Anmelden

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Welche berufl. Möglichk. als Mediziner



Seiten : 1 2 3 4 5 [6]

Ehemaliger User 20130505
16.08.2008, 20:24
Back To Topic
Die Auswahl an Möglichkeiten ist echt gerade nicht schmal. Ausserdem ist das ein ausbaubedürftiger Bereich, sodass sich die Situation - insbesondere in der kurative Medizin - in der Zukunft entscheidend verändern wird. Alleine aus dem Grund des Ärztemangels... Und genau darum geht es in diesem Thread. :-)) Ich habe mich zwar gestern schon dazu geäußert, aber ich wiederhole es gerne:


Erst wenn genügend Ärzte ins Ausland, in alternative Berufsfelder oder in Pension gegangen sein werden, wird es hierzulande Ärztegehälter nach Deinen Vorstellungen (bzw. denen des MB ;-) )geben.

Anders gesagt:

Erst wenn die Ärzte- und Bettendichte in Deutschland auf britisches Niveau gesunken sein wird, werden die Ärztegehälter hierzulande auf britisches Niveau steigen:
Dann wird es hier für jeden Hausarzt ein Einkommen auf britischem GP-Niveau und für jeden Facharzt ein Einkommen auf britischem Consultant-Niveau geben.

Gruß an den MB und schönen Abend noch. :-)

Nautila
16.08.2008, 20:39
*reinschleich*
Ergänzend zum OffTopic:



Ein Uni-Studienfach "Medizintechnik" gibt es meines Wissens nicht. Ich bin "normaler Dipl-Phys., arbeite gerade an meiner Diss. und möchte danach in die Industrie im Bereich Entwicklung von Medizingeräten gehen. .

Nicht ganz richtig.

Medizintechnik gibt es an Fachhochschulen. Technische FH Berlin, FH Münster, FH Gelsenkirchen etc.

Manchmal heisst es direkt Medizintechnik, manchmal Physikalische Technik mit Fachrichtung Biomedizinischer Technik oder Medizintechnik.

Die Inhalte sind ähnlich, die Benennungen und Voraussetzungen sind unterschiedlich.

Allerdings gibt es meiner Kenntnis nach in der speziellen Medizintechnik nur zwei Gebiete: Genforschung und Bildgebung (Orthopädietechnik ist da etwas spezieller, da braucht man auch eine abgeschlossene Ausbildung für das Studium).

*duck und rausschleich*

zweistein
16.08.2008, 20:47
Medizintechnik gibt es an Fachhochschulen. Technische FH Berlin, FH Münster, FH Gelsenkirchen etc.

Deshalb hatte ich geschrieben, ein Uni-Studienfach "Medizintechnik" gäbe es meines Wissens nicht. Bin mir da aber nicht sicher. An Fachhochschulen kann ich mir das schon vorstellen. (Kenne mich da aber nicht aus.)
.

astrophys
16.08.2008, 21:05
dat wusste ich auch, meine Frage darauf bezogen, wie das mit der Spezialisierung - in deinem Fall Medizintechnik - zustande kommt. Normalerweise gibt es ja in der Physik keine Spez. soweit ich weiss.


Oh, in der Physik gibt es Haufenweise Spezialisierungen. Medizinphysik gibt es z.B. als Studiengang, als auch als Aufbaustudium nach einem Physikstudium.

WaWa
16.08.2008, 22:09
Ich mein', dass es Medizintechnik auch als Vertiefungsrichtung im E-Technik Studium gibt... Zumindest an manchen Unis...

Nautila
16.08.2008, 23:32
Deshalb hatte ich geschrieben, ein Uni-Studienfach "Medizintechnik" gäbe es meines Wissens nicht. Bin mir da aber nicht sicher. An Fachhochschulen kann ich mir das schon vorstellen. (Kenne mich da aber nicht aus.)
.

Ok. Obwohl der Abschluss mit Bachelor und Master mittlerweile eh äqivalent zu dem der Unis ist und man auch promovieren kann.
Allerdings wird sich das in Beschäftigungs- und Gehaltszahlen erst dann in den Statistiken niederschlagen, wenn die ersten eben auch fertig sind. Da gehen noch einige Jährchen ins Land.

