Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Vergütung von Diensten, wieviel zusätzlich ist drin?
Wollte euch mal meine Arbeitssituation aufzeigen, die meine Arbeitsstelle in der Psychosomatik bei der Mediclin AG bietet :-(
Mein Brutto beläuft sich auf 3270,- Euro für 40 Stunden/Wo. das entspricht ohne Kirche 1930,- Euros netto. Laut TV des Marburger Bundes sollten es aber Brutto 3480,- im 1. Jahr) sein, aber naja das kennen wir ja....!!!!
Hinzu kommen 4-5 BD/Mon. dafür gibt es im Schnitt 250,- netto dazu. Also liege ich etwas über die 2000der Grenze.
Ein Haken an der Sache ist unsere BD-Regelung, nach 8 Stunden der Normalarbeit an Wochentagen beginnt um 16:30 der BD bis nächsten Morgen um 8:00, also 8 + 16 Stunden Dienst (klar sind die Nächte in der Psychosomatik oft ruhig und der Arbeitsaufwand hält sich in Grenzen, aber du bist halt nicht zuhause) Am Folgetag gehen wir dann nach Hause ins Dienstfrei, aufgrund der gesetzlichen Arbeitszeitregelung und bekommen dafür 8 Minusstunden aufs Zeitkonto abgezogen, da diese 16 Stunden BD mit 60,-Euro ausgezahlt werden. Somit habe ich bei 3-4 Diensten an Werktagen im Monat bis zu (minus) 32 Stunden mir erarbeitet, die ich dann nacharbeiten darf!! :-nix
Für einen Samstags-dienst = 24h gibt es 110,- netto und plus 6 Stunden, für Sonntag 120,- und nur plus 4 Std. (da ja der Montag abgezogen wird), Für den 2.Weihnachtstag gab es 130,- und plus 6 Std..
Insgesamt bin ich also, bei einem 40 Stundenvertrag/Wo, im Schnitt 60 - 65 Std./Wo in der Klinik für knapp 2300,-Euro netto,. Übrigens, sind die zusätzlichen 80 Stunden Mehrarbeit oder in "Klinik-Anwesenheit" pro Monat mit einem Stundenlohn von 3,12 Euro/Std. netto doch super bezahlt "na wenn das nix ist" (vielleicht sollte ich doch wieder in der Kneipe arbeiten gehen...)
Nur mal so nebenbei erwähnt, meine Freundin bekommt für ihre 28 Std Vollzeit (plus ca. 20 Std. Arbeit zuhause (Zeugnisse, Arbeiten,Vorbereitung, etc.)) als Grundschullehrerin 2500,- netto ausbezahlt (plus Weihnachtsgeld und etwa 60 Tage Ferien). Sollten wir mal Kinder haben, ist wohl klar wer zuhause bleibt.......oder ?? :-nix Von meinem Kumpel der als Facharbeiter bei VW jobbt mit 38,5 Std. fange ich erst gar nicht an zu erzählen...
Gruß an alle Leidensgenossen
freestyler
20.01.2008, 21:51
Dein Grundgehalt ist schonmal 200€ Brutto höher als meins. Bin in einer Asklepios Klinik. Und bei den Diensten ist es genauso wie bei mir. Mit Diensten werde ich vielleicht knapp über 2000 kommen. Hmm, und das wird sich auch die nächsten 2 Jahre leider nicht ändern. Das gute ist, dass ich noch ein 13. Gehalt bekomme, aber das wars dann leider auch schon. Tja der schöne Osten.
habichnicht
21.01.2008, 11:07
Wollte euch mal meine Arbeitssituation aufzeigen, die meine Arbeitsstelle in der Psychosomatik bei der Mediclin AG bietet :-(
Mein Brutto beläuft sich auf 3270,- Euro für 40 Stunden/Wo. das entspricht ohne Kirche 1930,- Euros netto. Laut TV des Marburger Bundes sollten es aber Brutto 3480,- im 1. Jahr) sein, aber naja das kennen wir ja....!!!!
Hinzu kommen 4-5 BD/Mon. dafür gibt es im Schnitt 250,- netto dazu. Also liege ich etwas über die 2000der Grenze.
