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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Studiengebühren - Erster Zwischenbericht



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LasseReinböng
05.06.2008, 16:47
sehe ich anders...die BAföG-Regelungen sind zu starr und unflexibel, als daß eine ausreichende Zahl von Studenten von dieser Institution profitiert. Sicherlich erscheinen 500€ auf ein Semester verteilt als nicht viel...wenn einem aber schon ohne Gebühren das Wasser bis zum Hals steht...

thinker
05.06.2008, 17:23
Inwiefern starr und unflexibel ?

Also ich kann dir sagen, dass meiner Familie (und somit auch mir) das Wasser sehr gut zu Halse steht ;) Aber dennoch ist es machbar! Nehmen wir an jemand bekommt ~500 Euro BaFöG (die er ja bekommen sollte wenn ihm das Wasser bis zum Halse steht), ~130 Kindergeld und arbeitet nochmal für ~200 Euro...das sind 830 Euro im Monat! Das sollte doch bitte reichen. Da kann man locker doch mal 100 Euro im Monat wegstecken, denke ich.
Niemand sagt, dass es einfach ist, ganz sicher nicht. Es wäre bestimmt einfacher mit reichem Elternhaus zu studieren, aber nicht machbar ist es nicht!

Strodti
05.06.2008, 17:48
Inwiefern starr und unflexibel ?
~500 Euro BaFöG (die er ja bekommen sollte wenn ihm das Wasser bis zum Halse steht)
Viele Familien bekommen weit weniger, da BAFöG nur das Einkommen betrachtet. Schulden (Haus gebaut? Vielleicht gerade mit der Firma pleite gegangen?) sind denen egal.



~130 Kindergeld
Das bekommen wir älteren Studenten nicht mehr. Ab 25 ist Schluss. Ach ja: Wenn du erst einmal gearbeitet hast darfst du dich auch selbst haftpflichtversichern, ab 25 ist Kranken- und Rentenversicherung zu bezahlen.


und arbeitet nochmal für ~200 Euro...das sind 830 Euro im Monat! Das sollte doch bitte reichen. Da kann man locker doch mal 100 Euro im Monat wegstecken, denke ich.
Niemand sagt, dass es einfach ist, ganz sicher nicht. Es wäre bestimmt einfacher mit reichem Elternhaus zu studieren, aber nicht machbar ist es nicht!
Da hast du vielleicht recht. Es ist irgendwie machbar. Aber für viele sind diese ca. 80 € mehr im Monat sehr sehr hilfreich. Gerade Eltern oder Studierende mit einer Fernbeziehung können nicht jedes Wochenende arbeiten. Da geht das halt nur in den Semesterferien.

thinker
05.06.2008, 17:57
Viele Familien bekommen weit weniger, da BAFöG nur das Einkommen betrachtet. Schulden (Haus gebaut? Vielleicht gerade mit der Firma pleite gegangen?) sind denen egal.
Da scheinen unsere Definitionen von "das Halse bis zum Wasser stehen" auseinander zu driften. Familien, die das Geld haben sich ein Haus zu bauen haben doch i.d.R. schon Geld. Und wenn sich das Einkommen rapide geändert hat (Insolvenz der Firma, siehe dein Beispiel) kann man auch das neue (also aktuelle) Einkommen angeben.



Das bekommen wir älteren Studenten nicht mehr. Ab 25 ist Schluss. Ach ja: Wenn du erst einmal gearbeitet hast darfst du dich auch selbst haftpflichtversichern, ab 25 ist Kranken- und Rentenversicherung zu bezahlen.
Das stimmt. Bin jetzt halt nur mal von meiner Situation als Studienbeginner nach dem Abi ausgegangen....da wäre vielleicht mal ein Ansatzpunkt...


Gerade Eltern oder Studierende mit einer Fernbeziehung können nicht jedes Wochenende arbeiten. Da geht das halt nur in den Semesterferien.
Also man muss ja auch nicht jedes Wochenende nach Hause fahren.....außerdem kann man auch unter der Woche arbeiten gehen!!!! ;)

CYP21B
05.06.2008, 18:17
Da scheinen unsere Definitionen von "das Halse bis zum Wasser stehen" auseinander zu driften. Familien, die das Geld haben sich ein Haus zu bauen haben doch i.d.R. schon Geld. Und wenn sich das Einkommen rapide geändert hat (Insolvenz der Firma, siehe dein Beispiel) kann man auch das neue (also aktuelle) Einkommen angeben.

Das stimmt. Bin jetzt halt nur mal von meiner Situation als Studienbeginner nach dem Abi ausgegangen....da wäre vielleicht mal ein Ansatzpunkt...


Also man muss ja auch nicht jedes Wochenende nach Hause fahren.....außerdem kann man auch unter der Woche arbeiten gehen!!!! ;)

Ich denke du siehst das viel zu blauäugig.
Es gibt auch andere Gründe weswegen man kein Bafög bekommt ohne dass man zuviel Geld hat.
In den Semesterferien bin ich nicht in der Unistadt. Einen Job für nur während dem Semester zu finden ist jedoch nicht so einfach. Außerdem hat man ein Problem wenn man dann mit etwas mehr arbeiten über die Grenze kommt ab der dann eigene Krankenversicherung nötig ist. Dann macht man miese obwohl man mehr Zeit reinsteckt.
Bei mir ist es so, dass ich inklusive Kindergeld 400€ im Monat nutze. Ich könnte zwar das Geld das ich durch Ferienjobs bekomme auch nutzen, dann haben ich aber ein Problem wenn ich 25 bin, kein KiGeld mehr bekommen und noch Krankenversicherung zahlen muss. Das sind dann mehr als 200€ weniger.
Heimfahren ist bei den heutigen Bahnpreisen auch einmalig teuer. Selbst mit Bahncard und Sparpreisen ist es noch ein Vermögen.
Wenn man den Bafög-Höchstsatz bekommt dann sollte man eigentlich keine Probleme haben, selbst ohne groß zu arbeiten. Du darfst aber nicht vergessen, dass es auch Leute gibt die weniger zur Verfügung haben.
Und ganz ehrlich selbst wenn man sich das leisten kann, für die 80 Euro im Monat kauf ich mir die Bücher lieber selbst als dass dann in der Bib vll ein paar mehr rumstehen. Da kann man sich für 80 schon besser einteilen was man dafür dann fürs Studium wie investiert.

