Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Schwangerschaft und Vertragsunterzeichnung für Chirurgiestelle
Sebastian1
11.07.2008, 10:30
Ich frage mich, wie Du durch die betriebsärztliche Untersuchung kommen willst? Mein Arbeitsvertrag war damals vorbehaltlich der medizinischen Eignung, sprich ich glaube nicht, dass Du das länger als eine Woche verheimlichen kannst.
Wenn wir mal davon ausgehen, dass sie es selbst erst so kurz weiss, dann kann man wohl auch relativ sicher davon ausgehen, dass es sich um eine noch frühe Schwangerschaft handelt. Einen ßHCG wird die Arbeitsmedizin nicht ohne Zustimmung machen. Zumal die Einstellungsuntersuchung auch erst nach Vertragsunterzeichnung stattfindet, womit dann wieder das Kündigungsverbot gilt. Soweit ich weiss auch trotz Probezeit, aber das nur unetr Vorbehalt, ich weiss nicht, welches Rechtsgut da höher wiegt.
Und eine Schwangerschaft ist keine Einschränkung der gesundheitlichen Eignung.
Insgesamt schliesse ich mich der Meinung an, dass man mit "ehrlich währt am längsten" generell besser fährt (es seie denn, man hat einen von diesen unsäglichen Chefs, die Frauen nur einstellen, wenn sie Ihren Uterus im Glas mitbringen, aber so hörte sich das bei dir ja jetzt nicht an).
Wie auch immer, alles gute wünsch ich :-) Und berichte mal, was draus geworden ist.
Moorhühnchen
11.07.2008, 10:58
Ich freu mich für Dich! Herzlichen Glückwunsch zu der Stelle und auch zum Mut, den Du bewiesen hast.... ich hätte wahrscheinlich länger überlegen müssen, da ich in letzter Zeit (und vor allem im PJ) öfter festgestellt habe, daß ehrlich eben nicht immer am längsten währt!! Schön, daß es doch noch Chefs gibt, die das anders sehen!
Alles Gute für die Zukunft!!!!!!!! :-winky
Madam Pince
11.07.2008, 11:50
... Zumal die Einstellungsuntersuchung auch erst nach Vertragsunterzeichnung stattfindet, womit dann wieder das Kündigungsverbot gilt. Soweit ich weiss auch trotz Probezeit, aber das nur unetr Vorbehalt, ich weiss nicht, welches Rechtsgut da höher wiegt.
Der Mutterschutz. Blöd für einen Arbeitgeber der wirklich nicht wegen der Schwangerschaft kündigen will sondern z.B. weil die Neue nix kann oder nicht ins Team passt. Aber halt schlecht anders zu lösen, wenn Probezeit vor Mutterschutz ginge gäbs auch wieder genug Arbeitgeber die das ausnutzen *seufz*
Manche Arbeitgeber machen deshalb prinzipiell erstmal einen Zeitvertrag über die Probezeit und bieten danach eine Verlängerung an (oder halt auch nicht). Ich vermute mal bei Ärzten ist der Arbeitsmarkt aber gerade so dass Arbeitgeber sich derartige Spielchen nicht leisten können.
Also ich freu mich für dich.Find ich toll das es solche Chefs gibt.In dem Krankenhaus wo ich Pj gemacht hab , hätte der Chef sofort abgelehnt.Ist echt ne seltenheit.Alles Gute im neuen Job und natürlich für die Schwangerschaft :-winky
super:-top!
vor allem sehr sehr mutig!
da kann ich nur gratulieren! :-)
redsonja
01.05.2010, 14:05
Mensch was habt ihr denn für tolle Chefs! Ich habs meinem eine Woche vor Stellenantritt gesagt und er war sehr nett, sagte daß das schon irgendwie klappt unter den Kollegen mit den Diensten- ich hatte nämlich ein furchtbar schlechtes Gewissen weil man mit einer Vollzeitkraft gerechnet hat und nun kam eine die keine Dienste machen kann.....Jedenfalls wurde ich trotz der Schwangerschaft ran genommen,von wegen Stunden kürzen und so. Ich mußte in die Ambulanz, wo ich auch 3 Monate blieb, mußte die ganzen Aufnahmen machen und die Notfälle ohne blutende Verletzungen. Wenn die Stationsarbeit erledigt war durften meine Kollegen auch früher nach Hause, während der Depp in der Ambulanz länger bleiben mußte bis der diensthabende endlich übernehmen konnte. Ich mußte wegen vorzeitigen Wehen 4 Wochen vor dem Beginn des Mutterschutzes pausieren. Und jetz zum Ende der Elternzeit wird von mir erwartet, wieder voll zu arbeiten. Es gibt keine KiTa, keine andere Möglichkeit der Betreuung als Tagesmutter, mein Freund arbeitet auch im Schichtdienst und kann keine 2 Monate EZ nehmen weil er auf einen unbefristeten Vertrag hofft. Ich komm damit nicht klar, meine Maus 5 Tage die Woche min. 9h bei jemanden abzugeben, egal wie nett diese Person ist. Und wie sollen wir das organisieren mit den Diensten??? Ich fühle mich wie in einer Sackgasse.....
Wenn Du damit nicht leben kannst, dann tu es auch nicht. Du wirst jeden elenden Tag ein schlechtes Gewissen haben. Ich würde versuchen, die Stunden zu reduzieren (hast Du darauf nicht gesetzlichen Anspruch?), oder notfalls meine Elternzeit nochmal verlängern. Diese Tatsache, daß man ein so kleines Kind für so viele Stunden jeden Tag abgeben soll, hindert mich daran, ein weiteres Kind zu bekommen. Ich könnte damit auch nicht leben und eine richtig gute Idee außer den beiden genannten habe ich dazu auch leider nicht. Im Studium war das mit dem Kinderkriegen kein Problem. Im Job sieht das leider ganz anders aus.
Ich hoffe, daß Du einen guten Weg für Dich und für Euch findest.
Kackbratze
02.05.2010, 11:26
Und es gibt noch eine Möglichkeit:
man kann auch kündigen
Das ist zwar ein gewaltiger Schnitt, ist aber vielleicht auch eine Möglichkeit, sicher aus einer solchen (meiner Meinung nach bedrückenden) Situation zu entkommen.
Und wenn tatsächlich Assistentenmangel besteht, kann man ja wieder einen neuen Arbeitsvertrag unterschreiben, allerdings zu den Bedingungen, die man selber will.
:-meinung
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