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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Hammerexamen F2009: Wie lief der 2. Tag?



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Nasus
22.04.2009, 19:37
Ganz einfach: für ne 1 reichen 90%, also müssen 10% der Fragen so schwer sein, dass sie nur von 2% der Teilnehmer beantwortet werden können. Man erinnert sich halt hauptsächlich an die Fragen, die man nicht lösen konnte. Es kommt einem so vor, als wären das unwahrscheinlich viele gewesen, aber das ist ein wenig verzerrte Wahrnehmung. Die 60% zum Bestehen sollte man fast ohne Lernen beantworten können, wenn man im Studium ein bisschen aufgepasst hat.

Bis zum vorletzten Satz kann ich zustimmen, das ist eine gute Erklärung, man nimmt es tatsächlich etwas verzerrt war und manche Fragen sind absichtlich gemein.
Aber dass die 60%-Hürde von der Mehrheit ohne jegliches Lernen erreicht werden würde, ist sicher übertrieben. Kann schon sein, dass Du das hinbekommen hättest, ein gewisser Teil der Studenten kriegt das hin, auch nicht nur vereinzelte. Aber bist Du Dir ganz sicher, das Du dazu gehört hättest ?

Unregistriert
22.04.2009, 19:51
Also als eine Aussenstehende und medizinischer Laie (mein Partner schreibt grad mit...) finde ich es relativ normal dass das Medizinexamen nen gewissen Anspruch hat. Schliesslich vertrauen Euch die Leute später mal Leib und Leben an.
Ich find es ohnehin ziemlich krass dass man mit 60 % des Wissens später Leute aufschneiden darf.
Viel Erfolg für morgen!

Unregistriert
22.04.2009, 19:59
Typische Aussage eines Laien... Es gibt ja zum Glück auch die Facharztausbildung nicht wahr... Dein Freund wird es dir erklären können...

Unregistriert
22.04.2009, 20:07
Typische Aussage eines Laien... Es gibt ja zum Glück auch die Facharztausbildung nicht wahr... Dein Freund wird es dir erklären können...

Exakt!
Abgesehen davon wird nicht jeder Arzt Chirurg. Und das System, in das wir jetzt hineingelernt-/geprüft werden, funktioniert nur im Team. Seltenst ist der Arzt alleine und schon gar nicht am Anfang der Weiterbildungszeit.
Schon mal ganz und gar nicht in der chirurgischen Abteilung!

Unregistriert
22.04.2009, 20:09
Also als eine Aussenstehende und medizinischer Laie (mein Partner schreibt grad mit...) finde ich es relativ normal dass das Medizinexamen nen gewissen Anspruch hat. Schliesslich vertrauen Euch die Leute später mal Leib und Leben an.
Ich find es ohnehin ziemlich krass dass man mit 60 % des Wissens später Leute aufschneiden darf.
Viel Erfolg für morgen!

Weißt du überhaupt was 60% des Prüfungsinhaltes bedeutet? Sorry, aber als "Aussenstehende" (selbst als Arztpartner) kannst Du Dir mal gar keine Meinung zu den Thema erlauben. Darum behalte derartige Äußerungen für Dich oder vertreib Dir Deine Zeit bitte in dem Forum Deines Berufzweiges.

Unregistriert
22.04.2009, 20:10
oje, also ich bin ja auch laie und meine partnerin schreibt gerade mit, aber zu so einem unqualifizierten kommentar fällt mir eigentlich nichts mehr ein.
unterhalte dich doch einfach mal mit deinem partner, er wird wohl kaum der gleichen meinung sein wie du.

Unregistriert
22.04.2009, 20:16
Sei froh, dass er dich nicht schon längst verlassen hat...

jcw
22.04.2009, 20:17
Ich für meinen Teil finde Lavas Darlegungen vollkommen in Ordnung, allerdings sind sie in einer Zeit des allgemeinen Wundenleckens nach dem anspruchsvollen Examen etwas pietätslos weil zu ehrlich. Meiner Meinung nach wurden zumindest bei uns Einsen im klinischen Abschnitt total inflationär verteilt, kein Wunder, dass man sich da auf ein unreales Notenlevel einschießt. Leute, die eine Blockpraktikumsprüfung mit einer 4 abgelegt haben, mussten schon besoffen, stoned und mit offener Hose dagewesen sein.

Zu unserem "Laien" weiter oben möchte ich noch sagen, dass wir zwar alle Fächer geprüft werden, aber kaum jemals so breit gefächert ärztlich tätig werden. Ein Chirurg wird kaum je in die Verlegenheit kommen, ein GBS kurieren zu müssen. Und selbst, wenn er es wollte, sollte er es besser nicht tun, denn vor Gericht muss man, wenn was schiefgegangen ist, sein Handeln am Facharztwissen im jeweiligen Fach messen lassen.