Ein Haken an der Sache ist unsere BD-Regelung, nach 8 Stunden der Normalarbeit an Wochentagen beginnt um 16:30 der BD bis nächsten Morgen um 8:00, also 8 + 16 Stunden Dienst (klar sind die Nächte in der Psychosomatik oft ruhig und der Arbeitsaufwand hält sich in Grenzen, aber du bist halt nicht zuhause) Am Folgetag gehen wir dann nach Hause ins Dienstfrei, aufgrund der gesetzlichen Arbeitszeitregelung und bekommen dafür 8 Minusstunden aufs Zeitkonto abgezogen, da diese 16 Stunden BD mit 60,-Euro ausgezahlt werden. Somit habe ich bei 3-4 Diensten an Werktagen im Monat bis zu (minus) 32 Stunden mir erarbeitet, die ich dann nacharbeiten darf!! :-nix
Für einen Samstags-dienst = 24h gibt es 110,- netto und plus 6 Stunden, für Sonntag 120,- und nur plus 4 Std. (da ja der Montag abgezogen wird), Für den 2.Weihnachtstag gab es 130,- und plus 6 Std..
Insgesamt bin ich also, bei einem 40 Stundenvertrag/Wo, im Schnitt 60 - 65 Std./Wo in der Klinik für knapp 2300,-Euro netto,. Übrigens, sind die zusätzlichen 80 Stunden Mehrarbeit oder in "Klinik-Anwesenheit" pro Monat mit einem Stundenlohn von 3,12 Euro/Std. netto doch super bezahlt "na wenn das nix ist" (vielleicht sollte ich doch wieder in der Kneipe arbeiten gehen...)
Nur mal so nebenbei erwähnt, meine Freundin bekommt für ihre 28 Std Vollzeit (plus ca. 20 Std. Arbeit zuhause (Zeugnisse, Arbeiten,Vorbereitung, etc.)) als Grundschullehrerin 2500,- netto ausbezahlt (plus Weihnachtsgeld und etwa 60 Tage Ferien). Sollten wir mal Kinder haben, ist wohl klar wer zuhause bleibt.......oder ?? :-nix Von meinem Kumpel der als Facharbeiter bei VW jobbt mit 38,5 Std. fange ich erst gar nicht an zu erzählen...
Gruß an alle Leidensgenossen Kaum haben die Tarifverhandlungen des Marburger Bunds begonnen, geht der Quatasch mit den lächerlichen Milchmädchenrechnungen hungerleidender Assis schon wieder los. :-))
Ich erlaube mir mal, als Kommentar zu diesem Beitrag mich selbst zu zitieren, denn der Beitrag des MHH-BJ ist auch nur eine leicht abgewandelte Variante eines Jammerbeitrags, der hier während der letzten Tarifrunde mal gepostet worden ist. ;-)
Zitat aus meinem Beitrag vom 1.1.2008:
http://www.medi-learn.de/medizinstudium/foren/showthread.php?t=42237&page=7&pp=5
Auf die Frage des Reporters an den Verwaltungsdirektor des Krankenhauses, was er davon hielte, anwortet dieser nur grinsend: "Das ist mal wieder die tägliche Märchenstunde des Marburger Bunds." Ähm. Ich würde hier Verwaltungsdirektor betonen... MatzeXXL, ich bin sehr für das Vergleichen von Stundenlöhnen im Rahmen von Diskussionen über die Wertschätzung einer Tätigkeit, denn der Maßstab für den Wert, den eine Gesellschaft einer Tätigkeit zumisst, ist nun mal der Stundenlohn.
