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Evil
02.04.2009, 16:16
Ich sollte mir meine Rechte an diesem Slogan sichern :-))

Rico
02.04.2009, 16:23
jedenfalls sind mir keine abschätzigen Radiologen-Sprüche bekanntDann setz dich mal ne Woche in die Röntgendemo bei den Chirurgen.... :-D

Mein liebster Satz: "Das können Sie ja nicht wissen, Sie behandeln ja keine Patienten!"

docbrown69
05.04.2009, 13:03
Also ich habe kenne diesen Wechsel, nur anders herum... zuviele Überstunden, zuviele Dienste, zuviel Arbeit... dann doch lieber Anästhesie ;)

Auch von mir der Rat, erstmal Fachintern wechseln und die eigene Einstellung überdenken in bezug auf die "Wertschätzung"

Viel Spass! :D

ach die schon wieder
07.04.2009, 05:24
Wer Wertschätzung sucht. Sollte ....
1. Arzt bleiben, immerhin trotz aller Kritik, mangelnder Bezahlung, Ärger mit der Verwaltung etc immer noch einer der Bestangesehensten Berufe in Deutschland.
2. sich nicht nicht über Chirurgen Ärgern. Ein Wechsel in die Innere (eigene Erfahrung) hilft da zumindest nicht. Wobei man da halt manchmal sehr nette Patienten hat, die sogar wach sind ;-) Aber das sollte nicht der Grund für das ansonsten schon recht stressige Fach sein.

Viel Glück bei der Suche nach einer neuen Stelle.

Leelaacoo
13.05.2009, 15:47
Mal kurz Thread ausgrab:
Wird man nach Fachrichtungswechsel denn noch in die gleiche Entgeltstufe nach TV Ärzte/VKA eingeteilt? Ich finde nur was von "ärztlicher Tätigkeit" (die ich ja 3 Jahre gemacht habe -> Innere). Jetzt wechsle in ein komplett anderes (operatives) Fach -> werde ich trotzden in die Entgeltstufe I-3 eingruppiert?? Habt ihr da Erfahrung mit? Wär blöd, wenn ich noch mal von unten anfangen müsste zumal ich ja schon einiges mehr kann als Komplettanfänger...wen auch nicht unbedingt fachspezifisch.

LG und danke für Antworten, Lee

Miss
13.05.2009, 18:10
Soweit ich weiß gilt das WBJ in der jeweilige Fachrichtung. Du würdest dann wieder bei Stufe I anfangen. Korrigiert mich, wenns nicht stimmt :-niy

Leelaacoo
13.05.2009, 19:44
OK, habs selbst herausgefunden (Anfrage Marburger Bund). Es zählt tatsächlich nur die ärztliche Tätigkeit nach dem Examen, egal in welchem Gebiet, allerdings scheint es wohl einige Verwaltungen zu geben, die einen da prellen wollen. Wär ja tatsächlich auch nicht ganz so fair, denn nach 3 Jahren Innere kann man trotzdem mehr als direkt nach dem Examen.

Danke trotzdem, LG Lee

Snooops
02.07.2009, 16:52
Hi,

ich würde das Thema ganz gerne mal wieder aufgreifen. War nach dem Examen war sehr unentschlossen, ob ich mich für Anä oder Innere entscheiden soll. Habe mir dann gedacht, dass die praktische Erfahrung in der Anästhesie ja nur von Vorteil sein kann und habe mich dann dafür entschieden.

Jetzt ist es jedoch so, dass ich mich damit nicht wirklich gut fühle. Die Leute sind schon nett, die Arbeitszeiten auch, von daher kann ich nicht klagen. Doch packt mich ständig die Panik, dass ich etwas falsch mache. Bin jetzt schon einige Monate dabei, sodass sich diese Anfangspanik gelegt haben sollte. Die OA schauen sowieso nie vorbei, nur wenn ich sie anfordere, weil ich ein Problem habe. Es ist wirklich der Horror. Ich habe eher das Gefühl den Leuten zu schaden, wenn ich sie in Narkose lege.