LasseReinböng
05.06.2008, 20:27
Inwiefern starr und unflexibel ?

Aber dennoch ist es machbar! Nehmen wir an jemand bekommt ~500 Euro BaFöG (die er ja bekommen sollte wenn ihm das Wasser bis zum Halse steht), ~130 Kindergeld und arbeitet nochmal für ~200 Euro...das sind 830 Euro im Monat!

Ja, wenn er denn BAföG überhaupt und in dieser Größenordnung bekäme, hätte ich auch nichts zu meckern. So läuft es aber oft nicht !! Die Gründe hierfür...ach, das ist ein weites Feld. Mir ist schon klar, was so gedacht wird....etwa: "wenn Eltern Schulden machen und das Kind dann deswegen kein BAföG bekommt, selbst Schuld". Oder..."Fachwechsel müssen nicht sein, das muß man sich halt vorher übelegen" und und und.

So denken viele, und so dachte ich bestimmt auch mal nach dem Abi. :-)) Leider ist das Leben komplizierter. Ich persönlich verlange z.B. gar nicht, daß der Staat mir neben dem Studium auch noch das BAföG "schenkt", was er ja de facto tut, wenn man bedenkt, daß man beim Höchstsatz sehr schnell die Grenze überschreitet. Nö, ich zahle jeden Heller zurück, möchte lediglich die Chance bekommen, zu studieren und nicht wegen eines dämlichen § des BAföG-Gesetzes statt Studium eine Bäckerlehre machen müssen.

Wer kein BAföG kriegt, muß zwangsläufig Jobben, evtl. sogar so viel Jobben, daß sich das Studium verlängert...dann aber drohen neue Hürden. Gebühren sowieso, zusätzliche noch für Langzeitstudenten. So werden Leute aus dem Studium gedrängt.

Mr. Listen
05.06.2008, 20:29
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,558006,00.html

Die Dame auf Bild Nr. 11 war mit mir in der Vorklinik^^

thinker
05.06.2008, 22:51
Ja, wenn er denn BAföG überhaupt und in dieser Größenordnung bekäme, hätte ich auch nichts zu meckern. So läuft es aber oft nicht !! Die Gründe hierfür...
Ja, was sind denn die Gründe ?! Das ist was mir unklar ist. Wenn jemand WIRKLICH ne arme Socke ist sind mir bis dato (lasse mich gern belehren) keine Gründe bekannt, dass er kein Geld bekommt.



ach, das ist ein weites Feld. Mir ist schon klar, was so gedacht wird....etwa: "wenn Eltern Schulden machen und das Kind dann deswegen kein BAföG bekommt, selbst Schuld". Oder..."Fachwechsel müssen nicht sein, das muß man sich halt vorher übelegen" und und und.
Ersteres: Schulden sind nicht gleich Schulden. Letztendlich kann das Kind ja auch nix dafür was die Eltern machen. Aber wie schon gesagt lassen sich drastische Einkommensänderungen sehr wohl bei BaFöG angeben und berücksichtigen.
Und ein Fachwechsel ist eine legitime Sache und immerhin bis zum 3. Semester grundlos durchführbar, danach mit Begründung (wobei als Begründung auch Überforderung zählt). Ich schätze, dass man nach dem 4. Semester eh wissen sollte ob es passt oder nicht...


Nö, ich zahle jeden Heller zurück, möchte lediglich die Chance bekommen, zu studieren und nicht wegen eines dämlichen § des BAföG-Gesetzes statt Studium eine Bäckerlehre machen müssen.
Als meines Wissens gibt es zumindest hier auch nebst BaFöG Studienkredite u.a., die man ganz zurückzahlen muss, aber eben auch als nicht BaFöG-berechtigter kriegen kann.



In den Semesterferien bin ich nicht in der Unistadt. Einen Job für nur während dem Semester zu finden ist jedoch nicht so einfach.
Du kannst dir in den Semesterferien einen Job in deiner Heimatstadt suchen...und es gibt sehr wohl Jobs, die nur fürs Wochenende, oder nur für die Semesterferien sind.....letztendlich lässt es sich aber auch während des Semesters arbeiten!


Und ganz ehrlich selbst wenn man sich das leisten kann, für die 80 Euro im Monat kauf ich mir die Bücher lieber selbst als dass dann in der Bib vll ein paar mehr rumstehen. Da kann man sich für 80 schon besser einteilen was man dafür dann fürs Studium wie investiert.
Studiengebühren sollten ja nicht nur dafür drauf gehen... ;-)

Ich finde einfach irgendwie, dass hier eine seltsame Haltung gegenüber zusätzlichen Arbeitens ist und das irgendwie versucht wird auf Studigebühren, BaFöG-Regelungen oder so zu schieben....Ich möchte nicht sagen, dass da nicht auch vieles falsch läuft, aber genau so liegt es auch an einem selbst!
Ich bin auch nicht unbedingt ein Einzelfall....ne Freundin bekommt 100 Euro BaFöG, aber schafft es auch sich ihr Privatstudium (500 Euro im Monat) zu finanzieren. Indem sie arbeiten geht!
Und nein, ganz so blauäugig bin ich nicht. Ich erlebe es nur einfach auch selbst...
Was ich vielleicht falsch sehe ist, dass ich oft denke, dass Leute gar nicht richtig einschätzen wieviel Geld sie haben. Bekannte haben das 2fache von mir und denken sie wären arm und meckern, dass sie doch kein BaFöG bekommen und so schlecht dran wären.....das geht mir einfach gegen die Hutschnur...deswegen bin ich da sehr stur! ;)