Wie sieht denn bei einem Mediziner eine Weiterbildung zur Medizintechnik aus? Aufbaustudium?

zweistein
17.08.2008, 06:36
Ok. Obwohl der Abschluss mit Bachelor und Master mittlerweile eh äqivalent zu dem der Unis ist und man auch promovieren kann.
Dass im Rahmen der Umstellung von Diplomstudiengängen auf Bachelor- und Masterstudiengänge auch innerhalb der Naturwissenschaften mehr spezialisierte Studiengänge angeboten werden, habe ich gestern beim Googlen auch noch gesehen. Da sind schon ganz interessante Sachen dabei.:-top

Aber was anderes: Bin ich da total von gestern oder seit wann kann man an Fachhochschulen promovieren??? :-nix
Davon abgesehen dachte ich, Bachelor und Master seien Abschlüsse von Universitätsstudiengängen. Seit wann sind Fachhochschulabschlüsse Uniabschlüssen äquivalent? :-nix

habichnicht
17.08.2008, 08:44
Spiegel
".....Im ersten Jahr verdient ein 28-jähriger, lediger Arzt in einer öffentlichen Klinik 3070 Euro brutto pro Monat, im fünften Jahr sind es 3400 Euro......"
. Warum postest Du so gravierend falsche (veraltete) Zahlen (auch wenn sie "nur" aus einem Zitat stammen), obwohl Du von astrophys bereits einen Link zu den neuen Zahlen bekommen hattest?
(Selbst dort sind übrigens die Gehaltserhöhungen an kommunalen Krankenhäusern zum 1.4.2008 noch nicht enthalten.)

Für die meisten Krankenhäuser (es gibt leider - vor allem im Osten - auch Abweichungen nach unten) sehen die Zahlen momentan so aus:

Monatliches Gehalt ohne den Anteil für Überstunden, Bereitschaftsdienste und Pool (bei Tarifen, in denen es noch Weihnachtsgeld und sonstige Zulagen gibt, sind die Jahresgehälter auf auf 12 Monate umgerechnet):

Assistenzärzte: zwischen 3500 bis 3700 Euro (im ersten Jahr) und 4400 bis 4600 Euro (im sechsten Jahr)

Fachärzte: zwischen 4700 und 5900 Euro

Oberärzte: anfangs zwischen 5800 und 7000 Euro; danach außertarifliche Bezahlung

Leitende Oberärzte: Anfangs zwischen 6900 und 8100 Euro; später außertarifliche Bezahlung



Zum Vergleich dazu mal die Gehälter für Naturwissenschaftler und Ingenieure mit Universitätsabschluss im Öffentlichen Dienst der meisten Bundesländer (TV-L):


Alle im Öffentlichen Dienst der Länder (z. B.an Unis) angestellten Akademiker mit Ausnahme der kurativ tätigen Ärzte werden nach TV-L, Tarifgruppen E13 bis E15 bezahlt. Auch nicht kurativ tätige Ärzte werden dort übrigens nach TV-L bezahlt.


E13 (=Einstiegsentgeltgruppe für Naturwissenschaftler, Ingenieure mit Uni-Abschluss und andere Akademiker, also z. B. auch Assistenzärzte, die an der Uni überwiegend in der Forschung arbeiten)


Bei den Monatsgehältern nach TV-L (und auch nach einigen anderen Tarifverträgen) muss man berücksichtigen, dass es nach TV-L noch Sonderzahlungen (z. B. Weihnachtsgeld) gibt. Eigentlich sollte man deshalb in Vergleichen immer die Jahresgehälter nennen.

Zum Vergleich der Gehälter nach TV-L mit den Monatsgehältern nach TV-Ä gebe ich hier also noch die auf 12 Monate verteilten Jahresgehälter als "durchschnittliches Monatgehalt" an:


E13, Stufe 1:
Jahres-Brutto: 36250.00 €
durchschn. Monatsgehalt: 3020.83 €

(E13, Stufe 1 ist das Einstiegsgehalt von Akademikern - mit Ausnahme der kurativ tätigen Ärzte - im Öffentlichen Dienst der Länder.)



