Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : wie viel lernt ihr?
Encephallus
13.12.2009, 13:30
Vielleicht sollte der Fredersteller mal ein gewünschtes Lehrbuch des jeweiligen Fachbereiches durcharbeiten und dann mal überschlagen wieviel Aufwand es ohne Druck macht EIN Fach zu lernen.... Also DR-Ana,Löffler,Schmidt-Thews etc..... und dann mal schauen wieviel man davon noch nach 4 Wochen nichts tun weiß...Denn das Problem (?)
haben alle Postphysikumskandidaten wenn dann der Dozent inner Chirurgie sagt:"Na wie war das noch mit der Blutversorgung der Leber/Pankreas/Herz.....
is doch vollkommen logisch, gerade für (uns) mediziner, dass man schnell alles vergessen hat..deshalb muss man doch aber auch mit system lernen und in regelmäßigen abständen wiederholen?die synapsen müssen eben gestärkt werden..ich bleibe stur bei meinem vorlernen:-D...wenns am ende tatsächlich so gut wie nix gebracht haben sollte, dann habe ich eben pech gehabt und bin mal wieder eines besseren belehrt worden..
ich denke aber wie gesagt, 3 stunden pro tag 1,5 jahre lang vorzulernen, muss einfach ein vorteil sein..zumal,wenn man am ende wirklich diese wälzer durchgearbeitet haben sollte, in denen nahezu jedes detail erwähnt wird..
Giant0777
13.12.2009, 19:21
ich denke aber wie gesagt, 3 stunden pro tag 1,5 jahre lang vorzulernen, muss einfach ein vorteil sein..zumal,wenn man am ende wirklich diese wälzer durchgearbeitet haben sollte, in denen nahezu jedes detail erwähnt wird..
bedenke: studienschwerpunkte sind uniabhängig. d.h., Du müsstest JETZT wissen:
-an welcher uni du in 1,5 jahren studierst,
-ob die vl-pläne von heute dann bestand haben,
-ob die lehrkörper von heute dann bestand haben ( die eine prüfung massgeblich bestimmen )
-und ob Deine literatur auch die der lehrkörper ist.
desweiteren brauchst Du altklausuren, vl-folien und prüfungsprotokolle für eine unispezifische vorbereitung.
insgesamt also viele unwägbarkeiten, die ein vorlernen entweder sehr gewinnbringend machen oder in die falsche richtung führen können.
der zeitfaktor ( 1,5 jahre ) ist m.m. nach zu gross, um ein grosses fach
( ana,bc,...) präsent zu halten. damit meine ich, dass Du zu diesem Fach mehr weisst, als nur mal davon gehört zu haben. ich selbst war in der regel erst ein paar tage vor der klausur auch richtig "klausurfit", das wissen ist dann nach der klausur auch recht schnell wieder verloren gegangen.
insgesamt glaube ich, dass ein vorlernen aus den von mir genannten gründen und der psyche von uns menschen sehr wenig bringt.
Dein sportlicher ansatz von 3 h/d ist einfach zu hoch gewählt. im studium habe ich selbst zw. dem 2. und 3.semester für das zns-testat vorgelernt, weil kurz nach dem ende der semesterferien das testat anstand. ich habe aber nie 3 h/d in den ferien vorgelernt, weil der elan ohne baldige prüfung und toller freizeitmöglichkeiten einfach sehr gering ist.
will sagen, Du wirst ohne prüfungsdruck diesen zeitansatz nicht durchhalten.
also encephallus: überdenke die weisen worte des giant:-angel und nutze Deine derzeitige freizeit für dinge, die Du im studium aus zeit- oder geldmangel nicht mehr so schaffen wirst. ODER mache so weiter, wie Du es planst und schreibe in ein paar jahren deine erfahrungen jungen, motivierten vorstudenten:-))
mein beitrag ist im übrigen weder witzig noch ironisch gemeint, ausser vllt der letzte satz.:-)
"Na wie war das noch mit der Blutversorgung der Leber/Pankreas/Herz....."
Was ist Pankreas?
:-)
Jeder muss die Erfahrung selbst machen, wieviel, wie lange oder ob überhaupt vorlernen einen Sinn ergibt. Alle sind mindestens 3x6 Jahre alt und haben Ihren eigenen Willen. Also @Vorlerner (Encephallus?), hau rein, versuch was Du glaubst versuchen zu müssen. Falls Du Fragen oder Buchempfehlungen brauchst, hier im Forum gibts nen Bücherplausch, da findest Du eigentlich alles :-)
Ich find Vorlernen - wenn es einem Spass macht - gut.
Ich finde dazu passt der Vergleich mit "Reiseführer lesen als Vorfreude vor der Reise" ganz gut. Ich hab vor dem Studium speziell Anatomie aus Interesse vorgelernt, und es hat mir durchaus geholfen. Klar vergisst man viiiiieeeles wieder, gerade Details, aber ein Grundverständnis bleibt.
