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Mysterious
18.05.2008, 19:49
Danke jilain für deine konstruktive Antwort. Ich bin genau deiner Meinung. Lieber sollten wir eine Abwägung über das Klagen machen, anstatt uns gegenseitig ins Wort zu fallen und diese dann auch zu verdrehen.
@n00b ich habe bislang noch nicht die Erfahrung gemacht, dass die Seminare, Praktika etc. überfüllt sind, da ich ja noch garnicht studiere, aber ich meine wenn zu 321 Studenten noch 20 -wie dieses Jahr in Freiburg - hinzu kommen, ist das nicht die Welt. :-meinung
Coxy-Baby
18.05.2008, 20:03
@Mysterious: Wenn du dich dann mit 12 statt mit 10 Leuten am Präptisch um
nen Platz prügelst wirste merken, daß jeder mehr zählt.......
Mysterious
18.05.2008, 20:18
20 von 321 sind nicht mal 10 %. Diese Anzahl, die an Studenten zusätzlich aufgenommen wurde, ist, finde ich sehr irrelevant bezogen auf das Beispiel, was du eben geschildert hast.
Sollen die Unis mehr Personal einstellen, denn sie bekommen ja jedes Jahr ein Budget und soll mir keiner davon erzählen, dass wäre viel zu knapp. Das Budget, das jährlich ermittelt wird, ist abhängig von dem wie viele Profs es an der Uni gibt, wie viele Hörsäle, wie viele Betten etc. und dementstrechend kommt auch die Anzahl der zu aufnehmenden Studenten raus. Und nichts Anderes berechnet ein Anwalt und folglich entscheidet ein Richter anhand dieser Fakten.
Gruß
Coxy-Baby
18.05.2008, 20:40
Sollen die Unis mehr Personal einstellen, denn sie bekommen ja jedes Jahr ein Budget und soll mir keiner davon erzählen, dass wäre viel zu knapp.
Gruß
Is n bisschen blauäugig die Einstellung oder???
Denn wenn Unis eins nicht machen, dann im Geld schwimmen oder????
Und die Ausbildung ist nun einmal verdammt teuer....
20 von 321 sind nicht mal 10 %. Diese Anzahl, die an Studenten zusätzlich aufgenommen wurde, ist, finde ich sehr irrelevant bezogen auf das Beispiel, was du eben geschildert hast.
Sollen die Unis mehr Personal einstellen, denn sie bekommen ja jedes Jahr ein Budget und soll mir keiner davon erzählen, dass wäre viel zu knapp. Das Budget, das jährlich ermittelt wird, ist abhängig von dem wie viele Profs es an der Uni gibt, wie viele Hörsäle, wie viele Betten etc. und dementstrechend kommt auch die Anzahl der zu aufnehmenden Studenten raus. Und nichts Anderes berechnet ein Anwalt und folglich entscheidet ein Richter anhand dieser Fakten.
Gruß
Es wird 20 Präptische geben an denen 1 Person mehr ist. Wenn man annimmt das 10 Leute normal sind dann sind in deinem Fall schon mal 200 reguläre Studenten negativ betroffen. Oder meinst du die Kläger werden dann zurückstecken wenn eben nicht genug Platz für alle ist? 200 von 300 Regulären sind mehr als 2/3, ich finde das alles andere als irrelevant.
Und zum Zustandekommen der Kapazitäten wurde dir schon von mehreren Leuten erläutert, dass es diese Kapazitäten nur auf dem Papier gibt. Wenn du meinst das Budget wäre so groß dann guck dir vielleicht mal ein paar Unigebäude an. Es gibt viele Städte in denen Hörsäle z.T. einsturzgefährdet sind meinst du so etwas wird in den Berechnungen berücksichtigt? Es gibt Angestellte die nur noch Karteileichen sind die werden auch gezählt. Die können aber keinen Studenten mehr unterrichten. Es werden zusätzliche Tutorien als zusätzliche Kapazitäten gewertet auch wenn diese von Studenten gehalten werden. Wenn du deine These mit der Kapazitätenberechnung noch ein paarmal wiederholst wird sie damit auch nicht realistischer.
Quantität ist nicht gleich Qualität!
Hellequin
18.05.2008, 20:58
Sollen die Unis mehr Personal einstellen,...
