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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Pendeln in der Vorklinik - eure Erfahrungen



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erdbeertoertchen
31.10.2009, 07:42
Ich pendle und der Unisport ist für mich erreichbar, da fahre ich dann eben mit dem Auto zur Uni.
nebenher jobben ist leicht gesagt, wenn man im Semester 5 Anatestate, eine Biochemie Klausur und jede Woche 2 mal Präppen bis abend um 6 Uhr hat. nicht zu vergessen die Biochemie und Physiologiepraktikas bis abends, die einiges abverlangen.
Meine Entscheidung war fürs pendeln, meine Alternative wäre gewesen 8 Std arbeiten oder 8 Stunden in der Woche fahren.
bei meinem Stundenplan wäre noch 2x 4std zu jobben einfach nicht drin gewesen.

Xylamon
31.10.2009, 10:07
Mein Eindruck ist es auch, dass viele Pendler (auch viele Wochenendpendler) in den ersten Semestern etwas außen vor sind.

Viele Veranstaltungen, die abends oder am Wochenende laufen, verpassen sie und so fehlt oft der Zugang zu den Leuten bzw. das Kennenlernen dauert deutlich länger. Man ist halt dann einfach nicht am Puls der Stadt...

Wenn das Ausziehen von Zuhause finanziell (und auch familiär, Kinder oä) möglich ist, dann finde ich, sollte man es auch tun. Gehört zum Studentenleben einfach dazu und ist wie schon von anderen erwähnt einfach ein wichtiger Teil des Abnabelungsprozess.

Jetzt gibt's bei uns im Semester nur noch sehr wenige Pendler, die meisten sind in die Stadt gezogen. Aber selbst die immernoch-Pendler sind inzwischen etwas näher dran, über die Semester lernt man sich auch trotz solcher Hindernisse kennen (es dauert halt wesentlich länger...).

Es kommt aber auch immer auf die Stadt an, Städte wie hier Göttingen (und ich denke auch Freiburg), da ist es wichtig in der Stadt zu wohnen, weil hier alle Wege kurz sind und viel spontan läuft. Wenn man hier wohnt, dann sieht man sich einfach öfters.
Städte wie München, Berlin und so weiter, da ist's gehüpft wie gesprungen, Fahrzeiten von 15min bis 2h können für jeden drin sein, egal ob Pendler oder nicht.

epeline
01.11.2009, 16:59
Ich pendle und der Unisport ist für mich erreichbar, da fahre ich dann eben mit dem Auto zur Uni.


joar, ich hab halt kein auto
da spart man auch fast ne miete im monat :-top
unterschreibe mal bei xylamon
hab noch keinen gesehen, der wirklich sein studium mit pendeln durchgehalten hat, früher oder später kommen sie doch alle, und wenn sie im wohnheim wohnen.
aber es will halt doch nciht jeder 6 jahre lang von mutti betuddelt werden ;-)

erdbeertoertchen
07.11.2009, 11:02
wenn einem das Auto nicht gehört, sondern den Eltern, spart man da nix, :-top
Bei mir liegt pendeln wohl im Blut, mein Vater pendelt seit 21 Jahren 200 km am Tag mit dem Zug, ich 100km.
Klar ist pendeln zeitaufwendig nur der finanzielle Aspekt spielt nun mal ne Rolle und in der Vorklinik arbeiten finde ich persönlich einfach noch stressiger als pendeln, es muss eben jeder selbst für sich wissen.

Jutti
07.11.2009, 15:35
Da stimme ich Erdbeertörtchen zu: Besser 1,5 Stunden pro Tag im Auto oder Zug sitzen als die selbe Zeit konzentriert arbeiten zu müssen... Ist im Übrigen nicht nur in der Vorklinik so: Ich bin jetzt im 7. und mache nebenbei eine experimentelle Doktorarbeit, da ist Arbeiten nebenbei echt nicht drin, wenn man stundenlang noch konzentriert pipettieren muss... (und viel Zeit für außeruniversitäre Aktivitäten bleibt dann in der Woche eh nicht, wenn man wie ich die Anforderung hat möglichst das ganze Wochenende frei zu haben, denn mein Freund wohnt auch noch 45 Min von mir (und auch von meiner Uni) weg, sodass ich dann meist das WE bei ihm verbringe...

expecting
29.01.2010, 20:05
Hi :)

Ich pendele ebenfalls immer noch, 50 Minuten einfache Strecke mit dem Zug, danach noch ein wenig mit der Straßenbahn.

Als ich die Strecke das erste Mal gefahren bin, war ich total entsetzt: das dauert ja eeeewig lange, der Zug ist so laut dass ich meine Musik kaum hören kann, unbequem, schrecklich, usw ^^

Das hat sich aber sehr schnell gegeben, und ich hab schnell die Vorteile des Pendelns erkennen können. Man hat einfach 2 Stunden Auszeit, man kann vor der Uni noch was lernen oder schlafen, man kann prima Musik hören (so laut ist der Zug dann nämlich doch gar nicht ;) ) oder was lesen.