Aber: Wer mithilfe solcher Milchmädchenrechungen um Verständnis für seine Gehaltsforderungen wirbt, muss es sich schon gefallen lassen, dass man da von Märchenstunde spricht:
Ich mache 24h-Dienste, die werden wie folgt vergütet: Da man erst ab 17 Uhr Dienst macht(Du bist aber trotzdem schon morgens da, da Du ja normale Stationsarbeit machen musst und gehst dann um 17 Uhr über in die sogenannte Bereitschaft), werden nur 15,5 Stunden berechnet. Diese werden mit 0,8 x multipliziert, da man ja angeblich nicht durcharbeitet, macht also 12,4. Da man am nächsten Tag nach Hause geht (meistens aber erst nach 27 Stunden), werden von den 12,4 Stunden nochmal 7,7h abgezogen, macht also 4,7h. Der Nettolohn beträgt 10,12 Euro-> 4,7 x 10,12 = 47,56 Euro !!! Und das für einen 24 Stundendienst. Effektiv arbeitet man in solch einem Dienst 18h -> Macht einen Stundenlohn von 2,62 Euro aus. Kein Witz, ist leider Realität.Hier wird verschwiegen, dass die Bezahlung eines Teils der Stunden, die man im BD gemacht hat, im Grundgehalt enthalten ist (=> Stichwort Freizeitausgleich). Ist hier in anderen Threads schon mehrmals erklärt und vorgerechnet worden. Wers wissen will: Die Suchfunktion ist findig.
Kaum ein Patient oder Besucher, dem man schnell mal einen Flyer mit solchen Berechnungen in die Hand drückt, wird da durchblicken.
Er wird nur wahrnehmen und in Erinnerung behalten, dass da jemand 24 Stunden am Stück arbeiten muss und dafür einen Stundenlohn von 2,62 Euro bekommt, also weniger als der niedrigste zur Zeit diskutierte Mindeststundenlohn.
Sorry, aber da braucht man keine Vogelgrippe mehr, denn da wären sämtliche Hühner Deutschlands schon längst vor Lachen tot umgefallen. :-))
MatzeXXL
21.01.2008, 13:25
Naja. Finde ich ja nett, daß du hier mit übertriebenem Gejammer aufräumen willst!
Die Sache mit der langen Aufenthaltszeit in der Klinik (durch die Minusstunden) bleibt aber, da er doch die Bereichtschaftsdienste bezahlt bekommt?
Madam Pince
21.01.2008, 13:27
Nur mal so nebenbei erwähnt, meine Freundin bekommt für ihre 28 Std Vollzeit (plus ca. 20 Std. Arbeit zuhause (Zeugnisse, Arbeiten,Vorbereitung, etc.)) als Grundschullehrerin 2500,- netto ausbezahlt (plus Weihnachtsgeld und etwa 60 Tage Ferien). Sollten wir mal Kinder haben, ist wohl klar wer zuhause bleibt.......oder ?? :-nix Von meinem Kumpel der als Facharbeiter bei VW jobbt mit 38,5 Std. fange ich erst gar nicht an zu erzählen...
Neue Väter braucht das Land :-wow
Ist das mit den 28+20 Stunden Deiner Freundin Deine Einschätzung oder ihre, sprich: würde sie das genauso erzählen wenn sie hier schreiben würde? Meiner Erfahrung nach stecken Lehrer als Berufsanfänger einiges mehr an Zeit in Unterrichtsvorbereitung (nein, ich bin keine Lehrerin).
2500.- Netto liest sich natürlich sehr schön - gehe ich recht in der Annahme dass Deine Freundin verbeamtet ist? Da ist das Netto bei gleichem Brutto immer gleich viel erfreulicher ... Krankenversicherungbeitrag dürfte allerdings noch zusätzlich dazukommen.
Und nun zur Abwechslung mal ein Jammerbeitrag eines Mitglieds der Zunft der Fußabtreter der Nation: :-))
Es stimmt zwar, dass das netto-Gehalt eines beamteten Lehrers in den ersten Berufsjahren etwas höher ist als das netto-Grundgehalt eines Assistenzarztes in den ersten Berufsjahren.
Das gilt aber - wie gesagt - nur für die ersten Berufsjahre, weil 70-80 Prozent der Lehrer lebenslang in der Einstiegsentgeltgruppe bleiben, während nahezu alle Ärzte nach einigen Jahren in höhere Entgeltgruppen kommen.
Und bevor jetzt gleich einer schreit, Ärzte würden sich schließlich während ihrer Assi-Zeit zu Fachärzten fortbilden: Auch Lehrer bilden sich fort und erwerben im Laufe ihrer Berufstätigkeit Berufserfahrung und Fähigkeiten, die sie als Berufsanfänger nicht hatten. Trotzdem bleiben ca.70- 80 Prozent der Lehrer lebenslang in ihrer Einstiegsentgeltgruppe. (Es soll da große Unterschiede zwischen den einzelnen Bundesländern geben.)