E13, Stufe 5:
Jahres-Brutto: 52625.00 €
durchschn. Monatsgehalt: 4385.41 €


E14 und E15 (Entgeltgruppen nach Beförderungen):

E14, Stufe 1:
Jahres-Brutto: 38902.50 €
durchschn. Monatsgehalt: 3241.87 €

E14, Stufe 5:
Jahres-Brutto: 55451.50 €
durchschn. Monatsgehalt: 4620.95 €

E15, Stufe 1:
Jahres-Brutto: 43039.75 €
durchschn. Monatsgehalt: 3586.64 €

E15, Stufe 5:
Jahres-Brutto: 60762.00 €
durchschn. Monatsgehalt: 5063.50 €



Fazit:

Die Tarifgehälter für angestellte Akademiker - mit Ausnahme kurativ tätiger Ärzte - liegen im Öffentlichen Dienst zwischen ca. 3000 Euro/ Monat und gut 5000 Euro/Monat.

Die Tarifgehälter für kurativ tätige Ärzte liegen im Öffentlichen Dienst zumindest an den meisten West-Krankenhäusern zwischen ca. 3500 Euro/ Monat und ca. 8000 Euro/Monat.


Übersicht über die Gehälter im Öffentlichen Dienst (http://oeffentlicher-dienst.info/), wobei die Zahlen der Gehälter für Ärzte an kommunalen VKA-Krankenhäusern (TV-Ä/VKA) veraltet sind. Die aktuellen Zahlen zu den Gehältern an kommunalen Krankenhäusern stehen dort (http://www.marburger-bund.de/marburgerbund/bundesverband/unsere_themen/tarifpolitik/vka/tarifrunde2008/009.php).



..Aber macht ruhig weiter mit der wertvollen Diskussion, die sich irgendwie in letzter Zeit hier häuft, obwohl doch gerade gar keine großen Tarifverhandlungen sind. ;-) :-))Nach dem Streik ist vor dem Streik. :-))

Mysterious
17.08.2008, 09:30
@habichnicht
vielen dank für deinen interessanten und weiterführenden Beitrag. Ich freue ich immer wieder eines besseren belehrt zu werden. Was ich besonders gut finde, ist, dass du deine Zahlen mit einer Quellen auch bewiesen hast. :-)

Zu den Zahlen, die ich gepostet habe, muss ich sagen, dass ich Sie ergooglet hatte. Es war ein Spiegel-Artikel und ich bin davon ausgegangen, dass er noch aktuell sei....


Edit:
Bez. des Gehaltsrechner für Ärzte hatte ich noch eine dumme Frage gehabt :-blush

Was ist die Entgeltgruppe und die Stufe und was geben sie denn an ?

astrophys
17.08.2008, 10:25
Die Entgeltgruppe gibt deine Personalverantwortung an.

Mit 50-80% Stufe 13 fängst du normalerweise an, wenn du von der Uni kommst und deinen Doktor machst.
Nach 3-5 Jahren, wenn du Dr. bist bekommst du üblicherweise 100% Stufe 13.

Wenn du eine kleine Arbeitsgruppe leitest, also ein eigenes Projekt hast, rutschst du in Stufe 14.

Wenn du mehrere Gruppen leitest, also Abteilungsleiter bist, bekommst du Stufe 15.

Die Erfahrungsstufen werden nach Betriebszugehörigkeit vergeben:
nach einem Jahr Stufe 1 steigst du in Stufe 2 auf, nach 3 Jahren in Stufe, nach 6 Jahren in Stufe 4, nach 10 Jahren in Stufe 5.

Das perfide daran ist, das deine Verträge befristet sind und du beim Wechsel in ein anderes Institut, was durchaus üblich ist, wieder bei Stufe 1 anfängst. Mittlerweile ist das aber abgeändert worden, sodass du deine Erfahrung beim Wechsel mitnehmen kannst. Diese Regelung ist aber nicht einheitlich, sodass du oft zumindest teilweise wieder zurückgestuft wirst.