Bin jetzt aufgrund der ständigen Panik und der fehlenden Vorstellung diesen Job noch Jahre zu machen, am Überlegen in die Innere zu wechseln. Ich weiß, dass dort eine hohe Arbeitsbelastung auf mich wartet, doch kann ich damit vielleicht besser umgehen :-nix.

Wie geht es euch? Hat jemand Erfahrung damit und könnt mir sagen wie es euch damit ergangen ist oder geht/ging es jemanden in der Anä ähnlich? Was habt ihr gemacht?

Danke!

Snooops

Miss
02.07.2009, 17:04
Ich hatte am Anfang Nervosität bei meinen ersten Narkosen, aber keine Panik! Bist Du denn gut eingearbeitet worden oder nach ein paar Tagen gleich ins kalte Wasser geschmissen worden?
Mir ging es fast ein bißchen auf die Nerven, dieses Händchen halten :-)) aber es wurde IMMER so dort gemacht, deswegen auch bei jedem. So kann ich mich jedenfalls nicht über mangelnde Rückendeckung und Feedback beklagen.
Vielleicht ist das bei Dir das Problem? Dass Du zu wenig Feedback bekommst und insgeheim befürchtest, es wäre alles nicht richtig?
Das ist doch eher ne Kopfsache, oder? Vielleicht braucht man ein bißchen ein Händchen für alles, aber so leicht schädigt man auch keine normalen ASA I und II Patienten, die können was ab. Und nach ein paar Monaten ist man einfach noch nicht top, nach ein oder zwei Jahren auch nicht, die Erfahrung und das Wissen, alles noch ein bißchen professioneller zu machen, kommt halt erst nach noch längerer Zeit?

Wie ist denn Euer Patientengut so?
Und macht Dir das Ganze denn sonst Spaß?

Ich mag den Job, aber es ist halt auch nicht für jeden das absolut richtige Fach. Du solltest Dir nur Gedanken machen über die Gründe, sonst hast Du in ein paar Monaten das gleiche in grün (falls es nicht am Fach lag).

lara162
02.07.2009, 19:12
Ich bin als berufsanfänger seit 8 Wochen in der Anä. Am Anfang hatte ich ab und an Situationen, dass ich mich gefragt habe, warum ich ausgerechnet mit so großer Verantwortung besetzte Fachrichtung wählen musste. Am ersten Tag war ich sogar nervös, als ich mal 10min. alleine im OP gelassen wurde und habe gebetet, dass sich jetzt bloß nichts ändert am Monitor oder der Patient wach wird (heute lache ich darüber natürlich :) ).
Ich bin mir sicher, dass dieses Gefühl der latenten Überforderung mich ganz ganz sicher noch ab und zu mal einholen wird - gerade in neuen Situationen oder wenn auf einmal vieles auf einen einprasst - aber ich merke, dass ich schon viel sicherer und souveräner geworden bin.

Ich war die ersten 6 Wochen nie alleine im Saal eingeteilt (auch wenn ich mitunter alleine gearbeitet habe wenn die OÄ gerade was anderes zu tun hatte), aber das Gefühl, nicht alleine zu sein, war halt da. Mit dem Wechsel zu dem alleinigen Saal (samt neuer Fachabteilung) hat sich bei mir eigentlich gefühlsmäßig bisher nicht viel geändert. Klar bin/war ich nervös, wenn mal was neues ansteht, aber ich merke auch, dass die Gewöhnung recht schnell eintritt. Und zur Not ist ja immer ein OA in der Spange, den ich rufen könnte. Je nach Besetzung schauen die von öfters bis kaum vorbei. Aber auch erfahrene Schwestern/Pfleger sind mitunter goldwert!

Wie war denn die Einarbeitung bei dir, das würde mich auch interessieren? Hast du Anä schon im PJ gemacht oder war nach dem Examen alles ganz neu für dich? Bist du vorerst in einer/nur einigen wenigen Fachabteilungen eingeteilt wo du Narkosen machst, oder wirst du munter von A nach B geschoben? Wie ist das Verhältnis allgemein zu den Anä-Schwestern/Pflegern?