Außerdem muss man beim Vergleichen der Gehälter berücksichtigen, dass beim beamteten Lehrer vom Nettogehalt noch die Krankenversicherungsbeiträge weggehen. Bei den netto-Gehältern der Ärzte sind die Beiträge zur Krankenkasse bereits abgezogen. Da vergleicht man Äpfel und Birnen.
Beim Lehrer gehen außerdem noch anteilige Miete und Nebenkosten des Arbeitszimmers, Kosten für die Ausstattung des Arbeitszimmers mit Möbeln und EDV-Anlage (PC samt teurer Programme, Scanner und Hochleistungsdrucker zum Anfertigen von Klassensätzen an Unterrichtsmaterialien), Kosten für Büromaterialien, für Fachliteratur und Unterrichtsmaterialien weg.
Bei mir gehen für Krankenversicherung, Kosten des Arbeitszimmers, Fachliteratur, Büromaterialien pro Monat ca. 600 Euro vom netto-Gehalt weg.
Früher wurden die Kosten für häusliche Arbeitszimmer der Lehrer wenigstens als Werbungskosten anerkannt. Inzwischen aber nicht mehr.
Die häuslichen Arbeitszimmer der Lehrer ersparen den Schulträgern enorme Kosten, weil andernfalls an jeder Schule ein Büro-Trakt mit Arbeitsplätzen für alle Lehrer angebaut und mit Möbeln, EDV-Anlagen, Internetzugang und Fachliteratur ausgestattet werden müsste.
Der Staat spart durch die häuslichen Arbeitszimmer der Lehrer wesentlich mehr Kosten ein, als er durch die Anrechnung der Arbeitszimmerkosten als Werbungskosten an Steuern einbüßen würde.
Allein die Ausgaben der Schulträger für die Betriebskosten solcher Bürotrakte wären sicher weit höher als das, was die Länder durch das Streichen der Anerkennung häuslicher Arbeitszimmer an zusätzlichen Steuereinnahmen haben.
Wenn ich nicht schon 63 Jahre alt wäre, und wenn ich und meine Kollegen ein Streikrecht hätten, würde ich wegen der Arbeitszimmer einige hübsche Aktionen initiieren:-D; lohnt sich aber für mich nicht mehr.
Bei meiner Forderung nach einem Bürotrakt mit Lehrerarbeitsplätzen geht es mir übrigens weniger darum, dass dann die Kosten für das häusliche Arbeitszimmer wegfielen, sondern vor allem darum, dass dann die Verleumdungen über die Arbeitszeiten der Lehrer sehr schnell zu Ende wären.
Im Gegenteil, dann müsste ganz schnell eine größere Anzahl an zusätzlichen Lehrerstellen geschaffen werden. :-))
Es gibt etliche neutrale Untersuchungen zur Arbeitszeit der Lehrer mit dem Ergbnis, dass diese selbst unter Einbeziehung der Ferien sehr deutlich über 40h/Woche liegt. Natürlich im Durchschnitt. Und natürlich gibt es da fachspezische, schulformspezifische und personenspezifische ;-) Unterschiede.
Ich wäre übrigens sehr für das Abschaffen des Beamtenstatus' der Lehrer, weil ich dann mit Begeisterung den ersten flächendeckenden Lehrerstreik Deutschlands organisieren würde, der nur eine einzige Forderung hätte: maximal 18 Schüler pro Klasse bzw. Kurs.
Anstatt zur Versorgung steigender Schülerzahlen eine ausreichende Anzahl zusätzlicher Lehrer einzustellen hat man uns in den letzten Jahren mehrmals die Wochenarbeitszeit und vor allem die Klassengrößen erhöht: ohne Lohnausgleich , dafür aber mit Nullrunden, Gehaltserhöhungen unterhalb der Inflationsrate und komplett gestrichenem Weihnachtsgeld. Die 30 Prozent, die man laut MB den Ärzten geklaut hat, hat man auch allen anderen Akademikern im öffentlichen Dienst geklaut; auch den Beamten. Man hat sogar bei den Beamten damit angefangen.
