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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Sorgen im Medizinstudium



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Encephallus
03.06.2010, 08:41
zum vorlernen fürs studium sag ich mal diesmal nix

Ich weiß, Vorlernen bringt nix!Ich machs trotzdem, weils mir Spaß macht..

patient223
03.06.2010, 20:48
Ich finde die Tipps gut. Was ich besser finde die Panikmache. Das ist genau das was ich, als heilloser Optimist, wirklich brauche. Medi-learn besuche ich genau wegen der panikmache- deshalb kann ich nicht verstehen, dass man so verschreckt auf Nellis Seite reagiert- sie ist die Beste die ich kenne.

Zur Sensibilität:
Ich würde kein sensibler Arzt sein wollen. Der Patient versteht Dinge oft erst dann wenn man sie direkt sagt. Wenn ich als Patient über meinen Krebs informiert werde und dabei 3 mal "Es tut mir leid ihnen das sagen zu müssen" anhören muss und dann vage um den heißen Brei geredet wird, würde es mich arg nerven. Zu meiner Psychologie Prüfung ahbeich natürlich das übliche Geschrieben, wass sie nach dem Brainwashing von uns erwarteten. Manche Idealisten können schnell Menschenhasser werden. Der Ton wird dann eben rau.

Adrenalino
03.06.2010, 21:38
Wenn ich als Patient über meinen Krebs informiert werde und dabei 3 mal "Es tut mir leid ihnen das sagen zu müssen" anhören muss und dann vage um den heißen Brei geredet wird, würde es mich arg nerven.
Möp. Sehe ich ganz anders.
Das war in Psychologie bei uns auch immer ein Grabenkrieg und habe so manche Kommis nicht verstanden.
Meiner Ansicht nach hat "Empathie und Sensibilität" nichts mit "heißem Brei" zu tun, diese kann auch direkt formuliert sein. Aber hier kommt es eben auf die Art und Weise an.

Ich stimme zwar zu, dass (zu) große Sensibilität dem Arzt selbst irgendwann auch schaden könnte (Burn Out, etc.) - aber wenn hier einige meinen, den Ellenbogen ausfahren zu müssen kann ich nur den Kopf schütteln... :-oopss

altalena
03.06.2010, 21:55
"Ich schminke mich morgens nicht mehr, weil ich in der Zeit auch lernen kann."



:-)) Ich schminke mich grundsätzlich nicht für die Uni :-blush

patient223
03.06.2010, 21:57
Möp. Sehe ich ganz anders.

Verstehe ich schon. Es geht nicht mal um meinen eigenen möglichen Burn-out. Bin ja nicht Medizinstudent geworden, um mich selbst zu verwöhnen.

Ich denke, dass es so auch besser für den Patienten ist. Vielleicht hast du ja recht- vielleicht ich- vielleicht wir beide, oder keiner von uns. Es ist letztlich vom Patienten abhängig.

Ich glaube der Typ bei SAW hat ja den Massenmord veranstaltet, weil er eben so behandelt wurde, wie ich es selber bevorzugt hätte. :-?

cicely
03.06.2010, 22:28
Ich weiß nicht so recht, wie hier jetzt die "sensibler Arzt"-Diskussion aufkommen konnte (ist wohl ein ungeschriebenes Gesetz, dass die bei jeder Gelegenheit eingebracht wird ;-)), aber kurz nach meinem ersten Beitrag in diesem Thread ging es mal um mangelnde Sensibilität untereinander - dazu wollte ich nochmal was sagen:

Falls ich mit meinem Beitrag jemandem auf die Füße getreten bin, tut mir das leid - ich will natürlich niemandem seinen Lernstil madig machen, mir ist auch völlig wurst ob sich jemand am Morgen lieber schminkt oder lieber lernt (ich tu beides nicht, sondern trink lieber ne Tasse Tee). Das ist nämlich etwas, was außer denjenigen selbst niemanden betrifft.
Was bei mir an Nellyas Tipps leichte Übelkeit verursacht hat, waren aber Dinge wie "Lass die anderen im Präpkurs ruhig arbeiten, während du selbst daneben sitzt und lernst". Das finde ich egoistisch und rücksichtslos und so ein Verhalten hat in keiner Gruppe (die zusammenarbeiten sollte) was verloren, ganz egal, ob es sich dabei um Medizinstudenten handelt. Ist mein persönliches Emfpinden von Kollegialität oder Gerechtigkeit oder wie auch immer man es nennen mag. Und wenn jemand versucht, andere auch noch zu so einem Verhalten aufzufordern, dann finde ich nicht, dass ich "unsensibel" bin, wenn ich denjenigen darauf hinweise, wie falsch ich das finde.