Anästesie ist eigentlich mein Wunschfach, auch wenn ich noch zu anderen (praxisfreundlicheren) tendiert habe. Ich werde auf jeden Fall nach 1/2 Jahr ein Resumee ziehen (Klinik, Fach, Arbeitsbedingungen, Zukunft...), ebenso nach 1 vollem Jahr (ich habe mir vorgenommen, mindestens 1 Jahr Anä zu machen). Dann wird sich zeigen, ob ich der Fachrichtung treu bleibe oder doch was anderes mache.

Ich denke gewisse Anfängerängste sind völlig normal, auch wenn viele das sicher nicht zeigen. Sie sollten nur keine Überhand nehmen. Sicher gibt es Gründe für deine Überforderung, denn all die anderen Anästhesisten sind ganz sicher nicht schlauer oder begabter als du, die haben das auch "nur" gelernt.

John Silver
02.07.2009, 19:55
Ich denke nicht, daß ein Fachrichtungswechsel die richtige Lösung in einem solchen Fall ist. In jeder Fachrichtung ist man zunächst ein Anfänger und fühlt sich mit vielen Dingen überfordert. Die Lösung ist viel eher gute Supervision und Weiterbildung.

Ich stand heute im Op und sollte einen Port ausbauen. Der Oberarzt war im Nachbar-Op und kam auch bald nach. Während ich mir die Arme desinfizierte, mich steril einkleidete und die Lokale setzte, hatte ich ein recht mulmiges Gefühl, obwohl ich schon mehrmals eine solche Op gemacht habe, und es im Grunde keine große Sache ist. Wirklich beruhigt habe ich mich erst, als der OA reinkam. Es ist einfach *******, ganz alleine mit etwas konfrontiert zu sein, was man noch nicht wirklich sicher beherrscht. Wenn ein erfahrener Kollege daneben steht, sieht die Welt ganz anders aus.

Moorhühnchen
02.07.2009, 20:57
Ich bin als berufsanfänger seit 8 Wochen in der Anä. Am Anfang hatte ich ab und an Situationen, dass ich mich gefragt habe, warum ich ausgerechnet mit so großer Verantwortung besetzte Fachrichtung wählen musste. Am ersten Tag war ich sogar nervös, als ich mal 10min. alleine im OP gelassen wurde und habe gebetet, dass sich jetzt bloß nichts ändert am Monitor oder der Patient wach wird (heute lache ich darüber natürlich :) ).
Ich bin mir sicher, dass dieses Gefühl der latenten Überforderung mich ganz ganz sicher noch ab und zu mal einholen wird - gerade in neuen Situationen oder wenn auf einmal vieles auf einen einprasst - aber ich merke, dass ich schon viel sicherer und souveräner geworden bin.

Ich war die ersten 6 Wochen nie alleine im Saal eingeteilt (auch wenn ich mitunter alleine gearbeitet habe wenn die OÄ gerade was anderes zu tun hatte), aber das Gefühl, nicht alleine zu sein, war halt da. Mit dem Wechsel zu dem alleinigen Saal (samt neuer Fachabteilung) hat sich bei mir eigentlich gefühlsmäßig bisher nicht viel geändert. Klar bin/war ich nervös, wenn mal was neues ansteht, aber ich merke auch, dass die Gewöhnung recht schnell eintritt. Und zur Not ist ja immer ein OA in der Spange, den ich rufen könnte. Je nach Besetzung schauen die von öfters bis kaum vorbei. Aber auch erfahrene Schwestern/Pfleger sind mitunter goldwert!

Wie war denn die Einarbeitung bei dir, das würde mich auch interessieren? Hast du Anä schon im PJ gemacht oder war nach dem Examen alles ganz neu für dich? Bist du vorerst in einer/nur einigen wenigen Fachabteilungen eingeteilt wo du Narkosen machst, oder wirst du munter von A nach B geschoben? Wie ist das Verhältnis allgemein zu den Anä-Schwestern/Pflegern?