Und zum Schluss noch etwas zum Thema Arbeitsbedingungen:
Da stimme ich mit den Ärzten überein: Im Ausland sind die Arbeitsbedingungen wesentlich besser. Eure Favoriten sind Schweden und die Schweiz; meine Favoriten wären Finnland und Schweden. :-)
Bei uns sind bis zu 33 Schüler in einer Klasse; in Finnland sind es 17.
Finnische Schulen haben - im Gegensatz zum Regelfall an deutschen Schulen - Schulpsychologen und andere Mitarbeiter, deren Aufgabe es ist, sich sofort um Schüler kümmern, die im Unterricht Probleme haben (Verhaltensprobleme und/oder Leistungsprobleme) bzw.Probleme machen.
Wenn bei uns einer der 33 Schüler einer Klasse aus irgendeinem Grund - absichtlich oder unabsichtlich - den Unterricht so beeinträchtigt, dass die anderen 32 dadurch um ihr Recht auf Unterricht gebracht werden, steht der Lehrer an den meisten Schulen hilflos, verzweifelt und von seinem Arbeitgeber im Stich gelassen da.
MatzeXXL
22.01.2008, 13:26
Hm, ok. Da es den Lehrern auch nicht so toll geht, sollten wir uns zum Vergleich wieder IT-Leuten, Ingenieuren und BWLern zuwenden. :-))
beckspistol
22.01.2008, 19:11
Eure Favoriten sind Schweden und die Schweiz; meine Favoriten wären Finnland und Schweden.
und in finnland werden auch die dienste ordentlich bezahlt - nämlich wie in deutschland in der industrie mit zuschlag, nicht abzug (65% is doch lachhaft)..
werde euch demnächst berichten (sobald ich mein erstes gehalt verdient habe) :-)
freestyler
22.01.2008, 19:16
ICh finde man kann Lehrer trotzdem nicht wirklich mit Ärzten vergleichen.
Wie lange studiert mal als Lehrer, 3 Jahre oder?
Wenn ich sah wie meine Kumpels ihr Leben als Lehramtstudent verbringen, dann ist das doch schon nen Unterschied.
alley_cat75
22.01.2008, 19:58
Um die Gehaltsfrage ganz genau zu klären, würde ich auf der Station anrufen und mir einen Assi ans Telefon geben lassen. Einfach mal fragen, wie die Arbeitsbedingungen sind und was finanziell rausspringt. Habe ich auch gemacht und jedes Wort war wahr, obwohl der Typ mich am anderen Ende der Leitung (noch) nicht kannte. Und 2000 Euro netto sind mit vergüteten Diensten locker drin. Gerade die kleinen Häuser im Osten haben schon vor langer Zeit kapiert, wie man mit Jungassis richtig umgeht.
freestyler
23.01.2008, 09:26
Um die Gehaltsfrage ganz genau zu klären, würde ich auf der Station anrufen und mir einen Assi ans Telefon geben lassen. Einfach mal fragen, wie die Arbeitsbedingungen sind und was finanziell rausspringt. Habe ich auch gemacht und jedes Wort war wahr, obwohl der Typ mich am anderen Ende der Leitung (noch) nicht kannte. Und 2000 Euro netto sind mit vergüteten Diensten locker drin. Gerade die kleinen Häuser im Osten haben schon vor langer Zeit kapiert, wie man mit Jungassis richtig umgeht.
Habe jetzt auch noch ne andere STelle, als die oben genannte genommen. Der Geschäftsführer war sehr nett und hat mir vieles vorgerechnet, auf wieviel ich wann und wie komme. Und Weihnachtsgeld gibts evtl. auch noch für micht und Urlaubsgeld auch. Dafür nehm ich dann auch ein etwas niedrigeres Grundgehalt in Kauf.
alley_cat75
23.01.2008, 10:16
Naja, letztendlich - und dafür gibst Du ein sehr schönes Beispiel - verdient mehr oder minder überall das Gleiche. Ich verdiene zwar im Schnitt 300 Euro netto/Monat mehr als Kollegen in anderen Kliniken, dafür habe ich 200 Euro Benzinkosten/Monat. :-heul Ich denke, gerade als Jungassi sollte man am ehesten auf Ausbildungsstandards und ein nettes Team achten, weniger auf das Gehalt. :-meinung
airmaria
23.01.2008, 10:28
Weihnachtsgeld
...gibt es in Deutschland eigentlich das volle 13. noch?
