Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Glucobay - wirksam oder wirkungslos?
Ich könnte etwas Ektoplasma beitragen ... :-))
Meuli und Fino - ein und derselbe Gedanke
:-)) :-top
Ach Tombow, Flemingulus schreibt auch von einem "nutzarmen" Medikament.
Glucobay führt oft zu Blähungen, das wiederum führt in vielen Fällen dazu dass der Patient den Diätplan besser einhält.
docmoechtegern
19.09.2007, 22:26
Glucobay führt oft zu Blähungen, das wiederum führt in vielen Fällen dazu dass der Patient den Diätplan besser einhält.Wenn es den Patienten dazu bringt, seinen Diätplan besser einzuhalten, ist es doch eigentlich ein ganz nützliches Medikament ;-)
Sebastian1
19.09.2007, 22:27
Bangen, ich hab auch noch ein Zitat für dich: "Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal Fresse halten." (Dieter Nuhr) Mit deinem hier zum Besten gegebenen Pseudowissen disqualifizierst du dich grade selbst, dass es nur so kracht...
Flemingulus
19.09.2007, 22:27
Das Thema Antidiabetika ist - bei aller Voreingenommenheit - eigentlich ganz spannend, weil bei dieser von Internisten sehr ernst genommenen Therapie durch die neuen Substanzen einiges in Bewegung geraten ist... auch wenn dadurch der Lernstoff leider mehr wird... :-lesen
Therapie des Diabetes unter Verzicht auf Insulin soll man natürlich ernstnehmen. Ich meine nur bisher war die direkte pharmakologische Wirkung der zur Verfügung stehenden Mittel zweifelhaft.
Welche neuen Substanzen meinst du denn?
Sebastian1
19.09.2007, 22:36
Ich glaube es gibt kaum einen Internisten der orale Antidiabetika ernst nimmt.
und
Therapie des Diabetes unter Verzicht auf Insulin soll man natürlich ernstnehmen.
Welche neuen Substanzen meinst du denn?
Also ENTWEDER schreibst du völlig ungehemmt jedes Geblubber nieder, welches du in deinem Hirn gerade für einen genialen Geistesblitz hältst oder du verarschst uns hier gewaltig. Überzeug mich von letzterem, bitte. Dann hab ich wenigstens einen Grund aufs Knöpfchen zu drücken. Ansonsten empfehle ich dir den Beginn eines Medizinstudiums, wenn du dich weiterbilden willst. Oh, du studierst schon? Wie heisst es so schön? Gehen Sie zurück, gehen Sie nicht über Los, ziehen Sie keine 4000 Euro ein...
docmoechtegern
19.09.2007, 22:40
@Roxane:Vielleicht hilft Dir das etwas weiter:
Ich kann leider auch nicht mehr als Googeln und habe dabei "Leitlinien für die Behandlung von Diabetes 2" gefunden. Da steht unter "Wirksamkeitsbewertung oraler Antidiabetika" etwa das drin, was Flemingulus gepostet hat, aber es gibt dort auch noch Links zu "Hintergründen". Vielleicht findest Du dort etwas zu den Studien, auf denen die Aussagen beruhen.
http://www.leitlinien.de/versorgungsleitlinien/diabetes2/4_2oraleanti/view
Sebastian, die beiden Sätze die du zitiert hast widersprechen sich nicht.
Ich möchte darauf hinweisen, dass man die ursächliche pharmakologische Wirkung der bisher erhältlichen oralen Antidiabetika nicht überschätzen soll. So wie ich es sehe.
Was verstehst du daran nicht?
Du kannst gerne eine andere Meinung vertreten.
docmoechtegern
19.09.2007, 23:16
Und mein Lieblingsbeispiel hierzu:
Übler Diabetiker mit allerlei Komplikationen, mittlerer BZ-Wert um die 200 unter Sulfonylharnstoff und Glitazon (gegen Metformin gabs ne Kontraindikation, DDPIV-Hemmer und GLP-Antagonisten gabs noch nicht). Die vereinte Ambulanz singt im Chor: INSULIN! Der Patient besteht auf einem letzten Versuch mit Acarbose zusätzlich. Zack! Ab dato Bombenwerte.
Moral von der Geschichte: das war natürlich nicht das gute Werk von Acarbose sondern von mehr Disziplin aus Angst vor Insulin, aber das ist natürlich völlig egal. Hauptsache es funktioniert.
Glucobay führt oft zu Blähungen, das wiederum führt in vielen Fällen dazu dass der Patient den Diätplan besser einhält.D. h.: In beiden Beispielen gehen die besseren Blutzuckerwerte nur indirekt auf das Medikament zurück: In Flemingulus' Beispiel ist es die Ansgt vor dem drohenden Insulin, und in Bangens Beispiel ist es die Angst vor den Nebenwirkungen der Glucobay-Wirkung (z. B. Blähungen), die den Patienten motiviert, seinen Diätplan einzuhalten.
Glukagon macht nicht die Blähungen, wahrscheinlich meinst du Glykogen, das macht aber auch keine Blähungen.
Aber das Prinzip hast du richtig verstanden. Ich begreife nicht warum sich unsere Damen und Herren Medizinstudenten damit so schwer tun.
docmoechtegern
19.09.2007, 23:31
Nein.Ich meinte das Medikament Glucobay. Werde dasgleich korrigieren. Soweit ich das verstanden habe, bewirkt Glucobay, dass Di- und Oligosaccharide im Dünndarm nicht enzymatisch zu Glucose abgebaut werden. Diese werden dann im Dickdarm von Bakterien zu Verbindungen abgebaut, die die Blähungen verursachen.
Das ist der Mechanismus der dahintersteht, richtig.
horsedoc
19.09.2007, 23:40
nach der "Super-Nanny" und der "Hunde-Nanny", the RTL proudly presents:
"The Super docs in need of nannys"!!!
docmoechtegern
19.09.2007, 23:42
Das ist der Mechanismus der dahintersteht, richtig.Solche Sachen behandeln wir in der Schule beim Thema Enzyme. Das Glucobay haben wir natürlcih nicht behandelt. Aber das, was ich über Glucobay gelesen habe, konnte ich mit meinen Enzymatikkenntnissen aus dem Unterricht einigermaßen verstehen.
Edit.: Dieses Glucobay müsste ein kompetitiver (?) Hemmstoff des Enzyms alpha-Glucosidase sein.
So scheint es zu sein.
Ich habe da noch eine tolle Animation gefunden.
http://www.glucobay.com/en/professional/communication/modeofaction.html?m=5_4
docmoechtegern
20.09.2007, 00:07
Und das soll die Strukturformel von Glucobay sein:
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/2/2f/Acarbose.svg/537px-Acarbose.svg.png
Ich finde solche Themen interessant. Vielleicht sollte ich doch lieber Biotechnologie studieren.
Und jetzt bin ich müde. Gute Nacht. :-)
Warum wird der Troll nicht gesperrt?
Sebastian1
20.09.2007, 11:26
Keine Ahnung, hab das Passwort vergessen oder so....
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