Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Falsche Brille - wie kann sowas passieren
mezzomixi
05.11.2007, 20:11
Aaaaaalso..
Ich hab das zwar jetzt schon mehrfach erklärt, aber ich mach es auch gerne nochmal ;-)
Der Grund weshalb ich überhaupt erstmalig zur Augenärztin gegangen bin war: Ich hatte sehr häufig Kopfschmerzen. (Jeden Tag, sogut wie ständig. In welchen Situationen genau kann ich also gar nicht sagen. Phasenweise sind sie so, dass ich quasi nichts mehr sehen kann. In etwa so als hätte mir jemand Vaseline auf die Augen geschmiert.) Deshalb kam irgendwann die Vermutung auf es könnte auch an den Augen liegen.
Die Augenärztin gab mir daraufhin diese erste ("falsche") Brille und da ich damit weder besser gesehen habe noch die Kopfschmerzen besser wurden, habe ich sie nie aufgehabt.
Jetzt habe ich eine neue Brille und sehe mit der nun auf jeden Fall viel besser. Morgens brauche ich die Brille nicht, je länger der Tag geht, desto mehr hilft sie logischerweise.
Ob die Kopfschmerzen damit besser werden will ich jetzt noch nicht beurteilen, habe die 'richtige' Brille ja erst seit ein paar Tagen.
Feuerblick
05.11.2007, 20:18
Ah, nun klärt sich einiges. Also hattest du MIT der falschen Brille keine Beschwerden zusätzlich außer eben der Tatsache, dass du damit nicht scharf gesehen hast.
Dann bin ich ja mal gespannt, ob deine Kopfschmerzen weggehen mit der neuen Brille. Falls nicht, dann solltest du dich bei einer Orthoptistin (also in einer Sehschule) mal untersuchen lassen. Asthenopische Beschwerden könnten es schon sein, aber durch eine minimale Myopie sind sie eher selten. :-top
http://www.medi-learn.de/medizinstudium/foren/showpost.php?p=587384&postcount=18
Der Berufsverband der Augenärzte (http://www.augeninfo.de/presse/0510bri.pdf) meint zu diesem Thema:
Quelle:
www.augeninfo.de (http://www.augeninfo.de)
Herausgeber
Berufsverband der Augenärzte Deutschlands e.V. (BVA), Tersteegenstr. 12, 40474 Düsseldorf
Da frage ich mich, weshalb der Berufsverband der Augenärzte die Bevölkerung in seiner Pressemitteilung so nachdrücklich auffordert, zwecks Brillenverordnung nicht zum Optiker, sondern zum Augenarzt zu gehen, wenn der doch bei korrektem Arbeiten draufzahlen würde.
Der BVA sollte dann die Bevölkerung nicht nur darüber aufklären, weshalb er die Brillenverordnung durch den Augenarzt für unverzichtbar hält, sondern auch darüber, dass diese sowohl von den gesetzlichen Krankenkassen, als auch von den privaten Krankenversicherungen [;-)] so schlecht honoriert wird, dass der Augenarzt dabei draufzahlt.
Konsequenterweise müsste der BVA eine bessere Honorierung dieser Leistungen fordern oder sich weigern, diese als Kassenleistung zu erbringen.
Einfach aus betriebswirtschaftlichen Gründen oberflächlich zu arbeiten, den Patienten aber in einer Pressemitteilung das Gegenteil zu suggerieren, halte ich für nicht vertretbar.
Kann mir bitte jemand weiterhelfen? Ich glaube, ich leide unter dieser Akkommodation.
Und zwar habe ich mir vor einiger Zeit die Brillenstärke bei einer Augenärztin messen lassen, ich habe aber bis zu diesem Arzttermin eine Brille mit falscher Stärke getragen (weil ich die alte zu lange getragen habe). Ich vermute, dass sich mit der Zeit diese Akkommodation eingestellt hat und als die Ärztin meine Stärke gemessen hat - ohne mir muskelentspannende Mittel zu geben - wurde die falsche Stärke gemessen. Die Brille, die ich mir aufgrund der gemessenen Stärke gekauft habe, bereitet mir Sorgen: Unschärfe und Kopfschmerzen.
Meine Frage ist: Ist die Ärztin verpflichtet, die Kosten für die alte Brille zu übernehmen?
Ich habe nämlich nichts falsch gemacht, wie ich finde, zumindest nicht wissentlich, mir sind aber Kosten entstanden für eine Brille, die ich nicht gebrauchen kann.
Ach und noch eine Frage: Diese Akkommodation, verschwindet die nach einer Nacht ohne eine Brille zu tragen oder ist wielange dauert das, bis der Muskel wieder im "Originalzustand" ist?
Vielen vielen Dank für Hilfe! :-)
Feuerblick
14.04.2008, 07:30
Ob die Brille wirklich "falsch" ist, kann nur ein Augenarzt herausfinden. Richtiges Vorgehen:
1. Zum Optiker, Brillen nachmessen lassen (stimmen Werte und Rezept überein), Zentrierung und Sitz prüfen lassen. Falls alles okay:
2. Besuch beim Augenarzt
3. Refraktionsbestimmung in Zykloplegie (am besten Cyclolat AT, Mydriatikum ist bei bei V.a. akkomm. verfälschte Brillenwerte nicht sinnig)
4. subjektive Refraktionsbestimmung im Intervall incl. Trageversuch VORHER und nach der subj. Brillenbestimmung (das ist dieses "so besser oder so?").
Trotzdem: Ich glaube nicht, dass die Ärztin etwas falsch gemacht hat, indem sie eine subjektive Refraktionsbestimmung vorgenommen hat (WENN der Optiker die Brille richtig angefertigt hat).
Danke
Jetzt wüsste ich nur noch gerne, ob diese Akkommodation nach einer Nacht ohne Brille verschwunden ist oder ob diese Veränderung des Muskels länger dauert. Das würde mir noch mal sehr weiterhelfen. :-)
Ich könnte die Stärke dann nämlich schnell beim Optiker nachmessen lassen und vergleichen.
Feuerblick
14.04.2008, 09:52
Danke
Jetzt wüsste ich nur noch gerne, ob diese Akkommodation nach einer Nacht ohne Brille verschwunden ist oder ob diese Veränderung des Muskels länger dauert. Das würde mir noch mal sehr weiterhelfen. :-)
Ich könnte die Stärke dann nämlich schnell beim Optiker nachmessen lassen und vergleichen.Diese Akkommodation ist keine Veränderung eines Muskels sondern eine übermässige Anspannung des selbigen. Und in der Regel entspannt sich das nicht über Nacht endgültig (auch tagsüber ohne Brille keine Chance!). Daher bitte beim Optiker kontrollieren lassen, ob die Werte der Brille mit denen auf dem Rezept übereinstimmen. Falls ja, DANN zum Augenarzt und per Augentropfen die Akkommodation lahmlegen lassen. Nur so funktioniert es!
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