Anmelden

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Blutabnehmen - Tricks?



Seiten : 1 2 3 4 5 [6] 7 8

Logo
13.09.2012, 17:25
So ******* das klingt -für mich auch geklungen hat:
Mit der Zeit/Übung (!!) spürst du am Widerstand beim Stechvorgang oder beim gelegentlichen subkutanen Nachpunktieren, wenn du im Gefäß bist - auch ohne visuelles Feedback (Blutsäule im Schlauch). Dann kommt das Röhrchen/Vaccutainer dran.
Anfänglich muss man halt öfters mal vorsichtig die Kanüle vor- oder zurückbewegen, Richtung nachjustieren, s.c. nachstechen, und ein bißchen Material bei Fehlversuchen verheizen. Ist normal, ist ein Handwerk (sprich: Übung macht den Meister).
ABER auch gute "Stecher" haben mal Scheiß-Stunden/-Tage, schlechtes Karma whatever! Wenn es nach ein paar Versuchen nicht klappt und kein akuter Handlungsbedarf besteht (der Patient braucht jetzt schnell viel Volumen o.Ä.), einfach sich und dem Patienten ne Pause gönnen, Kaffee trinken und dann erneut frisch ans Werk, oder halt nen Kollegen fragen (man hilft sich eigentlich schon gegenseitig).

Nicht verkrampfen/abfrusten -- einfach weiter trainieren!!

Gruß LOGO

FirebirdUSA
13.09.2012, 17:27
Am Anfang sticht man häufig mal daneben oder auch durch, ist völlig normal und kein Grund mit einem schlechten Gewissen ran zugehen. Wenn du der Meinung bist du bist definitiv in der Vene (und die war nicht so beweglich, dass sie sich ggf. um die Nadel rum bewegt hat) probier mal vorsichtig den Winkel etwas zu ändern (liegen dann an der Wand an). Nehm dir doch ein paar 5 ml Spritzen mit wenn du Angst hast Röhrchen zu verbrauchen zum testen.

Sich selbst Stress zu machen ist nicht gut und macht es nur schlimmer. Das ist alles eine Frage der Übung und nach ein paar hundert Blutabnahmen versteht man die Probleme am Anfang gar nicht mehr :) Und wie Logo schon geschrieben hat, es gibt einfach ***** Tage bzw. Patienten und die hat jeder von uns... ich hab die Regel nach 3x stechen probiert es jemand anders.

Hoppla-Daisy
13.09.2012, 17:42
Man verheizt die Röhrchen auch nicht, wenn man den Stempel nicht direkt komplett rauszieht, sondern erstmal einen "Testzug" ohne Arretierung macht ;-). Je nachdem, wie zart das Venchen ist, ist es m. E. sogar besser, wenn man sich langsam an die Arretierung herantastet.

Ansonsten ist den o. g. Tipps nichts hinzuzufügen. :-)

Dr. Cox M.D.
13.09.2012, 17:47
So ******* das klingt -für mich auch geklungen hat:
Mit der Zeit/Übung (!!) spürst du am Widerstand beim Stechvorgang oder beim gelegentlichen subkutanen Nachpunktieren, wenn du im Gefäß bist - auch ohne visuelles Feedback (Blutsäule im Schlauch).

Danke euch für die netten Worte... Ich bin wahrscheinlich nicht der Einzige mit dem Problem! Ein Mitstudi ist schon soweit verkrampft, dass er das Blutabnehmen versucht zu umgehen,bzw. schon vorher Bammel hat.. Bei mir ist es Gott sei Dank nicht so.....

Du sagtest, man spürt es, wenn man drin ist... Is mir noch nie so aufgefallen... doofe Frage, aber wie spürst du da das? Beschreiben kann mans wahrscheinlich nicht....

Brutus
13.09.2012, 17:59
Du sagtest, man spürt es, wenn man drin ist... Is mir noch nie so aufgefallen... doofe Frage, aber wie spürst du da das? Beschreiben kann mans wahrscheinlich nicht....

