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der_querulator
17.01.2009, 22:29
Nach genauerem Nachdenken ist eine BUV doch nur dann sinnvoll, wenn man einen Beruf mit körperlichem Einsatz ausübt. Also z.B. Lastwagenfahrer (verliert ein Auge und damit seinen Laster-Führerschein), Pilot (bekommt Epilepsie und darf nicht mehr fliegen...)... Als Arzt und den meisten Schreibtischjobs kann ich doch auch bei solchen Krankheiten noch einen einigermassen attraktivem Job nachgehen (Krankenkasse, Radiologe, Psychiater ...). Vielleicht ist es als Chirurg noch sinnvoll, wenn man in fortgeschrittener Weiterbildung ist. Aber direkt nach dem Stex?

Wenn ich RICHTIG krank werde, dann bin ich ja nicht Berufsunfähig, sondern Erwerbsunfähig und erhalte 40% meines Bruttoeinkommens.

McBeal
18.01.2009, 08:03
Meine Rentenfonds sind ziemlich sicher, haben auch in den letzten Monaten noch Gewinne eingefahren. Trotzdem würde ich gern noch mehr für meine Altersvorsorge tun. Zu was könnt Ihr noch raten?

LG,
Ally

Ehemaliger User 05022011
18.01.2009, 08:50
Meine Rentenfonds sind ziemlich sicher, haben auch in den letzten Monaten noch Gewinne eingefahren. Trotzdem würde ich gern noch mehr für meine Altersvorsorge tun. Zu was könnt Ihr noch raten?

LG,
Ally

Kinder ???

zweistein
18.01.2009, 09:12
Kinder ???Aber nur mit einem Milliardär als Vater dieser Kinder.

Miss
18.01.2009, 10:35
Nach genauerem Nachdenken ist eine BUV doch nur dann sinnvoll, wenn man einen Beruf mit körperlichem Einsatz ausübt. Also z.B. Lastwagenfahrer (verliert ein Auge und damit seinen Laster-Führerschein), Pilot (bekommt Epilepsie und darf nicht mehr fliegen...)... Als Arzt und den meisten Schreibtischjobs kann ich doch auch bei solchen Krankheiten noch einen einigermassen attraktivem Job nachgehen (Krankenkasse, Radiologe, Psychiater ...). Vielleicht ist es als Chirurg noch sinnvoll, wenn man in fortgeschrittener Weiterbildung ist. Aber direkt nach dem Stex?

Wenn ich RICHTIG krank werde, dann bin ich ja nicht Berufsunfähig, sondern Erwerbsunfähig und erhalte 40% meines Bruttoeinkommens.
Man kann sich mit seiner BUV aber auch so versichern lassen, daß man halt nicht irgendeinen anderen Kram machen muß, also nicht bei irgendeiner Versicherung arbeiten, wenn man doch eigentlich nur in seiner Fachrichtung arbeiten will. Ich bin bezüglich meiner Erwerbsfähigkeit in meinem Fach versichert.

Dafür bin ich ohne zwei gut funktionierende Hände nämlich ziemlich aufgeschmissen, das geht chirurg. Fächern u.ä. wahrscheinlich ähnlich, aber es gibt auch Fächer, wo einen das nicht absolut einschränkt.

Würd ich mir jetzt bspw. eine Hand schwer verletzen und könnte nicht mehr in der Anästhesie arbeiten, würde ich jetzt natürlich noch umsatteln, wäre ja auch relativ einfach machbar. In vielleicht 25 Jahren ist das schon ein größeres Problem, da möchte ich mir dann nicht von der BUV sagen lassen, ach, dann können sie ja problemlos in der Radiologie anfangen oder gar in ner Versicherung oder was auch immer :-nix

Relaxometrie
18.01.2009, 10:43
In vielleicht 25 Jahren ist das schon ein größeres Problem, da möchte ich mir dann nicht von der BUV sagen lassen, ach, dann können sie ja problemlos in der Radiologie anfangen oder gar in ner Versicherung oder was auch immer :-nix

Wobei man nach sehr vielen Jahren der Berufstätigkeit darüber nachdenken könnte, die BUV, die ja sehr hohe Monatsbeiträge hat, zu kündigen. Zu Beginn der Berufstätigkeit ergibt sie Sinn (wenn ich das alles richtig durchdrungen habe), weil man noch keinen Rentenanspruch erworben hat. Über das ärztliche Versorgungswerk ist man zwar vom ersten Tag der Berufstätigkeit an abgesichert, aber das gilt nur für einen "Totalschaden". Wie der genau definiert ist, weiß ich nicht mehr, es ging aber in die Richtung "Erwerbsunfähigkeit".

