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Stephan0815
13.10.2012, 13:15
Man sollte nicht zu feste stauen, es sollte schon noch was durch die Arterien kommen, um die Venen auch gut zu füllen. Ein bißchen reicht meist schon, um die oberflächlichen Venen dick werden zu lassen und an die will man ja meist ran.
Sollte es an den Armen mal nicht so gut aussehen, kann man auch mal daran denken, daß der Mensch meist mit 4 Extremitäten ausgestattet ist...
Und nie Blut abnehmen proximal von einer Infusionsstelle (oder mit zeitlichem Abstand zuerst die Fusion abstellen), fällt mir noch so ein. Auch bei der Wahl der Viggogröße erstmal nachdenken - braucht der Patient bloß ne Infusion? Dann reicht meist ne Blaue aus. Bekommt der Patient aber noch Diagnostik, zB. Kontrast-CT? Dann darf man sich gleich um ne Grüne aufwärts bemühen, sonst muss man nachher nochmal ran.
dreamchaser
13.10.2012, 16:00
Eine rosa Viggo reicht in der Regel für alles gut aus: für Infusionen wunderbar geeignet, aber auch für Koronarangiographien oder auch Kontrastmittel-CTs und sogar Chemotherapien sind die völlig ausreichend. Wichtig für eine Viggo ist, dass sie gut laufend ist und an einer guten Stelle ist ohne gleich abgeknickt zu werden.
papiertiger
14.10.2012, 15:35
Ohne jetzt exakt zu wissen, welche Volumina in welcher Zeit da durch müssen und ob das nun tatsächlich dann ein unlösbares Problem ist oder einfach nur "Befindlichkeiten" der jeweiligen Fachabteilungen kann ich dazu allerdings beisteuern, dass ich es in einem meiner Famu-Häuser durchaus auch so erlebt habe, dass Pat. mit nur Rosanüle von der Radiologie zurückgeschicht wurden weil für die KM-Gabe mindestens grün notwendig sei/der Famulant dann tatsächlich nochmal ran musste.
Und gerade bei Koro/EPU etc. Geschichten kenn ich es durchaus auch so, dass der Durchführende da sehr exakte Vorlieben haben kann, wo die Viggo nun zu liegen hat und wo NICHT, und welche Größe und überhaupt und generell ... im Zweifelsfall einfach fragen, was man beachten soll bzgl. Wahl der Größe und Lokalisation.
Sprich, das von Stephan gesagte mag zwar nich überall so sein und ist mal mehr und mal weniger objektiv begründbar, kommt aber durchaus nicht von ungefähr.
hm, ich nehm egt fast immer grün.
habe das subjektive empfinden, dass die länger halten, als die dünnlumigen...
Stephan, bitte keine blauen Viggos, auch wenn es nur eine Infusion ist. Die sind so schnell para oder zu, das ich die nur im alleräußersten Notfall hernehmen würde (einzige auffindbare, sehr oberflächliche Vene ist nur auf kurzer Strecke gerade, dann knickt sie ab oder sowas).
Ich nehm die Blauen auch öfter mal. Find die angenehm im Gebrauch und den Patienten tun sie ja auch nicht so weh. Das die nun immer para laufen oder schneller dicht sind hab ich bei fleissigem Gegenspülen noch nicht erlebt.
Stephan0815
14.10.2012, 17:48
Bei den Blauen hab ich jetzt hauptsächlich an die exsikkierte Omi mit den dünnen Venchen gedacht, der ich jetzt ned unbedingt auf Teufel komm raus ne Grüne reinrammen muss, nur um zu zeigen, was für ein toller Hecht ich doch bin, sondern daß man auch beim Viggo-Legen durchaus mal die Birne anschalten kann, wozu es jetzt unbedingt die Größte sein muss, wenn´s doch "bloß" um ein bißchen Substition geht.
Zu den Grünen wurde ja schon gesagt, warum - rosa würde vermutlich auch reichen, außer man ist übellauniger Radiologe und muss mal wieder Dampf am Famulanten ablassen.
Aber am allerliebsten mag ich´s, wenn dann die Stationsärztin zum Schluss kommt:"Der/die hat keine Venen, der/die kriegt jetzt nen ZVK" - macht die täglichen Blutabnahmen und Infusionen soooooo viel einfacher. ^^
SuperSonic
14.10.2012, 18:52
Bei uns sind BEs über zentrale Zugänge "verboten" - zu viele Katheterinfektionen in letzter Zeit. *hmpf*
Ich suche lieber 5 Minuten nach was anständigem, als dass ich an einen ZVK gehe...
dreamchaser
14.10.2012, 20:54
Jede Manipulation am ZVK erhöht die Infektionsgefahr, deshalb gibt es KH, in denen BE via ZVK oder Port verboten sind.
