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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Gibt es Stellen ohne Dienste ?



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alley_cat75
25.11.2008, 11:11
Arbeitsmedizin! Wollte ich eigentlich schon zu Studienzeiten machen, habe da aber noch den Facharzt für Allgemeinmedizin dazwischengeschoben.

Alle Achtung! Schreib doch mal, wo Du genau anfängst und was Du den ganzen Tag so machen wirst. Wenn ich an unsere Betriebsärztin denke, so ist die zumindestens immer gut gelaunt. Beneidenswert! Allerdings kann ich mir eine Tätigkeit ohne gut bezahlte Dienste (so leidlich die auch sein mögen) nicht vorstellen. Wie wird das bei Dir lohnmäßig sein?

mark-2003
20.12.2008, 03:45
Pathologen, Labormediziner und Humangenetiker....

Dermatologen und Psychosomatiker haben doch auch recht "relaxte" Dienste!??? :-)) :-oopss :-peng

Lava
20.12.2008, 10:51
Ein Freund von mir arbeitet in der Uni Freiburg in der Nephro - die machen auch keine Dienste. :-)) Es gibt Spätdienste, aber sie müssen nachts keine Hausdienste machen. Einzig der Dialysedienst muss auch nachts da sein. Das macht man aber nur ein Jahr lang oder so im Rahmen der Rotation.

hiddl
22.12.2008, 20:07
Bei uns machen die Dermatologen keine Nachtdienste. Dafür haben die Internisten eine Checkliste Dermatologie in der Notaufnahme liegen :-)) . Fragt mich jetzt nicht, wie es dort mit Notfällen auf Station aussieht, die gibt es wahrscheinlich nicht ;-) .

katrinfr
29.12.2008, 11:48
Pathologen, Labormediziner und Humangenetiker....

Einspruch.... Also so ganz ohne Dienste geht es zumindest in den großen Häusern nicht. Mag sein, dass der Feld-Wald-und-Wiesen Labormediziner/Pathologe keine Dienste macht, aber es gibt sie...
Hier an der Uniklinik machen die Labormediziner Wochenend- und Nachtdienste. Ist nicht so, dass Labormediziner nur am Tag arbeiten. Die nächtliche Malaria kommt bestimmt... oder ähnliches. Und auch wenn es keiner glaubt, es gibt genug Nächte, in denen man diensttechnisch gesehen wenig schläft. Und auch in der Patho muss man beispielsweise für den Schnellschnittdienst ran.

:-)

Kackbratze
29.12.2008, 16:01
Schnellschnitt in der Nacht? Grauselig... :-oopss

milz
29.12.2008, 17:14
Schnellschnitt in der Nacht? Grauselig... :-oopss
Tumorchirurgie in der Nacht? :-heul

John Silver
29.12.2008, 17:33
Ich kann mir wirklich nicht viele Situationen vorstellen, in denen ein unklarer Tumor notfallmäßig mitten in der Nacht operiert werden muß. Und um sich für einen solchen extrem seltenen Fall zu rüsten, reicht sicher auch ein Hintergrunddienst.

Kackbratze
29.12.2008, 17:49
und ein "Notfalltumor" wird entweder nur als Ileus mittels OP nach Hartmann oder per Stomaanlage notfallmäßig behandelt (im MagenDarmTrakt).
Da hat man dann auch Zeit auf die Histologie zu warten...ob nun maligne oder benigne: Ileus bleibt Ileus.

Aber egal, das führt vom Thema weg...

Lava
29.12.2008, 18:17
Ich kenne Neurochirurgen, die schonmal nachts Schnellschnitte angefordert haben :-oopss

LasseReinböng
29.12.2008, 19:30
Was soll schon dermatologisch ein Notfall sein?!

Mir fallen spontan zwei dermatologische Notfälle ein:
1)Ein fieser Pickel auf der Nase vor einem wichtigen Date
2) Lyell-Syndrom



:-))

LasseReinböng
29.12.2008, 19:40
In welchem Fach arbeitest Du? Das ist ja 'ne Hammerregel!!!
Ich würde mir in den Diensten für die Patienten auch wünschen, daß ein Facharzt diese Dienste macht. Aber bei uns (wie wahrscheinlich fast überall) wird man ab dem dritten Berufsmonat eingeteilt und macht in einem noch sehr sehr ahnungslosen Zustand Dienste.


Das habe ich bei meiner letzten Famu auch erlebt. Fand ich damals ziemlich heavy, daß absolute (Berufs-)Anfänger nachts die internistische Notaufnahme einer Uniklinik schmissen und weit und breit kein FA aufzutreiben war. Soetwas kann niemand wollen !

