Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Zahnmedizin - Kurz vorm Aus?
herrjeh was für ansprüche :-music
mal wieder eine sinnentleerte diskussion über die kompensationsmöglichkeiten insuffizienten geschlechtslebens resp. fachinteresses :-sleppy
leute, nur während der assizeit habt ihr die möglichkeit, euch zu spezialisieren (statt nur das können, was jeder hanswurst-zahnarzt um die ecke auch kann).
wenn ihr erstmal niedergelassen seid, ist der zug weitestgehend abgefahren...
daher... schaut zu, dass ihr eure ausbildung nach fachlichen aspekten wählt, geld dürfte dabei (im idealfall) keine rolle spielen - ihr legt innerhalb weniger jahre das fundament für den rest eures (berufs-)lebens.
Ehemaliger User 05022011
16.11.2008, 20:00
mal wieder eine sinnentleerte diskussion über die kompensationsmöglichkeiten insuffizienten geschlechtslebens resp. fachinteresses :-sleppy
leute, nur während der assizeit habt ihr die möglichkeit, euch zu spezialisieren (statt nur das können, was jeder hanswurst-zahnarzt um die ecke auch kann).
wenn ihr erstmal niedergelassen seid, ist der zug weitestgehend abgefahren...
daher... schaut zu, dass ihr eure ausbildung nach fachlichen aspekten wählt, geld dürfte dabei (im idealfall) keine rolle spielen - ihr legt innerhalb weniger jahre das fundament für den rest eures (berufs-)lebens.
aber wenn es einigen doch reicht einen Zweisitzer ihr eigen nennen zu können und damit um den Dorfteich zu düsen und Hanswurst-Zahnarzt zu sein - lass sie doch, wie heißt es doch so schön " jeder ist halt seines Glückes Schmied"
jabba666
16.11.2008, 21:57
Ich tippe auf R8. Klein mit nem tt beigeben ist nix.
wir wollen mal nicht übertreiben...tt ist schon genug!
hennessy
17.11.2008, 06:59
mal wieder eine sinnentleerte diskussion über die kompensationsmöglichkeiten insuffizienten geschlechtslebens resp. fachinteresses :-sleppy
leute, nur während der assizeit habt ihr die möglichkeit, euch zu spezialisieren (statt nur das können, was jeder hanswurst-zahnarzt um die ecke auch kann).
wenn ihr erstmal niedergelassen seid, ist der zug weitestgehend abgefahren...
daher... schaut zu, dass ihr eure ausbildung nach fachlichen aspekten wählt, geld dürfte dabei (im idealfall) keine rolle spielen - ihr legt innerhalb weniger jahre das fundament für den rest eures (berufs-)lebens.
Schade, dass Du es anscheinend nicht lassen kannst, immer wieder Seitenhiebe auf eine gesamte Berufsgruppe, der letztendlich auch Du selbst angehörst, auszuteilen. Muss das eigentlich sein?? *kopfschüttel* :-nix
aber wenn es einigen doch reicht einen Zweisitzer ihr eigen nennen zu können und damit um den Dorfteich zu düsen und Hanswurst-Zahnarzt zu sein - lass sie doch, wie heißt es doch so schön " jeder ist halt seines Glückes Schmied"
ordentliche arbeit machen und dabei geld verdienen schließt sich also gänzlich aus?
hennessy
17.11.2008, 07:40
ordentliche arbeit machen und dabei geld verdienen schließt sich also gänzlich aus?
evtl. spielt da auch ein wenig der Sozialneid mit rein, der ja immer noch in vielen Köpfen rumschwirrt.
Ich für meinen Teil bin gerne Landzahnarzt, fahre gerne seit über einem Jahrzehnt meine 2-Sitzer und gestatte mir zu behaupten, ordentliche Arbeit zu liefern.
Schade, dass Du es anscheinend nicht lassen kannst, immer wieder Seitenhiebe auf eine gesamte Berufsgruppe, der letztendlich auch Du selbst angehörst, auszuteilen. Muss das eigentlich sein?? *kopfschüttel* :-nix
du missverstehst mich, hennessy.
in den beiträgen ging es darum, bereits in der assi-zeit ein möglichst hohes einkommen erzielen zu wollen - was selbstverständlich vollkommen legitim ist.
ich wollte lediglich zum ausdruck bringen, dass es kurzsichtig ist, die assi-stelle primär nach dem gehalt zu wählen. in meinen augen wäre es viel sinnvoller, die zeit dafür zu nutzen, sich vor allem fachlich unter die arme greifen zu lassen.