Miss
18.01.2009, 10:51
Und warum ausgerechnet dann kündigen, wenn ich sie im Fall der Fälle wirklich ganz gut gebrauchen könnte? Mal ganz naiv gefragt, denn ich versteh nur mittelmäßig viel von dem ganzen Zeug :-nix

Muriel
18.01.2009, 10:58
Ich habe auch eine gekoppelte BU und Altersvorsorge abgeschlossen. Meine BU beinhaltet auch diese von Miss angesprochene Klausel mit der eigenen Fachrichtung (zuletzt ausgeübte Tätigkeit). Der Anteil an der BU entspricht im Monat etwa 95€. Das ist eine Menge Geld, die natürlich einfach weg ist, die ich (hoffentlich) nie wieder sehe, aber ich sehe durchaus den Sinn darin, dies abzuschließen.
Ally, zu Deiner Frage kann ich Dir leider nichts sagen, also ob es jetzt lohnenswert wäre, noch etwas Anderes abzuschließen. Du möchtest ja, wenn ich das richtig verstanden habe, auch so eine gekoppelte Sache abschließen. Da muss Du natürlich bedenken, dass dadurch ein gewisser Mindestsatz für die Altersvorsorge anfällt, da dieser Anteil ja mindestens 51% des Gesamtpaketes darstellen muss (zumindest um die steuerlichen Vorteile einer solchen Kopplung nutzen zu können). D.h. Du landest schnell bei mindestens 200€ pro Monat, mit diversen Vorerkrankungen vielleicht ja auch noch höher. Dazu noch zusätzlich etwas Anderes abgeschlossen zu haben, dürfte einen nahe an den Ruin bringen, wenn man auch für sich selber und jetzt etwas zurücklegen möchte. Oder hättest Du vor, nach anderthalb Jahren das Andere wieder zu kündigen? Da weiß ich dann wirklich nicht, ob das in irgendeiner Weise sinnvoll wäre.

Relaxometrie
18.01.2009, 10:58
Und warum ausgerechnet dann kündigen, wenn ich sie im Fall der Fälle wirklich ganz gut gebrauchen könnte? Mal ganz naiv gefragt, denn ich versteh nur mittelmäßig viel von dem ganzen Zeug :-nix
Ich versteh's ja auch nicht wirklich.
Aber die BUV ist doch hauptsächlich für Berufsanfänger sinnvoll, die noch keinen Rentenanspruch erworben haben. Mit zunehmender Arbeitsdauer erreicht man immer höhere Rentensansprüche, so daß man gegen Ende der Berufstätigkeit kurz vor der Rente im Fall der Berufsunfähigkeit (oder auch Erwerbsunfähigkeit) kaum noch existenzbedrohliche Verluste auffangen muß, wenn man z.B. 5 Jahre früher als geplant nicht mehr arbeiten kann.

Aber bevor ich diese These weiter verbreite, muß ich mal fragen:
Wieviel und wielange würde eine BUV denn zahlen, wenn der Versicherungsfall beispielsweise 5 Jahre vor der Rente eintritt? Solange, bis man dann Rente bekommt, oder zahlt die BUV dann bis zum Tod? Ich glaube eher, daß ersteres der Fall ist.
Ich selbst habe übringens keine BUV.

der_querulator
18.01.2009, 11:11
In vielleicht 25 Jahren ist das schon ein größeres Problem, da möchte ich mir dann nicht von der BUV sagen lassen, ach, dann können sie ja problemlos in der Radiologie anfangen oder gar in ner Versicherung oder was auch immer :-nix

Ist wirklich die Frage... Ob man dann mit sagen wir 45 Jahren in "Frührente" geht (und von der letzendlich immer recht mageren Bu-Versicherungsprämie lebt), oder nicht doch arbeiten gehen will (auch wenn´s beim MdK ist, auch wenns Fachfremd ist). Ich für mich selbst beantworte die Frage klar so, dass ich, wenn ich könnte, immer noch etwas anderes arbeiten würde, auch in einem anderen "Fach" oder Berufgebiet. Allein schon weil´s halt doch mehr Geld gibt. Uns so unattraktiv sind Schreibtischjobs mit Approbation nun wirklich nicht.

test
18.01.2009, 11:16
Wobei man nach sehr vielen Jahren der Berufstätigkeit darüber nachdenken könnte, die BUV, die ja sehr hohe Monatsbeiträge hat, zu kündigen. Zu Beginn der Berufstätigkeit ergibt sie Sinn (wenn ich das alles richtig durchdrungen habe), weil man noch keinen Rentenanspruch erworben hat. Über das ärztliche Versorgungswerk ist man zwar vom ersten Tag der Berufstätigkeit an abgesichert, aber das gilt nur für einen "Totalschaden". Wie der genau definiert ist, weiß ich nicht mehr, es ging aber in die Richtung "Erwerbsunfähigkeit".