Anästesie ist eigentlich mein Wunschfach, auch wenn ich noch zu anderen (praxisfreundlicheren) tendiert habe. Ich werde auf jeden Fall nach 1/2 Jahr ein Resumee ziehen (Klinik, Fach, Arbeitsbedingungen, Zukunft...), ebenso nach 1 vollem Jahr (ich habe mir vorgenommen, mindestens 1 Jahr Anä zu machen). Dann wird sich zeigen, ob ich der Fachrichtung treu bleibe oder doch was anderes mache.

Ich denke gewisse Anfängerängste sind völlig normal, auch wenn viele das sicher nicht zeigen. Sie sollten nur keine Überhand nehmen. Sicher gibt es Gründe für deine Überforderung, denn all die anderen Anästhesisten sind ganz sicher nicht schlauer oder begabter als du, die haben das auch "nur" gelernt.Möchte auch nochmal meinen Senf beisteuern:
Nach einem Monat Anästhesie fühle ich mich jedenfalls viel wohler als in der Neuro zuvor! Dort hatten mich Zweifel, Versagensängste und die Arbeitszeiten sowie Arbeitsbelastung beinahe aufgefressen!

Nach dem Wechsel in die Anästhesie kann ich plötzlich alles viel entspannter angehen. Natürlich mache ich auch hier Fehler (erst gestern habe ich bei einem jungen Mädel die Narkose wohl etwas zu früh runtergefahren und dabei nicht bemerkt, daß die Blutsperre noch zu war.....), aber alles in allem macht mir die Arbeit im OP weniger Angst als in der Neuro (wo ich schon Famulatur- und PJ-Erfahrungen gesammelt hatte und dachte, ich krieg das locker hin).

Alles reine Kopfsache denk ich mir mittlerweile! Die Einarbeitung ist ok - könnte sicher besser sein. Seit der zweiten Woche bin ich tageweise allein im OP gewesen, auch mit Vollnarkosen (wir machen sehr viel Regionale), die aber meist gesund waren. Die Anästhesiepflege sieht man bei uns quasi nur im Einleitungssaal - die sind superknapp besetzt und betreuen oft 3 oder 4 Säle gleichzeitig.
Aber jeder hat bei uns ein Telefon, die OÄ sind jederzeit erreichbar und zur Not gibts ja noch den Notfallknopf. Ich fühle mich hier sicherer als vorher in der Neuro und habe sehr weniger Angst vor Fehlern!!! :-)

icespeedskatingfan
02.07.2009, 21:27
Die Versagensängeste Die Du schilderst sind mit Sicherheit unabhängig vom Fach - du scheinst schlicht und ergreifend viel zu wenig angeleitet zu werden. Allein ohne Aussicht auf Hilfe mit unbekannten Situationen konfrontiert zu werden ist nie schön - und da kann ich Dir aus der Inneren, Chirurgie und Notarztfahren bücherfüllende Storys berichten in denen ich mich gerne weg gewünscht hätte.
Vielleicht sprichst Du die mangelnde Anleitung mal an,...

Rumpelstilzchen
02.07.2009, 21:33
Ich als jüngster im Sinne der mangelnden Erfahrung in meiner Abteilung habe mal gute und mal schlechte Tage, manche Narkosen sind kacke, viele gut. Das, was mir am meisten abgeht, ist gelegentlich ein wenig Anerkennung für gute Arbeit und dafür weniger herumreiten auf Fehlern (die Anästhesieschwestern können da gnadenlos sein). Außerdem habe ich noch kein Regionalverfahren gemacht, obwohl ich jetzt ein halbes Jahr dabei bin (allerdings gibt es außer Sectiones eigentlich kaum Eingriffe in Regionalanästhesie, da dies häufig von den Operateuren abgelehnt wird).

Die Fachrichtung würde ich jetzt deswegen, auch wenn ich manchmal einen großen Batzen Frust mit nach Hause nehme, nicht wechseln. Die Angst vor Fehlern ist normal, vor allem weil mir Fehler passieren, aus denen ich aber lerne. Anästhesie ist zum Glück im Vergleich mit anderen Fachrichtungen ziemlich protektiv mit Anfängern, deswegen würde ich nicht in die Innere gehen, obwohl das mal mein Wunschfach war.