Dr. Gonzo
06.06.2008, 09:55
Meiner Meinung nach ist das aktuelle Modell wirklich schlecht... Das Hamburger Modell fände ich sehr viel vertretbarer, mir ist bis jetzt aber auch noch nicht viel aufgefallen, was durch Studiengebühren an der Lehre verbessert worden wäre. OK, Skripte werden teilweise von der Fakultät bezahlt und es wurde n zusätzlcihes Tutorium im 1. Semester eingerichtet. Aber daafür 500€??? Das ist mit Verlaub n Scheiß-Preis-Leistungs-Verhältnis.

Und der nächste Hammer: Bei uns in Bochum sollen nun die akademischen Lehrkrankenhäuser abgeschafft werden, was dazu führt, dass alle Studenten sich auf unsere Unikliniken verteilen müssen - das bedeutet bis zu 5 PJ-ler pro Station. Da skrieg ich wirklich n dicken Hals.

Dr. Gonzo
06.06.2008, 10:02
Und zum Geld-Problem: Ich lebe momentan auch von ca. 450€/Monat (exklusive Studiengebühren), wovon 200€ selbst verdient sind. Es ist zwar eng, aber es geht irgendwie. Ätzend ist, dass ich z.B. die letzten Semesterferien naach nem wirklich anstrengenden Semester durcharbeiten musste, mit dick Überstunden, da ich nur 4 Wochen arbeiten konnte (restliche Zeit war noch mit Praktika und Klausuren voll). Mittlerweile geht das echt leicht an die Substanz mittlerweile.

Wenn ich mir dann überlege, dass ich so mir nichts dir nichts 100€/Monat mehr haben könnte, ist das aber wirklich deprimierend.

Man muss sich mal vor Augen führen, dass viele Studenten unterhalb von Hartz 4 leben, und in unserem Studiengang sind wir alles in allem (mit Arbeit in den Sem-Ferien) von einer 40h-Woche nicht wirklich weit entfernt sind, und das ohne Krankfeier-Möglichkeiten, Sozialversicherung oder ähnliches.

CYP21B
06.06.2008, 10:02
Ja, was sind denn die Gründe ?! Das ist was mir unklar ist. Wenn jemand WIRKLICH ne arme Socke ist sind mir bis dato (lasse mich gern belehren) keine Gründe bekannt, dass er kein Geld bekommt.
Das ist ganz einfach. Wenn du nicht gleich einen Medizinplatz bekommst aber auch nicht warten kannst und etwas anderes anfängst dann aber doch noch etwas später einen Platz bekommst dann ists nichts mehr mit Bafög.


Ersteres: Schulden sind nicht gleich Schulden. Letztendlich kann das Kind ja auch nix dafür was die Eltern machen. Aber wie schon gesagt lassen sich drastische Einkommensänderungen sehr wohl bei BaFöG angeben und berücksichtigen.
Und ein Fachwechsel ist eine legitime Sache und immerhin bis zum 3. Semester grundlos durchführbar, danach mit Begründung (wobei als Begründung auch Überforderung zählt). Ich schätze, dass man nach dem 4. Semester eh wissen sollte ob es passt oder nicht...Bezügliche dem Fachwechsel siehe oben. In nicht-NC-Fächern mag das ja anders sein.


Als meines Wissens gibt es zumindest hier auch nebst BaFöG Studienkredite u.a., die man ganz zurückzahlen muss, aber eben auch als nicht BaFöG-berechtigter kriegen kann.
Sicher könnte man sich einen Kredit holen. Man kommt dann aber gleich auf ganz andere Summen die man zurückzahlen muss da es eben nicht nur die Hälfte und die Deckelung mit 10000€ ist. Außerdem gibt es nicht unerhebliche Zinsen darauf. Das ist eine absolute Notlösung! Das als non plus ultra anzupreisen ist nicht fair.


Du kannst dir in den Semesterferien einen Job in deiner Heimatstadt suchen...und es gibt sehr wohl Jobs, die nur fürs Wochenende, oder nur für die Semesterferien sind.....letztendlich lässt es sich aber auch während des Semesters arbeiten!
Die kriegst maximal einen Job in den Semesterferien, den ich auch habe. Du wirst aber weder in der Uni- noch in der Heimatstadt einen Job finden bei dem du dann die Hälfte des Jahres vielleicht 2* die Woche ein paar Stunden etwas arbeitest. Das ist einfach nicht drinnen. Möglich ist dann nur Aushilfe für ein paar Wochen in den Ferien. Wenn die jedoch mit Praktikum belegt sind schaut es ziemlich mau aus. Du hast es da wesentlich einfacher weil du in der selben Stadt richtig wohnst in der du auch studierst!


