Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Ärzte mit Behinderung
Danke! :-)) Tut gut sowas mal zu hören! Und ich bin deiner Meinung.. die Fachrichtung werde ich mir auf jeden Fall gut überlegen..
Natürlich ist das keine Behinderung im eigentlichen Sinne, aber Niesel ging es wohl ursprünglich auch um das Thema Rheuma und dazu eben :-meinung
Eure Antworten machen einen echt Mut, ich bin selbst behindert (Rheuma, Schwerhörigkeit) und habe den Wunsch Medizin zu studieren. Doch ich wusste bisher nicht, ob ich es tatsächlich versuchen sollte. Ich bin schließlich auch schon 25. In dem Alter hat man meist seine Ausbildung bereits abgeschlossen. Eure Antworten bringen einem positive Gedanken. Ich sage zwar immer "geht nicht - gibts nicht" - für mich stellt sich dann auch die Frage, wenn man solch ein intensives Studium absolviert, ob man als Behinderter auch die Chance hat als Arzt tätig zu werden. Auf dem Arbeitsmarkt ist das ja schon schwierig genug einen Platz zu finden - für Nichtbehinderte.
Eure Ina
Moorhühnchen
14.11.2007, 21:58
Zur Belastbarkeit kann ich nur sagen, daß ich eine Ärztin kenne, bei der schon im Studium MS diagnostiziert wurde. Und dennoch hat sie ihr Studium beendet und ist mittlerweile im letzten Jahr ihrer Facharztausbildung....zur Neurologin! Alles inklusive Dienste, etc.
Das finde ich wirklich bemerkenswert! Wie geht Deine Kollegin mit der Tatsache um, daß sie ständig mit MS-Betroffenen zu tun hat, die schon weit "fortgeschritten" sind?? Ich meine, MS ist ja nun wirklich eine Krankheit mit seeeeeehr vielen Gesichtern und von "nur leicht betroffen" bis "intensivpflichtig" ist ja viel dabei.......... :-?
... nach Betätigung der Suchfunktion war ich auf Hoffnungsvollere Threads gespannt und nun fühl ich mich wie an die Wand gedrückt.
Es geistert tatsächlich in einigen Köpfen rum, dass Rheuma die Qualitäten eines Arztes mindert? das macht mir jetzt noch mehr Sorgen... :-(
Schlimm genug, das grade jetzt nach dem Physikum bei mir V.a. chronische Polyarthritis besteht und ich genug mit wochenlangen Schmerzen zu kämpfen hatte, immer in den Praktikas sitzen mußte, trotzdem immer wieder bemüht war/bin, meinen Alltag zu erledigen, trotzdem bemüht BIN, eine gute Ärztin zu werden!
Man macht sich mit seiner Erkrankung schon genug Gedanken, ich hoffe, das es nicht zuviele andere tun...
Steffi-die-nach-vorne-schauen-und-an-Träumen-festhalten-will
Solesurvivor
02.12.2007, 01:50
Ich bin Autist und werde auch Medizin studieren, behindert ist man nicht - man wird es - vor allem durch Vorurteile.
mezzomixi
02.12.2007, 09:20
Es geistert tatsächlich in einigen Köpfen rum, dass Rheuma die Qualitäten eines Arztes mindert? das macht mir jetzt noch mehr Sorgen... :-(
Schlimm genug, das grade jetzt nach dem Physikum bei mir V.a. chronische Polyarthritis besteht und ich genug mit wochenlangen Schmerzen zu kämpfen hatte, immer in den Praktikas sitzen mußte
Naja, was heißt 'Qualitäten eines Arztes mindert'. Duu wirst doch vermutlich selbst wissen, dass Dich 'wochenlange Schmerzen' und 'sitzen müssen' gegenüber Deinen Kommilitonen einschränkt.
Na dann sollte ich mich wohl besser exmatrikulieren und Platz für diejenigen machen, die immer kerngesund bleiben werden.....
Nö, der Trick besteht darin, die Widrigkeiten zu überwinden. :-)
Ob Du das hinbekommst, weißt nur Du selber, aber wenn, umso besser!
horsedoc
02.12.2007, 13:55
Schade, dass Ignoranz und Überheblichkeit nicht auch Schmerzen bereiten-da sässen einige schreiend im Praktikum...
mezzomixi
02.12.2007, 14:04
Na dann sollte ich mich wohl besser exmatrikulieren und Platz für diejenigen machen, die immer kerngesund bleiben werden.....
Nö aber Du solltest in der Lage sein zu erkennen, dass jemand mit einer Krankheit gegenüber Gesunden im Nachteil ist.
Medicus_bonus
15.12.2007, 13:35
Hallo,
hat jemand von euch Erfahrungen gesammelt in Bezug auf AD(H)S?
Kennt ihr einen Arzt der AD(H)S hat oder habt ihr es vielleicht selber?
Mich interessiert auf jedenfall ob man auch operative Tätigkeiten mit AD(H)S ausführen kann.
Solesurvivor
15.12.2007, 16:24
Ich bin AD(H)S'ler und Autist, was willst Du denn wissen?
Es gibt den sogenannten Hyperfokus, bei dem die Aufmerksamkeitsspanne extrem auf einen Vorgang / ein Ereignis gerichtet wird, nichts kann dann einen von der Tätigkeit abbringen oder stören.
Deshalb glaube ich, dass "operative" Tätigkeiten durchaus möglich sind.
Medicus_bonus
15.12.2007, 19:33
Ich bin auch ADSler und habe es jetzt nicht so stark. Aber im Allgemeinen schweife ich gerne bei langweiligen/uninteressanten Dingen ab oder Träume herum.
