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Ehemaliger User 05022011
25.01.2009, 19:34
Finde es aber genauso traurig wenn die Eltern sich (dadurch dass sie nicht WOLLEN dass man studiert) der eigenen Selbstverwirklichung in den Weg stellen.

auch meine Meinung ! (leider funktioniert der Link zum Smileys nicht)

roger rekless
25.01.2009, 19:35
Ich wäre dennoch im Traum nicht auf die Idee gekommen, meine Eltern (die NICHT wollten, dass ich studiere!!!!) zu verklagen .... oder auch nur drüber nachzudenken

Ich auch nicht, das will ich mal betonen. Weil ich einfach ein gutes Verhältnis zu meinen habe.
Aber es gibt auch "Familien" in denen die Kinder z.t. kein Verhältnis zu den Eltern haben o.ä., im Streit liegen, sich hassen usw. usf.

Strodti
25.01.2009, 19:35
Ich glaube, dass sich die allermeisten Konflikte durch Gespräche (und wenn sie noch so unangenehm sein mögen) lösen lassen. Dennoch muss man zur Kenntnis nehmen, dass es Eltern-Kind Beziehungen gibt, in denen das nicht möglich ist. Und in diesen seltenen Ausnahmefällen ist es gut, dass es eben auch einklagbare Rechte gibt.
Natürlich muss ein Kind nicht genau wissen wie es finanziell um die Eltern steht, kann nicht erwarten, dass diese sich für das Studium ein Bein ausreißen und hat durch (Ferien-)Jobs einen eigen Beitrag zu leisten... Aber es geht halt nicht immer. Vielleicht kannst du deine Eltern davon überzeugen, dir zumindest das Kindergeld zu geben?
Der Weg über Stipendien ist durchaus elegant... bei einige Werken (z.B. die evangelische Studienstiftung) bekommst du gleich eine Zusage für die gesamte Studiendauer. Und Bafög-Höchstsatz + Büchergeld kann einen schon recht bequem durchs Studium bringen. Ehrenamtliches Engagement wird bei fast allen gern gesehen. Wenn du zu den Jahrgangsbesten gehörst, kannst du vielleicht einen Lehrer dafür gewinnen, dir eine Empfehlung für die Studienstiftung des deutschen Volkes auszustellen... Mach dich hier mal schlau. Ich kenne mehrere Kommilitonen, die so ihr Studium finanzieren. Und besser als irgendwelche eingeklagten Unterhaltsrechte sind sie alle mal.

Ehemaliger User 05022011
25.01.2009, 19:41
Ich wäre dennoch im Traum nicht auf die Idee gekommen, meine Eltern (die NICHT wollten, dass ich studiere!!!!) zu verklagen .... oder auch nur drüber nachzudenken
darf ich an dieser Stelle noch mal little_lunatic zitieren


ich denke man kann nicht pauschal sagen ob es richtig oder falsch ist zu klagen in dem geposteten beispiel. ich denke man muss das individuell sehen und jeden fall für sich selbst. davon abgesehen finde ich dass man - egal wie man sich entscheidet - sich nicht vor "fremden" rechtfertigen muss. das muss man mit sich selbst und der familie ausmachen. ob sich nun andere das maul darüber zerreißen oder nicht.


Dennoch muss man zur Kenntnis nehmen, dass es Eltern-Kind Beziehungen gibt, in denen das nicht möglich ist. Und in diesen seltenen Ausnahmefällen ist es gut, dass es eben auch einklagbare Rechte gibt.


:-dafür und, dass Eltern ihren Kindern, wenn sie nicht mehr bei ihnen wohnen, weil der Studienort z.B. in einer anderen Stadt ist, das Kindergeld weiterreichen, dass ist doch eine Selbstverständlichkeit (nur am Rande: in diesem Fall können Kinder ja nichts um sonst bei der Kindergeldstelle auch einen Antrag stellen, dass sie das Kindergeld direkt ausgezahlt bekommen).

papiertiger
25.01.2009, 20:03
Der Weg über Stipendien ist durchaus elegant... bei einige Werken (z.B. die evangelische Studienstiftung) bekommst du gleich eine Zusage für die gesamte Studiendauer. Und Bafög-Höchstsatz + Büchergeld kann einen schon recht bequem durchs Studium bringen.


theoretisch, ja. praktisch berechnet sich das leider nach dem BaföG-Schlüssel, d.h., wer keinen Anspruch auf Leistungen nach BaföG hat, wird in der Regel auch bei einem Stipendium maximal das Büchergeld bekommen. Wäre interessant, ob da jemand Ausnahmen kennt, habe leider noch keine gefunden.