Studiengebühren sollten ja nicht nur dafür drauf gehen... ;-)
Es wäre wohl oft noch als positiv zu werten, wenn die Gebühren so eingesetzt würden. Oft sind die Verwendungszwecke einfach nur schwachs...... Und ganz ehrlich von zusätzlichen Tutorien etc. kannst du wohl nur träumen. Sonst kommen gleich wieder die Kläger und klagen auf dieser Grundlage wieder ein paar Plätze mehr ein. Dann würden mit meinen Studiengebühren also noch Kläger unterstützt das wäre wirklich die Höhe


Ich finde einfach irgendwie, dass hier eine seltsame Haltung gegenüber zusätzlichen Arbeitens ist und das irgendwie versucht wird auf Studigebühren, BaFöG-Regelungen oder so zu schieben....Ich möchte nicht sagen, dass da nicht auch vieles falsch läuft, aber genau so liegt es auch an einem selbst!
Ich bin auch nicht unbedingt ein Einzelfall....ne Freundin bekommt 100 Euro BaFöG, aber schafft es auch sich ihr Privatstudium (500 Euro im Monat) zu finanzieren. Indem sie arbeiten geht!
Und nein, ganz so blauäugig bin ich nicht. Ich erlebe es nur einfach auch selbst...
Was ich vielleicht falsch sehe ist, dass ich oft denke, dass Leute gar nicht richtig einschätzen wieviel Geld sie haben. Bekannte haben das 2fache von mir und denken sie wären arm und meckern, dass sie doch kein BaFöG bekommen und so schlecht dran wären.....das geht mir einfach gegen die Hutschnur...deswegen bin ich da sehr stur! ;)
Erstens hast du mit dem Bafög schon eine sichere Basis. Mit dem Geld alleine wären viele die über die Studiengebühren meckern schön glücklich. Wenn du dir dann die erlaubten 400€ dazu verdienst dann hast du echt viel Geld zur Verfügung. Wenn man jetzt allerdings kein Bafög bekommt hat man die 400€-Grenze indirekt auch. Und dann erklär mir bitte einmal wie man von 400€ leben, studieren und dann noch 80€ abdrücken soll? Bei dir machen die 80€ vielleicht ein zehntel aus, bei anderen ist das ein ganz anderer Prozentsatz!

PS bei mir gibt es zum Glück noch keine Studiengebühren.

thinker
06.06.2008, 18:37
Das ist ganz einfach. Wenn du nicht gleich einen Medizinplatz bekommst aber auch nicht warten kannst und etwas anderes anfängst dann aber doch noch etwas später einen Platz bekommst dann ists nichts mehr mit Bafög.
Das weiß man aber vorher und sorry, aber ich bin auch der Meinung, dass man BaFöG nicht x-beliebig dauernd verteilen kann. 1 Fachwechsel ist okay (und funktioniert i.d.R. ja auch), aber irgendwann ist auch mal gut.



Sicher könnte man sich einen Kredit holen. Man kommt dann aber gleich auf ganz andere Summen die man zurückzahlen muss da es eben nicht nur die Hälfte und die Deckelung mit 10000€ ist.
Ich bezog mich hier viel mehr auf Lasse, der doch meinte, dass er das gerne alles cent-genau zurückzahlen würde, aber eben nur diese Czhance gerne hätte einen Kredit zu bekommen....und als "Das als non plus ultra anzupreisen ist nicht fair" habe ich auch gar nicht beabsichtigt.



Die kriegst maximal einen Job in den Semesterferien, den ich auch habe.
Also mein Job ist das ganze Jahr über....aber wir haben auch Leute, die nur alle paar Wochenenden mal oder eben nur in den Semesterferien arbeiten (ist eine Tankstelle, falls du Interesse hast ;)). Das ist sehr wohl möglich.


Du hast es da wesentlich einfacher weil du in der selben Stadt richtig wohnst in der du auch studierst!
Also ich habe ein halbes Jahr auch woanders studiert und bin gependelt! D.h. abends bis 6 Uni um 20 Uhr frühestens zu Haus, dann nochmal bis 23uhr arbeiten und morgens um 4:30Uhr bin ich wieder aufgestanden! Also sag mir nicht, dass ich es so einfach hätte!
Es ist möglich. Wer was anderes sagt muss zu faul sein! Es gibt doch übermäßig viele Jobs auch für Studenten, die ja oft auch eben nur für die Semesterferien sind.....ich finde diese Argumentation nahezu erschreckend, dass du sagst, dass du keine andere Wahl hast als unter niederen Bedingungen zu leben, weil BaFöG ja so gemein ist und dich hungern lässt, weil du ja nicht mal einen Job haben kannst. Klingt gemeiner/überspitzter als es soll, aber so einfach gehts ja mal nicht.....



Es wäre wohl oft noch als positiv zu werten, wenn die Gebühren so eingesetzt würden. Oft sind die Verwendungszwecke einfach nur schwachs...... Und ganz ehrlich von zusätzlichen Tutorien etc. kannst du wohl nur träumen.
1. Klar werden die Studigebühren nicht immer optimal eingesetzt. Das wäre eben der PASSENDE Ansatzpunkt und nicht BaFöG oder kein BaFöG....wobei hier in Köln zumindest sogar das Präpbesteck und was dazu gehört gestellt wird!
2. Hier gibt es auch allgemeine Tutorien, Chemie- und Physiktutorien, Kompetenzfeld-Tutorien....Mentorenprogramme...



Wenn man jetzt allerdings kein Bafög bekommt hat man die 400€-Grenze indirekt auch. Und dann erklär mir bitte einmal wie man von 400€ leben, studieren und dann noch 80€ abdrücken soll? Bei dir machen die 80€ vielleicht ein zehntel aus, bei anderen ist das ein ganz anderer Prozentsatz!
Wie gesagt, hier denke ich anders. M.M.n ist es meistens so, dass diejenigen, die BaFöG bekommen es brauchen und die, die es nicht bekommen es auch nicht brauchen, d.h. Geld im Elternhaus da ist um das Kind zu unterstützen. Ich gehe dann jetzt vom Normalfall aus und nicht von der 30jährigen Studienbeginnerin. D.h. im Normalfall kommen zu den 400 Euro eben noch das Kindergeld (~150) und dann meinetwegen noch 100 - 200 Euro von den Eltern...dann bist du locker bei dem was ich an BaFöG bekomme und nebenher verdiene...
Mal so nebenbei: Ich führe kein Luxusleben und auch bei mir machen 80 Euro ganz ganz sicher was aus! Ich habe nämlich eben kein Elternhaus was mir notfalls das Geld leihen kann. Wenn ich es nicht habe werde ich eben exmatrikuliert. So ******* sieht es dann nämlich aus bei mir!