Vor allem gilt zu beachten, dass man in den ersten 5 Jahren der Zeit in die man in das Versorgunswerk einzahlt (zumindest in Baden Württemberg) im BU Fall nur eine sehr geringe Rente bekommt. Erst wenn man mehr als 5 Jahre gearbeitet hat, bietet diese dann tatsächlich angemessenen Ersatz bei 100%iger Berufsunfähigkeit.
Ich persönlich habe eine private BU (Wobei meine zum Glück deutlich weniger als 95€ kostet), denke aber, dass ich in 5-10 Jahren je nach Stand der Dinge mir gut überlegen werde diese zu kündigen und nur noch den Teil der gebundenen Rüruprente weiter zu führen. :-meinung

test
18.01.2009, 11:19
Ich versteh's ja auch nicht wirklich.
Aber die BUV ist doch hauptsächlich für Berufsanfänger sinnvoll, die noch keinen Rentenanspruch erworben haben. Mit zunehmender Arbeitsdauer erreicht man immer höhere Rentensansprüche, so daß man gegen Ende der Berufstätigkeit kurz vor der Rente im Fall der Berufsunfähigkeit (oder auch Erwerbsunfähigkeit) kaum noch existenzbedrohliche Verluste auffangen muß, wenn man z.B. 5 Jahre früher als geplant nicht mehr arbeiten kann.

Aber bevor ich diese These weiter verbreite, muß ich mal fragen:
Wieviel und wielange würde eine BUV denn zahlen, wenn der Versicherungsfall beispielsweise 5 Jahre vor der Rente eintritt? Solange, bis man dann Rente bekommt, oder zahlt die BUV dann bis zum Tod? Ich glaube eher, daß ersteres der Fall ist.
Ich selbst habe übringens keine BUV.

Man vereinbart normalerweise wie lange die BU einspringt bis zu welchem Alter und wie lange sie dann zahlt (meist 65 oder 67).
Bei gekoppelten Verträgen trägt die BU Rente dann teilweise auch weiterhin den Rüruprentenanteil weiter. Von der BU Rente sollte man dann also weiterhin Rentenvorsorge betreiben. ;-) Damit man danach von irgendwas leben kann. :-angel

der_querulator
18.01.2009, 11:22
McBeal: Bis du 800 Euro Zinsen (bzw 1500 Zinsen bei Verheirateten) pro Jahr bekommst (das dürfte so bei 20.000 bis 30.000 Euro bzw. 50000 Euro Vermögen erreicht sein), kannst du das Geld auch einfach sammeln und in Festverzisliches / Festgeld stecken. Bis zu diesem Betrag hat nämlich eine Lebenversicherung etc. überhaupt keinen steuerlichen oder was auch immer Vorteil. Es gibt Untersuchungen darüber, dass das die effektivste Form der Anlage ist.

der_querulator
18.01.2009, 11:26
Was ich frühzeitig abschliessen würde, ist eine Risikolebensversicherung. Die ist mit Ende 20 / Anfang 30 noch richtig schön billig. Wenn man wartet und bis 35-40 doch mal irgendwelche Zipperlein hat (da reicht ja schon Hypertonus oder mal ne Pneumonie), dann kommen diese unangenehmen Gesunsheitsfragen und du hast gleich fette Aufschläge.

Und wenn man mal Familie hat oder auch eine Immobile erwerben will, ist das eigentlich Pflicht.

Die allerwichtigste Versicherung jedoch ist die private Haftpflicht.

John Silver
18.01.2009, 12:44
Ich persönlich bin auch der Meinung, daß ich dann lieber fachfremd arbeite und beispielsweise auf diagnostische Radiologie umsattle, anstatt die BU-Rente zu kassieren. Die fällt nämlich im Vergleich zu einem üblichen Gehalt ziemlich mager aus. Und viele Schreibtischjobs für Leute mit einer Approbation werden noch besser bezahlt.

