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05deinin
27.05.2008, 19:49
KLar... wir müssen alle Fachrichtungen beherrschen

Pharma
27.05.2008, 19:51
Aha. Und das hab ich offensichtlich mit 10 WS nicht, und werd ich ja sicher auch nicht, was mir dann ja auch die Fähigkeit abspricht Lust auf irgendwas zu haben. Mancher Leute Meinung widert mich ehrlich gesagt an. Keine Ahnung von mir, aber mit Vorurteilen schnell bei der Sache.

Hoffentlich kannst du selbst auch was und musst mit deinen Aussagen nicht irgendwas kompensieren.

Schönen Abend noch.


Ich hatte auch gesagt das das nicht böse gemeint ist.Aber meine Aussage entspricht der Realität.Lust kann jeder haben

Pharma
27.05.2008, 19:57
KLar... wir müssen alle Fachrichtungen beherrschen


Nicht schlecht.Wollt mich auch nach dem Examen in der Chirurgie bewerben.Aber in einem kleinen Krankenhaus.Nicht an der Uni.Deshalb mein Interesse. :-)

05deinin
27.05.2008, 19:59
Allgemein und viszeral?

Pharma
27.05.2008, 20:02
Allgemein und viszeral?


also auf keinen fall Unfallchirurgie.Mich hat ja Viszeralchirurgie total fasziniert.Gefäßchirurgie ist auch nicht schlecht.Aber wie gesagt muss erst mal das Examen bestehen.

05deinin
27.05.2008, 20:11
also auf keinen fall Unfallchirurgie.Mich hat ja Viszeralchirurgie total fasziniert.Gefäßchirurgie ist auch nicht schlecht.Aber wie gesagt muss erst mal das Examen bestehen.

Ja Knochen is auch ned so meins...
Na dann viel Glück! Und sei immer nett zu meinen Kollegen- du wirst für Hilfe (gerade am Anfang) noch dankbar sein
:-)

Pharma
27.05.2008, 20:14
Ja Knochen is auch ned so meins...
Na dann viel Glück! Und sei immer nett zu meinen Kollegen- du wirst für Hilfe (gerade am Anfang) noch dankbar sein
:-)


Ja danke.werd ich gebrauchen.Bis dann mal.

test
27.05.2008, 20:53
Ich würde sagen eins nach dem anderen.
Bevor ihr euch Gedanken um eure Chefärztinnenposten macht, würde ich vieleicht erstmal das Studium anfangen und möglichst auch beenden. ;-)
Grundsätzlich wird man nur weil man 5 Jahre später mit dem Studium angefangen hat, sich nicht die Chance auf eine Karriere verbaut haben.
Aber ich wage doch zu bezweifeln, dass man wirklich weiß, wie es aussieht akademisch Karriere zu machen und was da so dazu gehört bevor man etwas weiter drin steckt.
Ob man das wirklich möchte, ob es einem liegt und vor allem, ob man es überhaupt schafft, wird man dann sehen, wenn es soweit ist. ;-)
Es gibt auch Beispiele, die erst mit 50 Chef wurden oder auch Chefs, die zunächst etwas anderes studiert haben, aber zu sehr auf dieses Ziel festfahren würde ich mich nicht unbedingt. ;-) :-D Das Alter wird bei den allerwenigsten der Grund dafür sein, dass sie nicht Chef oder OA sind. :-nix

Außerdem finde ich den Begriff Spitendisziplin immer noch etwas unpassend. Auch das genannte Beispiel mit der Mamma Ablatio kann ich nicht ganz nachvollziehen. Die korrekte Mamma Ablatio evtl. mit LK Dissektion und Rekonstruktion mit sehr gutem kosmetischen Ergebnis ist mit Sicherheit auch keine einfache Übung, die jeder Metzger einfach mal so hinkriegen würde und was auf dem Spiel steht ist auch nicht geringer als bei Neuro und Herzchiurgischen OPs. Ich finde jede Disziplin hat ihre eigenen Herausforderungen, die jeweils ihren Reiz haben, welchen für einen persönlich die SPitzendisziplin ist, ist dann nun mal sehr subjektiv. ;-)