Flemingulus
25.01.2009, 20:05
Der Weg über Stipendien ist durchaus elegant... bei einige Werken (z.B. die evangelische Studienstiftung) bekommst du gleich eine Zusage für die gesamte Studiendauer.

Na... bin jetzt womöglich falsch informiert, aber ist es nicht wirklich so, dass alle klassischen Begabtenstipendien (also die "parteinahen", dier kirchlichen, die Studienstiftung des dt. Vokles und die Stiftung der dt. Wirtschaft) die Höhe der Förderung vom Einkommen der Eltern abhängig machen?

Jocys Frage war ja, ob es auch Stiftungen/Förderkreise gibt, die völlig Eltern-Einkommensunabhängig Stipendien vergeben.

EDIT: Papiertiger war schneller... würd mich auch interessieren obs solche "Fördervereine" gibt...

papiertiger
25.01.2009, 20:06
zu langsam :-D ;-)

Flemingulus
25.01.2009, 20:07
Doppelt zu langsam... selbst beim editieren. :-oopss

little_lunatic
25.01.2009, 20:15
Ich persönlich finde es schlimm (und traurig), wenn man eine persönliche Beziehung, wie man sie nun mal als Familienmitglieder per se hat, durch Gesetze regeln lassen möchte :-?
an sich stimm ich dir da zu. aber leider sind halt nicht alle familien - oder eher die wenigsten - wie sie sein sollten. emotionale kälte, hass, geld, gewalt und schlimmeres. da braucht man nicht lange suchen. ich finds dann eher schlimm wenn die opfer von sowas nicht übers herz kriegen wirklich einen anwalt zu holen - einfach weil da immernoch die sehnsucht nach familie und wärme ist. welche beziehung will man da noch retten.
ich könnte da so viele geschichten in den raum werfen - da wird dir speiübel....
aber zum glück gibts auch andere familien. obwohl ich das oft garnichtmehr glauben mag.

Flemingulus
25.01.2009, 20:17
;-) *psssst.... ganz ohne moderierende Anmaßung darauf hinweis, dass die Eingangsfrage "Gibts Stipendien, die vom Elterneinkommen unabhängig sind" noch nicht adressiert wurde...

Strodti
25.01.2009, 20:24
;-) *psssst.... ganz ohne moderierende Anmaßung darauf hinweis, dass die Eingangsfrage "Gibts Stipendien, die vom Elterneinkommen unabhängig sind" noch nicht adressiert wurde...

Mensch Flemingel, so kann das doch keiner lesen ;-)

Ehrlich gesagt habe selbst keine Erfahrungen mit Stipendien, sondern Freunde von mir sind bei diesen Vereinen. Ich kann mich da gerne mal erkundigen...

little_lunatic
25.01.2009, 20:25
schau mal bei e-fellows.net und ähnliche
da gibts einen suchfilter fürs studienfach
antwort kurz: ja, gibt es. nutz google oder o.g. seite

Ehemaliger User 05022011
25.01.2009, 20:29
;-) *psssst.... ganz ohne moderierende Anmaßung darauf hinweis, dass die Eingangsfrage "Gibts Stipendien, die vom Elterneinkommen unabhängig sind" noch nicht adressiert wurde...

