Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Freundlichkeit im Beruf.
Coxy-Baby
03.11.2009, 20:57
........ähm wie war nochmal der Fred-Titel??
WackenDoc
03.11.2009, 21:16
Ach, Coxy-Schatzi- Spielverderber! In der Ursprungsfrage ging es wohl darum, dass jemand behauptet hatte, dass die TE so´n böser Arzt ist, der nicht freundlich genug zu den Patienten ist. Jetzt hat sie gesehen, was passieren kann, wenn man auf Patienten eingeht- also passts doch.
Coxy-Baby
03.11.2009, 21:30
Mea Culpa Wacken-Schätzelein, so wie du es zusammenfasst passts ja dann und alle sind zufrieden.......
papiertiger
03.11.2009, 22:38
Da anscheinend durchaus noch Diskussionsbedarf besteht ist das Thema "Unterbringung" jetzt in einen neuen Thread ausgelagert.
Beiträge ebendazu bitte nur noch dort (http://www.medi-learn.de/medizinstudium/foren/showthread.php?t=54835).
Zurück zur Freundlichkeit im Angesicht der Todessicca :-)
Leelaacoo
04.11.2009, 19:51
Ja ja, heut war ich mal wieder echt unfreundlich...aber nach 3 schreienden und tobenden Intox-Zugängen, die allesamt von der Psych als "kreislaufinstabil" angekündigt waren (mein Kreislauf WAR dann auch instabil, als ich zur KoPlaWu-Naht sage und schreibe 15 mg Dormicum und 120 mg propofol geben musste:-???) konnte ich irgendwann echt nimmer empathisch sein.
Ich sehe das so...Patienten werden von mir immer freundlich und zuvorkommend behandelt..wenn sie mir gegenüber aber maximal ausfallend und bösartig sind (und das sind eben nicht nur die Intoxleute, sondern vor allem unsere wachen Polytox und Borderliner), dann muss ich auch nicht den Geduldsengel spielen...ich finde, menschlicher Anstand und Manieren müssen von beiden Seiten kommen und an der Pforte zum KH hört auch für Patienten und Angehörige nicht die normale Welt auf:-meinung
Und Zugängen in der nacht, die seit 3 Wochen "so ein Ziehen im Bein" haben oder sich irgendwie so mal "durchchecken" lassen wollen sage ich durchaus (auch freundlich), dass sie mich durch die unnötige Konsultation von richtig Kranken fernhalten und das nicht OK ist...so viel Ehrlichkeit muss sein...
LG Lee (:-keks)
John Silver
04.11.2009, 22:06
Ich habe vor einigen Tagen einen maximal ausgeprägten Fall eines Morbus Privatpatient erleben müssen. Er hat mich angeschrien, beleidigt, und ernsthaft verlangt, man möge ihm innerhalb einer Stunde den Chefarzt herzitieren, sonst werde er gehen, und das nur, weil sein MR-Termin auf den nächsten Tag aufgrund eines Notfalls verlegt wurde. Ich versuchte, nett und freundlich zu sein und ihn zu beruhigen. Er schrie nur weiter. Am Ende habe ich nichts mehr gesagt, den Chef informiert und seitdem mit dem Patient kein einziges Wort gewechselt, ihn weder gegrüßt noch angesehen. Das habe ich eisern durchgezogen, bis er entlassen war. Wenn er wiederkommt, und er wird, werde ich ihn einfach weiter wie Luft behandeln, und zwar bis ich eine ehrliche Entschuldigung höre. So einen blöden Mist muß man sich nicht gefallen lassen.
Feuerblick
04.11.2009, 22:16
In solchen Fällen werde sogar ich mal stinkig und erkläre dem Patienten klipp und klar, dass ich auf diesem Niveau mit ihm nicht weiterdiskutiere und mich ganz sicher nicht von ihm anschreien lasse. Woraufhin ich entweder den Patienten aus meinem Arztzimmer bugsiere oder ihn wortlos stehenlasse. Sowas muss man sich nicht gefallen lassen - egal wie prominent, reich oder sonstwas ein Patient ist. :-nix
John Silver
04.11.2009, 22:22
Wäre er mein Patient, hätte ich ihm einfach gesagt, daß er gehen darf, wenn er will. Aber letztlich ist der Chef der behandelnde Arzt, deshalb habe ich ihm die Sache überlassen.
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