Sorry nochmal für eine gewisse Gereiztheit, aber ich habe wirklich schon sowas gehört wie "Gemein, du kriegst BaFöG geschenkt und ich nicht"....da kann ich nur sagen "Sei doch froh. Du kriegst von Mami und Papi alles in den H**** geschoben"..Also leider waren das nämlich auch so Leute...ich würde auch lieber auf BaFöG verzichten! :-keks :-D

dumbo
06.06.2008, 19:38
Also meiner Meinung ist, Studiengebühren sind ein Schritt in die komplett falsche Richtung und gehören verboten ! Die einzige Form, wie ich mir vorstellen könnte, daß Akademiker für ihr i.d.R. besseres Einkommen zurückgeben, wäre eine Akademikersteuer zusätzlich zur Einkommenssteuer, die alle zu entrichten hätten, die an einer deutschen Hochschule einen Abschluss gemacht haben. Diese Steuer müsste auch nicht so hoch sein, da es ja viel mehr Leute gibt, die schon einen Abschluss haben als gerade studieren. Ganz nebenbei bemerkt können Nicht-Akademiker schon viel früher Geld verdienen und manchmal sogar mehr als Akademiker ! Deswegen fand ich diese Neiddiskussion als es um Einführung der Studiengebühren ging zum kotzen.
Und thinker, du wirst auch noch sehen, daß das Leben nicht immer gerade verläuft, und hinter her andere Leute kommen, die dich dann fragen werden: Aber wenn du das nicht so und so gemacht hättest, dann würdest du jetzt auch keine Probleme haben...hätte, hätte, hätte. Hinterher ist man immer schlauer. Immer vom "Normalfall" auszugehen ignoriert mindestens ein Drittel aller Fälle, wenn du die Normalverteilung kennst weißt du was ich meine.
Klar hätte man vor dem Studium nichts anderes machen brauchen, klar hätte man nicht zu lange in der Vorklinik bleiben dürfen, klar hätten die Eltern sich nicht verschulden müssen...der Teufel steckt oft im Detail. Da machst du es dir sehr leicht, wenn du dann behauptest: ihr bekommt kein befög, also seid ihr selber schuld...so einfach ist das nicht.

Inelein
06.06.2008, 19:57
Es ist eben nicht alles so einfach. Nicht jeder mit "reichen" Eltern profitiert auch von deren Geld. Als Beispiel eine gute Freundin von mir, die im Winter mit dem studieren anfangen will:
Eltern haben ein durchaus akzeptables Einkommen, sie ist nicht bafögberechtigt. Eigentlich müsste also alles gut sein, aber nein, ihre Eltern machen sichs ganz einfach. Entweder studiert sie genau das was sie wollen und wo sie wollen (natürlich in Heimatnähe und damit schön unter Kontrolle), oder sie bekommt kein Geld. Ganz klasse. Sie darf also wenn sie sich durchsetzt nur den erlaubten Studentensatz dazuverdienen + Kindergeld. Wird ganz schön knapp. Dazu kommt noch, dass sie eigentlich einen Modelllehramtsstudiengang machen will, bei dem die Stundenzahl höher ist als normal. Und nicht jeder kommt mit 5 Stunden Schlaf über einen längeren Zeitraum aus, thinker ;-) .
Die andere Möglichkeit ist, sie macht das was ihre Eltern wollen, und zwar auf jeden Fall noch die nächsten paar Jahre. Ganz super, einfach die ganzen Wünsche über den Haufen zu werfen (ich sag nur goldener Käfig), wg. Geldproblemen.
Natürlich könnte sie ihre Eltern auch verklagen. Aber jetzt mal ehrlich, egal wieviele Meinungsverschiedenheiten etc. man mit seinen Eltern hat, wer würde soweit gehen diese zu verklagen und damit einen gar nicht mehr rückgängig zu machenden Bruch herbeizuführen?
Ohne Studiengebühren würde sie auf jeden Fall ihr Ding durchziehen. Jetzt kommen aber auch noch die dazu, sie hat nicht nur kaum Geld zum Leben, sondern häuft auch noch Schulden an, und das macht nicht nur depressiv, sondern bringt sie momentan auch soweit, dass sie sich ihren Eltern unterordnen will.
Ganz super unser System, klar ist das kein alltäglicher Fall, aber ich kenne noch viele Abwandlungen davon, oder Konstellationen wo genau das Zünglein Studiengebühren an der Waage den Ausschlag contra Studium bzw. für den schlechteren Weg gegeben hat.

CYP21B
06.06.2008, 21:04
Das weiß man aber vorher und sorry, aber ich bin auch der Meinung, dass man BaFöG nicht x-beliebig dauernd verteilen kann. 1 Fachwechsel ist okay (und funktioniert i.d.R. ja auch), aber irgendwann ist auch mal gut.


Ich bezog mich hier viel mehr auf Lasse, der doch meinte, dass er das gerne alles cent-genau zurückzahlen würde, aber eben nur diese Czhance gerne hätte einen Kredit zu bekommen....und als "Das als non plus ultra anzupreisen ist nicht fair" habe ich auch gar nicht beabsichtigt.


Also mein Job ist das ganze Jahr über....aber wir haben auch Leute, die nur alle paar Wochenenden mal oder eben nur in den Semesterferien arbeiten (ist eine Tankstelle, falls du Interesse hast ;)). Das ist sehr wohl möglich.


