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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Frage zum Präpkurs



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test
23.08.2008, 09:00
Zumindest das ist, schlichtweg falsch.

Im Übrigen hat sich doch jeder die Frage, ob er jemand treffen könnte und wie man dann wohl reagieren würde, gestellt.
Allerdings ist damit noch nichts über die Wahrscheinlichkeiten gesagt;-)


Gruß

Ich hab mir die Frage ehrlich gesagt nie gestellt.
Könnte mir aber auch vorstellen, dass man die Leute echt nicht mehr erkennt dann. Kanns aber natürlich nicht sicher sagen, weil ich bisher keinen Bekannten als fixierte Leiche gesehen habe. :-nix

Skalpella
23.08.2008, 14:48
Zu der ganzen Problematik, die hier immer wieder auftaucht, also die Frage, wie man psychisch mit dem Präppen klarkommt (also mit der Tatsache, dass man da an einem toten Menschen arbeitet), wie auch die Frage, was passiert, wenn man jemanden im Präppsaal wiedererkennt, wurde und wird bei uns sehr viel Zeit verbracht. (Bevor es in den Präppsaal ging!)
In der Regel erzählt Herr Professor Pabst (bald leider im wohlverdienten Ruhestand) wie die Körperspende zustande kommt. Kleiner Ausschnitt, nicht wörtliches, aber sinngemäßes Zitat:

"Wir können leider nur noch Körperspenden annehmen, die aus dem Stadtgebiet Hannover kommen, weil es sonst zu viele werden. Es gibt sehr viele Menschen, die ihren Körper spenden wollen. Es handelt sich in der Regel nicht um "arme Menschen" oder Menschen aus sozial schwachen Schichten. Vielmehr sind es meist persönliche Beweggründe, die zu dem Entschluss der Körperspende führen. Es wird kein Geld bezahlt. Vielmehr bitten wir mittlerweile um eine kleine Geldspende von Seiten der Angehörigen, weil das früher von den Krankenkassen bezahlte Sterbegeld, das an die Hochschule gegangen war(sic!), wegfällt. Das Budget, das somit für die Anatomie zur Aufbereitung der Leichen zur Verfügung steht, ist kleiner geworden."


Auch zur Frage des Wiedererkennens einer Leiche äusserte er sich, bevor irgendjemand den Präppsaal betreten hatte. Wiederum nicht wörtliches, aber sinngemäßes Zitat:

"Die Wahrscheinlichkeit ist eher gering, aber es könnte doch vorkommen, dass einer von ihnen eine der Leichen wiedererkennt, gerade wenn er aus Hannover kommt. Wenn dies der Fall sein sollte, also: sie erkennen jemanden, den sie kannten im Präppsaal wieder: sprechen sie uns an! Wir werden niemanden zwingen, jemanden zu präparieren, den er kennt! Diese Leiche wird auch nicht in ihrem Präppkurs verwendet werden! Wenn sie von einer ihnen bekannten Körperspende wissen, können sie es uns auch gerne schon jetzt mitteilen, dann kommt es nicht erst zum Wiedersehen im Präppsaal."

In der Regel wird das Verfahren an den anderen deutschen Medizinunis ähnlich sein. Spekulationen über sehr niedrigen sozialen Status der Körperspender sollten somit ein wenig entkräftet sein. Die Wahrscheinlichkeit, eine Leiche wiederzuerkennen ist sicherlich gegeben, aber schon eher gering :-)

king kola
23.08.2008, 15:28
ich hab hier nur quergelesen, sorry, wenn sich was wiederholt.

1. jedes anatomische institut hat einen bestimmten einzugsbereich, der soweit ich das weiß bei uns in essen in nem 50km radius liegt. die verstorbenen werden nicht quer durch deutschland gekarrt. somit wird jemand aus berlin in essen wahrscheinlich niemanden treffen, den er kennt, es sei denn er kennt jemanden aus essen.

2. das mit den armen leuten bzw. finanziellen gründen: in deutschland bekommt jeder ein begräbnis. wenn das sozialamt dafür aufkommt gibts halt nur die standartausführung in kiefer und für den blumenschmuck wird kein gewächshaus geerntet . die uni schmeißt im übrigen auch keine luxus-version.
und (mittlerweile?) muss man sogar einen nicht zu verachtenden obulus zu lebzeiten bezahlen (so um die 700 euro) womit die bestattungskosten gedeckt werden.

Medicus_bonus
25.08.2008, 20:11
Du glaubst, weil du das Studium schon hinter dir hast, stehst du über allen anderen und wehe jemand von da unten wagt es, dir zu widersprechen! Meine Fresse, komm mal von deinem hohen Ross runter!

