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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Gründe für die Innere



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BullaBulla
17.05.2010, 20:39
Hallo zusammen,

ich arbeite gerade an der Bewerbung für meine erste Stelle in der Inneren. Weiß leider nicht so genau, was ich als Grund für mein Interesse an der Inneren angeben soll. Weiß noch nicht, ob ich wirklich Internist werden will. Find Innere irgendwie spannend, breites Krankheitsspektrum und vor allem ist vieles so schön logisch - rein aus der Physiologie kann man sich so viel ableiten (Symptome, Behandlung..). Innere ist als Grundlage ja nie schlecht, deswegen möchte ich erst mal ein Jahr dort arbeiten. Aber ob es dabei bleibt, weiß ich nicht.
Hat jemand Ideen, was man so schreiben kann?!?

Vielen Dank im voraus.

Jeannychen
17.05.2010, 20:53
Ich hatte damals u.a. dies im Anschreiben (habe zur Innere beworben - und Job bekommen):

... das vielfältige Behandlungsspektrum von Erkrankungen in der Inneren Medizin, sowie fächerübergreifende Fragestellungen ... Ich konnte während meines Praktischen Jahres wertvolle Einblicke in die Vielfalt der internistischen Krankheitsbilder gewinnen. Der persönliche Kontakt zum Patienten ist für mich dabei ein sehr wichtiges Anliegen

Viel Glück!!
Lg. Jeannychen

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17.05.2010, 20:57
Warum schreibst du nicht genau das was du beschreibst in blumig?

So in etwa:
"Seit Beginn meiner klinischen Ausbildung in XYZ hat mich an dem Fachgebiet der Inneren Medizin schon immer die manchmal detektivistische Knobelei auf dem Weg zur Diagnosestellung und die enge Verknüpfung von physiologischen Sachverhalten mit der Genese von Erkrankungen besonders fasziniert...blablabla"

Dann schreibst du noch das es zu deinem ärztlichen Bild/Grundvertändnis gehören würde, daß man ein möglichst breites Spektrum an Erkrankungen erkennen und behandeln kann und du den Eindruck gewonnen hättest, daß seine Abteilung in seinem Haus gerade DIES vermitteln könnte...Blablabla

Kriegst du schon hin, oder?!


Viel Erfolg :-)

EDIT: Jeannychen hat da doch schon gut was formuliert - hangel dich doch daran entlang :-top

BullaBulla
17.05.2010, 20:59
Danke. Aber angeblich soll man ja auch reinschreiben, was das persönliche Ziel ist. Aber da ich ja noch gar nicht weiß, ob ich Facharzt für Innere werden will, kann ich das ja schlecht schreiben.. also das einfach weglassen? Oder sollte man konkret schreiben, dass man sich noch nicht für einen Facharzt entschieden hat und sich auch für Fach xy interessiert?!?

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17.05.2010, 21:06
ICH würde das so aufziehen, daß ich eben schreibe das ich Innere unglaublich wichtig finde (breites Fundament etc) es deshalb unbedingt für einige Zeit machen möchte, noch nicht 100% sicher bin - mir aber auch gut vorstellen könnte dabei zu bleiben (vllt. mit dem Nebensatz das man sich gerne "mehr faszinieren lassen möchte").
Das würde in etwa der Wahrheit entsprechen, damit fährt man eigentlich nie ganz schlecht...
Das Konkurrenzfach würde ich jetzt nicht direkt nennen.

Gruß LOGO

CAVE: Ich habe mich noch nicht selbst beworben! Das kommt erst demnächst ;-)

Fino
17.05.2010, 21:16
Ich wuerde so tun, als ob ich Innere machen wollte. Nicht andeuten, dass man unsicher ist. Sonst nehmen die einen nicht. Ehrlichkeit ist leider nicht immer ratsam.

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17.05.2010, 21:43
Ich wuerde so tun, als ob ich Innere machen wollte. Nicht andeuten, dass man unsicher ist. Sonst nehmen die einen nicht. Ehrlichkeit ist leider nicht immer ratsam.

Interessant und gut zu wissen :-)
Aber eigentlich traurig...

BullaBulla
18.05.2010, 07:23
Also wirklich schreiben "Mein Ziel ist der Facharzt für Innere Medizin"?!? Aber ne Subdiszplin muss ich ja wohl noch nicht angeben, oder? Dachte ja eigentlich, dass die heute froh sind, wenn sie in kleineren Städten überhaupt noch jemanden bekommen..

BullaBulla
18.05.2010, 07:28
Und noch ne andere Frage: würd als "Beweis" für meine Teamfähigkeit gerne die Publikationen anführen, die ich mit meinem Dr.vater veröffentlicht habe. Da hab ich ja auch im Team gearbeitet. Aber wie beschreib ich das am besten?