Also ich habe ein halbes Jahr auch woanders studiert und bin gependelt! D.h. abends bis 6 Uni um 20 Uhr frühestens zu Haus, dann nochmal bis 23uhr arbeiten und morgens um 4:30Uhr bin ich wieder aufgestanden! Also sag mir nicht, dass ich es so einfach hätte!
Es ist möglich. Wer was anderes sagt muss zu faul sein! Es gibt doch übermäßig viele Jobs auch für Studenten, die ja oft auch eben nur für die Semesterferien sind.....ich finde diese Argumentation nahezu erschreckend, dass du sagst, dass du keine andere Wahl hast als unter niederen Bedingungen zu leben, weil BaFöG ja so gemein ist und dich hungern lässt, weil du ja nicht mal einen Job haben kannst. Klingt gemeiner/überspitzter als es soll, aber so einfach gehts ja mal nicht.....


1. Klar werden die Studigebühren nicht immer optimal eingesetzt. Das wäre eben der PASSENDE Ansatzpunkt und nicht BaFöG oder kein BaFöG....wobei hier in Köln zumindest sogar das Präpbesteck und was dazu gehört gestellt wird!
2. Hier gibt es auch allgemeine Tutorien, Chemie- und Physiktutorien, Kompetenzfeld-Tutorien....Mentorenprogramme...


Wie gesagt, hier denke ich anders. M.M.n ist es meistens so, dass diejenigen, die BaFöG bekommen es brauchen und die, die es nicht bekommen es auch nicht brauchen, d.h. Geld im Elternhaus da ist um das Kind zu unterstützen. Ich gehe dann jetzt vom Normalfall aus und nicht von der 30jährigen Studienbeginnerin. D.h. im Normalfall kommen zu den 400 Euro eben noch das Kindergeld (~150) und dann meinetwegen noch 100 - 200 Euro von den Eltern...dann bist du locker bei dem was ich an BaFöG bekomme und nebenher verdiene...
Mal so nebenbei: Ich führe kein Luxusleben und auch bei mir machen 80 Euro ganz ganz sicher was aus! Ich habe nämlich eben kein Elternhaus was mir notfalls das Geld leihen kann. Wenn ich es nicht habe werde ich eben exmatrikuliert. So ******* sieht es dann nämlich aus bei mir!

Sorry nochmal für eine gewisse Gereiztheit, aber ich habe wirklich schon sowas gehört wie "Gemein, du kriegst BaFöG geschenkt und ich nicht"....da kann ich nur sagen "Sei doch froh. Du kriegst von Mami und Papi alles in den H**** geschoben"..Also leider waren das nämlich auch so Leute...ich würde auch lieber auf BaFöG verzichten! :-keks :-D

Sorry, aber du bringst mich gerade ziemlich auf die Palme. Erstens habe ich bereits mehrmals geschrieben, dass ich in den Semesterferien immer Ferienjobs mache soweit das eben mit KPP möglich ist. Und das nicht erst seit Studienzeiten sondern schon zu Schulzeiten. Bitte unterstelle mir also nicht ich sei faul.

Ich würde nur eben gerne neben den paar Wochen Vollzeit in den Semesterferien einen Art 400€ Job machen, mit ein paar Stunden pro Woche. Das geht aber aus den Gründen die ich genannt habe nicht. Man kann ja schlecht am Semesterende sagen ok ich bin dann mal für drei Monate weg. Ist ja schön wenn es bei dir so flexible Sachen gibt ich habe so etwas noch nicht gefunden. Und das andere Problem ist wenn ich über die 400€/Monatgrenze auf das Jahr gerechnet komme mache ich extrem Miese, da dann Krankenversicherung etc. anfällt. D.h. mehr Arbeit und weniger Geld, da ich mit den Semesterferienjob schon in den Bereich komme.
Was daran das unfaire ist ist eben dass ich nicht die Summe die dem Bafög entspricht verdienen darf ohne dass es eben bei der Krankenversicherung nicht angerechnet wird.

Wenn ein Fachwechsel in der Regel funktioniert ist es ja für die für die es zutrifft super bei mir hat es jedoch nicht funktioniert. Und ich habe nicht zig andere Sachen zuvor gemacht. Ich konnte es mir lediglich nicht leisten in die Wartezeit zu gehen.

Und mit dem Kindergeld wurde dir bereits gesagt das es das bis 25 gibt, danach ist Schluss. Und ab dann musst man sich auch krankenversichern, dass macht effektiv über 200€ weniger pro Monat. Du kannst das also nicht ewig mit reinrechnen weil das auch bei dir irgendwann wegfallen wird. Oder brichst du dann ab weil das Geld nicht mehr reicht?

Ich habe nirgendwo gesagt das ich irgendjemanden der Bafög bekommt das nicht gönne, o.ä. D.h. du kannst Unterstellungen in dieser Richtung lassen. Ich habe auch nirgendwo erwähnt das es unfair ist dass ich keines bekomme. Das hat mit dem Thema rein gar nichts zutun. Du kannst nur nicht daherkommen und einfach mal so vom Hocker behaupten, dass Studiengebühren von jedem so einfach zu meistern sind und wenn sie es nicht schaffen sind sie faul. Das ist eine pure Frechheit!

PS der Verdienst meiner Eltern liegt weit unter dem für Bafög zulässigen Bereich.

LasseReinböng
06.06.2008, 22:08
@Noob

Kindergeld verlängert sich m.W. nach noch um die Zeitdauer eines absolvierten Wehr-/Zivildienstes...so war es jedenfalls bei mir.