Das ist leider bei sehr vielen Medizinern so, da gebe ich dir recht Hibbert. Das Gesetz ist die westliche Medizin, alles Andere gibt es nicht und taugt nichts. Selbst wenn ich PJler wäre und 10 mal mehr Ahnung hätte als irgend ein Oberarzt, selbst dann hätte der noch irgend eine beschissene Ausrede um sein Gesicht zu waren. Ich habe das Gefühl das sehr viele Mediziner noch nicht verstanden haben das Medizin ein miteinander ist und kein Gegeneinander und es tut keinem Weh Theorien und Methoden von anderen Medizinern aus den verschiedenen Teilen der Welt anzuschauen. Das nennt man auch über den Tellerrand schauen, nur viele trauen sich das doch gar nicht, weil man für blöd gehalten werden könnte.

Medicus_bonus
25.08.2008, 20:14
Das ist sowas von Schwachsinn.Ich habe erst letztens gelesen, dass Kinder aus der unteren Schicht (vor allem Ausländer) mittlerweile ein ziemliches gutes Abi machen.Nicht jeder Medizinstudent hat reiche Eltern.

Weiß nicht wo du das her hast, aber ich lese das anders in den Zeitungen ( ich rede nicht von Express oder Bild ).

Es ist grundsätzlich ein Fakt, dass Kinder aus unteren Schichten fast kein Abi machen und wenn sie ein Abi machen, dann ergreifen sie noch seltener das Studium und vielmehr eine Ausbildung.

Selbst Kinder aus der mittelschicht ergreifen im Verhältnis zu Kinder von Akademikern selten zu dem Studium.

Edit: Und ich möchte nun noch einen draufsetzen. Es ist für mich 10 mal besser alles zu fragen, was ich wissen möchte damit ich dann zum Studienbeginn bestens informiert bin, bevor ich planlos und mit keiner Ahnung durch die Gegend renne. Das machen heute nämlich immer mehr, sich nicht informieren und dann wie ein Ochs vor dem Berge stehen.

Coxy-Baby
25.08.2008, 20:19
Das ist leider bei sehr vielen Medizinern so, da gebe ich dir recht Hibbert. Das Gesetz ist die westliche Medizin, alles Andere gibt es nicht und taugt nichts. Selbst wenn ich PJler wäre und 10 mal mehr Ahnung hätte als irgend ein Oberarzt, selbst dann hätte der noch irgend eine beschissene Ausrede um sein Gesicht zu waren. Ich habe das Gefühl das sehr viele Mediziner noch nicht verstanden haben das Medizin ein miteinander ist und kein Gegeneinander und es tut keinem Weh Theorien und Methoden von anderen Medizinern aus den verschiedenen Teilen der Welt anzuschauen. Das nennt man auch über den Tellerrand schauen, nur viele trauen sich das doch gar nicht, weil man für blöd gehalten werden könnte.

Ohje ohje jetzt philosophieren schon die Abiturienten hier als hätten sie schon
sonst was für eine Lebenserfahrung!
Ist auch sehr sehr wahrscheinlich, daß du als PJler 10mal mehr Ahnung hast als irgendso ein dahergelaufener Oberarzt.
Wirst mal nen ganz Toller!!!!!!

A.K
25.08.2008, 20:25
es tut keinem Weh Theorien und Methoden von anderen Medizinern
ich denke darum geht es hier oftmals. ihr seit noch keine mediziner, weshalb es einige leute vermutlich ungern sehen, wenn ihr als laien über medizinische und studiennahe themen philosophiert, von denen ihr ganz trocken gesehen bestenfalls theoretische ahnung habt.
mir persönlich ist das egal, kann aber verstehen wenn einige alte medizinerhasen das nicht gerne sehen.
gruß

birko
25.08.2008, 20:45
ich denke darum geht es hier oftmals. ihr seit noch keine mediziner, weshalb es einige leute vermutlich ungern sehen, wenn ihr als laien über medizinische und studiennahe themen philosophiert, von denen ihr ganz trocken gesehen bestenfalls theoretische ahnung habt.
mir persönlich ist das egal, kann aber verstehen wenn einige alte medizinerhasen das nicht gerne sehen.
gruß

Momentan bin ich auch noch in der Situation noch kein Medizin zu studieren und befasse mich trotzdem mit allen möglichen medizinischen Dingen (Studium, Praktika usw.) und frage viel und ausführlich, was auch oftmals zu Unverständnis führt.