Kann man schlecht beschreiben, das muss man "fühlen". Zum Teil recht eindrucksvoll, wie zum Beispiel beim Stechen eines PDK, wenn der Loss of Resistance kommt, hat man auch bei der Spinale, wenn man die Dura durchsticht. So ist das auch, wenn man durch die Venenwand kommt, vorher ist eben noch Widerstand vom umgebenden Gewebe, und dann kommt auf einmal nur noch Flüssigkeit und man "fällt" quasi in die Vene...

Aber Kopf hoch. Das kommt mit der Zeit. Und Panik muss man davor auch nicht haben. Wie sagte ein nicht näher genanner Anästhesist damals als NA zur 15j. Patientin: "So, sticht mal kurz. Und das tut mir gar nicht weh..." :-)) :-))

Kandra
13.09.2012, 18:11
Ich steche auch mit Butterflys und habe immer schon ein Röhrchen dran. Wenn man die Vene getroffen hat, braucht man eigentlich nicht mal am Röhrchen ziehen sondern das Blut läuft von alleine in den Schlauch. Einfach weiter üben! Und ich würde mir keine Sorgen wegen verschwendeter Röhrchen machen ;) Wegen denen geht sicher kein Krankenhaus pleite.

epeline
13.09.2012, 18:35
die pflege richtet hier sterile tupfer zum blutabnehmen, da scher ich mich nicht um 1-2 röhrchen

Hoppla-Daisy
13.09.2012, 18:40
:eek: You're kidding!

epeline
13.09.2012, 19:13
leider nein ^^

ehemalige Userin 24092013
14.09.2012, 11:45
Ach wo das Thema grad wieder aktuell ist. Unglücklicherweise muss ich nun auch mit diesen Vacutainern arbeiten. Also das ist ja der allerletzte Scheiss - oder ich gehöre schon zu den Menschen, die sich auf andere Dinge net einlassen können.

Ich habs X Mal probiert und da ich eh erst zu Blutentnahmen gerufen werde, nachdem sich schon mehrere andere Leute dran versucht haben, macht es wenig Sinn, dass auch ich nochmal das Abnehmen und Mehrfachstechen mittel Vacutainer übe.

Also stech ich jetzt mit ner schwarzen Kanüle, ner 20er Spritze hinten dran und fülle nachher hab - das sieht furchtbar nach Panscherei aus und ist mit Sicherheit jenseits von allen hygienischen Richtlinien. Unglücklicherweise macht Not halt erfinderisch, ich vermisse die stinknormale Stempelmonovette :-meinung!

Muriel
14.09.2012, 11:58
Kann ich gut nachvollziehen, ich habe ein PJ-Tertial mit den bekloppten Dingern arbeiten müssen und habe sie gehasst.

WackenDoc
14.09.2012, 12:06
Ich mag die Vakuumsysteme auch nicht. Und erst recht nicht in Verbindung mit normalen Nadeln statt Butterflys.

Evil
14.09.2012, 13:05
Man gewöhnt sich dran. Nichtsdestoweniger hat das System aber Nachteile, v.a. wenn der Unterdruck verloren ist.

Michael72
14.09.2012, 13:30
Du sagtest, man spürt es, wenn man drin ist... Is mir noch nie so aufgefallen... doofe Frage, aber wie spürst du da das? Beschreiben kann mans wahrscheinlich nicht....

Es fühlt sich einfach anders an, wenn man trifft. Die Nadel hat dann ja auch viel weniger Widerstand. Das kommt aber erst nach vielen Blutentnahmen. In den Famulaturen war's bei mir immer so, dass es nach 4 Wochen, zum Ende der Famulatur, langsam besser wurde und beim nächsten Mal wieder weg war. Besser wurde das erst im PJ. Man muss halt einfach oft Blut abnehmen und Nadeln legen, dann entwickelt man mit der Zeit ein Gefühl dafür.

StellaMaris
14.09.2012, 14:00
Ich mag die Vakuumsysteme auch nicht. Und erst recht nicht in Verbindung mit normalen Nadeln statt Butterflys.