(Eine so egoistische Einstellung kann nämlich durchaus mal zu Problemen führen... die Patienten werden's wahrscheinlich nicht abkriegen, aber die späteren Kollegen werden nicht begeistert sein, wenn ein Neuer ankommt und die Ellbogen ausfährt. "Die Aufgabe ist mir jetzt zu uninteressant, übernehmt ihr die mal, ich möchte lieber was tolleres lernen", oder was?)

Encephallus
04.06.2010, 07:41
@cicely

Ich war es, der diese Diskussion ins Rollen gebracht hat...du hast ja Recht mit deinem Einwand, kollegial ist wirklich was anderes..



Meiner Ansicht nach hat "Empathie und Sensibilität" nichts mit "heißem Brei" zu tun, diese kann auch direkt formuliert sein. Aber hier kommt es eben auf die Art und Weise an.


Hey, ich fühl mich verstanden:-) Genau das ist auch meine Ansicht..sensibel zu sein heißt nicht, dem Patienten die Krebsdiagnose vorzuenthalten...es geht viel mehr darum, dass man diese Botschaft behutsam vermittelt und nich so *********mäßig nach dem Motto "Sie haben Krebs und das ist mir scheißegal, ich kaue während ich Ihnen diese Nachricht übermittel, an meinem Schokoriegel"Und falls es sich um einen bereits hoffnungslosen Krebsfall handelt, wäre der sensible Arzt evtl. sogar bereit, dem Menschen bestimmte letzte Wünsche zu ermöglichen..ähnlich wie in einem Hospiz..gerade in einem Hospiz wird der Patient gnadenlos mit seiner Diagnose konfrontiert, gleichzeitig werden aber psychische Bewältigungsmechanismen angeboten und alles ist darauf ausgerichtet, dem Sterbenden alles so schön wie möglich zu machen..


Ich glaube der Typ bei SAW hat ja den Massenmord veranstaltet, weil er eben so behandelt wurde, wie ich es selber bevorzugt hätte.

Ich glaube nicht, dass du psychologische Studien an einem FILM vornehmen solltest...die Verhaltensweisen der Charaktere entbehren häufig jeder Logik:-meinung

beuteline
04.06.2010, 09:57
...man sollte sich nur das rauspicken, was man für richtig hält.

Hallo zusammen,

ich habe mir gestern die Seite auch mal angesehen, und muß sagen mir gefällt sie.
Nelly, ich finde da hast Du wirklich mit Elan und Köpfchen eine super Seite geschrieben!!!:-meinung
Allerdings muß ich nach dieser Diskussion, vor allem auch zum Thema Sensibilität meine Gedanken von der Seele schreiben.
Manchen gefallen wohl nicht alle Tipps (mir auch nicht) und manchen gefällt der Tonfall nicht (der ist mir egal).
Allerdings, bevor ich anfange hier rumzuhacken, sollte ich auch mal nachdenken. Nelly hat ihre persönliche Erfahrung geschrieben, und auch ihre eigene, ganz persönliche Meinung, die bei ihr zum Erfolg geführt hat, das sollte der Leser nicht vergessen. Außerdem hört man sich zum Thema "wie schaffe ich mein Studium am besten" wohl nicht nur eine Meinung an, die man 100% befolgt (dann ist man selbst schuld), sondern man hört sich viele Meinungen an und bildet sich dann eine EIGENE Meinung, nach der man lebt.

Vor allem glaube ich kaum, dass das lesen der Seite und befolgen der (einiger) Tipps, den Menschen grundsätzlich ändert. Ich z.B. würde nicht die anderen arbeiten lassen und selber lernen, sondern mitarbeiten, egal wie sinnlos das andere finden. Allerdings spricht doch nichts gegen viel lernen, was Nelly meiner Meinung nach propagiert...aber eben nicht auf Kosten anderer.
Auch finde ich das "Vorlernen" nicht schlecht, was einige anprangern, dann braucht man zur Wiederholung weniger Zeit...

Mein Fazit: Gute Seite basierend auf PERSÖNLICHEN Erfahrungen!

Ich werde sicher das ein oder andere Mal reinsehen, sollte ich den zu den Glücklichen gehören, die im WS einen Studienplatz bekommen.

Aber ich werde sicher nicht (un)sensibler, als ich es jetzt bin!

Viele Grüße,

beuteline;-)