Zu den Punkten von Thinker und anderen...werde ich morgen bei Verstand noch etwas zu schreiben.

thinker
06.06.2008, 23:02
Da machst du es dir sehr leicht, wenn du dann behauptest: ihr bekommt kein befög, also seid ihr selber schuld...so einfach ist das nicht.
Ich finde es jedoch umgekehrt, dass es sich die Leute ebenso leicht machen, die sagen, dass sie dank den Studiengebühren ja nie und nimmer studieren können (übrigens gibt es ja auch noch Bundesländer ohnr Studiengebühren und besagte Kredite..).


Und nicht jeder kommt mit 5 Stunden Schlaf über einen längeren Zeitraum aus, thinker ;-) .
Glaub mir: Ich schlafe im Normallfall fast das 3fache ;)....

Das Problem deiner Freundin ist natürlich wirklich ein Problem. Aber wie schon öfters gesagt haben Studigebühren im Prinzip einen guten Sinn und bedürfen natürlich auch noch vielen Verbesserungen, aber ich verstehe eine vehemente Ablehnung jener nicht.



Man kann ja schlecht am Semesterende sagen ok ich bin dann mal für drei Monate weg. Ist ja schön wenn es bei dir so flexible Sachen gibt ich habe so etwas noch nicht gefunden.
Ja, aber prinzipiell gibt es sowas. Wollte nur mal klarstellen, dass dein anfangs genanntes "sowas geht nicht" (sinngemäß) nicht unbedingt der Praxis entspricht.


Und das andere Problem ist wenn ich über die 400€/Monatgrenze auf das Jahr gerechnet komme mache ich extrem Miese, da dann Krankenversicherung etc. anfällt. D.h. mehr Arbeit und weniger Geld, da ich mit den Semesterferienjob schon in den Bereich komme. Ja das stimmt schon. Ist ja bei mir auch, aber 400 Euro zusätzlich im Monat sind ja doch eine große Stange Geld.


Und mit dem Kindergeld wurde dir bereits gesagt das es das bis 25 gibt, danach ist Schluss[...]Du kannst das also nicht ewig mit reinrechnen weil das auch bei dir irgendwann wegfallen wird. Oder brichst du dann ab weil das Geld nicht mehr reicht?
Ja wie auch ebenfalls schon gesagt: Ich habe ja da vom Studienanfänger nach dem Abi geschrieben. Mir ist klar, dass das Kindergeld nicht ewig bezahlt wird. Was ich dann mache ? Mir eine billigere Bleibe suchen, weniger ausgeben , einen Studikredit für die Gebühren aufnehmen....


Du kannst nur nicht daherkommen und einfach mal so vom Hocker behaupten, dass Studiengebühren von jedem so einfach zu meistern sind und wenn sie es nicht schaffen sind sie faul.
Ne, das stimmt. Das kann man nicht einfach so behaupten. Wie gesagt ich bin ja selbst in der Situation die nicht einfach locker bezahlen zu können. Jedoch sind sie in den seltesten Fällen doch ein absolutes Studienhindernis. Und ich bin ja auch nicht der, der die BaFöG-Diskussion angetreten hat. Meine Anfangsintention war nur zu sagen, dass eben nicht jeder wer weiß wie lang und ohne Grund und was auch immer BaFöG-Anspruch hat und das doch auch verständlicherweise (oder nicht ?)....aber es letztendlich auch doch zu meistern ist die Gebühren zu zahlen.



PS der Verdienst meiner Eltern liegt weit unter dem für Bafög zulässigen Bereich.
Und du bekommst kein BaFöG oder wie ? Darf man fragen aus welchem Grund es dann abgelehnt wurde (bzw. wenn du beantragt hast)?

dreaming
06.06.2008, 23:27
kurz zu dem Bafög... es gibt auch Eltern die knapp über der "Lohngrenze" von dem Bafög sind. Wo dann nicht einfach so mal eben 400€ im Monat für das Kind locker gemacht werden können, aber es trotzdem kein Bafög gibt. Klar irgendwo muss eine Grenze gezogen werden.
Aber wo sollen die denn nun die 400€ her bekommen pro Monat? Jobben während dem Studium, klar funktioniert irgendwie und dann in den Semesterferien so richtig ranklotzen und durcharbeiten. Und am Ende des Monats hält die Krankenkasse ihre Hände auf. Na super... Denn, wenn du mehr als zwei Monate am Stück arbeitest muss du dich selbst versichern. Und ich find das nicht grad wenig. Und dann noch jeden Monat 80€ Studiengebühren...

Da bin ich froh, dass ich mir das schon vorher zusammen sparen kann durchs Arbeiten und Ausbildung. Dann is wenigstens die Gebührensorge nicht mehr da. Jetzt muss ich nur noch schauen, wie ich mein Leben während des Studiums finanzieren kann (Bafög gibts nicht mehr und Kindergeld auch nicht). Aber hey: Mediziner haben ja kein Leben ;-) (hab ich so gehört) na das trifft sich doch super.


Ich bin nicht komplett gegen die Studiengebühren, aber wenn sie schon eingesetzt werden, dann doch bitte vernünftig und wirklich lehreverbessernd. Im Moment kann ich davon noch nix sehen! Zum Glück sind da meine Studiengebühren noch nicht mit drin verbraten. Sonst wär ich echt sauer!

CYP21B
06.06.2008, 23:42
Ich finde es jedoch umgekehrt, dass es sich die Leute ebenso leicht machen, die sagen, dass sie dank den Studiengebühren ja nie und nimmer studieren können (übrigens gibt es ja auch noch Bundesländer ohnr Studiengebühren und besagte Kredite..).
Sicherlich kann man im Notfall einen Kredit beantragen. Für viele ist das aber ein großes Risiko. Was macht man z.B. wenn man das Studium vermasselt? Dann hat man Schulden und keine Ausbildung. Ist zwar nicht gerade eine optimistische Denkweise, aber dürfte wohl bei einigen so vorkommen.
Den Studienort kann man sich je nach DN und NC nur bedingt aussuchen.