Wenn die Uni mehr Personal in der Lehre anstellt, müssen sie wiederrum mehr Studenten aufnehmen, sprich durch mehr Personal ist nach dem gegenwärtigen System keine Lehrverbesserung möglich
Das Budget, das jährlich ermittelt wird, ist abhängig von dem wie viele Profs es an der Uni gibt, wie viele Hörsäle, wie viele Betten etc. und dementstrechend kommt auch die Anzahl der zu aufnehmenden Studenten raus. Und nichts Anderes berechnet ein Anwalt und folglich entscheidet ein Richter anhand dieser Fakten.
Gruß
Das Problem sind aber z.B. die Gastdozenten die kein Wort deutsch und schlecht englisch sprechen. Die werden auch mit eingerechnet, und das ist imho Schwachsinn.
Sun-addicted
18.05.2008, 21:35
Wunderschönen guten abend allerseits.
Ich weiß nicht ob hier der Bedarf besteht bei einigen. Aber allgemein könnte diesem Thema doch eine juristische Betrachtungsweise nicht schaden.
Ich muss gestehen, dass ich als Jura-Studi die Debatte hier sehr amüsant finde.
Da ich keine Lust habe jetzt zu den letzten 30 Seiten nen ewigen Text zu schreiben lediglich folgendes.
@ BärONE
Was du sagst ist in der Theorie gut. Praktisch gesehen stimmt es stellenweise für die erste instanz. Aber einen Platz bekommen wird man dafür nicht.
Und deine Auffassung, dass Anwälte überflüssig seien ist vollkommen falsch. Du hast eine naive Vorstellung von deutschen Gerichten. Die prüfen nur das, was ihnen gesagt wird und nicht die Wirklichkeit.
Das bedeutet. Trägt kein Anwalt etwas vor (was du ja behauptest) gilt für das Gericht das, was die Uni vortragen als richtig. Ergo. Keine Studienplätze. Irgendein Anwalt muss wissen was er da tut und nachweisen, dass Plätze existieren.
Allerdings hilft das auch nicht mehr unbedingt, weil Gerichte langsam dazu übergehen nur noch Kläger in den Lostopf der Gerichtsentscheidung zu werfen, deren Anwälte einen Sachvortrag gemacht haben. Bisher war es immer so. X- Leute klagen. Davon die hälfte von Anwalt XY der einen Sachvortrag macht. Alle anderen Anwälte sagen nichts. Alle X- Leute kommen in die Vergabe. Nach diesem System ist deine "Ich nehme keinen Anwalt und klage so" Einstellung gerechtfertigt. Das geht aber nicht mehr soviel und wird weniger.
@ n00B.
Sorry. Was du behauptest hat absolut keine Grundlage. Gerichte schaffen keine Scheinkapazitäten. Wie kommst du zu dieser Auffassung? Und nun sach nicht "Subjektiv weil wir mit zuvielen Leuten am Präp-tisch stehen." Das is kein sinnvolles Argument in einem Rechtsstaat. Hier geht es um objektive Kapazitäten.
Coxy-Baby
18.05.2008, 21:46
Gääääähn, natürlich kann man das nur subjektiv sehen, daß zuviele Leute am Präptisch stehen, wie soll das denn an diesem Beispiel auch objektiv aussehen???
@ n00B.
Sorry. Was du behauptest hat absolut keine Grundlage. Gerichte schaffen keine Scheinkapazitäten. Wie kommst du zu dieser Auffassung? Und nun sach nicht "Subjektiv weil wir mit zuvielen Leuten am Präp-tisch stehen." Das is kein sinnvolles Argument in einem Rechtsstaat. Hier geht es um objektive Kapazitäten.
Es ist ja mal interessant die "andere Seite" zu hören.
Ich denke mal du hast nur den einen Post von mir gelesen, sonst hättest du gesehen dass ich mich bereits zur objektiven Entstehung von Scheinkapazitäten geäußert habe. Laut den Profs und Dozenten an meiner Uni entstehen die Scheinkapazitäten durch Sachverhalte wie sie auch Hellequin es dargelegt hat. Es stehen irgendwelche "Karteileichendozenten" auf für das Gericht relevanten Listen. Oder eben das Argument mit Gastdozenten die nicht mal lehren könnten. Desweiteren wird wohl versucht Tutorien als Kapazitäten für weitere Studenten zu deklarieren.
Insgesamt ist die Kapazitätsklagerei zwar ein Werkzeug eines Rechtsstaats aber die momentane Auslegung lässt einfach keinen gesunden Menschenverstand erkennen.
