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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Psychiater? Nein danke!



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Nico
09.02.2003, 20:27
ist es die Gesellschaft, die Anforderungen, die unsicheren Berufsaussichten, die schwache Wirtschaft, die Single-Haushalte......

Froschkönig
09.02.2003, 20:29
Mein Voriges Posting betraf Nico´s Beitrag von weiter oben.
Bin gerade mal Jynie´s link gefolgt und habe den Artikel gelesen...

Das kann man meines Erachtens nicht den Psychiatern & Co. vorwerfen !

Das die Leute auf einmal weniger belastbar und weniger kritikfähig sind, ist sicher zum großteil ein gesellschafts und erziehungsproblem ! Immerhin bin ich mittlerweile auch 25 ! Ich hatte in meinem Leben die eine oder andere Krise (Und mindestens eine davon war scdhwerwiegend ! und ich rede hier nicht von liebeskummer oder so einem alltachszeug !!!!) und fühle mich immer noch nicht Therapiebedürftig. Also sollte man sich - diesen Artikel zu Grunde legend - die Frage stellen :

Gehen die Leute zum Psychologen, weil es ihn gibt ? Wenn ja, kann ich jemaden wegen seiner Existenz verdammen ???? Wohl eher nicht !

Marci
09.02.2003, 20:31
Sind die Leute heute wirklich häufiger psychisch krank ?

Definitiv, JA! Nico hat gerade zuvor statistische Daten der DAK vorgelegt, die diese Fragen eindeutig beantworten! Eine Zunahme der Fälle um 51%!

Nico
09.02.2003, 20:32
Original geschrieben von Froschkönig

Gehen die Leute zum Psychologen, weil es ihn gibt ? Wenn ja, kann ich jemaden wegen seiner Existenz verdammen ???? Wohl eher nicht !

Da es zum Teil Wartezeiten von 6 Monaten und länger gibt, gehen sie bestimmt nicht aus einer Laune heraus dahin, weil es die Therapeuten gibt.

Oder?

June
09.02.2003, 20:33
Tja, und was steht in dem Artikel? Daß derartige Probleme - von einzelnen Autoren herbeigeredet - von Psychologen hier in Deutschland als "nicht behandlungswürdig" beschrieben werden! Nicht mehr! Es steht nix davon drin, daß aufgrund des Buches nun mehr Leute zum Therapeuten rennen! Geschweige denn davon, daß Therapeuten diesen Menschen raten würden, in Behandlung zu gehen!
Die Autoren haben sich halt was aus den Fingern gesogen, was schick klingt und Umsatz verspricht...
Die June :-music

Froschkönig
09.02.2003, 20:33
@Marci :

Damit kannst Du aber noch nicht die "DD" begründen, ob psychische Krankheiten heute früher und/oder besser erkannt werden !

P.S. darum ging es mir eigentlich auch nicht und ich zweifle es per se auch nicht an !

Nico
09.02.2003, 20:34
Du bist so still.......was ist los?

Marci
09.02.2003, 20:35
Dazu kann ich dir nur sagen, dass die Wahrscheinlichkeit an einer Psychose zu erkranken nicht nur von sozialen Einflüssen beeinflusst wird, sondern auch zu einen nicht zu unterschätzenden Teil von der genetischen Beschaffenheit einen Menschen!

Froschkönig
09.02.2003, 20:36
@Jynie :

Mit hilfe der bisherigen und wie ich meine durchasu zahlreichen Statements solltest Du Deine generelle Abneigeung mal überdenken !

Denn wie aus den Beiträgen hervorgeht, fühlren sich heute zunehmend Leute schon in jungen Jahren psychisch belastet und/oder krank. Daraus ergibt sich, daß die "Schuld" nicht einzig und alleine beim Behandelnden liegen kann !

Nico
09.02.2003, 20:37
Original geschrieben von Froschkönig

Damit kannst Du aber noch nicht die "DD" begründen, ob psychische Krankheiten heute früher und/oder besser erkannt werden !



Allerdings werden heute Lehrkräfte und Erzieher besser geschult - so wird u.a. mehr Augenmerk auf Verhaltensauffälligkeiten bei Kindern gerichtet. Schon im Kindergarten. Und dort setzt auch schon die Förderung dieser Kinder ein, die früher einfach nur als "Zappelphillippe" galten.