es ist nun mal so, dass das assi-gehalt um so niedriger ausfällt, je lehrreicher und somit begehrter die stelle ist. manche angehende kfo´ler z.b. arbeiten ganz ohne bezahlung - sammeln jedoch wertvolle erfahrung (und weiterbildungszeit).
in der assi-zeit ist m.m.n. nicht das gehalt entscheidend, sondern der zuwachs an fachlichem know-how.
ich denke, dass selbst ein paar monate (unbezahlte) hospitation mehr bringen können als teure postgraduale master-titel; und nur in der assi-zeit kann (und sollte) man sich diesen luxus leisten.
spätestens nach der niederlassung wird wohl kaum ein kollege am hungertuch nagen - und mit ein bisschen glück reichts auch fürn zweisitzer :-))
primus, der seine hände in unschuld wäscht und hennessy herzlich grüßt :-party
hennessy
18.11.2008, 06:20
du missverstehst mich, hennessy.
in den beiträgen ging es darum, bereits in der assi-zeit ein möglichst hohes einkommen erzielen zu wollen - was selbstverständlich vollkommen legitim ist.
ich wollte lediglich zum ausdruck bringen, dass es kurzsichtig ist, die assi-stelle primär nach dem gehalt zu wählen. in meinen augen wäre es viel sinnvoller, die zeit dafür zu nutzen, sich vor allem fachlich unter die arme greifen zu lassen.
es ist nun mal so, dass das assi-gehalt um so niedriger ausfällt, je lehrreicher und somit begehrter die stelle ist. manche angehende kfo´ler z.b. arbeiten ganz ohne bezahlung - sammeln jedoch wertvolle erfahrung (und weiterbildungszeit).
in der assi-zeit ist m.m.n. nicht das gehalt entscheidend, sondern der zuwachs an fachlichem know-how.
ich denke, dass selbst ein paar monate (unbezahlte) hospitation mehr bringen können als teure postgraduale master-titel; und nur in der assi-zeit kann (und sollte) man sich diesen luxus leisten.
spätestens nach der niederlassung wird wohl kaum ein kollege am hungertuch nagen - und mit ein bisschen glück reichts auch fürn zweisitzer :-))
primus, der seine hände in unschuld wäscht und hennessy herzlich grüßt :-party
Hallo primus!
Mir gings auch nicht um Inhaltliches, sondern nur wieder mal um Deine Wortwahl. Ich lasse mich halt ungern als Hanswurst-Zahnarzt betiteln. Rein faktisch bin ich vollkommen bei Dir. :-party
Ehemaliger User 05022011
18.11.2008, 20:11
in der assi-zeit ist m.m.n. nicht das gehalt entscheidend, sondern der zuwachs an fachlichem know-how.
So hatte ich den Beitrag von primus auch verstanden und wollte diese Aussage unterstützen
Solltet ihr, die auf dem Land eine wichtige Arbeit macht, das falsch verstanden haben, so entschuldigt bitte, ich wollte nicht eure Arbeit als minder gut oder wichtig beurteilen. Ich hatte meinen Beitrag nur deswegen geschrieben, da hier zuvor das "Es ist mir wichtig einen Zweisitzer zu fahren und deswegen geh ich aufs Land und mach dort die dicke Knete" so hervorgehoben wurde. Ich hätte die Formulierung Hanswurst-Zahnarzt jedoch nicht einfach so unkritisch übernehmen dürfen - also nochmal: Entschuldigung dafür !
hennessy
22.11.2008, 14:42
... Ich hätte die Formulierung Hanswurst-Zahnarzt jedoch nicht einfach so unkritisch übernehmen dürfen - also nochmal: Entschuldigung dafür !
o.k. angenommen. passt schon. :peace:
die kartoffel
25.11.2008, 19:30
Da der alte Thread
http://www.medi-learn.de/medizinstudium/foren/showthread.php?t=48613
dicht ist, hier (hoffentlich) die Fortsetzung der Disussion.
die kartoffel
25.11.2008, 19:47
chillz05:
Ganz ruhig, es ist erstens kein Zitat, zweitens keine wortwörtlich zu nehmende Prozentangabe, sondern von mir überspitzt geschrieben, um den Trend auszudrücken.
Natürlich benutzt auch in meinem Bekanntenkreis kaum jemand Flourid oder Zahnseide, aber wir sind uns doch wohl einig, dass der durchschnittliche 20-Jährige von heute eine weitaus bessereAufklärung und Zahngesundheit vorweist, als sein durchschnittlicher Altersgenosse vor 50 Jahren und somit unterm Strich der Bedarf an Prothetik usw. der jüngeren Generationen im Alter niedriger sein dürfte.