Ehemaliger User 05022011
18.05.2010, 07:30
Also wirklich schreiben "Mein Ziel ist der Facharzt für Innere Medizin"?!?
klar, dass man ein Jahr später ev. eine andere Sicht auf die Dinge hat, andere Pläne e.c. ist der Lauf des Lebens :-))

I das man sich gerne "mehr faszinieren lassen möchte").

na das würd ich nicht so schreiben, klingt so wie " bietet mir mal was , ich schau gern zu"

THawk
18.05.2010, 07:46
Meine Teamfähigkeit konnte ich in der Arbeitsgruppe um Prof. XX unter Beweis stellen. Die im Rahmen meiner Dissertation entstandenen Ergebnisse sind im Journal of XX veröffentlicht worden.

Deine Veröffentlichungen werden dann entweder im Lebenslauf aufgeführt (soweit die Liste erwartungsgemäß überschaubar ist) oder auf einem extra Blatt genannt.

BullaBulla
18.05.2010, 12:05
Danke für die Antworten. Noch mal eine andere Frage: ich mache im Oktober Examen und möchte irgendwann zwischen dem 1. Januar und dem 1. Februar anfangen zu arbeiten. Wann würdet ihr dann eure Bewerbung losschicken?!? Ist ja jetzt grad mal Mitte Mai - ist das zu früh?!?

Espressa
18.05.2010, 12:18
Also ich kann nur immer wieder diese Seite (http://jova-nova.com) empfehlen, hab mir da immer wieder sehr gute Tipps abgeschaut.

Ansonsten noch die Frage: Wenn du Innere ja nicht so unbedingt machen willst, wieso dann nicht gleich schon im "Wunschfach" starten? Gibt es nichts wo du mit Herzblut dabei wärst?

Empfehlenswert sind auch Hospitationen (scheinbar hast ja noch Zeit), dann siehst du ob dir das Haus/ die Abteilung zusagt, und kannst dich auch schon etwas "präsentieren" - dann wird der genaue Wortlaut deiner Bewerbung auch zweitrangig.

BullaBulla
18.05.2010, 16:37
Ein Wunschfach gibt es so nicht, die Innere fand ich aber vom rein Fachlichen am spannendsten..

Jeannychen
18.05.2010, 19:14
Wenn Du Innere machen möchtest, weil man damit am meisten anfangen kann, dann hast Du jetzt schon verloren.
Innere ist hart und wenn man nur "halbherzig" dabei ist, dann wird man schnell frustriert und geht kaputt. :-meinung

Wenn Du lieber Neuro machen möchtest, dann solltest Du auch damit anfangen. Warum denkst Du, dass ein 2wöchiges Famulatur nicht geeignet zum Berufsstart? Viele fangen in einem Fach an, in der sie noch nie gearbeitet haben. Ich denke, Du sollst in einem Fach anfangen zu arbeiten, was Dir gefällt und Spass macht!!

Natürlich dies sind alles nur :-meinung


Lg. Jeannychen

WackenDoc
18.05.2010, 19:50
Wenn du mehrere Interessen hast, wäre vielleicht die Allgemeinmedizin was für dich?
Da kann man ja sinnigerweise mit der Inneren anfangen- macht das aber nicht dauerhaft.
Und mit dem Facharzt hast du hinterher auch alle Möglichkeiten. Eben weil dein Wissen eher breiter ist. Und am Ende kannst dich immer noch für das spezialisieren, was dich am meisten interessiert.

Ich hab damals zwischen der Allgemeinmedizin und Anästhesie geschwankt. Allgemeinmedizin- in Kombi mit Notfallmedizin- hat gewonnen. Von der Anästhesie hab ich damit das mitgenommen, was mich am meisten interessiert hat (OP und Intensiv waren nicht so ganz meine Welt), gleichzeitig ist es aber ziemlich abwechslungsreich. Ich kann kleine OPs machen, wo man nicht stundenlang rumfriemeln muss, hab viele psychosomatische Patienten, realtiv wenige mit echten internistischen Erkankungen (ok, das liegt an meinem Patientengut, eigentlich wären es mehr), viele OSG-Distorsionen und Rücken/Knie- Beschwerden. Ab und zu mal ein "Zebra".

Ich glaub, ich würde nicht schreiben, dass ich unbedingt Internist werden will, wenn dem nicht so ist. Dann lieber weg lassen oder positiv umformulieren.

BullaBulla
18.05.2010, 20:12
Allgemeinmedizin ist mit Sicherheit nicht schlecht - ob ich in die Richtung gehe, wird sich dann im Verlauf entscheiden..

Assistent 3:16
18.05.2010, 20:24
Wenn du Neuro machen willst fang gleich in der Neuro an, Innere ist dann nur Zeitverschwendung.

mar7ini
18.05.2010, 20:52
In der Neuro wirst Du total viel mit internistischen Krankheiten zu tun haben, mehr als Du glaubst.

BullaBulla
19.05.2010, 10:02
Also Neuro fand ich schon spannend, aber so richtig überzeugt hat es mich nicht.