Hat die Zahl dieser Kinder zugenommen, oder ist nur besser bemerkt, dass es diese Kinder gibt?

Froschkönig
09.02.2003, 20:39
Original geschrieben von Marci
Dazu kann ich dir nur sagen, dass die Wahrscheinlichkeit an einer Psychose zu erkranken nicht nur von sozialen Einflüssen beeinflusst wird, sondern auch zu einen nicht zu unterschätzenden Teil von der genetischen Beschaffenheit einen Menschen!

Was ich nicht bestreite ! Wieso diskutieren wir überhaupt darüber ??? War doch gar nicht Gegenstand der Debatte, aber egal.....
Die gängigen Psychosen haben eine großteils unbekannte Ätiologie, meistens wird ein polygener Erbgang mit bestimmten Auslösefaktoren vermutet....aber es gibt ja noch andere Krankheitsbilder.....

Nico
09.02.2003, 20:43
Wir sind uns einig und Jynie scheint kein Interesse mehr zu haben.

Wünsche euch eine gute Nacht

ciao
Nico

hobbes
09.02.2003, 21:44
Original geschrieben von Nico
Ich würde eher sagen: das Verständnis über psychische Erkrankungen hat sich gewandelt.
Und es ist in Fachkreisen (auch bei den Krankenkassen) unbestritten, dass psychische Erkrankungen zunehmen.

Die Anzahl Patienten in psychiatrischer oder psychologischer Behandlung hat in den letzten Jahrzehnten exponentiell zugenommen. Das ist schon ein Faktum, und zwar ein durchwegs besorgniserregendes.
Ich denke jedoch nicht, dass die Gründe nur in einem erwachten Verständnis und Interesse seitens der Ärzte für diese Erkrankungen liegt. Bzw. diese Leute schon immer krank, jedoch früher unbehandelt waren.

Ist es nicht möglich, sowie Jynie es sagt, hier auch etwas ein Markt generiert wurde? Besonders was die Psychologen angeht? Ich habe nämlich auch den Eindruck, dass alltägliche Probleme (Freund weg, Arbeitsplatz verloren, Eltern tot . . . das ist durchaus Alltag!) heute vermehrt nicht mehr selbst bewältigt werden, sondern eine Indikation für eine Behandlung darstellen. Durch diese Behandlung, wird das Problem, über das ein normaler Mensch irgendwann hinwegkommt, chronifiziert und zum zentralen Lebensinhalt gemacht - was dann letztlich wirklich krank macht. Dieser Gedanke wäre schon eine Diskussion wert.

Mich würde interessieren, weshalb dem so ist. Weshalb die Leute heute offenbar weniger Leid ertragen können, als früher? Liegt es am Untergang von intakten familiären Strukturen? Liegt es an der grossen Verfügbarkeit von professioneller Hilfe?

PS: ich schreibe hier nicht über umschriebene psychiatrische Krankheitsbilder, welche u.a. auch medikamentöse Therapie-Indikationen darstellen würden.
Aber es gibt eben auch die leichten Fälle. Beim Hausarzt gibt es ja auch den Schnupfen und andernseits Diabetes. Der Schnupfen könnte auch selbst kuriert werden, ist aber oft ein Grund für eine Arztkonsultation. So meine ich, wären gewisse psychische Arztbesuchsgründe, nicht unbedingt wirklich zwingende Indikationen.

Neujahrsrakete
09.02.2003, 22:01
Original geschrieben von Jynie
Ihr habt Recht, was meine Rechtschreibefehler angeht aber das liegt daran das ich meine Beiträge meist nur überfliege.
Das läßt sich ja leicht ändern.
Lies Deine Beiträge vor dem Abschicken doch einfach nochmal durch. Es ist nämlich wirklich anstrengend, sich durch eienn Haufen von Fheler nunsd unlogishcen Satzkonstruktione nz u wühlen. Ode rfindste nich?
Das es das das mit scharfem s nicht mehr zu geben scheint, gehört offensichtlich sowieso schon zum guten Ton. Oder darf man es doch noch benutzen?


Rakete

Neujahrsrakete
09.02.2003, 22:12
Original geschrieben von Nico
Jynie scheint kein Interesse mehr zu haben

Das würde ich wiederum, im Gegensatz zur Rechtschreibung, nicht so eng sehen.
Schließlich gibt es ja auch noch ein Leben außerhalb des Forums.