Kackbratze
29.12.2008, 22:00
Gibt es leider und es tut verdammt weh. Nicht nur für die Patienten, auch für die Kollegen aus anderen Fachrichtungen, die dann wegen "V.a. Blinddarm" gerufen werden und im Rahmen der allgemeinen Anamnese ein "Appendektomie vor ca. 20 Jahren" rausbekommen...spätestens nach Sichtung des Abdomens und der charakteristischen Narbe... :-?

Schade für den Kollegen und gerade bei Patienten kommt sowas sehr negativ an.
Und man selber versucht noch das nötigstes zu kaschieren, aber der Flurschaden ist da...

katrinfr
30.12.2008, 15:42
Ich kenne Neurochirurgen, die schonmal nachts Schnellschnitte angefordert haben :-oopss

jep, genau die...auch "Wiederholungstäter" genannt :-)

Lava
01.01.2009, 16:28
Aber u.U. kann das notwendig sein, um den Nussknackern ein Licht aufgeben zu lassen! Wenn der Schnellschnitt nämlich "normales Hirngewebe" ergibt und sich das vermeintliche Lymphom/Tumor/whatever als Sinusvenethrombose mit Einblutung entpuppt :-oopss

gnuff
01.01.2009, 17:13
ähm, die Frage war "...keine Dienste...", nicht wenig oder laue Dienste...

Arbeitsmedizin ist ein guter Tipp, ein Ex-Kollege von mir hat bei BMW seine FA-Ausbildung begonnen und verdient sich ohne Dienste dumm und dappig...

Relaxometrie
01.01.2009, 17:47
Arbeitsmedizin ist ein guter Tipp, ein Ex-Kollege von mir hat bei BMW seine FA-Ausbildung begonnen
Welche Vorerfahrung aus einem anderen Fach (Innere?) hat Dein Ex-Kollege gebraucht, um die FA-Ausbildung zum Arbeitsmediziner beginnen zu dürfen?
Ganz ohne Vorerfahrungen kommt man da nicht rein, oder?

Francamour
01.01.2009, 18:10
Hallo,
da ich aktuell in der Arbeitsmedizin als Weiterbildungsassistentin arbeite, kann ich dir hierauf folgende Antwort geben:

Nach alter WBO braucht man zwei Jahre Innere, davon 1 Jahr Akuthaus, 1 Jahr kann man auch durch diverse andere klinische Fächer ersetzen, danach 21 Monate Arbeitsmedizin.

Nach neuer WBO braucht man zwei Jahre Innere und Allgemeinmedizin, danach drei Jahre Arbeitsmedizin, wovon 1 Jahr auch wieder durch andere "praktische" Fächer ersetzt werden kann. Ist wohl alles Auslegungssache der jeweiligen Ärztekammer, da die Fächer nicht genauer benannt werden. Die Ärztekammern haben teilweise andere Regelungen, also dort unbedingt in die jeweilige WBO schauen!

Man kann frei wählen, in welcher Reihenfolge man die Fächer absolviert, also auch mit der Arbeitsmedizin beginnen, jedoch ist es sicher ratsamer, die klinischen Abschnitte vorher zu bewältigen, da man die hier gewonnenen Erfahrungen für die Arbeitsmedizin braucht und es später um so schwerer ist meiner Meinung nach, wieder in die Klinik zurückzukehren, wenn man drei Jahre lang ein Leben mit geregelten Arbeitszeiten hatte.

Ich selbst habe zuerst den Facharzt für Allgemeinmedizin gemacht, habe aber schon seit Studienzeiten immer mit der Arbeitsmedizin geliebäugelt. Jetzt bin ich erst dort gelandet, muß aber sagen, daß mir meine sieben Jahre Weiterbildung, u. a. auch in für die Arbeitsmedizin so relevanten Bereichen wie Sozialmedizin, sehr viel gebracht haben und mir im Job wesentlich helfen bzw. weiterbringen. Außerdem ist die Verhandlungsposition auch um Gehalt als Fachärztin einfach eine ganz andere.

Aber so ein Leben ohne Dienste und mit freien Wochenenden ist schon sehr!!! schön, ich will es nicht mehr missen.

Hoffe, ich konnte dir/euch erstmal helfen.

Salut, francamour

gnuff
01.01.2009, 18:33
Welche Vorerfahrung aus einem anderen Fach (Innere?) hat Dein Ex-Kollege gebraucht, um die FA-Ausbildung zum Arbeitsmediziner beginnen zu dürfen?
Ganz ohne Vorerfahrungen kommt man da nicht rein, oder?

Er war FA Allgemeinmedizin, Notarzt (war bei BMW sehr gern gesehen wg. Werks-RD) und hatte noch ein Jahr Anästhesie...