05deinin
28.05.2008, 22:47
...ja subjektiv... warum auch nicht...

aber mit den Konsequenzen hast du nicht recht

aber weißte was ich echt schlimm finde, dass man in diesem Forum nicht mal unverbindlich ne Frage stellen kannst, ohne dass sich sofort jemand drüber aufregt, einem irgendwas in den Mund legt und sich selbst total hochspielt!

John Silver
28.05.2008, 23:25
@05deinin:

Ich stimme test zu. Du bist voreilig.

Es ist durchaus berechtigt, daß Du Dir Sorgen um eine mögliche Karriere und deren Vereinbarkeit mit Familie machst. Aber ich denke, daß Du die Sache etwas zu einseitig betrachtest. Sieh es doch mal so: momentan studieren weit mehr Frauen als Männer Medizin. Und das wird ziemlich bald auch deutliche Auswirkungen auf die Vereinbarkeit von Karriere und Beruf haben; denn die Kliniken, die es nicht schaffen werden, Arbeitsmodelle entsprechend den Wünschen der Frauen umzugestalten, werden ziemlich abstinken, weil die Auswahl an Bewerbern allein dadurch schon sehr stark dezimiert wird; und Bewerber sind in den meisten Kliniken und Fächern jetzt schon ein knappes Gut.

Offtop: Worüber Du m.E. nachdenken solltest, ist Deine Einstellung Ärzten gegenüber. Die scheint nämlich sehr typisch für OTAs zu sein. Klar, wenn Leute anfangen, etwas über Deine Einstellung zu erzählen, von der sie eigentlich nichts wissen und auch nichts wissen können, dann ist das nicht sehr angenehm, und ich kann Deine Reaktion verstehen. Aber wenn man Dir sagt, daß Du von bestimmten Dingen weniger Ahnung hast, als Du glaubst, dann solltest Du nicht gleich die defensive Position einnehmen und es "den Ärzten" zeigen.

Du kennst die Chirurgie aus einem recht verzerrten Blickwinkel, eigentlich hast Du wenig Ahnung von Chirurgie. Du denkst, "Spitzenleistungen" seien technisch anspruchsvolle Operationen. Nun ja, in gewisser Hinsicht hast Du Recht, aber zwei Dinge muß ich dazu anmerken: erstens ist es ein immenser, wahnsinnig großer, unglaublich riesiger Unterschied zwischen Zusehen und Machen. Dinge, die in den Händen erfahrener Operateure scheinbar von selbst gehen, sind in Wahrheit ziemlich knifflig, und bei weitem nicht jeder kriegt sie gut hin; und zweitens, schätzt Du Chirurgie als Fachrichtung falsch ein. Chirurgie besteht nicht nur aus dem, was im OP stattfindet. Ich sage Dir mehr: Das, was im OP passiert, ist noch nicht mal die intellektuelle Herausforderung in der Chirurgie. Im OP wird mehr das handwerkliche Können abverlangt. Die intellektuelle Herausforderung findet aber außerhalb des OP statt, und die siehst Du nicht, und hast keine Ahnung davon; es ist nämlich die Indikationsstellung. Das ist ein beizeiten äußerst kompliziertes Problem. Und da darf ich Dir versichern, daß Herzchirurgie meistens weniger herausfordernd ist, als beispielsweise Viszeralchirurgie. In die CV-Abteilung kommt der Patient meistens mit einer Diagnose, die durch zahlreiche Untersuchungen meist ganz gut belegt ist, und eine OP-Indikation darstellt. In die chirurgische Notaufnahme kommt aber meist ein Patient mit Bauchschmerzen. Naja, ein wenig Lyrik am Rande, nichts für Ungut. ;-)

test
29.05.2008, 17:48
...ja subjektiv... warum auch nicht...

aber mit den Konsequenzen hast du nicht recht

aber weißte was ich echt schlimm finde, dass man in diesem Forum nicht mal unverbindlich ne Frage stellen kannst, ohne dass sich sofort jemand drüber aufregt, einem irgendwas in den Mund legt und sich selbst total hochspielt!