Jan

Unregistriert
22.04.2009, 20:25
oje, also ich bin ja auch laie und meine partnerin schreibt gerade mit, aber zu so einem unqualifizierten kommentar fällt mir eigentlich nichts mehr ein.
unterhalte dich doch einfach mal mit deinem partner, er wird wohl kaum der gleichen meinung sein wie du.

Das Dir nichts mehr einfällt ist auch gar nicht schlimm!

Man kann schlecht etwas beurteilen was man selber nicht studiert hat und schon gar nicht die völlig unrealistischen Anforderungen des IMPP. Die übrigens nichts, aber auch gar nichts mit "gut-Arzt" oder "schlecht-Arzt" zu tun haben.

Wenn Ihr Euch gleich angegriffen fühlt, hab ich wohl den wunden Punkt getroffen...

Und wenn hier ein Moderator ist dann soll er doch bitte die letzten Beiträge löschen (meine inklusive).

Hoppla-Daisy
22.04.2009, 20:26
Nö nö, bleibt drin, ihr habt euch ja nicht beleidigt ;-)

Hoppla-Daisy, ihres Zeichens Modrige :-D

Nasus
22.04.2009, 20:28
Oh je,was für eine Milchmädchen-Rechnung von Gast/Laie bei Beitrag Nr.42.
Ich weiß ja nicht, was Deine Ausbildung oder Studium ist- aber war Dein Wissen
nach allen Scheinen/Klausuren, aber vor Beginn der Lernphase nicht deutlich geringer als nach mehreren Monaten Vorbereitung auf das Examen? Darum ging es in der Diskussion.

Angel Oak
22.04.2009, 20:43
Also, trotz wesentlich schlechterem Gefühl ist der Tag heute echt gut gelaufen. Fast 10%!!!!! besser als gestern.

Und meiner Meinung nach hängt es auch ein bisschen davon ab, wie man mit den IMPP- Fragen zurecht kommt, ob man die 60% sofort schaffen würde oder ob man sich erst (wieder) intensiv daran gewöhnen muss auf alle nichts und Hyper/Hypo usw. zu achten. Ich denke auch, dass 60% mit Grundlagen und Sachen die man wissen kann zu schaffen sind, wenn man sich nicht irre machen lässt aber ich finde nach oben wird die Luft echt extrem dünn.

Squily
22.04.2009, 21:21
Zu dem "Laienkommentar" (welchen ich eigentlich nachvollziehen kann, 60% klingen wenig):

Das IMPP könnte das verlangte Wissen auch auf 80% hochsetzen oder gar 90% ... wenn sie dann gefälligst aufhören Fragen zu stellen, die im medizinischen Alltag keine Rolle spielen (Gen X auf Chromosom Y) und gleich sortieren und nicht z.B. einen zukünfigen Chirurgen Fragen, welche Reifestadien Plasmodien bei der Malariainfektion durchlaufen. Stell Dir vor Du willst Schreiner werden und 90% der Fragen haben nix mit Holz zu tun ... und die Fragen, die auf Dich "zugeschnitten" sind hinterfragen Dein Wissen um den Ahornbaumbestand an der Südspitze Indiens ...

Das Examen bekommt jedenfalls keiner geschenkt, nur weil es 60% braucht. Es bedeutet niemals, daß man 4 von 10 Patienten falsch behandelt. Wenn dasselbe Examen 80% Bestehensquote hätte, wäre der Arztmangel in Deutschland gleich dreimal so hoch, denn nur ca. 1/3 kriegen so viele Punkte hin.

Mipo
22.04.2009, 21:27
Das Examen bekommt jedenfalls keiner geschenkt, nur weil es 60% braucht. Es bedeutet niemals, daß man 4 von 10 Patienten falsch behandelt. Wenn dasselbe Examen 80% Bestehensquote hätte, wäre der Arztmangel in Deutschland gleich dreimal so hoch, denn nur ca. 1/3 kriegen so viele Punkte hin. Immerhin wird man hier auch quasi 4 Jahre des wohl lernstoffintensivsten Studiums geprüft und dabei hinterfragt das IMPP wirklich das kleingedruckte in Büchern, die jedes Telefonbuch alt aussehen lassen.