Ich gehe nie zu Vorlesungen hin, daher hab ich im Durchschnitt meistens eh nur 2-3 Mal die Woche Uni, da ist es nochmal umso weniger schlimm.

Nervig ist es nur, wenn die DB mal wieder rummurkst, oder wenn ich bereits sehr früh morgens in der Uni sein muss und dann hier um kurz vor 6 in den Zug steigen muss, das ist natürlich eklig. Kommt aber zum Glück nicht soo häufig vor.


Wenn ich das Physikum (mal irgendwann) hab(en sollte :-oopss ), werd ich aber wohl das Projekt "Ausziehen" mal ins nähere Blickfeld nehmen und dann vielleicht nur noch am Wochenende nach Hause pendeln.


Prinzipiell kann ich also jedem empfehlen, es zumindest mal auszuprobieren, wenn ein Auszug aus welchen Gründen auch immer akut nicht zur Debatte steht. Ich zumindest hab mich schnell dran gewöhnt, und es gibt zwar Nachteile, aber wirklich auch Vorteile. :-top

Fino
29.01.2010, 23:24
Bei der Frage "Pendeln oder nicht?" scheiden sich die Geister gehoerig. Jeder ist da anders gestrickt und eine Loesung, die bei einer Person prima klappt, ist fuer den anderen untragbar.

Fuer mich stellte sich diese Frage im Studium nicht, weil Heimatort und Luebeck 600 km voneinander entfernt lagen:-D

Ich hatte eine ganze Reihe von Kommilitonen, die v.a. waehrend der ersten Semester noch in Hamburg wohnten und jeden Tag nach Luebeck pendelten. Diese Anzahl wurde dann im Laufe der Zeit immer geringer.

Das letzte Jahr ueber bin ich jeden Tag ca 70 km zur Arbeit hin- und hergependelt. Es war grausig, und ich war danach stehend k.o. Leider waere Zugfahren keine Alternative gewesen (ich sage nur OPNV in UK...), und ein Umzug kam deswegen nicht Frage, weil die Stadt, in der ich arbeitete, einfach nur aetzend ist:

Sehr hohe Arbeitslosigkeit, grau, potthaesslich, kaum kulturelles / sportliches Angebot. Gilt als der "worst place to live in the UK".
Wenn es sich um eine nette Stadt gehandelt haette, waere ich umgezogen - ich bin nicht zum Pendeln geboren:-nix

Angeletta
09.02.2010, 17:40
Ich habe vor, in eine Stadt 20km entfernt meines Studienortes zu ziehen (diverse Gründe: Beziehung, Kosten,..).
Ruhrpottseidank ist die Bahnverbindung auch gar nicht mal so schlecht..
Könnt ihr mir sagen, wie es eurer Erfahrung nach mit solchen Leuten aussieht?

Tanita
10.02.2010, 15:19
Ich habe vor, in eine Stadt 20km entfernt meines Studienortes zu ziehen (diverse Gründe: Beziehung, Kosten,..).
Ruhrpottseidank ist die Bahnverbindung auch gar nicht mal so schlecht..
Könnt ihr mir sagen, wie es eurer Erfahrung nach mit solchen Leuten aussieht?

Also ich denke mal im Pott ist das echt nicht so das Ding mal eben 20 km zurücklegen zu müssen.
Hab zwar selber keine Pendelerfahrung, aber ne Freundin wohnt z.B. in Duisburg muss aber fürs Studium halt zum Campus Essen. Wie viel ist das? Auch so knapp 20 Kilometer oder?
Das macht sie jetzt auch gut ein Jahr lang und bisher hat sie noch nie gesagt, dass sie überlegt nach Essen umzuziehen...
Aber man ist ja auch mit dem Zug in ner Viertelstunde, 20 Minuten drüben.

Brownie
14.02.2010, 20:40
ich bin ja auch lange zeit gependelt. über 2 Jahre. Jetzt bin ich zum 1.1. umgezogen und muss sagen, es bringt soviel mehr an "lebensqualität" dadurch, dass wir wirlich jeden morgen um 8 uni haben macht es sich dann schon bemerkbar ob ich 5x die woche um 5:30 aufstehe oder ob ich um 7.15 aufstehe :-dafür
ich fahre am wochenende und meistens auch einmal in der woche noch nach hause und ich kann mir schon gar nicht mehr vorstellen, wie ich 2 jahre lang die sbahn ausgehalten habe :-nix
natürlich bleibt jetzt am ende vom monat kein geld mehr übrig. im gegenteil. aber das wars mir wert.