3h/d ist natürlich schon ambitioniert. Für meinen Geschmack übertrieben, weil siehe Vergessen der Details. Es sollte auch nicht darum gehen, nach Durchlesen "prüfungsfit" zu sein, man braucht also keine! V-folien, Altklausuren etc. Aber schon vor dem Vorstudium (ungefähr) zu wissen, wie Hämatopoese funktioniert, das Immunsystem, die Blutversorgung der Leber im Zusammenhang mit Verdauung, Hormonrückkopplung, etc etc - ist doch alles spannend. Also wer will, der soll. Ist doch komisch, dass Wartern immer abgeraten wird, schon etwas von dem kennen zu lernen, was sie so gerne schon studieren würden. Als würden wir hier alle nur aus Zwang studieren.
Ist doch komisch, dass Wartern immer abgeraten wird, schon etwas von dem kennen zu lernen, was sie so gerne schon studieren würden. Als würden wir hier alle nur aus Zwang studieren.
Nein. Ist es nicht. Der Hintergrund ist bei vielen Leuten hier, die das Empfehlen, daß sie einfach schon eine Weile studieren und vorher teilweise auch ewig auf ihren Platz gewartet haben. Ein Teil hat sicherlich auch vorgelernt und bereut es jetzt, weil man im Studium die Erfahrung macht, daß man alles auch ohne Vorlernen schaffen kann UND daß Freizeit ein wertvolles Gut ist, welches man auskosten sollte. Diese Erfahrung muss jedoch jeder selbst und für sich machen. Vielleicht gibt es auch Leute, die das anders sehen, aber die sind, so meine Beobachtungen hier und unter Bekannten, sehr dünn gesäht.
Also nehmt es den Leuten nicht übel, wenn sie versuchen Euch davon abzuraten. Sie meinen es gut.
Giant0777
14.12.2009, 09:41
UND daß Freizeit ein wertvolles Gut ist, welches man auskosten sollte
genau das ist der punkt, den alle vormedizinstudenten ein wenig unterschätzen. klar, dass studium besteht nicht nur aus lernen, in den semesterferien hat man schon genug zeit für alles mögliche. nur während der vl-zeiten bestimmt schon das studium den tag, sei es durch seminare, praktika, lernen,...
ich wollte mit meinen beispielen oben auch lediglich sagen, dass effektives vorlernen vielen widrigkeiten unterliegt. sich mal ein buch zu schnappen und mal was zu lesen, macht sicher spass und schadet auch nicht.
nur fangt nicht schon vor dem studium an, verkrampft zu sein. für diese, ich nenne sie mal liebevoll neurosen, bleibt euch während des studiums noch genügend zeit!:-D
wenn die leute so vom vorlernen begeistert sind, es unbedingt wollen und sich krampfhaft dagegen wehren, wenn davon abgeraten wird, wieso fragen sie dann erst, ob sie vorlernen sollen???? (bezieht sich jetzt nciht nur auf diesen fred)
Encephallus
15.12.2009, 07:23
wenn die leute so vom vorlernen begeistert sind, es unbedingt wollen und sich krampfhaft dagegen wehren, wenn davon abgeraten wird, wieso fragen sie dann erst, ob sie vorlernen sollen????
:-))
das war nieee meine frage...meine frage in diesem fred hier war, wie oft und wie viel ihr so pro tag lernt...in einem anderen fred wollte ich gern wissen, WIE man optimal vorlernen kann,nicht OB..
der beitrag von doctora macht mir mut...
Klar vergisst man viiiiieeeles wieder, gerade Details, aber ein Grundverständnis bleibt.
na, das ist doch was?und ich glaub, von dem viiiiieeeelen, was man vergisst, kann man beim 2. mal lernen bestimmt einiges schneller lernen, weil man es ja schon mal grob durchgekaut hat..
grüße ausm norden
tetrapak
15.12.2009, 11:16
Natürlich ist viel und oft lernen besser als einmal wenig. Das sollte klar sein. :-nix
Worum es aber gehen muss, ist der goldene Mittelweg mit dem man Prüfungen besteht, ein guter Arzt wird und dabei noch ein Leben neben dem Studium behält. Es gibt einfach viel zu viel Wissen auf der Welt und kein Mensch kann es sich merken. Also mach es dir einfach, orientiere dich am Curriculum und sieh ein: Um das hinzubekommen ist Vorlernen Schwachsinn.
Ob es deiner persönlichen Bestätigung dienen kann, das steht auf einem anderen Blatt.
Sollte man in diesem Altern nicht inzwischen wissen, welcher Typ man selbst ist?
Ich finde solche Diskussionen doof. Der Eine lernt besser so, der Andere anders.
Und keiner sollte den Anderen deswegen kritisieren oder auslachen.
sonnenblume42
19.12.2009, 02:45
haha, was für schöne antworten es hier gibt xD
also, ich möchte mal eine ernste antwort geben, bedenke aber, jeder lernt anders.