Die Kombination hatte ich noch gar nicht, stelle ich mir aber blöd vor. Ich hab auch beide Systeme kennengelernt, angefangen hab ich in der Krankenpflegeausbildung mit den Monovetten (wir mußten da übrigens auch mit sterilen Tupfern richten :-angel), später bei den Famulaturen hatte ich dann die Vacutainer, fand ich anfangs blöd, nach 'ner Weile hab ich sie dann lieber benutzt als die Monovetten... alles eine Frage der Gewöhnung. Bin mal gespannt, was ich im PJ für ein System haben werde (und ob ich es überhaupt noch kann, meine letzte Blutentnahme ist schon ein Weilchen her :-(().

ehemalige Userin 24092013
14.09.2012, 14:32
Ich hab die Vacutainer noch nie mit Butterfly getestet.
Es liegt mir Sicherheit net daran, dass ich net in der Vene bin....die treff ich schon (geht ja mit der Flexüle auch zu 98% problemlos) - keine Ahnung warums net geht. Vielleicht sind die Leute auch schon soo "leer", dass sich das Vacutainervakuum grad an die Venenwand zieht. :-nix

Irgendwie tu ich mich mit den Teilen selbst dann schwer, wenn ich sie an den Dreiwegehahn der Arterie anschliesse - dabei sind sie wirklich richtig zusammengebaut, ich schwörs!!!
Ich muss halt selber Zapfen, sonst kommt da nix.

FirebirdUSA
14.09.2012, 15:25
Also stech ich jetzt mit ner schwarzen Kanüle, ner 20er Spritze hinten dran und fülle nachher hab - das sieht furchtbar nach Panscherei aus und ist mit Sicherheit jenseits von allen hygienischen Richtlinien. Unglücklicherweise macht Not halt erfinderisch, ich vermisse die stinknormale Stempelmonovette :-meinung!

uhm... ich kann mich ja täuschen aber hast du dann nicht schon eine beginnende Gerinnung bevor du umfüllst und damit verfälschte Ergebnisse?! Beim Serumröhrchen sollte es aber nichts ausmachen...

ehemalige Userin 24092013
14.09.2012, 16:06
Also wenn ich auf der ITS bei einer einer Therapie mit ventrikulärer Pumpe eine ACT bestimmen muss, dann wird das Blut auch erst ganz gewöhnlich in einer 2er Spritze abgenommen und anschliessend in das dafür vorgesehen Röhrchen mit irgendwelchen gerinnungsbeeinflussenden Mitteln gespritzt, geschüttelt und dann ins ACT Gerät gesteckt.
Das Ganze dauert auch ein paar Sekunden und hätte theoretisch ja auch schon einen Einfluss.
Mehr, als das Blut als erstes ins Gerinnungsröhrchen schütten kann ich net. Sonst muss halt wer anders Blut abnehmen gehen.

Wenn die paar Sekunden echt zu so gravierend falschen Ergebnissen führen sollten, dann kann man auch die ganze Stauschlauchaktion als massive Fehlerquelle ansehen.

//stefan
20.09.2012, 17:04
habe mir jetzt nicht alles durchgelesen aber ich habe noch den tip, bei wirklich feinen venen die haut nicht abzusprühen, da durch den kältereiz sich die vene wieder verkleinert. ich sprühe mir einen tupfer ein und wische damit die haut ab... die hygieniker unter euch dürfen jetzt einwände erheben! ;-)

das hab ich mir übrigens von den pädiatern abgeguckt. und ansonsten: learning bei doing. 3 jahren anästhesie haben mir da sehr geholfen... :-)

ehemalige Userin 24092013
20.09.2012, 18:32
ich sprühe mir einen tupfer ein und wische damit die haut ab... die hygieniker unter euch dürfen jetzt einwände erheben! ;-)



Ich hab es seit Jahren net mehr gesehen, dass gesprüht wurde. "Hier" wird nur die Wischmethode gebraucht - selbst im dritten Haus. :-nix