Mysterious
18.05.2008, 23:11
@ Coxy Baby
kurz und schmerzlos: find ich nicht.:-meinung
Ausserdem habe ich auch nicht behauptet , dass die Unis zu viel geld hätten, sondern genug, um sich minds. übers Wasser zu halten. Das ist ein Unterschied.
@n00b
- Es werden locker mehr als 20 Präptischen geben, davon gehe ich stark von aus. 321 Studenten durch 20 P-Tisch das ist eher wohl sehr unwahrscheinlich
- Ich sehe es nicht ein, dass einfach im Raum geworfen wird, dass es diese Plätze nur auf dem Papier gibt. Ich nehme mal an, dass du noch nie eine Kapazitätsberechnung in der Hand gehalten hast, sodass ich davon ausgehe, dass du die Berechnung der soge. Karteileichen als Vorwurf zentralisierst.
-Last but not the least: Geld haben und es investieren wollen sind zwei verschiedene Paar Schuhe.
Meine Argumentation beruht sich auf zuverlässige Quellen, weder habe ich sie mir einfach aus dem Ärmel gezogen noch zusammengereimt.
Sun-addicted
19.05.2008, 06:39
@ Coxy
Das machst du dir aber mal gepflegt einfach. Subjektiv ist mal absolut kein Ansatzpunkt. Wen nimmst du da? Den arroganten Elitestudenten, der der Auffassung ist ihm gehört die Leiche allein und jeder weitere ist schon eine Zumutung, oder einen Studenten, der auf Gruppenkuscheln steht und gerne 20 Leute um eine Leiche hätte.
Für die Lehrbrechnung müssen solche Dinge objektiv eingehen. Sowohl bei der Grundberechnung der Uni als auch bei der anwaltlichen Nachberechnung.
@ n00B
Nope. Ich hab gestern mir den ganzen Fred durchgelesen. Wie nur gesagt hatte ich an dem Punkt keine Lust 5 weitere Fenster aufzumachen und explizit auf alles bereits gesagt zurück zu kommen.
Und daher kann ich es ja auch sagen, dass deine Auffassung betreffend der Scheinkapazitäten falsch ist.
Der Einwand von mysterious ist berechtigt. Hast du mal eine Kap-Berechnung in der Handgehalten zusammen mit den Schriftsätzen von Anwalt und Uni samt Urteil?
Wenn ein Anwalt wirklich Karteileichen ausgräbt und die ins Feld führt. Was meinst du was die Uni da macht. Die sagen "Stop. Das ist eine Karteileiche. Der kann für die Lehrberechnung nicht benutzt werden." Und rat mal wer dann beweisen muss, dass diese "Leiche" in die Berechnung rein muss. Und wie soll das bitte gehen?
Du scheinst deine Informationen stellenweise von dem zu haben, was Prof's in der VL sagen.
Dazu 2 Anmerkungen.
- Von Kap-Berechnung haben Medizinprof's keinen Dunst.
- Die haben keinen Bock auf mehr Studenten. Denk mal drüber nach, ob die nicht vielleicht in guter alter Bild Manier etwas erzählen von dem sie nichts verstehen, um das Klima zwischen den Studenten aufzuheizen. Man sieht es ja an dir. Ich denke wenn dir in deinem Semester jemand sagt, dass er eingeklagt ist wirst du ihn sofort, zumindest innerlich, dafür verantwortlich machen, dass die Lehrbedingungen nicht perfekt sind. Isn schöner Sündenbock. Muss man schon sagen. Nur leider is das nicht unbedingt korrekt. Wenn die Lehrbedingungen schlecht sind ist in erster Linie die Uni schuld, weil sie nicht mehr Geld ausgeben will. Das lässt sich nämlich viel schöner in Forschung investieren.
Coxy-Baby
19.05.2008, 12:08
@sun-addict: na dann berechne es mir doch mal, Präptische haben so
2m x 50cm wieviele Studenten wären dann in Ordnung?
Weil dann mischt sich ja irgenwann Quantität und Qualität, denn je mehr
an einem Körperspender rummorkeln, desto weniger macht der einzelne,desto weniger
Effekt hat es........
Sun-addicted
19.05.2008, 13:14
Mal so nebenbei.
Wieviele Leichen hat so ne Uni? Wieviele Leute können so einen Präpkurs leiten? Ich gestehe zu, dass ich nicht weiß wie so ein Präpkurs abläuft. Aber ich würde behaupten es kann nicht so schwer für die Uni sein einen zusätzlichen anzubieten. Und zwar mit den Leuten, die sie haben.
