Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : wieviel lernt ihr nach der uni täglich?
DasChromosom
24.11.2007, 08:40
@Arman und Co: Schreibt doch bitte ruhig auch wie viel Zeit ihr überhaupt in der Uni verbringt, dass ist nämlich auch sehr interessant für Möchtegern-Studenten wie mich! :-)
Habt ihr bei eurem Lernpensum überhaupt noch Zeit für einen Job?
Ja, zeit wäre wohl noch zum Arbeiten. Mein Problem: ich möchte gern im labor bleiben, weil ich da herkomme. Aber alle Institut sagen, dass sie momentan kein Geld haben!!!
An den längsten Tagen bin ich 11 Stunden nonstop in der Uni (ohne Mittagspause!), aber Freitag ist ein sehr kurzer Tag, da haben wir um 10:45 schluss.
Arbeiten kann man auf jeden Fall nebenbei, wenn man nicht unbedingt zu jeder Vorlesung gehen will. Inzwischen glaube ich persönlich, dass jeder, der ein bisschen Disziplin, Willen und Durchhaltevermögen hat, das Medizinstudium schafft. Ich persönlich finde es nciht so dramatisch wie viele behaupten! :-meinung
@Arman und Co: Schreibt doch bitte ruhig auch wie viel Zeit ihr überhaupt in der Uni verbringt, dass ist nämlich auch sehr interessant für Möchtegern-Studenten wie mich! :-)
Habt ihr bei eurem Lernpensum überhaupt noch Zeit für einen Job?
zwischen 4 und 9 stunden (zusätzlich 1 stunde mittagspause), je nachdem, ob nachmittags pflichtkurse sind oder nicht. 8-19 uhr war bisher das längste.
nee, keine zeit für nen job, vielleicht im 3. semester, da haben wir nämlich weniger stunden.
lunascape
24.11.2007, 10:51
Moinsen!
Anfangs bin ich auch noch schön brav zu allen Vorlesunge hingegangen, aber man setzt ganz schnell Prioritäten. Statt in der Vorlesung zu sitzen und eh noch nichts davon umsetzen zu können, treffen wir uns in den Lerngruppen. Und da bei uns grad Anatomie prüfungstechnisch im Vordergrund steht, fällt der Rest etwas zurück.
Und da Chemie bei uns der Knaller ist, gibt es jetzt auch extra Tutorien dafür.
Dazu Präppen, manchmal bis zu drei Praktikumstage in der Woche. Also ich verbringe im Schnnitt gut 8h nur an der Uni, weil ich zu Hause eh schwerer lernen kann. Aber sich so 4, 6 oder 8 Stunden hinzusetzen und nur zu lernen, das haut nicht hin. Der Kopf ist sehr schnell voll, weil ja zu dem expliziten Lernen und der Vorbereitung auf die Prüfungen täglich neuer Stoff dazu kommt.
Meine Devise lautet derzeit: Reinballern!
Auch wenn sich das kritisch anhört, anders geht es manchmal nicht.
So, und somit werd ich hiernun auch mal weiter machen.
Wünsche euch was! :-dance
Dr. Cox M.D.
24.11.2007, 11:23
Moinsen!
Anfangs bin ich auch noch schön brav zu allen Vorlesunge hingegangen, aber man setzt ganz schnell Prioritäten. Statt in der Vorlesung zu sitzen und eh noch nichts davon umsetzen zu können, treffen wir uns in den Lerngruppen. Und da bei uns grad Anatomie prüfungstechnisch im Vordergrund steht, fällt der Rest etwas zurück.
Und da Chemie bei uns der Knaller ist, gibt es jetzt auch extra Tutorien dafür.
Dazu Präppen, manchmal bis zu drei Praktikumstage in der Woche. Also ich verbringe im Schnnitt gut 8h nur an der Uni, weil ich zu Hause eh schwerer lernen kann. Aber sich so 4, 6 oder 8 Stunden hinzusetzen und nur zu lernen, das haut nicht hin. Der Kopf ist sehr schnell voll, weil ja zu dem expliziten Lernen und der Vorbereitung auf die Prüfungen täglich neuer Stoff dazu kommt.
Meine Devise lautet derzeit: Reinballern!
Auch wenn sich das kritisch anhört, anders geht es manchmal nicht.
So, und somit werd ich hiernun auch mal weiter machen.
Wünsche euch was! :-dance
dito.
Also ich habe festgestellt, dass ich -entgegen meiner bisherigen Meinung- doch ganz gut in Lerngruppen zurecht komme. Nur das stupide Lesen der Texte bringt mich so gut wie nicht weiter... und da es noch mehreren "Älteren" von uns so geht vertreiben wir uns die Pausen mit Lernen und erklären uns gegenseitig Dinge. :-lesen Ich denke so profitiert jeder der mitmachen will davon... Außerdem hilft es auch manchmal den inneren Schweinehund zu überwinden, denn zu Hause lässt man sich gern mal ablenken (TV, putzen, Telefon etc... oder auch schlafen :-)))
ringelflocke
24.11.2007, 14:39
essen! :)
Also ich muss sagen ich lern glaub noch weniger als die meisten anderen hier...