Ich weiß nicht, auf welche KOnsequenzen du dich beziehst in deinem zweiten Satz?

Hier kann doch jeder eine Frage stellen. Dir wurden meiner Meinung nach auch Antworten auf die Frage gegeben.
1. es ist kein Problem in den von dir als "Spitzendisziplinen" betrachteten Fächern eine Stelle zu kriegen. 2. Auch als Frau ist eine Karriere bis zum Chef möglich. 3. Auch als 5 Jahre älterer Absolvent ist eine Karriere noch möglich.
Ich weiß nicht, welche deiner Fragen unbeantwortet geblieben ist? Hätten wir dir noch einen Fahrplan ausdrucken sollen, wie du das alles genau hinkriegst? :-nix

Alles, was ich sagen wollte mit meinem BEitrag ist, dass viele Dinge in echt anders aussehen können als man sie sich vorher vorstellt. Insbesondere eine Karriere in der Medizin zu machen, hat mit praktisch angewandter Medizin oft nicht mehr viel zu tun. Das sieht man, wenn man soweit ist und dann kann man entscheiden, ob es einem liegt oder nicht. Sich vor dem Studium zu viel Gedanekn zu machen ist meiner Meinung nach etwas voreilig. Aber darüber überhaupt nachzudenken ist natürlich ok und die Meinung der meisten Leute hier im Thread ist ja, dass es die Möglichkeit geben wird für eine Karriere trotz zwei X Chromosomen und 5 Jahren mehr. Nur finde ich es übertrieben sich in so einem frühen Stadium schon den Kopf darüber zu zerbrechen.

Zu deinem letzten Punkt: ich weiß nicht, wo sich hier jemand aufregt über deine Frage? Es kommt mir höchstens so vor als würdest du dich über manche ANtworten aufregen.

Blondi
29.05.2008, 18:17
Kann man eigentlich theoretisch noch in der Uniklinik anfangen, wenn man sich nur eine statistische Doktorarbeit zugetraut hat? Oder muss man dafür unbedingt ein experimentelles Ding durchziehen? Wie viel kann man in etwa realistisch bei einer Statistischen erreichen?

Sicher hab ich auch erst dieses Jahr angefangen, aber nachdem ich die der früheren Doktoranden durchgelesen habe, schätze ich doch, dass es sich um was Machbares handelt. Auch hab ich die Thematik schon ziemlich gut durchschaut und einen Überblick über das Gebiet bekommen und einen kleinen Teil geschrieben und analysiert, es dürfte schon irgendwie hinhauen...aber mehr würde ich einfach nicht hinkriegen, denke ich...

el_corazón
29.05.2008, 18:45
Kann man eigentlich theoretisch noch in der Uniklinik anfangen, wenn man sich nur eine statistische Doktorarbeit zugetraut hat? Oder muss man dafür unbedingt ein experimentelles Ding durchziehen? Wie viel kann man in etwa realistisch bei einer Statistischen erreichen?

Kann man sowohl theoretisch als auch praktisch, in einigen Fächern (Patho, Mibi, Derma, Onko, Rheuma) könnte eine experimentelle Diss eher von Vorteil sein. Worauf beziehst du denn deine letzte Frage, auf die Note? Da ist ein summa cum laude auch nicht ausgeschlossen, aber die meisten solcher Arbeiten werden halt im Schnitt schlechter benotet als experimentelle Sachen.