Oder täuscht ich mich da?
@ sun-addictet:
Gebe dir absolut recht, was du zu den Kapazitätsberechnungen und den Profs sagts. Ich seh das ganz genauso.
Zu den Anwäten möcht ich aber noch zwei Dinge sagen:
1.Ich habe bisher immer ohne geklagt und habe noch nie einen Nachteil gegenüber denen empfunden, die mit Anwalt klagten. Bin bisher in jedem Topf gelandet. Daher kann ich nicht bestätigen, was du sagts.
2. Mein Nachbar ist Verwaltungsrichter und sehr gut mit der Vorsitzenden der Berliner Kammer für diese Angelegenheiten befreundet. Einmal habe ich sie kennen gelernt und sie hat mir gesagt, dass ihr alle armen Menschen sehr sehr leid tun, die sich für eine Studienplatzklage einen Anwalt nehmen. Sie sagte, dies würde nur den ANwälten nützen und keinem sonst. Sie empfahl mir sogar ohne Anwalt zu klagen, was ich dann auch gemacht habe. Sie meinte zu mir, dass sie den Vortrag eines Anwaltes zur Berechnung der echten Kapazitäten nicht braucht. Das war letztes Jahr und bisher sind in Berlin ja immer Plätze rausgesprungen.
Mittlerweileklage ich fürs zweite FS. Vielleicht läufts da ja anders. Außerdem kann ich das verlässlich ja nur für Berlin berichten...
Coxy-Baby
19.05.2008, 13:36
Mal so nebenbei.
Wieviele Leichen hat so ne Uni? Wieviele Leute können so einen Präpkurs leiten? Ich gestehe zu, dass ich nicht weiß wie so ein Präpkurs abläuft. Aber ich würde behaupten es kann nicht so schwer für die Uni sein einen zusätzlichen anzubieten. Und zwar mit den Leuten, die sie haben.
Oder täuscht ich mich da?
Tja das kommt ganz darauf an wieviele Leute sich bereit erklärt haben ihre
Körper zu spenden...
Und du brauchst auch mehr als 1 Person für den Kurs.... bei uns war immer
ein Dozent für 2 Tische verantwortlich also so 20 Personen.
Jetzt kannste ja ma durchrechnen wieviele Leute du brauchst, und wieviel
mehr die Leute dann arbeiten sollen, kleiner Tipp Präpkurse sind so 2xWoche
so 2h und ich weiß nicht ob die Dozenten das mal so eben nebenbei machen..
Also müßte jeder Dozent 4h die Woche mehr arbeiten...... und das natürlich
auch zu humanen Zeiten.....
Sun-addicted
19.05.2008, 13:58
@ BärONE.
zu 1. Ich sage auch nur, dass das im kommen ist. Andererseits würde oftmals nichts rausspringen ohne Anwälte. Denn
zu 2. Sicher. Auch der Richter kann ganz einfach die Kap-Berechnung machen. Aber Unis schummeln bereits bei den Vorraussetzungen. Beispiel. Die Uni sagt:
- soviel Räume
- soviele Dozenten
etc.
Es sind aber mehr Räume und mehr Dozenten. Sprich die Kap-Berechnung die der Richter anstellt stimmt immer noch nicht. Und leider kommt sowas öfter vor, als man denkt.
@Coxy
Klar. Kommt immer auf Leichenanzahl an. Ich weiß nicht wieviele es hat. Weißt du das?
Die Frage ist was die Dozenten angeht wohl eher, wieviele Dozenten es machen könnten und ob es zumutbar ist. Klar dürfte wohl jedem sein, dass jeder Mensch möglichst wenig arbeit haben möchte. Und bist du dir absolut sicher, dass es absolut unzumutbar ist, dass ein zusätzlicher Kurs angeboten würde? Also ich wäre das nicht.
@ n00B
Nope. Ich hab gestern mir den ganzen Fred durchgelesen. Wie nur gesagt hatte ich an dem Punkt keine Lust 5 weitere Fenster aufzumachen und explizit auf alles bereits gesagt zurück zu kommen.
Und daher kann ich es ja auch sagen, dass deine Auffassung betreffend der Scheinkapazitäten falsch ist.
Der Einwand von mysterious ist berechtigt. Hast du mal eine Kap-Berechnung in der Handgehalten zusammen mit den Schriftsätzen von Anwalt und Uni samt Urteil?