Gut ich bin recht kontinuierlich 8h an der Uni- außer freitags- da nimmt man natürlich einiges mit, v.a. in den Seminaren.
Bei mir waren die ersten 4 Wochen sehr sehr hart, aber jetzt leisten sich die meisten hier den Luxus und lernen nur noch vor den Klausuren... naja oder so 2 Wochen davor. Hin und wieder wenn ich Lust hab, les ich natürlch auch mal ein bisschen in meinen Büchern, aber von kontinuierlich kann keine Rede sein.
Wir Erstsemester können eh erst nach den Klausuren wissen, wie effektiv wir lernen ;-)
ringelflocke
01.12.2007, 16:59
Wir Erstsemester können eh erst nach den Klausuren wissen, wie effektiv wir lernen ;-)
wie(viel) lernst denn du?
Also für Terminologie schau ich mir jeden Tag eine Liste aus dem Skript an. Dann muss ich in den Weihnachtsferien nur noch kurz wiederholen.
In Biologie lese ich mir nach der VL noch kurz die Folien durch und bereite die Praktika kurz vor (vielleicht 1 Stunde/Praktikum).
Chemie ist für mich super anstrengend, aber jetzt habe ich meine beiden Kolloqs hinter mir (so 4-5 Stunden pro Praktikum), die VL und die Übungen schenke ich mir.
In Physik eben halt 2-3 Stunden auf das Praktikum vorbereiten (hatten bis jetzt einen super Assistenten). Beim Protokollschreiben wiederhole ich kurz die Theorie, nutze aber auch Altprotokolle.
Die Biochemievorlesungen wiederhole ich nach der VL durch die K-med Folien, für die Seminare nutze ich die Stichwortliste und die K-med Kurse (für das letzte Seminar habe ich 2-3 Stunden vorbereitet, musste aber nicht sein).
Soziologie (das highlight der Woche...) kostet mich wertvolle 3-4 Stunden, und dann habe ich den Text trotzdem nicht reproduzierbar verstanden. Wir haben in unserer Seminargruppe immer abgesprochen, wer was macht und wenn man nicht beim Müller hat, klappt das auch.
Für Psychologie muss ich nicht viel machen, das meiste hatte ich schon in der Pflegeausbildung. Außerdem haben wir eine supernette Dozentin.
Anatomie und Histologie sind für mich erstmal nur nett zum gehört haben... das lerne ich in den Semesterferien, da schreiben wir ja noch keine Klausur.
Also so insgesamt nehme ich mir vor jeden Tag 2-3 Stunden am Schreibtisch zu verbringen und bei so unnützen Vorlesungen wie Patientenvorstellung für Vorkliniker und so gehe ich in die ZMB und lerne da etwas.
So 4-5 Tage pro Woche klappt das auch mit dem lernen und ich habe nicht das Gefühl, dass ich irgendwo den Anschluss verloren hab. Muss aber auch reichen, man will ja auch was mit Kommilitonen unternehmen und ab und zu nach Hause fahren.
Für mein Wohlbefinden ist es wichtig mindestens einen "unifreien Tag" in der Woche einzulegen.
Peter Pan
10.12.2007, 23:34
Ich habe mal eine Frage: Wie viel wird denn in einer Vorlesung behandelt? Ist das zB mehr als ein Kapitel im Buch, ist es ein komplettes Buch? Ich studiere ja noch nicht... Wie lange ist eine Vorlesung, und wie viele hat man am Tag ungefähr?
Ich finds halt irgendwie total beängstigend, dass man so viel nachbereiten muss... Erkennt man das aus dem Buch von der Vorlesung wieder, oder lernt man quasi komplett alleine und zeigt das dann bei der Prüfung?
Sind jetzt doch mehrere Fragen :) Also es ist scheinbar nicht so, dass man sich den Kram aus der Vorlesung nochmal schnell durchliest und dann das Buch weglegen kann, oder? ;)
LG
DrSkywalker
11.12.2007, 08:55
Ich habe mal eine Frage: Wie viel wird denn in einer Vorlesung behandelt? Ist das zB mehr als ein Kapitel im Buch, ist es ein komplettes Buch? Ich studiere ja noch nicht... Wie lange ist eine Vorlesung, und wie viele hat man am Tag ungefähr?
Ich finds halt irgendwie total beängstigend, dass man so viel nachbereiten muss... Erkennt man das aus dem Buch von der Vorlesung wieder, oder lernt man quasi komplett alleine und zeigt das dann bei der Prüfung?