Glaub mir: Ich schlafe im Normallfall fast das 3fache ;)....

Das Problem deiner Freundin ist natürlich wirklich ein Problem. Aber wie schon öfters gesagt haben Studigebühren im Prinzip einen guten Sinn und bedürfen natürlich auch noch vielen Verbesserungen, aber ich verstehe eine vehemente Ablehnung jener nicht.
Die Studiengebühren in der jetzigen Form sind nur der Gipfel des Eisbergs. Im Prinzip wird es doch darauf hinauslaufen, dass die Gebühren sich mit der Zeit immer mehr steigern. Wenn man etwas gegen Langzeitstudenten hätte unternehmen wollen dann hätte man ja gezielt an den Langzeitstudiengebühren drehen können. Bisher kommt in den wenigsten Fällen etwas von den Gebühren sinnvoll an. Alleine mit dem Verwaltungsaufwand wird immer viel zuviel Geld davon verschwendet. Ich sehe einfach keine positiven Sinn an den Gebühren.


Ja, aber prinzipiell gibt es sowas. Wollte nur mal klarstellen, dass dein anfangs genanntes "sowas geht nicht" (sinngemäß) nicht unbedingt der Praxis entspricht.
Wenn man so einen Job findet ist es wohl ein ziemlicher Glückstreffer.


Ja das stimmt schon. Ist ja bei mir auch, aber 400 Euro zusätzlich im Monat sind ja doch eine große Stange Geld. Ich glaube das hast du immer noch nicht ganz verstanden. Bei dir sind die 400€ zusätzlich zum Bafög und KiGeld. Bei mir sind sie zusätzlich zu KiGeld und nicht zusätzlich zu vorherigen 400€ oder so. Und davon muss ich noch schauen etwas für die Zeit nach KiGeld und Familienversicherung zu sparen.


Ja wie auch ebenfalls schon gesagt: Ich habe ja da vom Studienanfänger nach dem Abi geschrieben. Mir ist klar, dass das Kindergeld nicht ewig bezahlt wird. Was ich dann mache ? Mir eine billigere Bleibe suchen, weniger ausgeben , einen Studikredit für die Gebühren aufnehmen.... Das ist doch aber schon etwas blauäugig. Es hilft ja nichts wenn ich die Zeit bis 25 finanziert kriege das Ganze dann aber an dem Wegfall des KiGeld etc. scheitert. Billigere Bleibe geht bei mir kaum, weniger ausgeben auch nicht, sicher keine 200€ weniger. Was hättest du gemacht wenn du wenn dein Wechsel nicht geklappt hätte die zwei Semester verloren hättest von denen du mal gesprochen hast? Dann wäre das mit dem Bafög sicher auch heikel geworden. Und dann hättest du die 80€ sicher auch verflucht.[/quote]


Ne, das stimmt. Das kann man nicht einfach so behaupten. Wie gesagt ich bin ja selbst in der Situation die nicht einfach locker bezahlen zu können. Jedoch sind sie in den seltesten Fällen doch ein absolutes Studienhindernis. Und ich bin ja auch nicht der, der die BaFöG-Diskussion angetreten hat. Meine Anfangsintention war nur zu sagen, dass eben nicht jeder wer weiß wie lang und ohne Grund und was auch immer BaFöG-Anspruch hat und das doch auch verständlicherweise (oder nicht ?)....aber es letztendlich auch doch zu meistern ist die Gebühren zu zahlen. Wie schon gesagt, ich habe nirgends zur Diskussion gestellt ob mir oder anderen die es nicht bekommen Bafög zusteht. Du kannst nur nicht Bafög als unterstes Limit rechnen und dann alles nach dem Standard Bafög auslegen. Es gibt sicher nicht wenige Leute, die dafür schuften müssen um an die Hälfte von dem das du insgesamt hast zu kommen. Von daher kannst du nicht einfach herkommen und behaupten Studiengebühren sind schon nicht so schlimm, wenn ich es schaffe muss es jeder schaffen sonst ist er faul.



Und du bekommst kein BaFöG oder wie ? Darf man fragen aus welchem Grund es dann abgelehnt wurde (bzw. wenn du beantragt hast)?
Ich hatte direkt nach dem Abi keine Platz bekommen und dann etwas anderes angefangen, dann aber doch gewechselt als ich doch noch über ein AdH einen Platz bekommen habe. Für Bafög war der Wechsel aber etwas zu spät. Von vorneherein auf Wartezeit setzen war nicht möglich und außerdem hat man als Frau dann ja auch eine biologische Uhr.

CYP21B
06.06.2008, 23:51
@Noob

Kindergeld verlängert sich m.W. nach noch um die Zeitdauer eines absolvierten Wehr-/Zivildienstes...so war es jedenfalls bei mir.

Zu den Punkten von Thinker und anderen...werde ich morgen bei Verstand noch etwas zu schreiben.

Stimmt. Kommt aber vermutlich für mehr als 50% nicht infrage, da falsches Geschlecht oder ausgemustert. Das mit der Verlängerung ist wohl aus dem Grund dass man durch Zivi/Wehrdienst keine Nachteil im Bezug auf KiGeld hat da man während dieser Zeit kein KiGeld bekommt oder?

Das durchschnittliche Alter bei Studienbeginn war bei uns 22. D.h. ein Großteil der Studenten bekommt über einen nicht unerheblichen Zeitraum kein Kindergeld mehr. Und selbst wenn man mit 19 anfängt geht man am Ende für eine gewisse Zeit dann leer aus. Von den Wartezeitlern einmal ganz zu schweigen.