freestyler
23.01.2008, 11:59
Naja, letztendlich - und dafür gibst Du ein sehr schönes Beispiel - verdient mehr oder minder überall das Gleiche. Ich verdiene zwar im Schnitt 300 Euro netto/Monat mehr als Kollegen in anderen Kliniken, dafür habe ich 200 Euro Benzinkosten/Monat. :-heul Ich denke, gerade als Jungassi sollte man am ehesten auf Ausbildungsstandards und ein nettes Team achten, weniger auf das Gehalt. :-meinung
Jupp , hab ich auch gemacht. Hab alle meine Praktikas und Famulaturen in dem Haus gemacht, wo ich jetzt anfange. Die Personalchefin kenn ich persönlich schon länger und die meisten Ärzte kenn ich auch schon ewig.
Hoffe das passt alles, werd ich ja sehen im Februar. :-peng
Und bei der anderen Stelle hätte ich auch jeden Tag 100km fahren müssen, was am Ende des Monats gut 270€ Benzin geschluckt hätte.
So hab ich nun 6 min zur Klinik.
...gibt es in Deutschland eigentlich das volle 13. noch?
Also in dem Haus ja. Und die erste Gehaltserhöhung gibts schon nach 6 Monaten laut Vertrag. Klingt alles ganz gut, ich hoffe ich werde nicht enttäuscht von dem Rest. Bedenken hat man ja immer.
Dr. Pschy
23.01.2008, 12:06
...gibt es in Deutschland eigentlich das volle 13. noch?
rofl...
Mr. Listen
23.01.2008, 12:14
und in finnland werden auch die dienste ordentlich bezahlt - nämlich wie in deutschland in der industrie mit zuschlag, nicht abzug (65% is doch lachhaft)..
werde euch demnächst berichten (sobald ich mein erstes gehalt verdient habe) :-)
moien. finnland klingt interessant. wie gut sprichst du finnisch? wie lange hast du's gelernt? warst du während deinem studium schon mal da? fragen über fragen...
alley_cat75
25.01.2008, 13:17
Ich dachte bisher immer, Finisch könne man nicht lernen. ;-) Das ist doch wie Polnisch - eine Sprache ohne Sinn und Verstand. :-lesen
Doktor_No
25.01.2008, 13:21
irrtum, finnisch stammt von anglistischen wurzeln ab...
alley_cat75
25.01.2008, 13:24
Wurzeln, als eine rudimentäre Sprache? ;-)
beckspistol
25.01.2008, 13:34
was finnisch mit den anglisten zu tun haben soll würde ich auch gerne wissen...
war vor 5 jahren zum ersten mal dort, seitdem eigentlich jährlich. hab vor 3 jahren angefangen, mich wirklich mit der sprache auseinanderzusetzen und war schliesslich letztes jahr 5 monate pj dort - und kam mit einem stellenangebot nach hause...
mein finnisch ist noch relativ schlecht und basic (nach 3 jahren mit 1 intensivsprachkurs und viel heimstudium und 5 monaten dort).. ich komme im täglichen leben gut zurecht, kann meine bedürfnisse ausdrücken und mich durchfragen, auch kleinere unterhaltungen klappen eigentlich.
im OP komme ich ganz gut zurecht, da waren wir am ende ein eingespieltes team und für witze hat es teilweise auch gelangt.
die ersten 2 monate waren recht hart, der letzte monat dann sprachlich recht flüssig. bin aber an einem punkt, wo ich denke dass es fix voran gehen sollte
finnisch hat sehr viel sinn - müht einem aber aufgrund der fälle, die im deutschen teilweise kein äquivalent haben - einiges an phantasie ab. zudem kann man sich (sofern man nicht estnisch kann) keines der wörter ableiten..
ausserdem wird vieles übersetzt, e-mail beispielsweise ist übersetzt die "strompost"
grüssle
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