Und das Revierverhalten der operativen Kollegen ist ja bekannt, da hilft ein klares Wort zur rechten Zeit sehr viel. Ich habe einem Operateur, als er sich bei der Ausleitung mal wieder über mich lustig machte, kurz gesagt, daß es hier und jetzt reicht, und dann war Ruhe und der Kollege schmollte und sagte zur PJlerin, daß man als erstes in der Anästhesie lernen würde, eine große Klappe zu haben, auch wenn man keine Ahnung hätte.

lara162
02.07.2009, 21:34
Notfallknöpfe sind eine gute Erfindung, kenne ich aus meiner Heimatuni. Hier bei uns gibt es die leider nicht. :-nix Und die Telefone hängen irgendwie auch nur in der Einleitung (ein eigenes haben die Assis nicht), komische Planung. Aber im Notfall wird man wohl selten alleine im OP sein und meistens liegt auch noch irgendwo ein tragbares Tel. rum.
Eigenes Handy zücken ginge wohl auch noch zur Not. :-D

Die Pflege für 3-4 Säle ist ja ganz schön viel (also die Säle, nicht die Pflege). Steht ihr da nicht oft bei der Ausleitung ohne Pflege da?
Für 2 Säle 1 Pflege gibt es bei uns auch in manchen Fachbereichen. Gespart wird wohl überall. Vom PJ war ich es eigentlich so gewöhnt, dass jeder Saal eine Pflege hatte und Arzt und Pflege sich auch bei längeren Sachen oftmals ausgewechselt haben. Hier ist mit Wechseln irgendwie nicht so viel, der OA löst einen zur Pause natürlich mal aus.

Moorhühnchen
04.07.2009, 16:05
Die Pflege für 3-4 Säle ist ja ganz schön viel (also die Säle, nicht die Pflege). Steht ihr da nicht oft bei der Ausleitung ohne Pflege da?
Das ist eigentlich oft der Fall so, zumindest in den 2 Sälen, wo ich bisher war (erst Hand- dann Fußchirurgie - die Anfängersäle quasi, da die Patienten nicht so krank sind). Abkabeln und rausfahren macht man da meistens allein, zum Ausschleusen kommt ein Zivi dazu.....
Glücklicherweise ist es bei uns so, daß bei den Anfängern eigentlich immer ein OA dazukommt, man muß ihn vorher nur kurz anklingeln. Kehrseite: wir sind momentan 5 Anfänger in der Abteilung (< 6 Monate Berufserfahrung) bei 6 OP-Sälen, so daß es manchmal ganz schön knapp wird mit 3, bzw. seit letzter Woche 4 Oberärzten.

@ Rumpel: für die Regionalen mußt Du echt mal ein Jahr oder ein halbes bei uns anheuern. Ich hab bisher mehr Regionale gemacht als Vollnarkosen! Fazit: Stechen kann ich bis jetzt einigermaßen und hab am Freitag meinen ersten distalen Ischiadicusblock unter Aufsicht der Anästhesiepflegerin gemacht. Intubieren kann ich aber immer noch nicht ansatzweise...
Und ich muß auch sagen, daß bei uns das Klima zwischen Chirurgen und Anästhesisten sehr angenehm ist!!! Bis auf 2 Ausnahmen motzt da keiner rum. :-dafür

lara162
06.07.2009, 20:00
Bei Ausleiten ohne zweite Hand würde ich mich aber doch mulmig fühlen. Kann ja immer irgendwas sein. :-nix Aber da bleibt einem dann wohl nur das laute Schreien.