John Silver
29.05.2008, 18:57
Heutzutage ist es auch kein Problem, an einer Uniklinik anzufangen, wenn man gar keine Doktorarbeit hat. Hauptsache, man hat überhaupt Interesse an der Forschung.

05deinin
30.05.2008, 00:17
@05deinin:

Ich stimme test zu. Du bist voreilig.

Es ist durchaus berechtigt, daß Du Dir Sorgen um eine mögliche Karriere und deren Vereinbarkeit mit Familie machst. Aber ich denke, daß Du die Sache etwas zu einseitig betrachtest. Sieh es doch mal so: momentan studieren weit mehr Frauen als Männer Medizin. Und das wird ziemlich bald auch deutliche Auswirkungen auf die Vereinbarkeit von Karriere und Beruf haben; denn die Kliniken, die es nicht schaffen werden, Arbeitsmodelle entsprechend den Wünschen der Frauen umzugestalten, werden ziemlich abstinken, weil die Auswahl an Bewerbern allein dadurch schon sehr stark dezimiert wird; und Bewerber sind in den meisten Kliniken und Fächern jetzt schon ein knappes Gut.

Das ist wirklich nicht neu für mich


Offtop: Worüber Du m.E. nachdenken solltest, ist Deine Einstellung Ärzten gegenüber. Die scheint nämlich sehr typisch für OTAs zu sein. Klar, wenn Leute anfangen, etwas über Deine Einstellung zu erzählen, von der sie eigentlich nichts wissen und auch nichts wissen können, dann ist das nicht sehr angenehm, und ich kann Deine Reaktion verstehen. Aber wenn man Dir sagt, daß Du von bestimmten Dingen weniger Ahnung hast, als Du glaubst, dann solltest Du nicht gleich die defensive Position einnehmen und es "den Ärzten" zeigen.
Hab ich das getan? Oder fällt es mir schon gar nicht mehr auf, weil man von vielen (es gibt natürlich auch ganz andere) Ärzten so von oben herab behandelt wird, dass man sich in einer ständigen Abwehrposition befindet. Übrigens auch Studenten sind zum Teil schon so- mit welchem Recht?
Und dann setzen wir uns zu Wehr ist doch ganz klar...
auch wenn das typisch für OTAs ist... aber frag dich mal warum. Die Schwestern/OTAs sind die jenigen die den ganzen OP verwalten, für die Technik und das Instrumentarium zuständig sind, alles organisieren und auch viele ärztliche Tätigkeiten übernehmen und bei vielen ärztlichen Fehlern die am Tisch passieren steck ich auch ganz tief mit drin... und leider pinkelt ihr uns trotzdem ständig ans Bein. Schade dass fast kein ordentliches Teamwork zustande kommt.Bei uns and der Uni is das alles auch ein bisschen extremer als in kleineren Häusern muss man dazu sagen.


Du kennst die Chirurgie aus einem recht verzerrten Blickwinkel, eigentlich hast Du wenig Ahnung von Chirurgie. Du denkst, "Spitzenleistungen" seien technisch anspruchsvolle Operationen.
Schön, dass du weißt wie ich denke


Nun ja, in gewisser Hinsicht hast Du Recht, aber zwei Dinge muß ich dazu anmerken: erstens ist es ein immenser, wahnsinnig großer, unglaublich riesiger Unterschied zwischen Zusehen und Machen. Dinge, die in den Händen erfahrener Operateure scheinbar von selbst gehen, sind in Wahrheit ziemlich knifflig, und bei weitem nicht jeder kriegt sie gut hin;

Auch erfahrene Operateure machen gravierende Fehler. Bist du dir im klaren darüber dass ich bei vielen Fehlern mitverantwortlich bin?