Rakete

Froschkönig
10.02.2003, 08:42
@Rakete : Das mit dem "ß" läßt (da war eins drinnen ;-) ) sich mit der Rechtschreibreform begründen.


Original geschrieben von hobbes
Die Anzahl Patienten in psychiatrischer oder psychologischer Behandlung hat in den letzten Jahrzehnten exponentiell zugenommen. Das ist schon ein Faktum, und zwar ein durchwegs besorgniserregendes.

Zunächst einmal überrascht es mich überhaupt nicht, lieber hobbes, daß Du mal wieder den kontroversen der beiden Standpunkte vertrittst....wäre es anders, würde ich mir Sorgen um Dich machen ;-)


Wir scheinen uns bei den "hochpathologischen" Krankheitsbildern alle einig zu sein, weswegen ich vorschlage, die künftig nicht mehr explizit bei jedem Posting "aus der Wertung zu nehmen"....schont meine Tasten *g*

Wenn ich jetzt mal auf hobbes übrige aussagen eingehe :

Ein Markt generiert ? Schon möglich. Aber von wem ? Existiert der normale Markt eher aus Angebot oder aus Nachfrage ? Firmen, die sinnlose Produkte verkaufen wollen, gehen über kurz oder lang pleite. Du verstehst, was ich sagen will ?

Da liegt dann jedoch noch die Frage offen, warum sich die Leute heute für weniger belastbar halten ? Ist es Erziehung ? Die Anonymität der Gesellschaft ? Daß (@Rakete : Da ist schon wieder eins ;-) ) die Angehörigen selbst nicht mehr zuhöhren ? Fragen über Fragen....

Neujahrsrakete
10.02.2003, 09:03
Original geschrieben von Froschkönig
@Rakete : Das mit dem "ß" läßt (da war eins drinnen ;-) ) sich mit der Rechtschreibreform begründen.

Ob nun "daß" oder "dass" geschrieben wird, ist mir egal.
Hauptsache aber, daß man einen Unterschied zwischen "daß" (oder "dass") und "das" erkennt.
Das erleichtert den Lesefluß nämlich ungemein.

der/die/das Rakete

Froschkönig
10.02.2003, 09:07
@DEM Rakete :-D

Das setzt voraus, daß (!!!) man weiß, wann ein das faktisch ist und wann nicht.......

Neujahrsrakete
10.02.2003, 09:34
Stimmt.
Ist das denn zu viel verlangt? :-blush

Naja, ich will nicht so streng sein. Offensichtlich kann man eine Unterscheidung zwischen "dass" und "das" nicht erwarten.
Es wäre wahrscheinlich auch nicht "political correct", sich an falscher Rechtschreibung zu stoßen.

daß Rakete

hobbes
10.02.2003, 13:51
Original geschrieben von Froschkönig
1) Ein Markt generiert ? Schon möglich. Aber von wem ? Existiert der normale Markt eher aus Angebot oder aus Nachfrage ? Firmen, die sinnlose Produkte verkaufen wollen, gehen über kurz oder lang pleite. Du verstehst, was ich sagen will ?

2) Da liegt dann jedoch noch die Frage offen, warum sich die Leute heute für weniger belastbar halten ? Ist es Erziehung ? Die Anonymität der Gesellschaft ? Daß (@Rakete : Da ist schon wieder eins ;-) ) die Angehörigen selbst nicht mehr zuhöhren ? Fragen über Fragen....

1) Der Markt wird durch die übermässige Ausbildung von Psychologen generiert. Die scheren sich nämlich zu Beginn ihrer Ausbildung nicht darum, ob es sie wirklich braucht. Und wenn mal ausgebildet, dann kümmern sie sich aus Überlebensnot auch um die Nachfrage.
Tja, es gibt doch zahllose sinnlose Produkte, die gekauft werden, oder nicht? Ich bringe kein Beispiel, um einer langen Beispielreiterei vorzubeugen.

2) Du hast recht. Das sind genau die Fragen, welche interessant zu erörtern wären!

PS: wollte nicht unbedingt schon wieder den Querkopf spielen. Aber ich habe mir gedacht, Jynie liegt nicht so sehr daneben, wie ihr sie hingestellt habt. Da wollte ich mal unterstützend eingreifen.