Interessanterweise wurde öffentlich davon kaum Notiz genommen und als Naturwissenschaftler ist dir bewusst, dass ein Streik sowieso keinen Effekt hätte, denn wenn Wissenschaftler streiken ist das dem gemeinen Bürger auf der Strasse ziemlich schnuppe.

Ich kenne allerdings einige Kollegen, die wegen der Arbeitsbelastung und dem geringen Verdienst dann halt einfach gegangen sind.

rogerM
17.08.2008, 10:59
hallo
ich finde die diskussion mittlerweile echt albern. gehälter etc. kann man doch an angegeben links nachlesen, da der thradersteller eh noch nichma student ist ist es dioch wurscht was er an abzügen etc. hat, ändert sich bis dahin eh.
ich finds eh albern wenn jemand nicht am medizinstudium zweifelt aber bis zum erbrechen über irgendwelche gehälter oder sonstiges diskutiert. soll er doch erstmal anfangen und sich gedanken über kurse physik und m. biceps brachii machen, er wird sowieso seine eigenen erfahrungen im studium sammeln und dannach sieht die welt ganz anders aus.

grüsse

Mysterious
17.08.2008, 11:30
ich finds auch albern wenn jmd sinnloses redet :)

habichnicht
17.08.2008, 11:34
Bez. des Gehaltsrechner für Ärzte hatte ich noch eine dumme Frage gehabt

Was ist die Entgeltgruppe und die Stufe und was geben sie denn an ?Entgeltgruppen:

Ä1 = Entgeltgruppe 1 = Assistenzarzt:

Ä2 = Entgeltgruppe 2 = Facharzt

Ä3 = Entgeltgruppe 3 = Oberarzt (Ein Facharzt, dem die medizinische
Verantwortung für selbstständige Teil- oder Funktionsbereiche der
Klinik bzw. Abteilung vom Arbeitgeber ausdrücklich übertragen worden ist.)

Ä4 = Entgeltgruppe 4 = Leitender Oberarzt/Stellvertreter des Chefarzts

Die Einteilung in eine bestimmte Stufe einer Entgeltgruppe hängt davon ab, seit wieviel Jahren man in dieser Entgeltgruppe ist.

Zum Beispiel kurativ tätige Assisstenzärzte an Unikliniken:

Entgeltgruppe 1 (Ä1):

Stufe 1: im 1. Berufsjahr
Stufe 2: im 2. Jahr
Stufe 3: im 3. Jahr
Stufe 4: im 4. Jahr
Stufe 5: ab dem 5.Jahr


Oder Assistenzärzte an kommunalen Krankenhäusern:

Entgeltgruppe I (Ä1):

Stufe 1: im ersten Berufsjahr
Stufe 2: nach einjähriger ärztlicher Tätigkeit
Stufe 3: nach zweijähriger ärztlicher Tätigkeit
Stufe 4: nach dreieinhalbjähriger ärztlicher Tätigkeit
Stufe 5: nach fünfjähriger ärztlicher Tätigkeit

Mysterious
17.08.2008, 11:44
Ahhhhh okayy, i c
demzufolge verdient ein Assi in der Uniklinik mehr.

rogerM
17.08.2008, 11:49
ich finds auch albern wenn jmd sinnloses redet :)


jo alles klar forumsteilnehmer, kollege kann man dich ja noch nicht nennen. wahrscheinlich fängst du beim hausbau auch mit dem dachstuhl an.

grüsse

Mysterious
17.08.2008, 11:52
schreib mich morgen nochmal an, dann lachen wir eine Runde zusammen :-))

habichnicht
17.08.2008, 12:05
Ahhhhh okayy, i c
demzufolge verdient ein Assi in der Uniklinik mehr.Aber nur, weil er für sein Grundgehalt auch mehr arbeiten muss als ein Assi an einem kommunalen Krankenhaus.
Die Stundenlöhne sind bei beiden gleich. An Unikliniken gilt das Grundgehalt für 42 h/Woche und an kommunalen Krankenhäusern für 40 h/Woche.