und zweitens, schätzt Du Chirurgie als Fachrichtung falsch ein. Chirurgie besteht nicht nur aus dem, was im OP stattfindet. Ich sage Dir mehr: Das, was im OP passiert, ist noch nicht mal die intellektuelle Herausforderung in der Chirurgie. Im OP wird mehr das handwerkliche Können abverlangt. Die intellektuelle Herausforderung findet aber außerhalb des OP statt, und die siehst Du nicht, und hast keine Ahnung davon; es ist nämlich die Indikationsstellung. Das ist ein beizeiten äußerst kompliziertes Problem. Und da darf ich Dir versichern, daß Herzchirurgie meistens weniger herausfordernd ist, als beispielsweise Viszeralchirurgie. In die CV-Abteilung kommt der Patient meistens mit einer Diagnose, die durch zahlreiche Untersuchungen meist ganz gut belegt ist, und eine OP-Indikation darstellt. In die chirurgische Notaufnahme kommt aber meist ein Patient mit Bauchschmerzen. Naja, ein wenig Lyrik am Rande, nichts für Ungut. ;-)

Na ja unsere Ausbildung findet nicht nur im OP statt: auch in der chirurgischen Ambulanz, Endo und ERCP, Station, auch mal herzkath oder Kreißsaal und man fährt auch mal im NAw mit. Ich kenne und assistiere bei vielen Untersuchungen und bekomme daher durchaus auch was von der Indikationsstellung mit, zudem wir im Unterricht auch darüber lernen
Natürlich kenne ich viele Dinge der ärztlichen Seite nicht, ich bin ja auch OTA. Aber behaupte nicht, dass du meinen Blickwinkel kennst. Glaub nicht, dass mein Beruf nur daraus besteht ein paar Instrumente hin und her zu schieben
Nichts für Ungut- ich kann auch ganz lieb sein :-)
Aber wir entfernen uns vom eigentlichen Thema: letztendlich bleibt es doch jedem selbst überlassen, was man als Spitzendisziplin sieht. Für mich war nur einmal interessant zu hören wie angehende Ärzte über das Thema Karriere/Kinder/Alter denken...

Der Praktikant
30.05.2008, 00:56
Bist du dir im klaren darüber dass ich bei vielen Fehlern mitverantwortlich bin?


Also meine Erfahrungen in Deutschen OPs auf der Seite jenseits des Anästhesietuchs sind (glücklicherweise) recht beschränkt, daher bin ich ganz neugierig, in wiefern man als OTA denn bei "vielen Fehlern mitverantwortlich" sein kann.

Frau Betty Land
30.05.2008, 05:49
Mitverantwortlich für Operations"fehler" des Chirurgen ?

Du solltest Dich mal mit Haftungsrecht bzw. Strafrecht beschäftigen, denn da überschätzt Du Deine Wichtigkeit wohl gewaltig !

Im übrigen benötigt man heute in der Tat immer öfter überhaupt keine Diss, um an Unikliniken eine Stelle zu bekommen.

Nett, sich darüber Gedanken zu machen, wenn man noch nicht mal einen Studienplatz hat, aber völlig überflüssig.

Logo
30.05.2008, 10:06
Maximal komplexiert ;-)


:-keks

John Silver
30.05.2008, 14:09
@05deinin:

Deine Aussagen sind ebenfalls recht typisch, und daher ist es zum Gähnen langweilig, darüber zu diskutieren. Du hast hier nicht einfach Fragen gestellt, sondern auch einige Behauptungen in den Raum geworfen. Daraufhin hat man Deine Fragen beantwortet, und zusätzlich Deine Behauptungen auseinandergenommen, weil sie schlicht falsch sind. Wenn Du nicht willst, daß man Deine Behauptungen korrigiert - stelle keine auf. Du hast angefangen, alle zu beschuldigen, Dich wegen Deiner Fragen und Deines aktuellen Berufs von oben herab zu behandeln, weil Ärzte das immer täten. Das stimmt nicht. Allein das Wörtchen "immer" verrät mir jedoch das, was ich als "typisches Verhalten für eine OTA oder OP-Pflegekraft" bezeichnet habe. Die meisten Ärzte haben nichts gegen OTAs. Ich persönlich habe auch nichts gegen OTAs. Ich bin der Meinung, daß man auf respektvolle Weise zusammenarbeiten kann und soll. Und so verfahre ich auch. Du manövrierst Dich aber bei jedem Arzt automatisch ins Abseits, wenn Du anfängst, den Arzt zu belehren; und nichts anderes hast Du getan, als Du angefangen hast, über Karriere und Familie in unserem Beruf zu schwadronieren. Du willst Dich von den Ärzten emanzipieren? Okay. Aber emanzipieren bedeutet nicht, daß Du Ärzte belehren kannst, wiederum schon gar nicht über Dinge, von denen Du keine Ahnung hast, weil Du einfach nicht drin steckst. Deine Ausbidlung mag noch so "umfassend" gewesen sein: Du hast trotzdem nicht den Hauch einer Ahnung von der Indikationsstellung in der Chirurgie. Azeptiere es einfach, denn genau das scheint Dein Problem zu sein: Du kämpfst ständig gegen die Tatsache an, daß Dein Wissen um die Medizin dem eines Arztes um Welten unterlegen ist. Das ist nun mal der Unterschied zwischen einer OTA-Ausbildung und einem ärztlichen Werdegang. Doch Du verknüpfst Diese Tatsache automatisch damit, angeblich von oben herab behandelt zu werden. Das ist nicht wahr. Du erwartest, von Ärzten von oben herab behandelt zu werden; teilweise weil Du eventuell von einigen Kollegen so behandelt wurdest, was sicher nicht okay war; teilweise aber auch, weil Deine Kollegen Dich darauf konditioniert haben, es den Ärzten "zu zeigen", als Abwehrstrategie, um nicht von oben herab behandelt zu werden. Letztlich und endlich suchst Du in jedem Wort, daß ein Arzt zu Dir sagt, nach etwas, was man als herabwürdigend interpretieren kann, wenngleich es meistens nicht ist, dann hängst Du Dich daran auf, fängst an, es "denen zu zeigen", provozierst auf diese Weise nur genau das, was Du eigentlich vermeiden wolltest, nämlich: von oben herab behandelt zu werden. Selbsterfüllende Prophezeiung nennt man das.

Also entspanne Dich, hör auf, in jedem Wort, das an Dich gerichtet ist, eine versteckte Beleidigung zu suchen, weil da einfach keine ist, und dann reden wir weiter.

Peter_1
30.05.2008, 14:41
Liebe 05deinin,

ich finde es ja genauso wie test etwas übertrieben sich jetzt schon Sorgen um die Karriere zu machen. Was ist Dir denn wichtig an einer "Spitzendisziplin"?Spitze worin? Verdienst? handwerkliches Können?, Ansehen?, intellektuelle Herausforderung? Vielleicht ist die Frage auch etwas komisch bzw. ruft geradezu hervor Dich zu fragen ob Du Dir wirklich tiefgehende Gedanken zum Thema gemacht hast, bzw. woher Du Deine Einschätzungen zur medizinischen Karriere gewonnen hast. Vielleicht könntest Du ja mal konkretisieren was Du mit Spitze meinst, dann sind vielleicht auch sinnvollere Antworten möglich. Prinzipiell ist es so gut wie kein Problem momentan eine Stelle zu Facharztausbildungen in so gut wie allen Disziplinen (mit viell. Ausnahme der beliebten Fächer wie Kinderheilkunde etc.) zu bekommen. Ich kann mich trotzdem dem Rat der anderen nur anschließen, fang doch erstmal mit dem Studium an, überlege Dir was Dir am Job und im Leben wichtig ist und dann kannst Du ja nochmal konkret fragen wie dies am besten zu realisieren ist.

@Blondi: Assistellen an der Uniklinik kriegste auch ohne Doktortitel!