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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Biochemie-Fragestunde für Dummies



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christie
03.02.2009, 15:45
Hi,

die Michaeliskonstante bezieht sich auf das Enzym und dessen Affinität zum Substrat.

Bei der Michaelis-Menten-Kinetik geht es ja um die katalytische Aktivität der Enzyme und wie sich deren Affintiät zum Substrat durch bestimmte Prozesse/Faktoren verändert (z.B. durch allosterische Modulatoren).
Dabei schaut man auf die Aktivität des Enzyms und nicht auf die Aktivität des Substrates.

Grüßle - C.

papiertiger
03.02.2009, 15:49
definitionsgemäß ist die Michaeliskonstante ja in erster Linie die Substratkonzentration bei halber maximaler Reaktionsgeschwindigkeit, Affinität lässt sich nur zusätzlich daraus ableiten. Affinität hat im Prinzip ja zwei Bezugspunkte, also schwierig, obiges zu beantworten. Aber - würde sagen, hier ist eher b) als Antwort gewünscht.

Könnte man beispielsweise so erschließen, dass sich der Wert der Michaliskonstante u. a. bei kompetetiver Hemmung ändert. Kompetetive Hemmung bedeutet ja, dass etwas ans Enzym bindet (an Stelle des Substrates) - auf das Substrat und seine Eigenschaften hat das keinen Einfluss. Da die Änderung der Michaliskonstante dann durch die Änderung der Eigenheiten des Enzymes und nicht derer des Substrates bedingt ist, könnte man daraus ableiten, dass man die Michaliskonstante dem Enzym zuschreiben muss und nicht dem Substrat.

Cassy
03.02.2009, 15:55
AHHHHH ich versteh das ja schon, aber was um alles in der Welt kreuze ich an wenn diese Frage in der Klausur drankommt?

Im ML-Heftchen zu Biochemie steht Antowrt a) drin, die Mediscript-CD behauptet aber b) sei richtig....

papiertiger
03.02.2009, 16:00
wiegesagt - ich würde mal meinen, b) lässt sich besser "begründen" (Begründung ieS ist das ja nich, eher eine Illustration), also b) und im Zweifelsfall mit oben angeführtem argumentieren, sollte es genau daran scheitern ;)

edit: welche zitierfähigen Quellen ( :-D ) behaupten da eigentlich was anderes?

SuperSonic
03.02.2009, 16:31
Die Michaelis-Konstante ist

a) ein Maß für die Affinität eines Substrates zum Enzym

b) ein Maß für die Affinität eines Enzyms zum Substrat.


Was stimmt denn nun? :-nix
Beides, da die Michaeliskonstante nur für die Kombination aus einem Enzym und einem bestimmten Substrat gilt. :-))
Ein Enzym, das mehrere Substrate umsetzt, hat deswegen auch mehrere Michaeliskonstanten.

Gruß,
SuperSonic

papiertiger
03.02.2009, 16:34
das ist klar, aber die Frage ist ja: was ankreuzen im Zweifelsfall :-peng

schenky
03.02.2009, 17:44
Ich würde sagen "ein Maß für die Affinität eines Enzyms zum Substrat."

Als Beispiel kann man die Hexokinase und Glucokinase betrachten. Beide katalysieren die gleiche Reaktion. Die Affinität von Glucokinase zu Glucose ist jedoch geringer (hoher Km-Wert) als die der Hexokinase zu Glucose (niedriger Km-Wert)

Grüße

Sebastian

Cassy
03.02.2009, 17:48
Merci!

Sollte diese Frage drankommen, dann würde ich mich auch für die Variante a) entscheiden und notfalls mit dem Prof streiten, denn a) klingt für mich sehr logisch.

schenky
03.02.2009, 17:52
b) :-oopss

Cassy
03.02.2009, 19:01
Ähm, ja... natürlich Variante b) :-blush

Flemingulus
03.02.2009, 19:30
Ich hab schon gedacht... na die Cassy hat ihren eigenen Kopf :-)) und mir einen frustrierten Schenky ausgemalt :-keks

Falls es Cassy tröstet: Ich befinde mich angesichts dieser Frage gerade im Zustande der totalen Konfusion *wirr*

Cassy
04.02.2009, 09:05
Du wirst es kaum glauben, ich habe meinen eigenen Kopf und muss ihn mit niemandem teilen :-))

Aber Flemingulus: ist dieser Zustand denn nicht normal bei dir ;-) *duck*

So, und jetzt wieder zurück zum Thema...

Cassy
04.02.2009, 11:15
So, mir ist eben noch eine nicht ganz schlüssige Antwort aufgefallen.

Welche der folgenden Aussagen zu Enzymen ist richtig?

A Sie verändern die Gleichgewichtslage einer Reaktion nach dem Massenwirkungsgesetz, wodurch die Produkt-Bildung bevorzugt ist.

B Sie stabilisieren den Übergangszustand eines Moleküls vom Substrat zum Produkt.

C Sie binden ihr Substrat kovalent, so dass Bindungen leichter gelöst oder verschoben werden können.

D Sie bilden ein aktives Zentrum, in das immer nur ein Substrat aufgrund seiner räumlichen Struktur hinein passt.

E Die Gesetzte der Thermodynamik gelten hier nur eingeschränkt, da innerhalb des Enzyms ein abgeschlossener Reaktionsraum vorliegt.

Ich denke B müsste richtig sein, wobei aber C wieder zweideutig ist, denn in Büchern steht dass die Substrate zumeist nicht kovalent gebunden werden. Wie soll man denn nun das wieder deuten? :-nix

schenky
04.02.2009, 12:13
A) ist falsch weil die Gleichgewichtslage einer Reaktion nicht beeinflusst wird.

B) stimmt
C) Substrate werden nur selten kovalent gebunden, also falsch
D) stimmt nicht immer, also falsch
E) ist quatsch

Sicher bin ich mir allerdings nicht. Ist ja mal wieder reichlich Interpretationspielraum vorhanden :-))

papiertiger
04.02.2009, 12:17
plädiere auch für B)

alles andere ist entweder Quatsch oder manchmal so und manchmal auch nicht. aber B) stimmt auf jeden Fall.

Cassy
04.02.2009, 14:13
Schenky, deswegen hab ich die Frage auch hier gestellt.... frei nach seiner Regel "was ist am richtigsten". Aber es könnte auch das andere sein :-))

Ich hoffe nur er bringt morgen eindeutige Fragen (und vor allem viele aus den Altklausuren) dran *hoff*