Meine 2cent:
Wenn ein ZVK liegt, dann sollte man ihn auch nehmen. Ich hätte als Patient wenig Verständnis dafür, wenn ich so nen praktischen Zugang am Hals hab, dass dann wieder einer in meinen Armen rumstochert - v.a. wenn die ZVK-Indikation aus dem schlechten Venenstatus resultiert ist. Hygienemaßnahmen kann man einhalten und spülen kann man auch, sollte also zu managen sein, da auch mal Blut draus abzunehmen. Und wenn's ein mehrlumiger ZVK ist, dann ist's ja auch kein Drama falls da mal ein Lumen dicht ist - ist ja kein Port/Demers/Hicki, wo das echt ärgerlich ist.
Zur Radiologie:
Da der Radiologe die Verantwortung für die Durchführung der Untersuchung trägt, darf er auch den Zugang definieren, den er gerne hätte. Und wenn der Radiologe meint, er braucht ein dickeres Lumen, als das, das liegt, dann kann er sich das ja legen. Ist ja schließlich auch Arzt und kann sowas.
Im Stationsalltag ist halt beim Zuganglegen am Montag oft noch nicht klar, dass sich am Donnerstag ne CT-Indikation ergibt, deshalb ist das ja kein böser Wille der Station, wenn der Patient mit einem zu kleinen Zugang ankommt - es gibt halt noch andere Zugangsindikationen als das KM-CT ;-)
Patienten zurück zu schicken oder jemanden von der Station kommen zu lassen und dem dann beim Zugang legen zuzuschauen ist aber Kindergarten. :-meinung
Wir sollen immer über den ZVK abnehmen wenn einer liegt. Gab da mal ne witzige Situation mit der Pflegeschülerin, die ganz entsetzt in den Raum gestürmt kam und mir mitteilte, dass es ja verboten sei über den ZVK Blut abzunehmen (hatte sie wohl in der Schule so gelernt), während die beiden anwesenden Examinierten mir gemütlich dabei zusahen ^^
papiertiger
15.10.2012, 12:12
Patienten zurück zu schicken oder jemanden von der Station kommen zu lassen und dem dann beim Zugang legen zuzuschauen ist aber Kindergarten. :-meinung
Volle Zustimmung, aber ich wollte eben zu bedenken geben, dass ich genau das mehrfach so erlebt habe. Man ist als Famulant numal das unterste Glied in der Kette und meines Erachtens ist es da einfach ratsam sich, auch um die eignene Nerven zu schonen, auf solche Befindlichkeiten einzustellen und gleich von vorneherein lieber nachzufragen ob es da vllt. solche gibt.
FirebirdUSA
16.10.2012, 11:17
Ohne jetzt exakt zu wissen, welche Volumina in welcher Zeit da durch müssen und ob das nun tatsächlich dann ein unlösbares Problem ist oder einfach nur "Befindlichkeiten" der jeweiligen Fachabteilungen kann ich dazu allerdings beisteuern, dass ich es in einem meiner Famu-Häuser durchaus auch so erlebt habe, dass Pat. mit nur Rosanüle von der Radiologie zurückgeschicht wurden weil für die KM-Gabe mindestens grün notwendig sei/der Famulant dann tatsächlich nochmal ran musste.
Wahrscheinlich war das die MTA (in vielen Häusern so üblich, kann man natürlich drüber diskutieren)... du kannst über ein Rosabraunüle eigentlich alles machen (wenn der Zugang gut und möglichst weit proximal am Arm liegt), Perfussion und Angio werden halt manchmal nicht ganz so schön. Einen Patienten deswegen zurück zuschicken ist Schikane auch für den Patienten ... (was machen sie den wenn man gar keine grüne Nadel rein bekommt).
Wenn du den Radiologen glücklich machen willst (und den Patienten unglücklich) leg einen grünen Zugang in die V. cubitalis. Wenn du nett zum Patienten bist gehst du etwas weiter distal schon rein. Wenn ich wirklich aber so einen hohen Fluß brauche leg ich persönlich aber die Nadel auch am liebsten selbst. Dann weiß ich nämlich das ich es verbockt habe wenn es ein Paravasat gibt.
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