Wenn ein Anwalt wirklich Karteileichen ausgräbt und die ins Feld führt. Was meinst du was die Uni da macht. Die sagen "Stop. Das ist eine Karteileiche. Der kann für die Lehrberechnung nicht benutzt werden." Und rat mal wer dann beweisen muss, dass diese "Leiche" in die Berechnung rein muss. Und wie soll das bitte gehen?
Du scheinst deine Informationen stellenweise von dem zu haben, was Prof's in der VL sagen.
Dazu 2 Anmerkungen.
- Von Kap-Berechnung haben Medizinprof's keinen Dunst.
- Die haben keinen Bock auf mehr Studenten. Denk mal drüber nach, ob die nicht vielleicht in guter alter Bild Manier etwas erzählen von dem sie nichts verstehen, um das Klima zwischen den Studenten aufzuheizen. Man sieht es ja an dir. Ich denke wenn dir in deinem Semester jemand sagt, dass er eingeklagt ist wirst du ihn sofort, zumindest innerlich, dafür verantwortlich machen, dass die Lehrbedingungen nicht perfekt sind. Isn schöner Sündenbock. Muss man schon sagen. Nur leider is das nicht unbedingt korrekt. Wenn die Lehrbedingungen schlecht sind ist in erster Linie die Uni schuld, weil sie nicht mehr Geld ausgeben will. Das lässt sich nämlich viel schöner in Forschung investieren.
Wenn du alles gelesen hast dann wäre es auch nett, wenn du dir nicht nur einen Satz rauspiekst und dann völlig aus dem Zusammenhang reißt zu dem was ich schon zuvor geschrieben habe. Ich glaube nicht dass ein solcher Argumentationsstil dienlich ist.
Und nein ich habe noch keine Kapazitätsberechnung in der Hand gehabt und ich muss dir dennoch widersprechen. Bei uns wurde von mehreren Dozenten/Profs mitgeteilt, dass Karteileichen o.ä. zu Problemen bei der Kapazitätsberechnung führen. Da ich nicht erkennen kann, was ein "kleiner" Dozent davon hätte eine solche Behauptung aufzustellen wenn sie denn unwahr wäre, die Anwälte die das Gegenteil behaupten jedoch durchaus ein Motiv zu solch einer Aussage hätten kannst du dir sicherlich denken, wessen Aussage ich mehr Gewicht gebe.
Zu dem Weg Tutorien als zusätzliche Kapazitäten auszulegen hast du bisher noch nichts gesagt. Wie du dir sicherlich denken kannst, schafft z.B. ein Biochemietutorium keine zusätzlichen Plätze beim Präpen. Es wäre also schön, wenn du dazu auch mal Stellung beziehen könntest. Anderenfalls müsste man ja fast annehmen, dass du dem nichts zu erwidern hast.
Zu dem Problem mit den Präpkursen lässt sich noch sagen, dass nicht nur die Leichen limitiert sind, auch die Anzahl der Tische und damit die Anzahl der möglichen Termine ist limitiert. Pro Tisch können zwei unterschiedliche Kurse (bzw. 2 Leichen) untergebracht werden. Selbst wenn man dann mehr Dozenten und Leichen hätte käme es zu logistischen Problemen da diese dann nicht mal so einfach untergebracht werden können (Kühlung, Abzug, etc.)
Bei uns gibt es drei Präpgruppen pro Seminargruppe. Wenn man von der ursprünglichen Zahl der Studenten pro Gruppe ausgeht würden dann 6-7 Studenten an einem Tisch stehen. Bei uns wurde dann jedoch mit 8-9 angefangen. Ich denke mal man kann auch als Außenstehender verstehen, dass das gerade beim Kopf/Hals-Kurs oder Neuro zu enormen Problemen führen kann.
Ein weiterer Punkt ist, dass die Kläger eines Semester dann erst im nächsten Semester starten. Wer garantiert dann, dass in dem Semester in dem die Kläger landen dann nicht überbelegt ist? Immerhin wurden die Pseudokapazitäten im Semester davor festgestellt.
Und noch etwas, ich wäre dir äußerst verbunden, wenn du in Zukunft Unterstellungen zu meiner Person aus dem Spiel lassen würdest. Ich kann mir nicht vorstellen, dass dies einer sachlichen Diskussion dienlich ist. Außerdem ist es wohl ein Armutszeugnis, wenn du mit solchen Pseudoargumenten kommen musst.
zu 2. Sicher. Auch der Richter kann ganz einfach die Kap-Berechnung machen. Aber Unis schummeln bereits bei den Vorraussetzungen. Beispiel. Die Uni sagt:
- soviel Räume
- soviele Dozenten
etc.