Die Überalterung der Gesellschaft finde ich einen interessanten Aspekt, aber ob das Mehr an Alten das obige aufwiegt ist die Frage.
Ästhetische Zahnheilkunde ist ganz klar der Trend, Tätigkeitschwerpunkt von meinem Vater (ich schreibe das, damit nicht der Eindruck entsteht, er wäre iwo auf der Strecke geblieben und deshalb am Unken)Aber mit dem Heranwachsen einer Generation, die zu grossen Teilen in den "Genuss":-)) einer KFO-Behandlung kamen, steigt dementsprechend auch der Anteil an ästhetisch lupenreinen Zähnen. Und ob man von Bleechings leben kann, naja.
Zu guter Letzt: Mein Anfangsthread sollte bitte nicht ausdrücken, dass jeder Zahnarzt in 10 Jahren am Hungertuch nagt. Es geht um die Frage, ob insgesamt der Versorgungsbedarf (dazu zähle ich nicht Kontrolle zwei mal im Jahr) nicht rückläufig ist/sein wird.
chillz05
25.11.2008, 20:42
..aber wir sind uns doch wohl einig, dass der durchschnittliche 20-Jährige von heute eine weitaus bessereAufklärung und Zahngesundheit vorweist, als sein durchschnittlicher Altersgenosse vor 50 Jahren und somit unterm Strich der Bedarf an Prothetik usw. der jüngeren Generationen im Alter niedriger sein dürfte.
Nein, da sind wir uns nicht völlig einig. Diese heute jungen Leute werden im Schnitt auch älter werden als die heutige, ältere Kriegs/Nachkriegsgeneration. Somit wird sich die evtl. etwas bessere allgemeine Zahngesundheit wieder ausgleichen. Denn selbst der Mensch mit besten Putzeigenschaften (und wer hat die schon) wird nicht mit 32 unsanierten Zähnen in die Kiste steigen. Ausserdem musst du ja auch an die Parodontopathien denken, und nicht nur an Karies und deren Folgen, da geht die Inzidenz ja fast an die 100%.
Und ausserdem: Wenn ich einfach sehe, was da an jungen Leuten (egal welcher "Schicht") mit allen Variationen an Kronen- und Brückenprothetik, Stiften und WKB in der Zahnklinik aufschlägt, ja dann zweifel ich auch einfach an der These, dass die Zahngesundheit sich so verbessert hat. Der Mensch ist einfach zu bequem, um optimal zu putzen.
Wenn ein gestandener ZA mitten im Berufsleben so die Dinge sieht lohnt es sich allemal genauer darüber nachzudenken!
Die Überalterung wiegt die verbesserte Zahngesundheit bestimmt nicht auf, meine Oma hat seit x Jahren ein und die selben dritten und alles ist i.O.
Insgesamt geht der Bedarf sicher etwas zurück, zumal mit immer höheren Eigenbeteiligungen bei kostspieligem Zahnersatz seitens der GKV zu rechnen ist, was zahlungsfähige und nicht nur -willige Kundschaft braucht.
Inwieweit der Markt momentan gesättigt ist kann ich nicht beurteilen, würde aber mal tendenziell auf Überversorgung in den Städten tippen.
Letzten Endes sollte mans machen wenn man lust zu hat und gute leute werden doch immer gebraucht. Ich hoffe aber sehr, dass unser Berufsstand(alle Ärzte, bin Medi) die Selbsständigkeit und Seriösität wahren kann. Es graut mir vor einer Medizin die nur noch 2 Seiten kennt:
"Mang-Bleeching-Kosmetik-Wohlfühl-Medizin" und eine der GKV hörige, geriatrische Handwerks-Grundversorgung :-?
chillz05
25.11.2008, 21:27
Die Überalterung wiegt die verbesserte Zahngesundheit bestimmt nicht auf, meine Oma hat seit x Jahren ein und die selben dritten und alles ist i.O.
Das Argument verstehe ich nicht. Deine Oma ist doch versorgt worden, hat keine Zähne mehr. Die Oma von morgen bekommt dann vielleicht anstatt mit 60 mit 75 ihre Totalprothese. Aber sie bekommt sie und schlägt beim Zahnarzt auf. Und die Prothese möchte ich sehen, die X Jahre ohne Veränderung/Beanstandung im Patientenmund verweilt - da würde ich deine Oma aber mal dringend zum Zahnarzt schicken
;-)
Aber im Grunde genommen ist die ganze Diskussion doch nur rein spekulativ, und dreht sich um die persönliche Einstellung, ob das Glas halb voll oder halb leer ist. Für mich ist es einfach halb voll. Und die ewige pessimistische Litanei, ob die Zahnmedizin den Bach runter geht, kann ich auch nicht mehr hören...
die kartoffel
25.11.2008, 21:59
Spekulativ ist die Diskussion sicherlich, keiner von uns kann in die Zukunft schauen.