Das ist beim Abitur nicht gerade von Vorteil (hole es gerade nach). Wenn man auf der Uni mal eine schlechte Note schreibt, ist das nicht so schlimm...
Den Hyperfokus kenne ich wenn ich z.B. PC / PS3 spiele und dann angesprochen werde. Das höre ich zwar, kann aber irgendwie nicht antworten ^^
Wie ist das denn dann im Vorlesungssaal, ist das für dich schlimm?
Solesurvivor
15.12.2007, 19:56
Ich studiere (noch) nicht Medizin, habe aber schon einmal vorher studiert - von daher kann ich sagen, dass ich mich vor allem in sehr vollen Hörsäälen nicht all zu wohl fühle. Es kostet mich mehr Energie als andere Menschen, mich zu konzentrieren und nicht ablenken zu lassen von der Nähe meiner Mitmenschen.
Aber machbar ist das sicherlich. Es ist eben enorm wichtig, seine Probleme diesbezüglich zu kennen und mit ihnen umgehen zu können - notfalls kann ja immernoch ein Nachteilsausgleich in Anspruch genommen werden.
alley_cat75
16.12.2007, 10:00
..., behindert ist man nicht - man wird es - vor allem durch Vorurteile.
Schade, Du hast mir mein Zitat geklaut. :-keks Ja, jeden von uns könnte es treffen. Angefangen von der Diagnose MS oder Muskelschwund; :-nix oder wenn mich auf dem Weg zur Arbeit ein Autofahrer auf meinem Motorrad übersieht. Ich denke auch, dass es gerade für behinderte Mediziner eine Menge Alternativen/Möglichkeiten gibt, dennoch ärztlich tätig zu sein. Ich hatte im PJ auf der ITS eine Stationsärztin, die im Rollstuhl saß - sehr beeindruckend. Im Fernsehen habe ich vor Jahren mal eine Reportage über eine blinde Onkologin gesehen. Grenzen scheint es nicht wirklich zu geben. :-dafür Trotz Einschränkung, egal welcher Art, sollte jeder seine Träume erfüllen, ob er nun Arzt, Anwalt oder Koch sein möchte. Die Gesellschaft ist im Wandel und ich persönlich habe den Eindruck, dass Behinderte in der Berufswelt langsam zu einer Normalität werden und das ist auch gut so. Ich hatte übrigens einen Kommilitonen, der taub war und nur von den Lippen abgelesen hat. Reden konnte er. Er arbeitet heute als Assi in der Radiologie. DAS ist ebenfalls beeindruckend, denn im Studium hatte er es wirklich nicht leicht.
Er arbeitet heute als Assi in der Radiologie. DAS ist ebenfalls beeindruckend, denn im Studium hatte er es wirklich nicht leicht.
Radiologie scheint für hörgeschädigte Mediziner echt ein gut passender Zweig zu sein. Kenne ebenfalls einen hörgeschädigten Arzt der jetzt in der Radiologie sein Geld macht :-top
Medicus_bonus
12.01.2009, 15:00
Kennt jemand einen Chirurgen der ADHS hat? Würde mich ja echt mal interessieren :-))
Coxy-Baby
12.01.2009, 15:59
Kennt jemand einen Chirurgen der ADHS hat? Würde mich ja echt mal interessieren :-))
Erst einmal Glückwunsch zur erfolgreichen Reanimation.
Solltest du die Frage nicht lieber erweitern um "hochbegabte ADHS Chirurgen"? So passt's doch besser.
Freundlichst.
derDaniel
19.06.2010, 20:36
Hallo,
ich wollte mich auch mal in die Diskusion einklinken...(bin neu im Forum hier und habe diesen Thread gerade erst gefunden...).
Ich stehe gerade vor dem großen Problem, zum Hammerexamen zugelassen zu werden...ich bin zwar scheinfrei und habe das PJ abgeleistet aber leider hatte ich nach dem PJ im Freisemester (das ich mir zur Vorbereitung auf das Hammerexamen gegeönnt habe ;-) einen Unfall...seitdem sitze ich im Rolli (Querschnittlähmung, BWK 10).
Im Moment bin ich noch in der Reha aber bei mir breitet sich Panik aus, da ich gerade angefangen habe, mich mal zu informieren, wie es mit der Approbation in einem Fall wie mir aussieht. Und dann gleich der erste Hammer - es steht nämlich sinngemäß in der App. Ordnung, dass man die Approbation nur bekommt, wenn man keine gesundheitlichen Probleme hat, die die Ausübung des Arztberufes einschränken...ich meine, ich wollte sowieso schon immer Radiologie machen und bin fest davon überzeugt, dass ich das auch machen kann aber das gibt mir jetzt schon zu denken....
...weiß jemand von Euch da unmittelbar Rat? Weil ich stehe jetzt ein bisschen wie der Ochs vorm Berg...
Gruß,
Daniel
Coxy-Baby
19.06.2010, 21:00
Hallo und Willkommen,
ganz genau steht ja drin "nicht in gesundheitlicher Hinsicht zur Ausübung des Berufs ungeeignet" und man ist ja nicht ungeeignet weil man im Rollstuhl sitzt, außerdem kann der
Wisch ja von jedem ausgefüllt werden, aber da es ja nirgends ein richtiges Verzeichnis mit Kriterien zu geben scheint, kannste ja mal anonym im LPA anrufen ;-) um ganz sicher zu gehen.
Viel Erfolg und LG
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