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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Zweitstudium - Risiko und Chance zugleich?



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Kensington
20.12.2010, 20:29
Oh, dann hatte ich das ja vollkommen falsch in Erinnerung!
Ich hab meine Leserei für die Schweiz verschoben, weil ich heute mit satten 4 Stunden Schlaf klarkommen musste. Lese gerade auf der Seite der Züricher Uni herum. Musstest du nachweisen, dass du in Deutschland einen Psychologie-Studienplatz bekommen hast? Ich schaue mir gleich mal die weiteren Zugangsvorraussetzungen an. Wie ists denn an sich? :-) Ich kann mir vorstellen, dass es prima ist!
Ja, man muss einen Platz in Deutschland nachweisen.
Die Uni ist supertoll. Ich mag's total. Die Leute sind auch klasse. Hachja, mir gefällt eigentlich alles, bis auf das Fach :) Obwohl das auch interessant ist ( meistens). Nur ist es eben nicht mein Lebenswunsch.
Man muss eben wissen, dass es in Zürich am härtesten ist. Also hier sollte man nicht ohne Grund hin.

Distress Misstress
20.12.2010, 20:39
Na das klingt aber insgesamt ja trotzdem nicht so toll, wenn das Studium dich nicht schafft, so sehr in den Bann zu ziehen, dass du die Medizin kurzzeitig etwas vergisst :-( Ich bin froh, dass es mir da anders gehen wird, weil ich ohnehin immer beides studieren wollte. Die Frage war halt nur wann & in welcher Reihenfolge :-))
Naja, wie hart eine Uni sein soll, ist ja immer irgendwie subjektiv. Für deutsche HM-Studenten ist das ja auch immer eine Frage, die nicht pauschal beantwortbar ist. Aber es ist sicherlich schwierig, in Zürich einen Platz zu kriegen, weil man ja einen deutschen Studienplatz braucht und nicht zB. eine Aufnahmeprüfung machen kann, das glaub ich. Wie ist es denn sonst so? Wie gedenkst du später die Psychologie in deine Medizinerkarriere einfliessen zu lassen?

Kensington
20.12.2010, 21:15
Na das klingt aber insgesamt ja trotzdem nicht so toll, wenn das Studium dich nicht schafft, so sehr in den Bann zu ziehen, dass du die Medizin kurzzeitig etwas vergisst :-( Ich bin froh, dass es mir da anders gehen wird, weil ich ohnehin immer beides studieren wollte. Die Frage war halt nur wann & in welcher Reihenfolge :-))
Naja, wie hart eine Uni sein soll, ist ja immer irgendwie subjektiv. Für deutsche HM-Studenten ist das ja auch immer eine Frage, die nicht pauschal beantwortbar ist. Aber es ist sicherlich schwierig, in Zürich einen Platz zu kriegen, weil man ja einen deutschen Studienplatz braucht und nicht zB. eine Aufnahmeprüfung machen kann, das glaub ich. Wie ist es denn sonst so? Wie gedenkst du später die Psychologie in deine Medizinerkarriere einfliessen zu lassen?