Fall 1: Die Anatomie-Klausur:
Wenn ich einen Monat lang Anatomie (innere Organe inkl. Histo) habe und davor für ein anderes Fach lernen musste und also keine Zeit/Lust hatte vorher anzufangen, mache ich mir einen Zeitplan. (Da mach ich mir selber ein schlechtes Gewissen mit, funktioniert wunderbar). Ich wähle also einen Tag in der Woche aus, an dem ich nie lernen werde, egal unter welchen Umständen *g* Der wird dick markiert.
Nebenbei hab ich ja noch ein paar Univeranstaltungen. Dann hab ich meinen Lernplan so gemacht, sodass ich 8h am Tag mit Unikram verbringe, aber INKLUSIVE Vorlesung und Mensa. Das klingt vielelicht nach viel, ist aber schaffbar, vorallem wenn man 4h Uni hatte *g*
Ergebniss: gutes Wissen, hat locker gereicht
Fall 2: Das Prüfungsseminar
Angenommen ich habe regelmäßig ein Seminar für das man immer 6 Referate vorbereiten muss. Man überlegt wie lange man pro Referat braucht und fängt die entsprechende anzahl tage vorher an. Überschneidet es sich mit einem anderen Fach, macht man halt das doppelte.
Falls es dir eine ANnegung gebracht hat, freu ich mich *g*
Lernpläne kann ich nur empfehlen, für mich ist das super.
Achja, und ich kenne viele die sind fleißiger als ich...*g*
@sonnenblume: Ja, die 4 h klingt doch angenehm.
Miniwini
28.12.2009, 21:11
Klappt das mit den Lernplänen echt noch im Studium?
Ich mach auch immer und dann hab ich immer voll des schlechte Gewissen wenn ich ein Tag hinterher bin ;) Aber es ist echt gut sich einen zu machen v.a. wenn sich zwei Fächer überschneiden... Bei mir z.B. grad Physik und Chemie Klausur... Beide gleich nach den Ferien! :-((
Na, ohne Lernplan geht ab nem gewissen Belastungsgrad nix mehr:-D
Musste das jetzt auch einsehen...:-blush
konstantin
29.12.2009, 09:29
Klappt das mit den Lernplänen echt noch im Studium?
Ich mach auch immer und dann hab ich immer voll des schlechte Gewissen wenn ich ein Tag hinterher bin ;) Aber es ist echt gut sich einen zu machen v.a. wenn sich zwei Fächer überschneiden... Bei mir z.B. grad Physik und Chemie Klausur... Beide gleich nach den Ferien! :-((
ich fand die leute immer gruselig, die in der schule so viel gelernt haben. :-notify
vergiss nicht, dass du erst in der 10. klasse bist. klar, du willst mal irgendwann ein super abitur hinlegen um medizin zu studieren, und das ist bestimmt auch ein sehr lobenswertes ziel, aber vergiss nicht, dass du eben doch erst schuelerin bist; meiner meinung nach sollte man sich da eher auf die nebesaechlicheren dinge konzentrieren, wie partys machen und liebesintrigen und so... :-meinung
Miniwini
29.12.2009, 12:28
Wieso glauben eigentlich alle immer ich lern den ganzen Tag nur ;)
Wozu machn ich die Pläne denn ;) Genau damit ich Wochenende frei hab und schön jedn Abend fort kann :-)
Naja...ich oute mich jetzt auch mal als Lernplan-Fan :)
Ich weiss nicht, aber wenn ich "planlos" lerne, geht es mir immer so, wie wenn ich in den Urlaub fahre. Dann kommt es mir vor, als hätte ich irgendwas vergessen :)
Zu langfristig plane ich aber auch nicht, weil man das dann meistens sowieso nicht einhalten kann. Aber so für die nächsten paar Tage schreibe ich mir schon immer einen Lernplan bzw. eine Art to-do-Liste...
Und ich plane unter der Woche bewusst bestimmte Zeiten ein (zB. Sport oder einfach "Freizeit"), an denen ich nichts mache, was irgendwie mit Uni und Medizin zu tun hat, egal, wieviel ich eigentlich noch lernen müsste...sowas ist wichtig ! ;)
Wir hatten vor ein paar Wochen ein Zeitmanagement-Seminar, bei dem man ein paar nützliche Tips bekommen hat.
Wen es interessiert, hier mal ein paar interessante Links zum Thema Lernen und Lernstrategie:
www.studienstrategie.de
http://nellya87.beepworld.de/
http://www.calnewport.com/
Also mit dem Studienziel Medizin reicht es völlig, ab der Qualifikationsphase ordentlich reinzuhauen (war bei mir auch so). Du solltest natürlich nicht solche Defizite haben, dass alles perdu ist. Und noch was: wähle auf jeden Fall Fächer als Leistungskurse, in denen du gut bist! Die zählen nämlich nachher richtig, richtig viel.
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