Von den Regionalen bin ich wohl noch weit weg, liegt aber auch an meinem Einsatzort zur Zeit (Auge), da ist das ja etwas kontraproduktiv. Dafür stehen meistens einigermaßen viele Wechsel an was die Intubation und ab und an mal eine LM widerum schult. Leider sind die Patienten da zu 99% multimorbide Opis und Omis, vielleicht nicht gerade das beste Anfängerklientel, die zudem noch nicht mal zucken dürfen während der Op. :-oopss

Muriel
07.07.2009, 07:54
Och, wir haben doch ne Menge Lokalanästhesien. Allerdings reichen dafür ja meist schon Tropfen :-D Japp, unser Patientengut hat im Normalfall ASA III auf den Bögen stehen, auch gerne mal IV. Manchmal kommt man sich wie in einer Geriatrie vor :-oopss

Moorhühnchen
08.07.2009, 20:09
Die Pflege für 3-4 Säle ist ja ganz schön viel (also die Säle, nicht die Pflege). Steht ihr da nicht oft bei der Ausleitung ohne Pflege da?
Für 2 Säle 1 Pflege gibt es bei uns auch in manchen Fachbereichen. Gespart wird wohl überall. Vom PJ war ich es eigentlich so gewöhnt, dass jeder Saal eine Pflege hatte und Arzt und Pflege sich auch bei längeren Sachen oftmals ausgewechselt haben. Hier ist mit Wechseln irgendwie nicht so viel, der OA löst einen zur Pause natürlich mal aus.Wir haben täglich 4 Leute im Spätdienst, da mehrere Säle bis 18 oder gar 20 Uhr regulär gehen. Die kommen vormittags und lösen zur Pause aus. :-top
Dafür wird wohl halt bei der Pflege gespart. :-(

Fresh Prince
11.06.2012, 11:00
Hallo zusammen,

ich grabe diesen alten Thread mal aus, dank der Suchfunktion :)
Ich hab im Mai mein Examen gemacht und fange in Kürze in der Anästhesie zu arbeiten an. Im PJ habe ich Anästhesie als Wahlfach gemacht, weil es mich sehr interessiert hat. Deshalb wollte ich in dem Fach gerne starten. Im letzten Tertial war ich allerdings auf der Inneren Intensiv und habe dort megaviel gelernt, interessante Fälle und megaviel Spaß gehabt. Sodass ich mir zu dieser Zeit vorstellen konnte, später in diese Richtung zu gehen. Die Bewerbungen für Anästhesie habe ich in einer Phase verschickt, als ich mit dem Kopf nur beim Lernen aufs Examen war. Jetzt, wo das Examen rum und der Kopf das erste Mal frei ist, kommen eben Gedanken auf und ich fange an zu Grübeln, ob Anästhesie das Richtige ist.
Weil ich im Lauf des PJ eben festgestellt habe, dass mir das ganze Intensiv/Invasiv-zeugs richtig viel Spaß macht. Zudem kann ich mich auch für Diagnostik und das Erstellen von DDs begeistern. Sogesehen riecht das Ganze eher nach Kardiologie mit Zusatzweiterbildung zum Intensivmediziner. Oder was meint ihr dazu? Allerdings musste ich auch feststellen, dass es kaum Stellen für Intensivmediziner gibt, da es sich dabei ja um ein "Rotationsfach" handelt und lediglich eine Leitung und ein Stations-OA fest eingeplant sind. Ich muss auch gestehen, dass ich im Studium nur einmal in der Inneren famuliert habe. Mein Innere-Tertial habe ich auf der Intensiv und im Notaufnahmezentrum verbracht. Sogesehen habe ich also kaum Eindrücke der Stationsarbeit gesammelt. Ich bin daher etwas in Sorge, ob meine Sichtweise verblendet ist, da ich nur die "interessanten" Dinge der Inneren Medizin kennengelernt habe, diese aber in der Realität selten sind und man stattdessen 5 Jahre auf Station verbringt. Habt ihr hierzu vielleicht ein paar Meinungen?

Ich habe mir daher mal überlegt, mein erstes Berufsjahr in der Anästhesie zu verbringen und dann ggf in die Kardiologie zu wechseln. Leider kann man das eine Jahr nicht anrechnen (laut WBO Bayern), soweit ich informiert bin. Wie seht ihr das eine Jahr Anästhesie? Ist es in euren Augen ein "verlorenes Jahr", weil es zu spezifisch ist, oder bringt einen das durchaus weiter?
Gerne würde ich eure Meinungen / Erfahrungen hören um vielleicht ein umfassenderes Bild zu bekommen, da ich im Moment wirklich unschlüssig bin.