Es sind aber mehr Räume und mehr Dozenten. Sprich die Kap-Berechnung die der Richter anstellt stimmt immer noch nicht. Und leider kommt sowas öfter vor, als man denkt.
Ja, da könntest du recht haben. Mein unschuldiger Verstand ist davon ausgegeangen, dass das alles korekt abläuft. (=
PS: 10 Pätze zum 2. in Leipzig zu vergeben und ich bin dabei. YEAH!
Hellequin
19.05.2008, 15:55
@Coxy
Klar. Kommt immer auf Leichenanzahl an. Ich weiß nicht wieviele es hat. Weißt du das?
Die Frage ist was die Dozenten angeht wohl eher, wieviele Dozenten es machen könnten und ob es zumutbar ist. Klar dürfte wohl jedem sein, dass jeder Mensch möglichst wenig arbeit haben möchte. Und bist du dir absolut sicher, dass es absolut unzumutbar ist, dass ein zusätzlicher Kurs angeboten würde? Also ich wäre das nicht.
Du musst aber in deine Überlegungen auch einbeziehen, das eine anatomische Abteilung auch mehr als nur den Präpkurs betreut. Da kommen noch Seminare in anderen Semestern, Histokurs etc. dazu. Ich glaube kaum, das da soviel Arbeitszeit übrigbleibt, das man noch einen zusätzlichen Kurs betreuen kann.
Sun-addicted
19.05.2008, 17:48
@ n00b
Zunächstmal. Du hälst die simple Feststellung, dass du aus deiner subjektiven Ansicht heraus an die Sache dran gehst für einen angriff auf dich persönlich? Also bitte.
Ausserdem hatte ich bereits gesagt, dass ich es kurz mache. Und es war lediglich ein Beispiel. Aber da du so höflich fragst.
Tutorien. Ob die in die Kap-berechnung eingehen hängt davon ab wer es macht. Macht es jemand mit einem Arbeitsvertrag der Lehrverpflichtung vorsieht geht es ein. Wenn nicht, dann nicht. So ist es nunmal.
Das Präpen. Du kannst mal davon ausgehen, dass wenn die Uni ein mehr Angebot bieten wollen würde, sie das auch könnte. Das die Situation beim Präpen bei euch dann so ist wie sie ist liegt an der Uni. Oder kannst du mir explizit nachweisen, dass nicht mehr Leichen gibt, die Uni keine Leute mehr hat die in der Lage sind so einen Kurs zu bereuen und das es zeitlich und räumlich WIRKLICH nicht mehr drin ist? Ich habe die befürchtung, dass du die Situation so siehst wie sie bei euch ist und zu der Auffassung gelangst, dass sie nicht verbessert werden kann, ausser durch weniger Studenten. Ob das stimmt is ne andere Sache. Ich weiß es nicht. Aber ich fürchte du auch nicht.
Karteileichen. Eine deutsche Uni HAT keine Karteileichen. Es gibt Arbeitsverträge für alles und jeden. Und nur weil eine Homepage nicht geupdatet wird wird jemand nicht zu einer Karteileiche. Wenn jemand nicht mehr an der Uni ist und nicht mehr in die Kap-Berechnung einfließt kann die Uni das nachweisen.
Warum ein "kleiner" Dozent sowas sagen sollte. Also DA fallen mir ein paar Sachen ein.
Die von dir genannten Pseudokapazitäten sind wirkliche Kapazitäten. Es is so. Die uni lässt 300 zu. Nach der vorgeschrieben Formel (warum missachtet ihr das eigentlich immer. Es gibt die Formel und die Unis MÜSSEN sie befolgen. Die haben sich was dabei gedacht) müssten es 320 sein. Nun werden diese 20 mehr zum Studienjahr drauf zugelassen weil das Gericht solang brauch. Du meinst richtig, dass es dann zu einer Überbelegung kommen könnte. Richtig. Die Kapazität ist 320, plus die 20 macht 340. Da hast du recht. Das passiert nur nie. Die Uni is ja nit clever. Die lässt wieder nur 300 zu. AN er Kapazität hat sich nur nichts geändert. Da sie wieder 20 zu wenig hat kommen die im Studienjahr drauf dazu, etc etc etc.
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