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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : In welchem Monat 1. Dienst?



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dreamchaser
07.12.2011, 20:47
Ich hatte nach 2,5 Monaten in der Inneren meinen ersten 24h-Dienst als 2.Dienst (jemand mit Intensiverfahrung mit im Haus). Intensiv war extra besetzt, Notaufnahme bis 24 Uhr mit Spätdienst besetzt, danach durch den Hausdienst besetzt. Nach der Intensivzeit macht man dann erste Dienste.

Leelaacoo
07.12.2011, 22:43
Ihr´habts ja üppig...Innere bei mir nach 2 Wochen erste Hausdienste (wobei noch anderer Diensthabender der anderen Klinik im Haus, welcher aber jetzt nicht explizit erfahrener sein musste), nach 4 Wochen WoEnde Ambulanz, nach 2 Monaten Nachtdienste alleine Ambulanz und Haus (ohne ITS) und in der ITS-Zeit (nach 1 Jahr Normalstation) nach 1 Woche Einarbeitung "Erfahrenste" im Haus in der Nacht...ohne Änästhesie im Hintergrund, wohlgemerkt. Aber auch das geht, Dinge übersehen kann man auch als FA. Würde aber retrospektiv die OÄs mehr in die Pflicht nehmen...6 oder mehr Monate Einarbeitungszeit kann man sich in kaum einer Inneren noch leisten, sehr sehr bitter zwar...aber wenigstens hatte man bei uns nicht gleich die ITS an der Backe wie in manch kleineren Häusern (habe demletzt eine Kollegin von einem Kreis-KH getroffen, die müssen nach 4 Woche vollkommen alleine im Haus Dienst schieben, samt Ambulanz und ITS...und wenn dann die ITS-Pflege ein Problem hat, welches sie mit dem Arzt besprechen muss...na dann, gute Nacht!).

LG Lee

StereoSailor
08.12.2011, 18:21
Stellen bald neue Assis bei uns ein: eine Fachärztin aus dem europ. Ausland, eine frische Uni-Absolventin.
Wenn ich an meinen Anfang vor 1,5Jahren frisch von der Uni denke: mehr als alle fachliche Kenntnis hat mir genutzt, dass ich das Personal kannte. nach 3 Monaten erstmals Dienst - da hab ich nachts wachgelegen und nur auf den Funker gestarrt bis er dann losging - so muss sich Tako Tsubo anfühlen. Gottseidank sind wir trotz etwas größerer Klinik für Neurologie ein Team mit sehr flacher Hierrchie: Chef hatte Hintergrund und hat mich super angeleitet beim ersten Patienten meiner "Dienst-"laufbahn, der auch gleich intensivpflichtig war - fühlte mich einfach sicher. War viel von der Menschlichkeit abhängig, die bei uns wirklich großartig ist. Nun bin ich damit betraut, die "Neuen" erstmal einzulernen. So wtf do i do? Rumführen, Vorstellen, Ok. Aber habt ihr vielleicht Tipps wie man zb einer Unifrischen Anfängerin den Start erleichtern kann? Ich steck inzwischen viel zu tief in dem Sumpf -.-

WackenDoc
08.12.2011, 20:12
Also ich mach´s jetzt so, dass ich "meiner" Anfängerin alles wichtige zeige und erkläre. Vor allem so Sachen wir Abläufe, Formulare, Fallstricke, wo finde ich was, wer ist für was zuständig.
Sie läuft zur Zeit vor allem mit, aber ich ermuter sie auch, eigene Patienten zu übernehmen und Sachen selber zu machen.

Wir haben in der Allgemeinmedizin aber auch etwas andere Abläufe als in der Klinik. Da ist ja Anamnese, Befunde, Diagnose und Therapie/Procedere ne Sache von 10min. Wir können zwar jederzeit unseren Chef oder die erfahreneren Kollegen fraen, aber so an die 90% der Patienten werden ohne Rücksprache behandelt (oder halt zum Facharzt geschickt). Da kann man auch als Anfänger schon schnell sehr selbständig arbeiten. Und da sowas schon mal Angst machen kann, ist es schon nicht schlecht, wenn man nach und nach reinwachsen kann und "Welpenschutz" hat.
Und wir haben aktuell den Luxus, das so machen zu können und trotzdem keine Überstunden zu produzieren.
Nen festen Zeitpunkt, wo bei uns mit Diensten angefangen wird, gibt es nicht- aber die meisten Kollegen haben ja mindestens 2 Jahre Klinik hinter sich, wenn sie zu uns kommen und die Dienste sind reine Rufbereitschaft und alles was größer ist, geht eh in´s Krankenhaus.

wjsl
08.12.2011, 20:15
Ich glaube der Knackpunkt ist, dass für die Intensivstation immer ein Facharzt unmittelbar vor Ort verfügbar sein muss. Sofern diese in die Zuständigkeit des (einen) Nachtdienstes fällt, müssen jene auch von einem fortschrittenen Assistenten oder Facharzt gemacht werden.

Oder gibt es auch Kliniken, wo Berufsanfänger allein, nur mit Ruf-Hintergrund, für die Intensivstation zuständig sind?

WackenDoc
08.12.2011, 20:24
Nein- es gibt genug Intensivstationen, ohne Facharzt unmittelbar vor Ort.
In meinem letzten Haus durfte man Intensivdienste machen, sobald man auf selbige eingewiesen war (ich glaub, nach ein paar Monaten normalen Dienstes da vor Ort)- damit war man auch gleichzeitig der "erfahrene" Kollege, den der 2. Dienst nach Möglichkeit konsultieren sollte, bevor er den OA belästigt.

sonjab
10.12.2011, 00:35
Ich bin frische Uniabgängerin und hab eine Stelle inder Gyn in Aussicht, in der mich ein OA 6 Wochen (Einarbeitungszeit) supervidiert...komplett. Ich werde laut Aussage des Chefs immer unter seiner Beobachtung handeln. Auch später, egal wie erfahren der Assi ist, schläft der Hinterund immer im Haus....für mich klingt das irgendwie zu schön um wahr zu sein.....

Rico
10.12.2011, 09:19
Auch später, egal wie erfahren der Assi ist, schläft der Hinterund immer im Haus....für mich klingt das irgendwie zu schön um wahr zu sein.....Das wird seine Gründe haben. Da ein Präsenzdienst ungleich teurer als ein Hintergrund von Zuhause aus macht man sowas ja nur wenn es auch zu einer entsprechend großen Anzahl an komlexen Fällen kommt bei denen man den OA physikalisch braucht.
Aber zur Ausbildung ist es in der Tat nicht schlecht.

Brutus
10.12.2011, 10:08
Auch später, egal wie erfahren der Assi ist, schläft der Hinterund immer im Haus....für mich klingt das irgendwie zu schön um wahr zu sein.....


Das wird seine Gründe haben. Da ein Präsenzdienst ungleich teurer als ein Hintergrund von Zuhause aus macht man sowas ja nur wenn es auch zu einer entsprechend großen Anzahl an komlexen Fällen kommt bei denen man den OA physikalisch braucht.

Naja, in der Gyn kann ich das aber auch verstehen. Was soll denn ein Rufdienst bei einer Notfallsectio? Dann kann ich auch gleich zu Hause bleiben...
Die Notfallsectiones waren in meinem ersten Haus auch der Grund für einen AnästhesieFACHarztdienst zusätzlich zu dem Intensivdienst. Genauso hatten die Gynnies immer einen OA/FA zusätzlich zum Diensthabenden vor Ort...