na dann werde ich deinem Hinweis mal folgen und "adressieren"

hab eine Zusammenstellung aller Stipendienmöglichkeiten gefunden - die muss sich der Threadsteller und alle anderen Interessierten nur noch durch lesen ( da sehr ausführlich , hab ich jetzt dadrauf verzichtet zu sichten, ob und wie viele elternunabhängige ) -jedenfalls hat sich hier schon mal jemand die Mühe des Zusammentragens gemacht

http://www.gleichstellung.uni-dortmund.de/imperia/md/content/gleichstellung/stipendium_ratgeber.pdf

Flemingulus
25.01.2009, 20:46
Ich bin nicht 100 %ig sicher, aber ich glaube, die unter 1.2 bis 1.5 aufgeführten Stiftungen fördern alle in Abhängigkeit vom Elterneinkommen. :-nix Evtl. wärs was mit dem zinslosen Darlehen vom Hildegardis-Verein, sofern Jocys weiblich und katholisch ist...

papiertiger
25.01.2009, 20:58
würde ich auch so sehen. dort sind im Grunde nur die üblichen Verdächtigen aufgeführt, und die fördern, soweit ich das überblicke, alle elterneinkommensabhängig :-nix


ggf. ist aber in der Datenbank von e-fellows.net tatsächlich etwas dabei, da müsste man sich mal durchkämpfen. Leider gibt es auch dort nicht die Möglichkeit, gezielt nach elternunabhängigen Förderungen zu suchen ; )

Ehemaliger User 05022011
25.01.2009, 21:09
dort sind im Grunde nur die üblichen Verdächtigen aufgeführt, und die fördern, soweit ich das überblicke, alle elterneinkommensabhängig :-nix

)

nein stimmt so nicht ganz, bei den Begabtenförderungsstipendien ist ein Hinweis, dass auf elterneinkommensabhängig Förderung nicht enthalten, also - sofern die anderen Voraussetzungen erfüllt sind - hier bei den genannten Trägern /Organisationen sich mal genauer erkundigen

papiertiger
25.01.2009, 21:21
Wo meinst du jetzt genau?

Hab nicht alles im Detail durchgelesen, aber bei kurzem Überfliegen sind mir da eigentlich überall Stichworte wie "BaföG", "abhängig von der materiellen Situation der Familie", etc. pp. ins Auge gefallen.

Flemingulus
25.01.2009, 21:24
Da Jocy (btw... willkommen im Forum! ;-) ) einen ziemlich planvollen ersten Eindruck weckt, hat er/sie die 11 "großen" Förderer wahrscheinlich schon auf seine Frage abgeklopft, oder?

Ehemaliger User 05022011
25.01.2009, 21:36
Wo meinst du jetzt genau?

Hab nicht alles im Detail durchgelesen, aber bei kurzem Überfliegen sind mir da eigentlich überall Stichworte wie "BaföG", "abhängig von der materiellen Situation der Familie", etc. pp. ins Auge gefallen.

also z.B. 1.2.1 Cusanuswerk , hier findet sich zwar -worauf du richtig hinweist-das Stichwort "BaföG", aber das ist nur ein Hinweis auf § 8 (der enthält, wenn ich es richtig überflogen habe aber kein elterneinkommsabhängiges Kriterium - aber ich bekomme kein BaföG und hab mich deswegen mit diesem Gesetz noch nie näher beschäftigt) und wenn weiter unten die Rede von "Förderungsdauer berechnet sich in Anlehnung an das BAföG" steht, dann heißt das auch nicht "eltereinkommesabhängig" - also wie gesagt m.E. lohnt es sich vielleicht, es sich mal genauer zu Gemüte zu führen

hab es gerade noch mal geprüft, ist falsch was ich gerade geschrieben habe Ziff. 3 enthält glaube ich den Hinweis auf das Elterneinkommen ( hier steht nämlich "die keinen Unterhalt bekommen " ) - aber zählt hier auch , wenn tatsächlich nicht gezahlt wird, ein Anspruch aber besteht? also hier müsse die Spezialisten rat bzw. wie schon gesagt fragen !!

papiertiger
25.01.2009, 21:41
"eine an den wirtschaftlichen und sozialen Verhältnissen des Studierenden bemessene" Förderung wird aber mit ziemlicher Sicherheit auf das Gleiche hinauslaufen ;-)