Nicht spekulativ ist, dass die Zahngesundheit (ob jetzt Zahnseide ja oder nein) besser und besser wird. Eine repräsentativere Quelle als die Statistiken vom Gesundheitsamt kannste dir kaum wünschen.
Deshalb hat die Diskussion durchaus ihre Berechtigung finde ich. Mit panischem Blöken á la "die Zahnmedizin ist am Ende" hat sie nicht viel gemein.
Ob die Omis mit 75 dann alle eine Vollprothese kriegen wird die Zeit zeigen (hoffen wirs :-)) )
also ich hab gehört, die karies selber wird garnicht weniger. es haben zwar mehr leute keine karies, die die welche haben, haben aber mehr. und spätestens wenns weh tut, kommen die schon..
Ja die Zähne werden immer besser geflegt. Das ist mir auch aufgefallen.
Das haben wir nun von der doch sooo wertvollen blöden prophylaxe ;-)
Die demografische Entwicklung tendiert aber ganz klar dagegen, sodass die Prothetiker mehr zu tun kriegen. KOs sind glaub ich auch noch gut bedient, da die Kiefer trotz Zähneputzen wachsen wie sie wollen und die so sorgvollen Eltern ihren Kindern lieber eine Klammer kaufen, statt auf diese zu verzichten (oder?). Der Chirurg bekommt vll auch noch genug Weisheitszähne.
Aber der Standardbohrzahni wird die nächsten zehn Jahre weniger Arbeit haben.Vll werden es 20 miese Jahre, aber was danach kommt ist dann wieder nicht mehr zu ahnen.
zm - kurz vorm aus?
ich denke, dass man dies schon behaupten kann - bezogen auf das öffentliche bild der zahnnmedizin und der zahnärzte der 70er jahre.
situation früher:
- sehr übersichtliches behandlungsspektrum
- sehr übersichtliches materialspektrum
- sehr günstige konkurrenzsituation
- sehr gute umsatz-/gewinn-relation
- fast ausschließlich einzelpraxen
daher überrascht es wenig, dass die meisten kollegen sich nach der 2-jährigen assizeit sofort niederließen, um sich eine goldene nase zu verdienen.
diese zahnmedizin gibt es nicht mehr.
sie ist nicht kurz vor dem aus, sondern tot.
was ist heute?
- eine immense auffächerung der zahnmedizin in die einzelnen (sub-)disziplinen, sodass der einzelne kollege kaum noch in der lage ist, die gesamte bandbreite des faches abzudecken
- eine enorme zunahme der verschiedenen materialien (schon alleine der markt der "biomaterialien" in der parodontologie/implantologie ist kaum zu überblicken)
- zunehmender konkurrenzdruck (vor allem in urbanen regionen)
- zunehmende etablierung von gruppen- und "spezialisten"-praxen
- zunehmende verkäufer-tätigkeit (manipulatives "beratungsgespräch")
- immer weiter abnehmender anteil der einnahmen über die kzv
- immer weiter abnehmender anteil des gewinns in relation zum umsatz
die folge ist, dass die frisch approbierten die eigene niederlassung hinauszögern, groß ist die angst, die aufgenommenen kredite nicht schultern zu können - immer mehr versuchen, in einer bereits etablierten praxis unterschlupf zu finden.
des weiteren ist der spezialisierungsdrang doch recht beeindruckend - die strukturierten curricula sowie postgraduale master-studiengänge schießen wie pilze aus dem boden - d.h., dass die nachfrage gewaltig sein muss.
manche kollegen (dazu gehoren durchaus auch etablierte) haben die befürchtung, mit der entwicklung nicht schritt halten zu können...
das ist in meinen augen die aktuelle lage unseres faches. :-nix
fazit: die anforderungen sind deutlich gestiegen, während das einkommen deutlich gesunken ist.
dennoch,
wenn man mit herzblut bei der sache ist, gibt es etliche "nischen", in denen man sicherlich sein glück (und auskommen :-)) ) findet !!!
Powered by vBulletin® Version 4.2.3 Copyright ©2026 Adduco Digital e.K. und vBulletin Solutions, Inc. Alle Rechte vorbehalten.