Ich kann meine Annahme objektiv belegen. Hier fallen einfach extrem viele durch. Viel mehr als in Dtl. und der restlichen Schweiz. Es gibt in Ch keinen NC und deswegen sortieren sie bei der ersten großen Püfung stark aus. So läuft das nunmal hier. Außerderm studiert man zudem noch 2 Nebenfächer. Das ist schon einiges. Hier schafft fast keiner den Ba in 3 Jahren und in Basel beispielsweise fast jeder.
Der Unterricht bzw. Stoff ist ( bestimmt) nicht schwerer, als woanders. Bzw. weiss ich das ja garnicht und will mir nicht anmaßen da ein urteil drüber zu fällen. Kann nur von Durchfallquoten sprechen.
Reinzukommen war für mich leicht, da ich genug Plätze in Dtl. hatte, von der ZVS und uniintern.
Ich bin mir noch nicht sicher. Je nachdem, wie lange ich das noch studieren werde. Ich finde es sehr wichtig, dass die Psyche des Menschen stärker in die Medizin einfließt und die Vorurteile und Nichtakzeptanz zw. Psychologen und Medizinern aufhört. Diese Gebiete müssen stärker verknüpft werden.
Des WEiteren ist es mir ein Anliegen das die psych. Krankheiten endlich akzeptiert werden und nicht pauschalisiert als **Durchgeknalltheit** etc. dargestellt werden. Psych. Leiden sind genauso schlimm wie physische. WEnn nicht manchmal schlimmer, weil auch viele von diesen unheilbar sind.
Ich finde es schade, dass jemand der zum Beispiel eine Psychose hat als ''verrückt'' bezeichnet wird und es sich darüber lustig gemacht wird und mit einem Krebskranken wird immer mitegfühlt und die Leute haben ja ach so viel Mitleid.
Auch psychische Krankheiten fordern Menschenleben und Opfer. Das sollte man mal einsehen. Und es ist enorm, was auch Psychologen leisten, nciht nur Ärzte.

Ja, das würde ich irgendwann gerne mal fundiert rüberbringen können und nicht ''nur'' aus meinem inneren Anliegen heraus.

Distress Misstress
20.12.2010, 21:31
2 Nebenfächer!!! :-kotz Sicherlich sau spannend, aber boah :-((
So ists mit Jura an der Uni Potsdam auch: kein NC (oder doch? aber einen sehr lieben) und Durchfallquote im 1. Staatsexamen über 50% (eine Freundin studiert dort mit DN 2,8)

Gut, mit dieser (sehr vernünftigen) Motivation kann ich schon verstehen, warum es nicht so viel Spaß macht. So ist das Studium dann eben letztlich doch nur Wartezeitüberbrückung. Was hast du denn für Nebenfächer gewählt und hattest du auch mal überlegt, was anderes zu tun? Irgendwas anderes zu studieren zum Beispiel? Und warum eigentlich genau die Schweiz und Zürich?

Kensington
20.12.2010, 23:01
2 Nebenfächer!!! :-kotz Sicherlich sau spannend, aber boah :-((
So ists mit Jura an der Uni Potsdam auch: kein NC (oder doch? aber einen sehr lieben) und Durchfallquote im 1. Staatsexamen über 50% (eine Freundin studiert dort mit DN 2,8)

Gut, mit dieser (sehr vernünftigen) Motivation kann ich schon verstehen, warum es nicht so viel Spaß macht. So ist das Studium dann eben letztlich doch nur Wartezeitüberbrückung. Was hast du denn für Nebenfächer gewählt und hattest du auch mal überlegt, was anderes zu tun? Irgendwas anderes zu studieren zum Beispiel? Und warum eigentlich genau die Schweiz und Zürich?

Ich studiere Recht/Jura und Biochemie als Nebenfach :) Nein, niemals möchte ich was anderes studieren ausser Medizin :) Kann mir auch nur vorstellen als Arzt zu arbeiten. Eventuell noch als Psychotherapeutin. Aber neee lieber Ärztin. Einen Nebenjob hab ich jetzt hier auch schon gefunden.

Die Schweiz, weil ich sie und Zürich liebe. Meine Mama kommt aus Zürich und meine Grosseltern leben hier und ich wohne bei ihnen. Sie sind sehr alt (90) und krank und ohne mich könnten sie nicht in ihrem Haus wohnen bleiben.
Ich liebe meine Oma sehr und würde alles tun, um ihr ein schönes Leben zu bereiten. Außerdem lerne ich sehr viel durch das Zusammenleben mit ihnen.
Sie braucht eben Hilfe und Pflege, was ich gerne tue.

Chelsea
21.12.2010, 15:27
Dein zweites Nebenfach ist Biochemie und nicht Wirtschaft?