Talelady
18.01.2009, 13:02
meine Frage:
und was ist, wenn ihr zwar noch nicht 100% erwerbsunfähig seid, aber dennoch nicht mehr in der Lage volltags zu arbeiten?
Eine BU-Versicherung zahlt meines wissens bereits ab 50%iger Berufsunfähigkeit eine 100%ige BU-Rente. D.h. wenn du noch nicht 100%ig hinüber bist, und neben her noch ein bissal was arbeiten kannst, darfst du auch einen Teilzeit-Job haben und damit die
im Vergleich zu einem üblichen Gehalt ziemlich mager ausfallende BU-Rente aufzubessern.
Gleichzeitig musst du für die (falls abgeschlossene) gekoppelte RV oder LV nichts mehr einzahlen und die wächst trotzdem weiter.

John Silver
18.01.2009, 13:31
Ganz einfach: ich glaube nicht, daß die Versicherung zahlt. Die findet immer einen Trick, um einen trotz schwerer Beeinträchtigung etc. als noch ausreichend berufsfähig einzustufen.

Im Grunde ist es so: jeder Mensch hat eine bestimmte Menge an "Sicherheiten" nötig, um sich eben sicher zu fühlen. Und diese Menge ist interindividuell verschieden. Wer der Meinung ist, ohne eine BU nicht ausreichend abgesichert zu sein, sollte eine BU haben. Wem das keine schlaflosen Nächte bereitet, der sollte sich schon überlegen, ob eine BU wirklich nötig ist.

test
18.01.2009, 14:29
Ganz einfach: ich glaube nicht, daß die Versicherung zahlt. Die findet immer einen Trick, um einen trotz schwerer Beeinträchtigung etc. als noch ausreichend berufsfähig einzustufen.

Im Grunde ist es so: jeder Mensch hat eine bestimmte Menge an "Sicherheiten" nötig, um sich eben sicher zu fühlen. Und diese Menge ist interindividuell verschieden. Wer der Meinung ist, ohne eine BU nicht ausreichend abgesichert zu sein, sollte eine BU haben. Wem das keine schlaflosen Nächte bereitet, der sollte sich schon überlegen, ob eine BU wirklich nötig ist.

Ich habe mal von meinem Versicherungsheini Beispielfälle von im gezeigt bekommen, mit welchen Krankheiten die welche BUs bekommen haben (da waren 50-100% dabei, die mit 100% bekamen ihre Leistungen natürlich vom Versorgungswerk, sofern die private diese Summe nicht übersteigt).
Es geht natürlich eigentlich immer vors Gericht aber wenn das Gericht entscheidet, kann die Versicherung nicht sagen, nö wir zahlen nicht.
In meiner BU steht in den Bedingungen beispielsweise drin, dass ärzte, die HIV oder Hep B oder C bekommen dadurch als BU Fall Leistungen bekommen. DAmit ist man aber für das Versorgungswerk noch lange nicht bei 100%....

lara162
23.01.2009, 16:00
Ich habe auch eine gekoppelte BU und Altersvorsorge abgeschlossen. Meine BU beinhaltet auch diese von Miss angesprochene Klausel mit der eigenen Fachrichtung (zuletzt ausgeübte Tätigkeit). Der Anteil an der BU entspricht im Monat etwa 95€. Das ist eine Menge Geld, die natürlich einfach weg ist, die ich (hoffentlich) nie wieder sehe, aber ich sehe durchaus den Sinn darin, dies abzuschließen.

Was zahlst du denn für dein gekoppeltes Paket?
Ich schlage mich auch gerade mit dem Thema Versicherungen herum, hab mir was BU und Altersvorsorge angeht aber erst ein Angebot eingeholt. Das lag bei 300 Euro/Monat, davon anteilig BU auch ca. 95Euro und Rentenvorsorge ca. 200Euro.
300Euro/Monat ist natürlich schon ein Wort, wenn man denkt, dass KV und die ganzen anderen Abgaben noch dazu kommen...

hennessy
13.02.2009, 17:18
Meine Rentenfonds sind ziemlich sicher, haben auch in den letzten Monaten noch Gewinne eingefahren. Trotzdem würde ich gern noch mehr für meine Altersvorsorge tun. Zu was könnt Ihr noch raten?

LG,
Ally
Hast Du schon mal an ein Produkt im Sinne einer Riesterrente gedacht? Die Renditen sind nicht zu verachten, weil Du ja vom Staat Zuschüsse bekommst. Und steuerliche Vorteile hast Du auch noch.