Auf der einen Seite sage ich mir dann, dass ich niemals irgendwelchen Praktikanten/Interessierten so vor den Kopf stoßen möchte, sollte ich mal Arzt werden.
Auf der anderen Seite kann ich auch eure Argumentation verstehen.
Ich bin gespannt wie ich später darüber denken werde....

Pharma
25.08.2008, 20:55
Weiß nicht wo du das her hast, aber ich lese das anders in den Zeitungen ( ich rede nicht von Express oder Bild ).

Es ist grundsätzlich ein Fakt, dass Kinder aus unteren Schichten fast kein Abi machen und wenn sie ein Abi machen, dann ergreifen sie noch seltener das Studium und vielmehr eine Ausbildung.

Selbst Kinder aus der mittelschicht ergreifen im Verhältnis zu Kinder von Akademikern selten zu dem Studium.

Edit: Und ich möchte nun noch einen draufsetzen. Es ist für mich 10 mal besser alles zu fragen, was ich wissen möchte damit ich dann zum Studienbeginn bestens informiert bin, bevor ich planlos und mit keiner Ahnung durch die Gegend renne. Das machen heute nämlich immer mehr, sich nicht informieren und dann wie ein Ochs vor dem Berge stehen.




Ich hab diese Info bestimmt nicht aus so einer billigen Zeitung wie Bild oder Express.Komm selbst aus der unteren Schicht (Ausländerin)und mach im Oktober mein Examen.Und alle meine Geschwister haben studiert.Und alle meine besten Freunden , die aus der unteren Schicht kommen haben Abitur gemacht.Nicht jeder aus der unteren Schicht ist zu blöd um Abi zu machen.

Pharma
25.08.2008, 21:44
ich denke darum geht es hier oftmals. ihr seit noch keine mediziner, weshalb es einige leute vermutlich ungern sehen, wenn ihr als laien über medizinische und studiennahe themen philosophiert, von denen ihr ganz trocken gesehen bestenfalls theoretische ahnung habt.
mir persönlich ist das egal, kann aber verstehen wenn einige alte medizinerhasen das nicht gerne sehen.
gruß


Ich glaube, die haben gar keine Ahnung.

ZahniVorklinik
25.08.2008, 22:10
Ich hab diese Info bestimmt nicht aus so einer billigen Zeitung wie Bild oder Express.Komm selbst aus der unteren Schicht (Ausländerin)und mach im Oktober mein Examen.Und alle meine Geschwister haben studiert.Und alle meine besten Freunden , die aus der unteren Schicht kommen haben Abitur gemacht.Nicht jeder aus der unteren Schicht ist zu blöd um Abi zu machen.

ahhh ja...
:-oopss

Dr. Julius Hibbert
25.08.2008, 22:11
Es geht ja gar überhaupt nicht um "zu blöd", um Gottes Willen!. Es geht eher darum, dass Kinder aus ärmeren Verhältnissen einfach nicht die gleichen Chancen haben. Das kann z.B. schon daran liegen, dass einfach nicht genug Geld für Nachhilfe oder zusätzliche Bücher da ist. Oder daran, dass die Eltern vielleicht selber keinen Schulabschluss haben und den Kindern schon relativ früh nicht mehr bei den Hausaufgaben helfen können. Vielleicht werden die Kinder in der Schule gemobbt und können sich nicht mehr aufs Lernen konzentrieren (Doch, wegen sowas wird man gemobbt. Ja, auch schon auf der Grundschule).
So ungerecht und traurig es auch ist, aber wer bei langzeitarbeitslosen Hartz-4-Empfängern ohne Schulabschluss aufwächst (womöglich noch alleinerziehend), der kann noch so schlau sein, die Chancen auf ein gutes Abi gehen gegen null. Deswegen auch Hut ab vor denen, die es trotzdem schaffen!


Komm selbst aus der unteren Schicht (Ausländerin)

Die Aussage finde ich jetzt etwas irritierend...

Kackbratze
25.08.2008, 22:19
Die Aussage finde ich jetzt etwas irritierend...

Ist immer ärgerlich und irritierend, wenn das Gutmenschentum des Bürgertums dann doch auf die Wahrheit trifft, welche sich nicht mit der Basis des Gutmenschentums deckt.
Hier: ein Unterschichtindividuum ohne Chancengleichheit und mit Migrationshintergrund schafft ein Abi

wanci
25.08.2008, 22:24
Ohje ohje jetzt philosophieren schon die Abiturienten hier als hätten sie schon
sonst was für eine Lebenserfahrung!
Ist auch sehr sehr wahrscheinlich, daß du als PJler 10mal mehr Ahnung hast als irgendso ein dahergelaufener Oberarzt.
Wirst mal nen ganz Toller!!!!!!