Ich hab hier in Würzburg einen Spanier kennengelernt, der zuerst Jura mit Erfolg studiert hat, danach Wirtschaftswissenschaften auch mit Erfolg studiert hat und jetzt Medizin studiert ...

Absolute Arrhythmie
21.12.2010, 15:31
Hallo DistressMistress,

es hat zwar nix mit dem eigentlichen Thema zu tun, aber du kannst auch in D Psycho studieren, ohne dass es sich negativ auf deine Wartezeit auswirkt, und zwar in Hagen an der Fernuni.
Frag mich nicht warum es diese Regel gibt...
Allerdings hat man da keine klinische Psychologie.

Coxy-Baby
21.12.2010, 16:19
Allerdings hat man da keine klinische Psychologie.
Aber genau um klinischen Psychologie dürfte es ja den meisten gehen, wenn sie Psychologie studieren wollen.

Distress Misstress
21.12.2010, 16:39
Aber genau um klinischen Psychologie dürfte es ja den meisten gehen, wenn sie Psychologie studieren wollen.

Genau. Besonders deshalb, weil nicht garantiert werden kann, dass man mit dem Fernuni-Bachelor später an eine Präsenzuni gehen kann, um den Master ranzuhängen.

Absolute Arrhythmie
21.12.2010, 17:01
Aber genau um klinischen Psychologie dürfte es ja den meisten gehen, wenn sie Psychologie studieren wollen.

Es gibt auch einige Psychologen ( ;) ) die außerhalb der Klinischen Psychologie tätig sind. Genau genommen umfasst die klinische nur einen kleinen Teil der Psychologie.
Ich wollts auch nur der Vollständigkeit halber erwähnen ;)

Btw müsste es doch eigtl möglich sein, sich nach einem Fernstudium in hagen an einer Präsenzuni zu bewerben (via Wartezeit) und sich die bereits erbrachte Studienleistung anrechnen zu lassen, oder unterliege ich da einem Trugschluss? Wäre vllt für jemanden interessant, der nicht in Ö oä. ein Ausweichstudium machen kann.

Distress Misstress
21.12.2010, 17:18
@ AA: Ja, das ist möglich! Der NC für Psychologie ist ja an jeder Uni unterschiedlich und die Anzahl der benötigten WS somit auch. Bsp. FU Berlin: 16 Wartesemester.
Ich habe mich auch fürs Sommersemester an der Fernuni angemeldet, habe jedoch entschieden, es definitiv in Österreich zu versuchen. Nun warte ich zunächst ab, bis es Infos von der Uni gibt und mein Lernmaterial ankommt.

Die klinische Psycho umfasst zwar nur einen kleineren Teil der Ausbildung zum Psychologen, aber für jene, die therapeutisch tätig werden sollen, wirds eben ohne klinischer Psycho nicht möglich sein.

Absolute Arrhythmie
21.12.2010, 17:21
Ja klar, da hast du Recht. Ich denke nur Hagen ist ein Schlupfwinkel gerade für Leute die örtlich unflexibel sind und vllt auch berufstätig. Und man hat noch ein Hintertürchen, falls das mit dem Medizinstudium doch nicht klappt aus irgendwelchen Gründen.

Distress Misstress
21.12.2010, 17:29
Ich denke nur Hagen ist ein Schlupfwinkel gerade für Leute die örtlich unflexibel sind und vllt auch berufstätig.

Na klar das seh ich auch so und das ist auch echt super. Falls ich keine Aufnahmeprüfung bestehen würde, so wäre dies auch meine Laufbahn. Krankenpflegeausbildung und Fernstudium. Aber da ich voll bafögberechtigt bin und noch am Anfang der Wartezeit stehe, werde ich es in Österreich auf jeden Fall versuchen. Zumal ich weiss, dass es wirklich hart für mich werden wird, später als Krankenschwester arbeiten zu müssen...
@OT: Wartest du Buchempfehlungen ab oder hast du lauter Vorfreude schon ein Buch gekauft? :-)