Sind jetzt doch mehrere Fragen :) Also es ist scheinbar nicht so, dass man sich den Kram aus der Vorlesung nochmal schnell durchliest und dann das Buch weglegen kann, oder? ;)
LG
Alle Theorie ist grau, also mach dir keine Gedanken und warte bis du an der Uni bist, auch du wirst den ganzen Mist in der kurzen Zeit lernen können, sogar ohne Vorlesung. Man muss einfach in der Prüfungszeit jeden Tag 40 Seiten Lehrbuch lesen und wiederholen und schon kannst du z.B. in 2 - 3 Wochen die komplette Physiologie (bis zur Prüfung).
Ich versuche mal, konkret auf deine Fragen zu antworten:
-Eine Vorlesung dauert bei uns 45 Minuten.
-Man hat je nach Semester 3-5 davon pro Tag, danach dann halt evtl. noch Praktika, Kurse oder Seminare.
-Wieviel in einer einzelnen Vorlesung themenmäßig erzählt wird, hängt natülich ganz vom Prof ab: Der eine liest den Stoff eines ganzen Kapitels (hängt ja auch von der Länge der Kapitel im Buch ab) in einer Vorlesung, ein anderer erzählt davon nur das Wichtigste und den Rest soll man zuhause selbstständig erarbeiten. Das hängt ganz davon ab, wie die selbst ihre Schwerpunkte setzen und auch davon, wieviele Vorlesung insgesamt überhaupt statt finden. Da sagt aber eigentlich jeder Dozent am Anfang was zu, wie er das strategisch durchgeplant hat.
-Das aus dem Buch erkennt man in der Vorlesung schon wieder, häufig ist es bei uns aber so, dass im Buch mehr steht, als in den Vorlesungen erzählt wird, das sollte man dann auch zusätzlich wissen.
Das ist aber alles halb so wild, wenn man einigermaßen dran bleibt (was nicht heißt, dass man jede Vorlesung zuhause in mindestens 2 Stunden pro Tag nacharbeiten muss) dann kommt man da schon mit. "Den Kram einmal angucken und Buch dann weglegen" geht häufig schon aus dem Grunde nicht, weil man Vieles einfach auswendig reproduzieren können muss und das geht halt nur, wenn man es öfter wiederholt.
Da kommt man aber ohne Weiteres rein, wenn man erstmal begonnen hat, es ist zwar mehr Arbeit als in der Schule, aber man findet sich da schon ein, wir kochen ja alle nur mit Wasser :-)
Vielleicht gibt's ja an einer Uni bei dir in der Nähe auch Hochschultage oder so, da kann man mal in laufende Vorlesungen reinschnuppern und bekommt einen ersten Eindruck...
Du hast hast einen weiteren Typus von Vorlesungen vergessen: Man sitzt 90 Minuten in einer Vorlesung und ist sich nach 10 Minuten bewußt, dass man seine Zeit verschwendet und zuhause am Schreibtisch oder in der Bib mehr gelernt hätte. Wenn dieser Dozent dann auch noch seine Folien ins Internet stellt ist die Sache klar: Da kann man zuhause bleiben und das Lernen beschränkt sich auf die Bearbeitung der Folien.
Peter Pan
11.12.2007, 14:36
Danke euch dreien!
Ich hatte nur mal so im Forum rumgeschnuppert und bin dann in diesem Thread hier gelandet, und da dachte ich, frage ich einfach mal nach :)
Liebe Grüße
Oft ist eigentlich Vorlesungsstoff=Klausurstoff, also andere Dinge werden in der Klausur nicht gefragt.
Oft ist eigentlich Vorlesungsstoff=Klausurstoff, also andere Dinge werden in der Klausur nicht gefragt.
Und wie so oft darf man hier nicht verallgemeinern. :-)) OK, meistens ist es so, stimmt. Aber eben nicht immer.
Wenn dieser Dozent dann auch noch seine Folien ins Internet stellt ist die Sache klar: Da kann man zuhause bleiben und das Lernen beschränkt sich auf die Bearbeitung der Folien.
Das kann ich nicht uneingeschränkt unterschreiben, weil das von der Qualität der Folien abhängt. Ein gutes Beispiel ist Chirurgie: da gab es bei uns alle Folien im Netz (was dann pro Semester einige HUNDERT waren, die man zu "lernen" hatte), aber die bestehen zu 80% aus Bildern gänzlich ohne Text. Die Dozenten erzählen halt gerne was dazu und fassen dann nur nochmal Stichpunkte zusammen. Wenn man die drauf hatte, reichte das ganz sicher für die Klausuren, aber jetzt bei der Vorbereitung fürs HEX fällt mir auf, wie wichtig es bei Chirurgie ist, die Dinge zu visualisieren. Zeit, mir ein dickes Buch mit Bildern zu nehmen, habe ich nicht mehr und der reine Text im Müller (verbreitetes (sehr sehr gutes!!!) Lehrbuch für Chirurgie mit wenigen Skizzen) nützt einem manchmal wenig. Da steht dann halt hier reinschneiden, da durchschneiden, das da wegschneiden - aber wenn man kapieren will, warum wieso und weshalb, braucht man Bilder dazu. Und dazu eignet sich die Vorlesung echt gut.
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