Äußerst interessant, dass du GENAU das bestätigst, was er kritisiert hat...

Coxy-Baby
25.08.2008, 22:29
Äußerst interessant, dass du GENAU das bestätigst, was er kritisiert hat...

Naja interessant sind für mich andere Dinge, aber jeder so wie er's braucht...
und was irgendwelche Schüler so im SPEZIELLEN über Ärzte denken tangiert
mich (noch nicht einmal) peripher.

Pharma
25.08.2008, 22:35
Es geht ja gar überhaupt nicht um "zu blöd", um Gottes Willen!. Es geht eher darum, dass Kinder aus ärmeren Verhältnissen einfach nicht die gleichen Chancen haben. Das kann z.B. schon daran liegen, dass einfach nicht genug Geld für Nachhilfe oder zusätzliche Bücher da ist. Oder daran, dass die Eltern vielleicht selber keinen Schulabschluss haben und den Kindern schon relativ früh nicht mehr bei den Hausaufgaben helfen können. Vielleicht werden die Kinder in der Schule gemobbt und können sich nicht mehr aufs Lernen konzentrieren (Doch, wegen sowas wird man gemobbt. Ja, auch schon auf der Grundschule).
So ungerecht und traurig es auch ist, aber wer bei langzeitarbeitslosen Hartz-4-Empfängern ohne Schulabschluss aufwächst (womöglich noch alleinerziehend), der kann noch so schlau sein, die Chancen auf ein gutes Abi gehen gegen null. Deswegen auch Hut ab vor denen, die es trotzdem schaffen!

Die Aussage finde ich jetzt etwas irritierend...




Ich hatte in meinem ganzen Leben keine einzige Nachhilfestunde.Und trotzdem musste ich nicht , wie manch einer hier, 10 Semester auf einen Studienplatz warten.

wanci
25.08.2008, 22:45
Naja interessant sind für mich andere Dinge, aber jeder so wie er's braucht...
und was irgendwelche Schüler so im SPEZIELLEN über Ärzte denken tangiert
mich (noch nicht einmal) peripher.

Du hast deinen Namen gut gewählt ;-)

A.K
25.08.2008, 22:46
ich finde es echt immer wieder erstaunlich, wie sich die diversen user hier ständig am fetzen sind.
zu der ganzen ausländer-unterschicht-abischnitt-diskussion lässt sich doch sowieso nichts allgemeingültiges feststellen. ich persönlich hab ne menge ausländer im freundeskreis. einige arbeiten ihr ganzes leben lang auf dem bau, einige studieren medizin, einige sitzen im knast, einige haben sich erfolgreich selbstständig gemacht. etwas allgemeingültiges in dieser hinsicht aufzustellen halte ich für sehr verwegen. was meiner meinung nach aber fakt ist, ist dass man als kind aus einer wohlhabenden akademikerfamilie definitiv eine bessere ausgangssituation vorzuweisen hat. das jeder seines eigenen glückes schmied ist, egal welche ausgangssituation auf diesen zutrifft, ist denke ich aber auch klar.

Coxy-Baby
25.08.2008, 23:09
was meiner meinung nach aber fakt ist, ist dass man als kind aus einer wohlhabenden akademikerfamilie definitiv eine bessere ausgangssituation vorzuweisen hat. das jeder seines eigenen glückes schmied ist, egal welche ausgangssituation auf diesen zutrifft, ist denke ich aber auch klar.

Da würde ich zustimmen. :-dafür

Medicus_bonus
26.08.2008, 06:36
Ich hab diese Info bestimmt nicht aus so einer billigen Zeitung wie Bild oder Express.Komm selbst aus der unteren Schicht (Ausländerin)und mach im Oktober mein Examen.Und alle meine Geschwister haben studiert.Und alle meine besten Freunden , die aus der unteren Schicht kommen haben Abitur gemacht.Nicht jeder aus der unteren Schicht ist zu blöd um Abi zu machen.

Sage ich auch gar nicht. Sorry, wenn das so klang. Dann gehört deine Familie zu den Ausnahmen, denn die Meisten Familien (es ist in dem Fall total egal aus welchem Land die kommen) die aus der Unterschicht kommen haben eine sehr schlechte Arbeitsmoral, was sich auf die Kinder abfärbt.
Es gibt aber auch Eltern wie deine, die ihre Kinder "treten", damit sie studieren. Finde ich sehr gut :-))
Und sag doch nicht Ausländerin ... mich interessiert es nicht woher ein Mensch kommt. Mensch ist Mensch.