ThunderRoad
22.04.2009, 21:34
Also ich persönlich fand das Examen bisher ganz OK.
Ich fand's jetzt vom Schwierigkeitsgrad her im Großen und Ganzen nicht viel schwerer oder leichter als die vergangenen Examen.
Einige Fragen waren schwer, andere leichter, vielleicht wurde das ein oder andere Detail zu viel geprüft, aber ich finde es war auf jeden Fall schaffbar.

Jetzt warten wir mal Morgen ab!

Und allen nochmal viel Glück!

Caprifischer
22.04.2009, 21:47
Also lustig weil ziemlich unqualifizierte Äusserungen vor allem von Gästen und Gott sei dank hab ichs im Herbst hinter mich gebracht.. Aber auch ich bin mir sicher, dass IMPP stellt diesmal genauso viele Schwachsinnige wie leichte Fragen... wie in den Examina davor und wie es das auch in den kommenden Examina tun wird... Und ich schließe mich Lava an. Wer einigermaßen mit Mühe und etwas Eifer dieses Studium hinter sich gebracht hat, der wird ganz sicher nicht an der 60% Hürde scheitern. Wir können gerne diskutieren wie absolut bescheuert der Notenspiegel ist, den das IMPP veranschlagt, aber die Schwierigkeit eines Examens mißt sich letztendlich einzig an Durchschnittspunktzahl, max erreichten Punkten und Durchfallsquote.
Wie auch immer, ihr schafft das! Drück euch kollektiv unbekannterweise die Daumen! Auch wenn ich morgen um die Uhrzeit noch im Bett liege und träume...:-D

Nasus
22.04.2009, 21:55
Oh je,was für eine Milchmädchen-Rechnung von Gast/Laie bei Beitrag Nr.42.
Ich weiß ja nicht, was Deine Ausbildung oder Studium ist- aber war Dein Wissen
nach allen Scheinen/Klausuren, aber vor Beginn der Lernphase nicht deutlich geringer als nach mehreren Monaten Vorbereitung auf das Examen? Darum ging es in der Diskussion.

Also den Ausdruck "Milchmädchen-Rechnung" möchte ich zurücknehmen, pardon.
Für einen außen stehenden klingen 60% recht wenig, das ist verständlich, wie Squily schon sagte. Trotz allem muss man auch schon ziemlich wissen, um 60% der Fragen korrekt beantworten zu können und weniger als 2% der Leute schaffen mehr als 90%. Bleiben also 10% der Fragen, die kaum einer richtig beantwortet und die für die praktische Tätigkeit eines Arztes ziemlich sicher irrelevant sind, es sei denn, es ist sein Spezialgebiet. Und für dieses Spezialgebiet muss der Arzt eine Facharztprüfung ablegen (oder gar eine Zusatzbezeichnung) nach 5-6 Jahren Berufstätigkeit...

Florian Pietsch
22.04.2009, 22:01
völlig richtig, zumal in der Vergangenheit einige Fragen dem Fragentool der Facharztprüfung entnommen wurden....

ivannie
23.04.2009, 07:21
Hach je, bald ist es geschafft.

Leider wird es immer wieder nach dem Examen Diskussionen geben.
Es ist Sinn und Zweck Unterschiede zwischen den Studenten festzustellen. Wenn ihr nun alle am Ende diegleiche Note hättet, weil sie nach den größten Banalitäten fragen, dann wäre es auch nicht richtig.
Was Lava geschrieben hat ist schon richtig. Und es ist natürlich nicht wirklich nett das während des Examens zu schreiben. Aber..
Auch während unseres Examens gab es Leute, die sowas geschrieben haben und im Nachhinein muss ich sagen, dass das schon sinnvoll war. Man ereifert sich über das Examen, motzt, schimpft und erinnert sich wirklich nur an die komplizierten Fragen.. Und natürlich ist das eigene schwerer als alle anderen. Ist ja auch logisch..Prüfungssituation.. Und dann ist es doch ganz gut, wenn man mal kurz geerdet wird.. und sich wieder aufs Kreuzen am nächsten Tag konzentriert, statt aufs Meckern..;)
Ich drück wieder fleissig die Daumen.. natürlich allen!

sleuth
23.04.2009, 22:00
Also als eine Aussenstehende und medizinischer Laie (mein Partner schreibt grad mit...) finde ich es relativ normal dass das Medizinexamen nen gewissen Anspruch hat. Schliesslich vertrauen Euch die Leute später mal Leib und Leben an.
Ich find es ohnehin ziemlich krass dass man mit 60 % des Wissens später Leute aufschneiden darf.
Viel Erfolg für morgen!

Liebe Frau "Ulla Schmidt", wir möchten hiermit "medizinischer Leie" stark betonen!

Hochachtungsvoll,