische Versorgung nicht mehr tragen kann, wird es der Einzelne tun müssen, d. h. nicht mehr der Staat. Die USA sind ein außerordentlich gutes Beispiel dafür. Über die Jahrhunderte hinweg gab und wird es immer Arbeit für Mediziner geben und das nicht zu den schlechtesten Konditionen. Wie alley_cat75 bereits konstatierte, wird man als Arzt zwar nicht mehr reich (in welcher Branche wird man das heute schon), am Hungertuch nagt man deshalb noch lange nicht. Vielleicht solltest Du forciert über Deinen eignenen Horizont hinaus schauen. :-dafür